Der Kampf um die Wahlbeteiligung in Ägypten / Elections in Egypt: The Turnout Battle

Von | | Ägypten, Politik.

Auf den ersten Blick wirkt Abdel Fatah al-Sisi wie der strahlende Sieger der Wahlen - aber bei genauerem Hinsehen blieb doch einiges unscharf bei seiner Wiederwahl. Foto: Alsharq

Mit Strafdrohungen und Rabatten für den Freizeitpark versuchten die Behörden in Ägypten, die Beteiligung an der Präsidentschaftswahl hochzutreiben. Aber obwohl nur zwei Kandidaten antraten, landete der „Herausforderer“ von Machthaber Al-Sisi nur auf Platz drei. / How Egypt’s authorities tried everything to raise the turnout at the presidential elections.  Von B. Philipp

Präsidentschaftswahlen in Ägypten. Al-Sisi gegen seinen Fan / Elections in Egypt: The president against his fan

Von | | Ägypten, Politik.

Die Ägypter haben die Wahl zwischen Abdel Fattah Al-Sisi und... tja, wem eigentlich? Auf den Straßen ist jedenfalls nur der Amtsinhaber präsent. Foto: Alsharq

Nachdem alle Gegenkandidaten ausgeschaltet waren, schien es, als wäre Machthaber Al-Sisi bei der Präsidentenwahl in Ägypten konkurrenzlos. Um das zu verhindern, tritt nun einer seiner größten Unterstützer gegen ihn an. / First it seemed as if Al-Sisi would have to run alone in the elections. Now one of his biggest supporters is competing against him. weiterlesen…

Präsidentschaftswahlen in Ägypten: Das Verschwinden der Kandidaten / Presidential elections in Egypt: The disappearing candidates

Von | | Ägypten, Politik.

Vier Kandidaten, vier hoffnungsvolle Videos, vier Mal wurde nichts daraus. Von links: Ahmed Konsowa, Khaled Ali, Ahmed Shafik , Sami Enan. Fotos: Screenshots der Bewerbungsvideos.

Ägypten wählt ab Montag einen Präsidenten. Spannung ist nicht zu erwarten. Die Gegenkandidaten sind während des Wahlkampfs reihenweise ausgeschieden – teils unter merkwürdigen Umständen. / Egypt is to vote for a president starting this Monday. But all serious opposition candidates have quit the race way before it started, some under suspicious circumstances. Von B. Philipp.

Gegenwartskunst: Globalisiert, aber nicht universell

Von | | Iran, Kultur.

Stigma. Morteza Pourhusseini, 2014.

Der Begriff Gegenwartskunst versucht, Kunstschaffende weltweit auf einem einheitlichen Fundament zu vereinen. Zwei KünstlerInnen aus Iran, die aktuell am Hamburger Kulturfestival „Wundern über tanawo’“ teilnehmen, stellen aber fest: Zwar beeinflusst sich die gesamte Kunstwelt stets gegenseitig, doch der Einfluss des Westens auf nicht-westliche KünstlerInnen ist groß. Von Corinna Sahl und Marie Michalke

Afrin in Trümmern

Von | | Kurden, Syrien, Türkei.

Panzer der türkischen Armee auf dem Weg nach Afrin, Ende Januar 2018. Quelle: VOA/Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain

Große Teile des kurdisch-syrischen Afrin sind inzwischen von der türkischen Armee erobert worden. Afrin-Stadt ist bis auf einen schmalen Korridor gänzlich umschlossen. Konnten die Verteidiger*innen der Stadt den Angriff bislang aufhalten oder zumindest verlangsamen, scheint nun ein Sieg der türkischen Armee mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung in Afrin möglich zu sein, schreibt Ismail Küpeli. 

Theater in Iran: Was bleibt, ist der Wandel

Von | | Iran, Kultur.

Die Eimerdusche ist ein wiederkehrendes Motiv der Reinigung und des Vergessens im performativen Theaterstück "Sāl Sāniye" des iranischen Regisseurs Hamid Pourazari. Foto: Fatemeh Arabi.

Das iranische Theater stand stets unter dem Einfluss des „Westens“ – und doch hat es in den letzten Jahren eine starke Eigendynamik entwickelt. Getragen von einer jungen Generation ist es, so die iranische Schauspielerin Saeide Niazkhani, zu einem Leitmedium politischer und sozialer Themen in Iran geworden. Von Corinna Sahl und Marie Michalke.

Der Angriffskrieg gegen Afrin: türkischer Nationalismus

Von | | Kurden, Syrien, Türkei.

Auch die Stadt Cizre im Osten der Türkei wurde in großen Teilen von der türkischen Armee zerstört. Das Bild zeigt eine Frau vor den Trümmern ehemaliger Wohnhäuser, März 2016. Foto: "Cizre çatışmaları sırasında hasar gören bina ve bir Cizreli kadın, 2 Mart 2016" von Nedim Yılmaz/Flickr (https://flic.kr/p/LnpD53), Lizenz: cc-by sa 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

Seit dem 20. Januar führen die türkischen Streitkräfte zusammen mit dschihadistischen Söldnern einen offenen Krieg gegen Afrin. Aus Angst vor Repression, aber auch aufgrund einer nationalistischen Mobilisierung rührt sich in der Türkei bisher nur wenig Protest dagegen. Von Rosa Hêlîn Burç und Kerem Schamberger

„Wir wussten davon, aber konnten es nicht glauben“ – Zu den Protesten in Iran

Von | | Gesellschaft, Iran, Wirtschaft.

Es passt ins Bild der aktuellen Proteste, dass dies das einzig frei verfügbare Foto dazu ist - bezeichnenderweise ist aber seine Echtheit unklar. Angeblich zeigt es Proteste in Kermanshah am 29. Dezember 2017. Foto: Voice of America/Wikicommons (Public Domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:29_December_2017_protests_in_Kermanshah,_Iran_(full).jpg)

Die jüngsten Proteste in Iran sind vor allem das Werk ärmerer Menschen aus der Peripherie. Angehörige der wohlhabenderen Schichten hat die Dynamik dagegen überrascht. Die Bewegung hat ihre Ursachen in den wirtschaftlichen Realitäten Irans und den politischen Gräben, die das Land entlang sozialer Schichten durchziehen. Eine Analyse von Babak Arzani.