Von | | Marokko, West-Sahara.



Die marokkanische Regierung hat erstmals ihre Bereitschaft zu Verhandlungen über eine Selbstbestimmung für die Westsahara erklärt.
Tayeb al-Fasi al-Fahri, Staatsminister im Außenministerium erklärte gegenüber Journalisten in Rabat, Marokko werde den Vereinten Nationen in Kürze einen detaillierten Vorschlag unterbreiten, der den Willen der Regierung zu Verhandlungen über den politischen und rechtlichen Status der Westsahara deutlich mache. Nach Angaben des marokkanischen Informationsministers Nabil Abdullah beinhaltet der Plan eine Selbstbestimmung für das Volk der etwa 300000 Sahrawi unter Beibehaltung der marokkanischen Souveränität. Gleichzeitig erklärte Abdullah, dass Außenminister Muhammad Bin Issa in einem Schreiben an UN-Generalsekretär Kofi Annan deutlich gemacht habe, dass es für das Königreich „rote Linien“ gebe, die es nicht überspringen könne. Dazu gehöre der Verzicht auf die Souveränität über die 266.000 Quadratkilomer westsaharischer Wüste, einem Gebiet größer als Großbritannien.
Dennoch werten Beobachter die neuen Signale aus Rabat als Fortschritt. Bisher hatte sich Marokko stets geweigert einen 2000 vom ehemaligen US-Außenminister James Baker vorgelegten Plan zu akzeptieren, der ein Referendum über den künftigen Status Westsaharas vorsieht. Doch nun mehren sich auf beiden Seiten die Zeichen des guten Willens. So hatte die westsaharische Befreiungsbewegung Polisario im vergangenen Monat einige hundert marokkanische Kriegsgefangenen freigelassen.(alsharq berichtete)

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