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Somalias Übergangsregierung und die mit ihr rivalisierenden islamistischen Milizen haben sich grundsätzlich auf die Bildung einer gemeinsamen Armee verständigt. Bei einem Treffen in Sudans Hauptstadt Khartum einigten sich die Konfliktparteien unter Vermittlung der Arabischen Liga darauf, „bewaffnete Kräfte wie Armee und Polizei aufzustellen, bestehend aus Kräften der Islamischen Gerichte, der Regierung und anderer Milizen“, berichtet „al-Jazeera“.

Zudem hätten sich die Interimsregierung und die Islamisten darauf verständigt, in Zukunft eine Einmischung ausländischer Mächte zu verhindern. Bislang wurde die in Baidoa angesiedelte Übergangsregierung maßgeblich von Äthiopien unterstützt, die Vereinigung der Islamischen Gerichte (UIC) wurde ihrerseits von Eritreas Regierung ausgerüstet.

Die Islamisten hatten im Juni die Hauptstadt Mogadischu eingenommen und den wichtigsten Hafen am Horn von Afrika unter ihre Kontrolle gebracht. Die ohnehin quasi machtlose somalische Übergangsregierung wurde dadurch weiter geschwächt und brach nach einem Streit über die äthiopische Intervention in Somalia Anfang August auseinander.

Die Gespräche in Khartoum stellten nun den Versuch dar Islamisten und die von der UNO unterstützte Übergangsregierung zu versöhnen um nach 15 Jahren das Machtmonopol des Staates wiederherzustellen. Für den 30.Oktober wurde eine neue Gesprächsrunde in Khartoum angesetzt.

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