Von | | Israel, Palästina.


In den kommenden Wochen müssen die 8000 jüdischen Siedler im Gazastreifen ihre Häuser verlassen. Damit scheint der Weg frei für eine Rückkehr jener Palästinenser und ihrer Kinder, die ihr Land nach der Eroberung des Gazastreifens durch Israel 1967 verlassen mussten. Palästinenser in jordanischen Flüchtlingslagern, die von der Nachrichtenagentur UPI befragt wurden, zweifelten aber an einer Rückkehr in ihre Heimat.
Abu Muhammad aus dem Flüchtlingslager Jerash nördlich von Amman bezweifelt, das die Israelis ihnen die Rückkehr erlauben und ihnen die palästinensische Staatsbürgerschaft gewähren werden. Der 63-jährige Abu Muhammad ist nur einer von etwa 1,8 Millionen Flüchtlingen aus dem Gaza-Streifen die in insgesamt 13 Lagern auf jordanischem Boden leben. Anders als den mehr als 2 Millionen Exilanten aus dem West-Jordanland wird ihnen vom jordanischen Staat die Staatsbürgerschaft verweigert. Sie werden lediglich mit temporären Reisedokumenten ausgestattet.
Ein großes Problem stellt die Landknappheit im Gaza-Streifen dar. Schon jetzt ist das Gebiet eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Erde. Der Zuzug von knapp 2 Millionen Rückkehrern würde das Land schlicht überfordern.

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