Von | | Arabische Halbinsel, Hintergrund, Kuwait, Saudi-Arabien.

Anlässlich des an diesem Donnerstag bevorstehenden Valentinstages hat die Religionspolizei in Saudi-Arabien den Verkauf roter Rosen und roter Geschenke bis auf Weiteres untersagt. Geschenk- und Blumenläden in Riyadh seien am Sonntag von der „Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern“ angewiesen worden, derartige Artikel aus ihrem Sortiment zu entfernen, berichtet „The Saudi Gazette“.

Die Tugendwächter führen derartige Razzien in jedem Jahr kurz vor dem Valentinstag durch. Der Preis für eine rote Rose steigt auf dem Schwarzmarkt dadurch auf umgerechnet bis zu 6 Euro pro Stück.

Islamische Theologen im konservativen Saudi-Arabien rechtfertigen das Vorgehen damit, dass die Feier des Valentinstages und anderer nicht islamischer Festtage eine Sünde darstelle. „Als Muslime sollten wir keine nicht muslimischen Feste feiern, besonders nicht dieses Fest, das unmoralische Beziehungen zwischen unverheirateten Frauen und Männern fördert.“, erklärte etwa ein islamischer Rechtsgelehrte gegenüber der Zeitung.

Viele junge saudische Paare ignorieren diese Verbote der Geistlichkeit jedoch und verbringen den Tag in einem der weniger konservativen Golfstaaten wie Bahrain oder den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Doch auch in Kuwait haben zwei islamistische Parlamentsabgeordnete die Regierung aufgefordert, den Valentinstag zu verbieten. Dieser Feiertag sei der kuwaitischen Gesellschaft fremd und widerspreche den Lehren und Werten des Islam. Der Valentinstag führe zur „moralischen Verdorbenheit“ der Jugend in Kuwait.

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