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Gerry Adams, Chef der irischen Partei Sinn Fein, dem politischen Arm der IRA, will morgen zu einer Friedensmission in den Nahen Osten aufbrechen. Nach Angaben seiner Partei folgt Adams damit einer Einladung des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas.

Neben einem Treffen mit Abbas und hochrangigen Vertretern der regierenden Hamas-Bewegung soll auch ein Vortrag vor dem Palestinian-Israeli Peace Forum im Peres Center for Peace auf dem Reiseplan stehen. EU und USA lehnen sirekte Gespräche mit Vertretern der Hamas ab und haben die Organisation auf die Liste der Terrorgruppen gesetzt.

Adams wolle zu „ernsthaften Verhandlungen und Gesprächen“ zwischen den Konfliktparteien in Israel und den palästinensischen Gebieten beitragen. Voraussetzung hierfür seien der Respekt vor gewählten Abgeordneten, und der Respekt vor Menschenrechten und internationalem Recht, so der 57-jährige Sinn Fein-Chef weiter.

Die Sinn Fein und die mit ihr verbundene IRA hatten jahrzehntelang für eine Loslösung Nordirlands aus dem Vereinigten Königreich gekämpft. 1998 stimmte die Bewegung dann im Karfreitagsabkommen von Belfast einer von Protestanten und Katholiken gemeinsam geführten Regierung in Nordirland zu, wodurch der Konflikt weitgehend beigelegt wurde.

„In den vergangenen Jahren hat die Sinn Fein-Führung ihre Erfahrungen aus dem irischen Friedensprozess mit jenen geteilt, die die Konflikte im Baskenland und in Sri Lanka friedlich lösen wollen.“ Ein ähnliches Ziel verfolgt Adamas nun offenbar auch im Palästinakonflikt.

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