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Liebe Leserinnen und Leser,

viele gehaltvolle wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden werden nach der Korrektur nicht mehr gelesen. Deshalb bietet Alsharq Studierenden eine Plattform, wissenschaftliche Vorhaben zur Diskussion zu stellen sowie Zusammenfassungen von Hausarbeiten einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Im vergangenen Jahr hatte beispielsweise Judith Höffkes ein Forschungsvorhaben zur Frauenbewegung in Palästina in einem Artikel skizziert. Im folgenden fasst Omar El-Nahry seine Bachelorarbeit zu Identität und Krieg im Westsahara-Konflikt zusammen. Studierende, die ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse bei Alsharq publizieren möchten, schreiben uns bitte eine E-Mail an blog@alsharq.de.

Der Konflikt zwischen der POLISARIO und dem Königreich Marokko ist einer der letzten postkolonialen Konflikte Afrikas. Die geringe Intensität macht ihn auch zu einem der vergessenen Konflikte der Welt. Aus der Perspektive politikwissenschaftlicher Theorie bietet er jedoch eine interessante Fallstudie um zu verstehen, wie neue nationale Identitäten entstehen. Dieser Artikel postuliert, dass gängige Erklärungsmuster und Theorien nicht zufriedenstellend erklären können, warum und wie die Bevölkerung der Westsahara eine starke nationale Identität ausgebildet hat. Um eine Erklärung zu finden, wird der Zusammenhang zwischen der Intensität des bewaffneten Konflikts und der Herausbildung der saharauischen Identität überprüft. Mithilfe der Theorie der sozialen Identität wird eine theoretische Verbindung zwischen Konfliktniveau und Identitätsformung, anhand von Markern wie nationalen Symbolen und  Anerkennung der Demokratischen Arabischen Republik Westsahara nachgewiesen, hergestellt und empirisch überprüft. Die Ergebnisse deuten auf die Korrektheit des postulierten Zusammenhanges hin, bedürfen jedoch weiterer Überprüfung. Die diesem Artikel zugrunde liegende Arbeit wurde unter dem Titel „Forged on the battlefield: The influence of armed conflict on the consolidation of Saharawi identity“ für den BA European Social and Political Studies am University College London  zur Benotung eingereicht.

Seit 1975 schwelt in der Westsahara der Kampf zwischen den Rebellen der Volksfront zur Befreiung von Saguia el Hamra und Río de Oro (Frente Popular para la Liberación de Saguía el Hamra y Río de Oro, POLISARIO) und den Truppen der marokkanischen Monarchie. Der Konflikt hat bisher jährlich im Schnitt zwischen 300 und 1.300 Menschen das Leben gekostet, die Gesamtzahl der Opfer beträgt zwischen 5.000 und 20.000. Dazu kommt das Leiden der Zivilbevölkerung, welche die nicht enden wollende Gewalt in halbpermanente Flüchtlingslager nahe der algerischen Stadt Tindouf verbannt hat. Seit dem Abzug der spanischen Kolonialmacht im Jahre 1975 und der darauf folgenden Ausrufung der Demokratischen Arabischen Republik Westsahara (DARS) ist der Landstrich an der Westküste Nordafrikas nicht zur Ruhe gekommen – der Konflikt läuft kontinuierlich, wenn auch mit niedriger Intensität, weiter.

Diese „unspektakuläre“ Tatsache hält den Konflikt nach wie vor aus der Berichterstattung der Medien heraus, abgesehen von sporadischen Berichten über eine neue Runde von Kämpfen, Demonstrationen in Al Aioun oder die Situation in den Lagern. Nach dem Abzug der Spanier war die Westsahara zunächst von Marokko und Mauretanien besetzt und fiel nach der Niederlage Mauretaniens gegen die POLISARIO im Jahre 1979 ganz an das Königreich Marokko, gegen das die Rebellen jetzt die Waffen richten. Nur wenige Aktivisten und Menschenrechtler scheinen sich für diesen postkolonialen Konflikt zu interessieren. Warum aber kämpfen und protestieren die Saharauis so verbittert gegen die marokkanische Besatzung und sind für „ihren“ kargen Landstrich zum Sterben und Töten bereit?

Der Konflikt umfasst viele Dimensionen. Obwohl das Konzept des Nationalstaates den nomadischen Einwohnern der Westsahara traditionell fremd ist und sie in Sachen Kultur, Sprache und Religion mit ihren Nachbarn mehr verbunden als getrennt sind, scheint jegliche Lösung, die weniger als einen eigenen Staat bietet, für die POLISARIO untragbar zu sein. Welche Faktoren haben dazu beigetragen, dass die Saharauis eine starke, eigene Identität ausgebildet haben, die sich im Streben nach Staatlichkeit ausdrückt? Gängige Erklärungsansätze scheinen im Fall Westsahara nicht zu greifen. Einiges jedoch weist darauf hin, dass es der bewaffnete Kampf gegen Marokko und Mauretanien war und ist, der den Saharauis ein derart starkes Zusammengehörigkeitsgefühl verliehen hat und, noch wichtiger, die ideelle Distanz zwischen ihnen, Marokko und Mauretanien extrem vergrößert hat.

Eine Frage der Theorie

Das Konstrukt „Identität“ ist seit mindestens 20 Jahren ein wichtiger Forschungsgegenstand der Politikwissenschaft und der Theorie der Internationalen Beziehungen, besonders im Zusammenhang mit Bürgerkriegen und politisch motivierter Gewalt innerhalb von Staatsgrenzen. Es existieren viele verschiedene theoretische Ansätze, die zwischen beiden Phänomenen Verbindungen herstellen: Primordiale Bindungen, also exklusive Gruppenbildung über Kultur, ethnische Kategorien und Religion; die Ausnutzung von Konflikten durch Eliten für wirtschaftliche Interessen; massengesteuerte, emotional angeheizte Konfrontationen – all dies sind klassische Erklärungsmuster, in denen der Zusammenhang von Identität und Konflikt eine wichtige Rolle spielt.

Im Fall Westsahara kann allerdings keiner dieser Gedankengänge eine zufriedenstellende Erklärung liefern. Das Argument für ethnisch oder religiös fundierte primordiale Bindungen, oft gebraucht im Zusammenhang mit den Konflikten im Balkan, zerschellt an der kulturellen und religiösen Ähnlichkeit der Saharauis mit ihren Nachbarn. Wirtschaftliche Motivationen können angesichts der reichen Fischvorkommen entlang der Küste und der Phosphatreserven unter dem Wüstensand, den einzigen wertvollen Ressourcen der Westsahara, nicht ausgeschlossen werden. Diese sind jedoch nicht groß oder lukrativ genug, um 30 Jahre Krieg zu rechtfertigen. Nicht nur hat der Kampf den marokkanischen Haushalt mehr belastet, als diese Ressourcen wert sind. Ganz im Gegenteil könnte man auch erwarten, dass sich eine von wirtschaftlichen Interessen gesteuerte Elite in der Westsahara früher oder später mit Marokko und Mauretanien auf einen modus viviendi geeinigt hätte, um von der Ausbeutung dieser Ressourcen zu profitieren, anstatt den Zugang zu ihnen zu verlieren. Abschließend besitzen viele psychologische Erklärungen, die den Konflikt mit emotionalen Prozessen wie Angstgefühlen erklären, zwar einen gewissen Erklärungswert, betrachten aber Identität unter rein instrumentellen Gesichtspunkten: Es wird also danach gefragt, wie Identitätsformung und Identitätsunterschiede Konflikte anheizen, nicht wie Konflikte die Formung von Identitäten ermöglicht und beschleunigt.

Genau für letzteren Zusammenhang spricht allerdings einiges. Ein Gespräch mit involvierten Akteuren, wie Bucharaya Beyun, dem POLISARIO-Vertreter in Madrid, zeigt, dass der Kampf mit Marokko ein wichtiger Faktor für die Herausbildung der nationalen Identität der Saharauis ist. Im Interview betont Beyun mehrfach, wie zentral die Erfahrung gemeinsamen Kämpfens und Sterbens sowohl für die Kämpfer im Feld als auch für den Rest der Bevölkerung in den Flüchtlingslagern war – ein Phänomen, dass auch als „Frontkämpfer-Erfahrung“ bekannt ist. Solche anekdotischen Einblicke sind zwar ein wichtiger Hinweis auf die Existenz eines kausalen Zusammenhangs, reichen für eine schlüssige Argumentation jedoch nicht aus. Denn gerade, wenn es um so extreme Ereignisse wie Kriege und ihre Effekte auf Individuen und Gruppen geht, erweisen sich viele Annahmen, die auf den ersten Blick plausibel erscheinen als empirisch nicht tragbar. Solche anekdotenhaften Beobachtungen in einen theoretischen Rahmen einzubetten und empirisch zu überprüfen, um zu verstehen, welche Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Variablen bestehen, ist jedoch wichtig, um zuverlässige Ansätze zur Konfliktlösung zu finden.

Sozialpsychologie liefert den Schlüssel

Wie also kann die Hypothese einer Verbindung zwischen bewaffnetem Konflikt und der Herausbildung von Identitäten validiert werden? Sozialpsychologische Ansätze, vor allem die in den späten 1970er Jahren entwickelte Theorie der sozialen Identität (TSI), liefern hier einen Anknüpfungspunkt: Sie können erklären, durch welche Mechanismen Krieg Identitätsbildung beeinflussen kann. Mit Hilfe der TSI lässt sich eine Erklärung finden, warum sich verschiedene Gruppenidentitäten bilden und warum bewaffnete Konflikte bei der Konsolidierung solcher Identitäten von zentraler Bedeutung sein können. Der Theorie liegt die Annahme zu Grunde, dass jedes Individuum nach einer positiv belegten sozialen Identität strebt. Laut TSI definiert sich jedes Individuum über die Mitgliedschaft in „seiner“ Gruppe und vergleicht ihren Status mit dem anderer Gruppen. Gruppenzugehörigkeit ist also ein fundamentaler Bestandteil der individuellen Selbstdefinition. Fällt der Vergleich negativ aus, ist die eigene Gruppe also niedriger gestellt als eine andere, so wird versucht, sowohl eigene negative Eigenschaften in positive umzudeuten als auch neue Kategorien für Vergleiche zwischen Gruppen zu finden. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Status der dominanten Gruppen als illegitim und instabil empfunden wird.

Im konkreten Fall der Saharauis würde dieser Prozess zweierlei bewirken. Einerseits scheinen die Saharauis ihren Status mit der Zeit umdefiniert zu haben, von nomadischen Rebellen über eine Volksgruppe bis hin zu „Staatsbürgern“ der DARS. Die dominanten Gruppen in diesem Konflikt, Marokko und Mauretanien, wurden und werden als illegitim und instabil empfunden – für die Saharauis bietet sich somit eine gute Voraussetzung, eine positiv besetzte Eigendefinition vorzunehmen. Andererseits haben die Saharauis scheinbar auch eine neue und besonders wichtige Kategorie für Vergleiche mit anderen Gruppen gefunden: Die Teilnahme am Kampf gegen Marokko und Mauretanien und die damit verbundene kollektive Erfahrung physischer Gewalt. Die Frage „Auf welcher Seite hast du gekämpft?“ spielt also eine potenziell sehr wichtige Rolle für das saharauische Nationalgefühl.

Lässt sich dieser theoretisch postulierte Zusammenhang in der „wirklichen Welt“ überprüfen und beweisen? Um dies zu bewerkstelligen, eignet sich eine Analyse der Veränderungen der Intensität des Konflikts und der politisch-historischen Meilensteine, die auf Identitätsbildungsprozesse hinweisen. Tatsächlich lassen sich zwischen Konfliktintensität und der Ausformung einer nationalen Identität einige interessante Zusammenhänge finden. So schwierig es ist, ein vages Konzept wie „Identität“ empirisch zu messen – es existieren einige unverwechselbare Marker, die auf die Manifestation einer Identität hinweisen. Intern, also auf dem „Territorium“ der Westsahara, kann das Erscheinen von Flaggen, einer Nationalhymne oder von nationalen Feiertagen Hinweise geben. Extern, also auf dem internationalen Parkett, ist es vor allem die Anerkennung der DARS und die damit verbundenen diplomatischen Bemühungen, die Hinweise auf die Ausformung einer nationalen Identität liefern. Beide Marker sollten besonders zahlreich zu finden sein, wenn die Intensität des Konfliktes steigt.

Krieg und nationale Symbolik

Zwischen den internen Faktoren und der Intensität des Konflikts lassen sich in den Daten zunächst zwar kaum Zusammenhänge erkennen, wohl aber zwischen Faktoren und dem Konflikt an sich. Die meisten Ereignisse, die sich mit nationaler Identität in Verbindung bringen lassen (die Ausrufung der Republik, das erscheinen der Flagge und der Verfassung sowie die Zusammenkunft der ersten Regierung) fanden im Jahr 1976 statt, dem Jahr also, in dem die DARS proklamiert wurde. Im Jahr 1979, in dem die Intensität des Konflikts, gemessen an den Opferzahlen aller Konfliktparteien, um das Dreifache höher war, fand nur ein einziges relevantes Ereignis statt, die Einführung der Nationalhymne Ya Baniy al Sahara. Die Konfliktintensität scheint also keinen relevanten Einfluss auf das Timing des Prozesses der Identitätsformung zu haben. Hier ist es allerdings wichtig, die einzelnen Aspekte der saharauischen Nationalsymbole zu analysieren – viele von ihnen sind von Konflikt und Krieg geprägt.

So erinnern drei der sieben nationalen Feiertage der DARS an kriegerische Auseinandersetzungen. Auch wenn viele dieser Tage an Ereignisse vor dem Kampf gegen Marokko und Mauretanien erinnern, vor allem den antikolonialen Kampf gegen Spanien, so wurden sie doch bewusst für die neue Republik ausgewählt. Die Analyse der Nationalhymne ist besonders aufschlussreich. Im Jahre 1979 eingeführt, in einer Phase also, in der die Armee der Saharauis nicht nur Mauretanien besiegte, sondern in der auch die Opferzahlen des Konflikts ihren Höhepunkt erreichten, nimmt sie vielfach Bezug auf den Konflikt: Wörter wie „Krieg“, das „Schlachtfeld“ und die Aufforderung, „die Köpfe der Invasoren“ abzuschneiden, stechen dabei besonders hervor. Und auch an der Verfassung der DARS lässt sich der Einfluss eines 30 Jahre währenden Krieges ablesen. Die Präambel, der Teil der Verfassung also, in dem sich die Identität einer Nation am deutlichsten widerspiegelt, erwähnt in ihrer ersten Form (1976) den „heroischen Kampf“ der Saharauis, allerdings auch noch viele weitere Ereignisse. 1991, nach über 15 Jahren Krieg, enthält die Präambel der überarbeiteten Verfassung der DARS jedoch kaum noch Verweise auf andere Dinge als den besagten Kampf.

Der diplomatische Konflikt um Westsahara

Der Zusammenhang zwischen der Anerkennung der Republik durch andere Staaten und dem bewaffneten Konflikt liefert ein überraschenderes, weil klareres Bild. Die Korrelation zwischen Konfliktintensität und der Anerkennung der Westsahara ist so ungewöhnlich, dass sie einer näheren Analyse bedarf. Grafisch modelliert sind die Kurven des Konfliktniveaus und die der diplomatischen Anerkennungen der DARS beinahe deckungsgleich, vor allem in den Jahren 1975 bis 1981 und von 1988 bis 1989. Mit jedem Anstieg und Abfall der Intensität des Konflikts steigt und fällt auch die Anzahl der diplomatischen Erfolge der Saharauis. Das Bild für die Jahre 1982 bis 1987 ist weniger eindeutig, trübt aber das Gesamtergebnis nicht entscheidend. Angesichts der Uneinigkeit der afrikanischen Staaten bezüglich der Aufnahme der Westsahara in die Afrikanische Union 1985, muss dieser Zeitraum im spezifischen Kontext betrachtet werden: Vergleichbar heftige Debatten um die Region, verbunden mit stärkeren Anreizen und Abschreckungen bezüglich der Anerkennung der DARS, gab es wohl zu keinem Zeitraum davor oder danach.

Dieses Muster lässt sich zumindest teilweise über den oben erläuterten Zusammenhang zwischen Krieg und Identität erklären: Je brutaler der Konflikt, desto größer die Ausdifferenzierung der Identität der Saharauis im Gegensatz zu den Marokkanern und Mauretaniern. Je brutaler der Konflikt, desto wichtiger auch die Abgrenzung in einem eigenen Staat und die Frage der Zugehörigkeit für jedes Individuum. Tatsächlich findet die meiste diplomatische Arbeit für die Anerkennung der Westsahara durch die POLISARIO in den späten 1970ern und 1980ern statt, der Zeit also, in welcher der Konflikt mit der größten Gewalt geführt wurde. Umso härter die Kämpfe in der Wüste also waren, desto mehr Lobbying fand für die Anerkennung der DARS auf dem internationalen Parkett statt.

Fazit

Was können uns diese Resultate über den Zusammenhang zwischen bewaffnetem Konflikt und nationaler Identität sagen? Und wie könnten diese Ergebnisse näher analysiert und eventuell auf andere Fälle übertragen werden? In dieser Arbeit kann nur ein kleiner Teil der Einflussfaktoren abgedeckt werden. Deshalb ist sie nur von begrenzter Aussagefähigkeit – sie liefert jedoch ein erstes, hinweisendes Ergebnis. Komplexe Vorgänge wie Identitätsformung werden von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Sowohl die Rolle einer Organisation wie der POLISARIO, die einen wichtigen Beitrag zum Nationalbewusstsein der Saharauis geleistet hat als auch die Sozialisierungsprozesse, die in den Flüchtlingslagern stattfinden, müssen mit einbezogen werden, um nur zwei Beispiele zu nennen. Allerdings könnte ein durch weitere Forschung näher verifizierter Zusammenhang zwischen der Gewalt, mit der interne Konflikte geführt werden, und der Stärke (neuer) nationaler Identitäten wichtige Hinweise darüber liefern, wie Staaten mit ihren Separatisten umgehen sollten: nicht mit Gewalt und Waffen, sondern mit Inklusion und Dialog. Viele andere Fälle, im Nahen Osten und anderswo, könnten nach demselben Muster untersucht werden, um zu verstehen, ob der Kampf zwischen zwei Gruppen nur der Ausdruck von Differenzen ist, oder wie im Fall Westsahara potenziell identitätsstiftend wirkt.

Über den Autor: Omar El-Nahry ist Student am University College London (UCL), wo er vor dem Abschluss eines Bachelors in European Social and Political Studies steht. Seine Interessen umfassen internationale Konfliktforschung, den Nahen Osten und Identitätsforschung. Die vollständige Arbeit ist ab Mai 2013 über die Internetpräsenz der Human Dignity and Humiliation Studies (HumanDHS) oder per E-Mail an den Autor erhältlich. 

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One Response to “Identität und Krieg: Nationalgefühl und der Westsahara-Konflikt”

  1. Boris Schneider

    Bleibt die Frage offen, ob es in Afrika genügend Experten gibt, die auch gewillt sind Dialoge zu führen um Kriege zu verhindern. Man muss sich immer auch der Tatsache bewusst sein, dass die Menschen dort anders ticken und andere Maßstäbe benutzen, was die Bildung der nationalen Identität angeht. Es wird wohl noch einige Zeit brauchen, bis die Menschen dort lernen, wie Kriege verhindert werden können. Selbst in Europa konnten Kriege bis vor 14 Jahren nicht verhindert werden und jetzt geht es erst bergauf. Afrika braucht eben Zeit.

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