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Im Golfstaat Qatar wurde am Abend das weltweit größte Museum für Islamische Kunst eröffnet. Emir Hamad bin Khalifa al-Thani übergab den 45000 Quadratmetern großen Bau des Stararchitekten I M Pei am Abend vor 1000 geladenen Gästen seiner Bestimmung.

Das Museum wurde auf einer künstlichen Insel an der Corniche unweit des Hafens in Qatars Hauptstadt Doha errichtet. 
Das Gebäude, dessen äußere Form an den Brunnen der Ibn-Tulun-Moschee in Kairo angelehnt ist, gilt schon jetzt als ein Meisterwerk zeitgenössischer Architektur im Nahen Osten.
Die Herrscherfamilie Qatars erwarb in den letzten Jahren mehr als 4500 Objekte aus dem 7. bis 19. Jahrhundert, die in dem neuen Musem gezeigt werden sollen. Aus Platzgründen können jedoch nur etwa 850 Ausstellungsstücke gleichzeitig präsentiert werden. 
Zu den ausgestellten Objekten aus Europa, Afrika und Asien gehören Keramiken, Schmuckstücke, Holzarbeiten, Beispiele islamischer Kalligraphie, sowie antike Bücher. Ziel der Ausstellung soll es nach Angaben der Museumsleitung sein, „die Vitalität, Komplexität und Diversität der Islamischen Kunst darzustellen“ und eine „Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft“ zu bauen.
Für das Emirat Qatar bedeutet die Museumseröffnung einen wichtigen Schritt im Wettstreit der Golfstaaten um Touristen. Dabei wird verstärkt um kunstinteressierte Besucher geworben. Die Herrscherfamilie erwarb in den letzten Jahren Kunstgegenstände im Wert mehrer hundert Millionen Euro, die in Zukunft in Qatar ausgestellt werden sollen. Die Bandbreite reicht dabei von chinesischen Goldarbeiten, bis zu abstrakten Gemälden von Mark Rothko. 
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