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Liebe Leserinnen und Leser,

die Vorbereitungen auf die Alsharq-Reisesaison 2014 gehen in die heiße Phase. Neben unserem Klassiker Israel & Palästina (20. April bis 2. Mai) stehen im kommenden Halbjahr erstmals Jordanien (10. bis 20. April) und Iran (30. Mai bis 13. Juni) auf der Liste unserer Reiseziele. Hier kommt Ihr zu den Ausschreibungen. Zum Konzept von Alsharq-Reisen findet Ihr hier Informationen. Im Folgenden fassen wir für Euch die Konzepte der anstehenden Reisen zudem kurz zusammen.  

Jordanien

Das haschemitische Königreich liegt meist nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit Nahostinteressierter. Dabei stellt der Wüstenstaat einen Brückenkopf zwischen der wenig bevölkerten arabischen Halbinsel im Süden, dem fruchtbaren Zweistromland im Osten und der urbanen Levante im Westen dar. In kaum einem anderen Land der arabischen Welt treffen diese Gegensätze so eindrücklich aufeinander wie in Jordanien. Beduinisch-tribal geprägte Föderationen leben hier mit der stetig wachsenden – zum großen Teil palästinensischen – städtischen Bevölkerung in enger Nachbarschaft.

Die aus dieser Konstellation entstehenden gesellschaftlichen Konfliktlinien werden uns auf unserer Studienreise beschäftigen. Dazu lernen wir insbesondere in der Hauptstadt Amman zahlreiche zivilgesellschaftliche Initativen kennen. Auf der Reise durch Jordanien werden wir zudem die Auswirkungen der regionalen Umbrüche auf die jordanische Gesellschaft beleuchten.Nicht zuletzt wollen wir uns während der Reise aber auch der atemberaubenden Natur des Königreichs widmen und die ökologischen Herausforderungen thematisieren. Einige Impressionen aus Jordanien findet Ihr hier. Die Ausschreibung als PDF herunterladen könnt Ihr hier, zur Anmeldung geht es hier

Israel und Palästina

Auch in Israel und Palästina werden wir uns viel in der spektakulären Natur der Region bewegen. Persönliche und politische Begegnungen gehen dieses Mal einher mit ausführlichen Wanderungen, die die politische Landschaft des Nahostkonflikts unmittelbar erfahrbar machen.

In einem geopolitisch wie gesellschaftlich stark von Abgrenzung geprägten Kontext werden die Teilnehmenden zu Fuß aus nächster Nähe erleben, wie sich diese Situation im Alltag der Menschen vor Ort niederschlägt. Auf eindrücklichen Pfaden besuchen wir dabei unter anderem den Wüstencanyon Wadi Qelt, die fruchtbaren Täler um Jerusalem und die Gipfel der Golanhöhen.

Zudem thematisiert auch diese Reise die aktuellen Umwälzungen im regionalen Kontext. Begegnungen und politische Touren führen die Reisenden in die Grenzgebiete zu Syrien, Libanon und Jordanien. Die großen Städte Jerusalem, Tel Aviv, Haifa und Hebron mit ihren Menschen und Konflikten werden wir natürlich auch ausführlich kennenlernen. Hier geht es zu einigen Eindrücken der vergangenen Alsharq-Reise. Die Ausschreibung als PDF herunterladen könnt Ihr hier.

Iran

Das gesellschaftspolitische Programm wird eingebettet in ein touristisches Rahmenprogramm rund um Geschichte, Natur und Kultur der Islamischen Republik Iran. Die Reise ist historisch-chronologisch aufgebaut. Wir werden bedeutsame Orte vom Beginn des achämenidischen Großreiches vor 2500 Jahren bis in die Gegenwart besuchen, um Entwicklungsschritte und Veränderungen im iranischen Selbstverständnis nachvollziehen zu können. Das unmittelbare Erleben und Begreifen der modernen Zeitgeschichte steht im Vordergrund.
Die Route beginnt im historischen Herzen Irans, der Stadt Shiraz, und dem 2500 Jahren alten Weltkulturerbe Persepolis. Danach geht es in die Wüstenstadt Yazd, wichtigste Stadt für Irans Zoroastrier. Von der Wüste zieht es uns dann in die stolze Händlerstadt Esfahan, über dessen überwältigende Architektur schon europäische Reisende im 17.Jahrhundert staunten.

Neben weniger bekannten, nicht minder faszinierenden Orten im Kernland besuchen wir abschließend Teheran, die iranische Megametropole, die sich mit ihren 14 Millionen Einwohner ständig neu erfindet. Dort tauchen wir in die Zeit der letzten Könige Irans ein, um die Islamische Revolution besser verstehen zu lernen. Ebenso werden wir uns mit dem Iran-Irak Krieg und seinen Folgen beschäftigen, ohne welche die heutige Islamische Republik Iran nicht verstanden werden kann. Angekommen in der Gegenwart tauchen wir in das moderne Iran ein: Wir werden den Fragen nachgehen, was die Menschen bewegt und wie Politik gemacht wird. Geplant ist unter anderem ein Besuch im iranischen Parlament und eine Begegnung mit deutschsprachigen Studierenden.

Hier könnt Ihr die Iran-Ausschreibung als PDF herunterladen, hier geht es zur Anmeldung.

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