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Seit 2003 sind in Ländern des Nahen und Mittleren Ostens 27 Blogger inhaftiert worden, weil sie auf Menschenrechtsverstöße aufmerksam machten oder ihre Regierungen kritisierten. Dies geht aus dem aktuellen World Information Access Report hervor, der von der University of Washington veröffentlicht wurde.

14 Blogger wanderten in den letzten 5 Jahren in Ägypten ins Gefängnis, 8 im Iran, 3 in Syrien, 2 in Tunesien und je einer in Kuwait und Saudi-Arabien. Gründe für die Verhaftungen waren etwa die Organisation von Protesten über das Internet, die Verletzung „kultureller Normen“, Kritik an der Politik, Berichte über Korruption und Menschenrechtsverletzungen oder Politiker.

Besonders im vergangenen Jahr wurden Blogger Ziel staatlicher Verfolgungen, allen voran in Ägypten. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung der Bloggerszene im Nahen Osten und zeigt die Bedrohung die die herrschenden Regime durch die freie Meinungsäußerung im Internet empfinden. In Ägypten wurden im vergangenen Jahr 9 Blogger im Umfeld der Wahlen zum Shura-Rat, dem ägyptischen Oberhaus, inhaftiert.

Seit Jahresbeginn sind 4 weitere Cyberdissidenten in Ägypten festgenommen worde, weil sie zu Streiks und Protesten aufgerufen hatten. Die Zahl der Blogger, die wegen ihrer Veröffentlichungen im Gefängnis landen, wird in den kommenden Monaten weiter zunehmen.

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