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Bild: Niraz Saied (C)

Am 25. September veranstaltet Alsharq in Berlin einen Vortrag und Gespräch zu IS, dem Islamischen Staat. Kurdische und syrische Aktivist_innen von vor Ort werden dabei per Skype zugeschaltet; um Anmeldung wird gebeten.

IS, ehemals ISIS (Islamischer Staat in Irak und Syrien), hat das sommerliche Nachrichtenloch in Deutschland schlagartig mit Neuigkeiten gefüllt. Täglich sind wir mit Bildern und Berichten von grausamen Angriffen und Landnahmen der Islamisten in Syrien und im Irak konfrontiert.

Oft nur am Rande der Debatte steht die Frage, wie die Situation eigentlich vor Ort wahrgenommen, verhandelt und erlebt wird: zum einen in Syrien, wo die Bevölkerung schon seit über zwei Jahren mit dem Erstarken von IS konfrontiert ist. Viele Teile der Bevölkerung sind dabei nicht nur der Gewalt von IS ausgesetzt, sondern weiterhin auch den anhaltenden und gewaltvollen Attacken des Assad-Regimes. Wie lebt es sich also unter der Herrschaft von IS und mit den Angriffen durch das Regime? Welche Strategien des Widerstandes gibt es und was sind dabei wichtige Akteur_innen und unterstützenswerte Kampagnen?

Auch in Irakisch-Kurdistan stellt sich die Frage, wie sich unter den Bedingungen der unmittelbaren Bedrohung von IS der Alltag der zivilen Bevölkerung gestaltet. Überrumpelt von den schnellen Übergriffen und Landnahmen in den verschiedenen Landesteilen des Irak konnte sich vor allem die kurdische Führung in Irakisch-Kurdistan als wichtiger Akteur und Handlungspartner der internationalen Gemeinschaft positionieren, während eine geeinte Reaktion der Regierung in Bagdad ausblieb.

In unserer Veranstaltung soll nicht nur ein historischer Abriss der Entstehung des IS gegeben werden, sondern auch die deutsche und westliche Politik in der Region Nahost kritisch analysiert werden. Dabei soll vor allem ein genauerer Blick auf die komplexen Bündnisse vor Ort geworfen werden. Gleichzeitig wollen wir in der Betrachtung auch der Tatsache Rechnung tragen, dass es viele (gewaltfreie) und zivile Gruppen und Akteur_innen vor Ort gibt, die sich jeglicher politischer Vereinnahmung verwehren. Sie leisten wichtige Arbeit in der anhaltenden Gewaltsituation und verdienen auch im deutschen Diskurs eine genauere Betrachtung.

 

Podium:

Ansar Jasim: Politikwissenschaftlerin, Schwerpunkt Syrien. Aktivistin bei Adopt a Revolution, lebt zurzeit im Libanon

Schluwa Sama: irakisch-kurdische Politikwissenschaftlerin, Schwerpunkt Irak/Kurdistan, wiederholte längere Aufenthalte in Kurdistan-Irak

Moderation: Amina Nolte, Politikwissenschaftlerin

Skype: Im Laufe der Veranstaltung werden ein/e Aktivist_in aus Irakisch-Kurdistan und ein/e Aktivist_in aus Syrien per Skype zugeschaltet, um über ihren Alltag mit Regime und IS zu berichten.

 

Details:

Zeit: Donnerstag, 25. September, 19:00 Uhr

Ort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung; Kottbusser Damm 72, 10967 Berlin

Anmeldung: um Anmeldung wird gebeten an amina.nolte@alsharq.de.

Die facebook-Veranstaltung finden Sie und findet ihr hier.

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