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Ab kommenden Freitag schreibt an dieser Stelle wöchentlich ein Team aus acht Kolumnist*innen . Grafik: Tobias Pietsch Ab kommenden Freitag schreibt an dieser Stelle wöchentlich ein Team aus acht Kolumnist*innen . Grafik: Tobias Pietsch

Ein Editorial zum Start der neuen Alsharq-Kolumne Des:orientierungen, die am kommenden Freitag ihre Premiere feiert. 

Hintergründige Berichterstattung über Westasien und Nordafrika, die sich nicht an der Nachfrage der konventionellen Medienökonomie orientiert – das wollen unser Blog und unser Bildungsverein seit Jahren leisten.

Dazu gehört unserem Verständnis nach auch, die subjektive und kollektive Sichtweise sowie die Techniken der Wissensproduktion zu Westasen und Nordafrika konsequent zu hinterfragen. Konkret: Warum werden bestimmte Themen im medialen oder akademischen Diskurs immer wieder aufgegriffen, andere wiederum gar nicht? Wer kommt zur Sprache, wenn über Westasien und Nordafrika berichtet wird – und wer nicht? Welche Art von Sprache, welche Ausdrücke benutzen wir, um über die Länder und Gesellschaften zu berichten? Welche Vorstellungen, Sehnsüchte, Ängste oder Rassismen prägen die deutsche Sicht auf die Region? Wie sind Deutschland und Europa mit Westasien und Nordafrika verflochten – und welche neokolonialen Praktiken herrschen bis heute fort?

Wir sind der Überzeugung, dass dieserlei Fragen im deutschsprachigen Diskurs noch viel zu selten gestellt werden, oder in zunehmend schlecht finanzierten akademischen Elfenbeintürmen. Es gibt nur selten Perspektiven, die sich dem deutschsprachigen Diskurs zu Westasien und Nordafrika auf einer Metaebene widmen. Wir wollen dazu beitragen, das zu ändern – mit unserer neuen Kolumne Des:orientierungen. Dies sind die acht Autor*innen:

Emine Aslan, Studentin und Aktivistin

Iskandar Ahmad Abdalla, Doktorand an der BGSMCS / Freie Universität Berlin

Schluwa Sama, Doktorandin an der University of Exeter

Daniel Walter, Alsharq e.V.

Moshtari Hilal, freischaffende Künstlerin und Studentin

Eva Tepest, Journalistin

Lea Frehse, Journalistin

Kofi Shakur, Student und Aktivist

Jeden Freitag wird eine*r von ihnen versuchen, eine ganz eigene Sicht auf den deutschsprachigen Diskurs zu Westasien und Nordafrika aufzuwerfen – pointiert und streitbar. Wir wollen Verwirrung stiften, denn der Diskurs muss zuerst desorientiert sein, um eine neue Richtung einschlagen zu können. Ja, wir wollen auch auf Veränderungen hinarbeiten: Hin zu einem reflektierteren Verständnis der eigenen Rolle. Hin zu anderer Themensetzung. Hin, vor allem, zu einer paradigmatisch anderen Berichterstattung.

 

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