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Kenias Präsident Mwai Kibaki hat angekündigt in den nächsten Wochen eine Konferenz ausrichten zu wollen, auf der Schritte für eine Stabilisierung der Lage in Somalia diskutiert werden sollen. Zu dem regionalen Gipfeltreffen werden Vertreter aus Kenia, Sudan, Uganda, Äthiopien, Eritrea, Djibouti und Somalia erwartet. Diese sieben Staaten sind Mitglieder in der IGAD, einem Zusammenschluss ostafrikanischer Staaten.

In den verganenen Wochen war die äthiopische Armee in Somalia eingedrungen und hatte durch Bombenangriffe und eine Bodenoffensive die islamistische Union der Islamischen Gerichte aus der Hauptstadt Mogadischu vertrieben. Ali Mohammed Gedi, Ministerpräsident in der somalischen Interimsregierung, die 2004 in Kenia gebildet wurde, ist inzwischen nach Mogadischo gereist.

Er rief die Einwohner der Hauptstadt auf, ihre Waffen bis Donnerstag abzugeben. Gleichzeitig stellte er seinen islamistischen Widersachen eine Amnestie in Aussicht, wenn sie den bewaffneten Kampf aufgäben. Gleichzeitig kündigte er nach Angaben von „al-Jazeera“ an, dass die äthiopischen Truppen bis auf weiteres in Somalia verblieben um die Lage unter Kontrolle zu halten.

Auf der Konferenz in Nairobi wird es auch um die Möglichkeit gehen, eine Friedenstruppe bestehend aus Truppen der Nachbarstaaten Somalias aufzustellen. Dieses Unterfangen dürfte jedoch am Veto Eritras scheiterm, dass seit seiner Loslösung von Äthiopien mit diesem verfeindet ist und aus diesem Grunde die somalischen Islamisten in ihrem Kampf gegen die Äthiopier unterstützt.

Kenia selbst hat großes Interesse an einer Stabilisierung der Situation in Somalia. In den vergangenen Wochen strömten zehntausende Flüchtlinge aus dem umkämpften Süden Somalias nach Kenia. Schon vor den jüngsten Gefechten lebten knapp 200000 Somalis in Flüchtlingslagern in Kenia.

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