„Lang ist es her, da kamen wir voller Liebe“ – ein Gespräch mit dem syrischen Musiker Wael Alkak

Von | | Syrien.

Wael Alkak, Shubbak Festival in London im July 2017 ©Clara Wenz

Wael Alkak stammt aus Jaramanah, einem Vorort von Damaskus. 2012 zog er nach Paris und veröffentlichte sein erstes Album „Neshama – Songs Belonging to the Syrian Revolution“. Im Interview spricht Wael über seine Band „Neshama“, Studioaufnahmen über Skype und seine Rolle als „der Typ, der die friedliche Revolution unterstützt“. Von Clara Wenz ENGLISH VERSION INCLUDED.

Geflohen, inhaftiert, abgeschoben – Was das EU-Türkei-Abkommen für Geflüchtete auf Lesbos bedeutet

Von | | Europa, Flucht und Migration, Türkei.

Inmitten von Touristen und Cafés ist Arash Hampay auf der Insel Lesbos in den Hungerstreik getreten. Foto: Lorraine Leete, Legal Centre Lesbos

Für tausende Geflüchtete wird die griechische Insel Lesbos über Monate zum Freiluftgefängnis. Hier warten sie darauf, dass ihr Asylantrag bearbeitet wird – oder gleich auf ihre Abschiebung. Die Entscheidungen der Behörden wirken meist willkürlich, die Bedingungen sind extrem. Ein paar von ihnen sind nun in Hungerstreik getreten, berichtet Valeria Hänsel.

Proteste in Marokko: „Der König spricht lieber mit Le Président“

Von | | Marokko.

Hirak-Demo am 20. Juni in Casablanca. Foto: Twitter-Account von Omar Radi /@OmarRADI

Seit einigen Wochen toben in Marokko Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und den Anhängern einer neuen Protestbewegung: „Hirak El-Shaabi“. Es geht um die Freilassung politischer Gefangene, um allgemeine Sozialleistungen, um Gerechtigkeit und um Würde. Die Monarchie an sich steht nicht zur Debatte – noch nicht. Von Mohamed Lamrabet.

Stell Dir vor, es ist Kriegsende und kaum einer schreibt es – Fortsetzung der Presseschau zu 1967

Von | | Ägypten, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libanon, Medien, Palästina, Presseschau, Russland, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien, USA.

Der Krieg trieb die Menschen in der ganzen Welt auf die Straße. Links der Aufruf der jüdischen Dienstleistungsorganisation Bnai Britz für eine Demo in Hollywood, rechts der Bericht von Protesten gegen Nassers Rücktritt in Algerien. (Bnai Brith vom 9. Juni 1967/Al-Moudjahid vom 10. Juni 1967). Grafik: Tobias Pietsch

Arabische Medien bezichtigen die USA, in den Krieg von 1967 einzugreifen, glauben fest an einen zukünftigen Sieg über Israel und freuen sich über Nassers Rücktritt vom Rücktritt. Die Niederlage einzugestehen fällt schwer. Israels Botschaft in Moskau packt derweil Koffer. Der zweite Teil der historischen Pressseschau aus neun Ländern von Diana Beck, Mariam Eichbüchler, Maximilian Ellebrecht, weiterlesen…

Hausangestellte im Libanon: „Die Zeit des Schweigens ist vorbei“

Von | | Libanon.

Protestzug der Hausangestellten am 1. Mai in Beirut. Foto: Anti-Racism Movement

Schätzungsweise 250.000 afrikanische und asiatische Hausangestellte leben und arbeiten im Libanon. Sie haben kaum Rechte und sind den Familien, in denen sie arbeiten, teilweise völlig ausgeliefert. Aber mit kreativen Aktionen leisten Aktivist*innen online wie offline Widerstand – auch heute, am International Domestic Workers‘ Day. Von Anna-Theresa Bachmann.

Die kollektive Depression, oder: Was in der Türkei vom zivilgesellschaftlichen Aufstand übrig blieb

Von | | Türkei.

Graffiti in Istanbul. Foto: Oliver Schnücker/Flickr (cc-by-nc 2.0)

Shrinking spaces – das Schlagwort für das Schrumpfen zivilgesellschaftlicher Räume in vielen Ländern der Welt. Auch in der Türkei leiden zivilgesellschaftliche Organisationen unter den Folgen staatlicher Repression. Viele NGOs wurden verboten oder ihre Mitglieder inhaftiert – aber unter dem Druck entstehen vereinzelt auch ungewohnte Allianzen. Von Kristian Brakel.

Der Kriegsbeginn 1967 in der Nahost-Presse: Euphorie überall

Von | | Ägypten, Algerien, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libanon, Palästina, Presseschau, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien.

„Unsere Truppen dringen in Israel ein", titelte die ägyptische Al-Akhbar am 6. Juni 1967, dazu eine Karte mit roten Pfeilen, die den angeblichen Einmarsch dokumentieren sollte. Die Maariv aus Israel schrieb dagegen: „Die IDF haben einen brillanten Sieg errungen." Grafik: Tobias Pietsch.

Siegessicher berichteten arabische Medien über den Beginn des Kriegs vor 50 Jahren – denn kaum jemand wusste, dass die arabischen Truppen zu dem Zeitpunkt schon so gut wie geschlagen waren. In Israel war die Presse dagegen voller Sarkasmus. Eine historische Pressseschau aus neun Ländern von Diana Beck, Mariam Eichbüchler, Maximilian Ellebrecht, Doron Gilad, Patrick Manolli, weiterlesen…

Gründe für die Krise um Katar – es geht nicht nur um Trump, Saudi-Arabien und Iran

Von | | Ägypten, Bahrain, Qatar, Saudi-Arabien, VAE / Dubai.

Von weiter weg betrachtet scheinen die Unterschiede nicht so bedeutend - aber tatsächlich erlebt Katar (der große Zipfel oben links) mit Saudi-Arabien (die Landmasse unten links), den Vereinigten Arabischen Emiraten (der Zipfel rechts) und Bahrain (die Insel über Katar) gerade eine ernste Krise. Nur scheinbar geht es um das Land unter den Wolken, Iran. Und Ägypten (nicht im Bild) mischt auch noch mit. Foto: Stuart Rankin/Flickr (cc-by nc 2.0)

Die diplomatische Krise auf der Arabischen Halbinsel spitzt sich zu. Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrain haben alle diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die Ursachen dafür sind vielfältig, aber die Allianz der Katar-Gegner auch höchst zerbrechlich, analysiert Parham Kouloubandi.