Von | | In Kürze, Iran, Politik.

Auch die Weideflächen in der Provinz Tschahar Mahal und Bachtiyarī im Südosten des Iran sind ein möglicher Ort für das geplante atomare Endlager. Photo: Hamed Saber/Flickr (CC-BY-2.0) Auch die Weideflächen in der Provinz Tschahar Mahal und Bachtiyarī im Südosten des Iran sind ein möglicher Ort für das geplante atomare Endlager. Photo: Hamed Saber/Flickr (CC-BY-2.0)

Die Unterschriften unter dem finalen Atomabkommen sind noch gar nicht gesetzt, da macht Teheran schon den nächsten Schritt: Iran startet seine Suche nach einem Endlager für den nuklearen Abfall. Umweltminister Mohammad Sabzi kündigte an, die Regierung werde in allen Provinzen ergebnisoffen nach einem geeigneten Standort suchen.

Bis 2020 will die Islamische Republik einen geeigneten Standort gefunden haben. „Uns sitzt ein bisschen die Zeit im Nacken. Bis der Mahdi am Ende der Tage erscheint, soll alles fertig sein“, lies Sabzi verlauten.

Die Regierung in Teheran will sich für das Projekt internationale Experten ins Land holen – unter anderem aus Finnland und Schweden. Auch auf mögliche Proteste stellt sich das Regime ein: „Ich habe mich mit Claudia Roth über Strategien im Umgang mit Anti-Atom-Demonstranten unterhalten, als sie im Januar in Iran war“, sagte Sabzi. „Sie empfahl gemeinsames Singen und Gesprächskreise als Mittel zur Deeskalation. Wir werden das prüfen.“

Greenpeace Iran reagierte gespalten auf Sabzis Ankündigung. Die Umweltorganisation lehne die Kernkraft weiterhin ab, begrüße aber, dass Iran frühzeitig mit der Suche nach einem Endlagerstandort beginnt. „Dies zeigt den verantwortungsbewussten Umgang der Regierung. Im Gegensatz zu vielen westlichen Ländern, wo die Verantwortlichen jahrzehntelang den Kopf in den Sand gesteckt haben.“

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*