Von | | Bahrain, Kuwait, Oman, Qatar, Saudi-Arabien.


Die Mitgliedsstaaten des Golfkooperationsrats (GCC) sind in Abu Dhabi zu ihrem 26. Gipfeltreffen zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der Konferenz sollen die Atomwaffenpläne Irans sowie die Ergebniise des Mehlis-Reports im Mordfall Rafiq Hariri stehen. Mit Ausnahme Kuwaits nehmen die Staatschefs aller sechs Mitgliedsländer Bahrain, Kuwait, Qatar, Saudi-Arabien, Oman und Vereinigte Arabische Emirate an dem Treffen teil.
Zu Beginn des Gipfels gestern rief Gastgeber Sheikh Khalifa bin Zayed al-Nahyan, Präsident der VAE, seine Amtskollgen zu größerer Handlungsbereitschaft auf. „Das bisher Erreichte entspricht nicht unseren Ambitionen und den Erwartungen unserer Völker. Sie fordern von uns weniger Diskussionen und mehr konkrete Maßnahmen. Wir müssen uns darauf konzentrieren einen gebildeten und moderat-religiösen Golf-Bürger zu schaffen. Nur er kann uns Stabilität und Wohlstand garantieren.“
Der Generalskeretär des GCC, Abdel-Rahman al-Attiyya, hatte zuvor die Besorgnis der Mitgliesstaaten wegen der Nuklear-Ambitionen des benachbarten Iran zum Ausdruck gebracht.: „Wir vertrauen Iran aber wir wollen keine Aufbereitungsanlage sehen, die unseren Golfküsten näher ist als Teheran und uns in Gefahr bringt.“ Ziel des Treffens sei es daher auch, ein Papier vorzulegen, das die Errichtung einer Nuklearwaffen-freien Golfregion vorschlägt, erklärte Attiya. „Wenn die iranischen Offiziellen erklären, ihr Programm diene zivilen Zwecken, warum sollte dann kein Abkommen zwischen dem GCC, Iran und unserem Beitrittskandidaten, dem Jemen, möglich sein? Dies würde auch den Druck auf Israel erhöhen seine Nuklearanlagen für Inspektionen zu öffnen.“ Eine Verurteilung Irans wegen des Nuklearprogramms und der jüngsten Israel-feindlichen Äußerungen von Präsident Ahmadinejad werde es aber nicht geben, so Attiya.
Weitere Diskussionsthemen des GCC-Gipfeltreffens sind Strategien zur Bekämpfung islamistischen Terrors, sowie Möglichkeiten zur Einschränkung des wachsenden schiitischen Einflusses auf die Politik im benachbarten Irak. Außerdem sollen die nächsten Schriite auf dem Weg zu einer Währungsunion diskutiert werden, die für den Jahreswechsel 2009/2010 geplant ist. Gemessen an seiner wirtschaftlichen Bedeutung wäre der Golf-Währungsraum die zweitbedeutendste supranationale Währungsintegration nach dem Euroraum.

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