In der Not ist Operieren erlaubt: Syrische Ärzte in Jordanien

Von | | Jordanien, Mashreq.

Ein Junge im al-Maqased-Krankenhaus in Amman. Foto: Cordelia Neumetzger

Offiziell dürfen syrische Flüchtlinge in Jordanien nicht arbeiten. Eine bemerkenswerte Ausnahme: das al-Maqased-Krankenhaus in Amman; hier stehen syrische Ärzte ihren jordanischen Kollegen bei der Versorgung von schwer verletzten syrischen Flüchtlingen zur Seite. Damit entlasten sie das überforderte jordanische Gesundheitssystem. Aus Amman berichtet Cordelia Fabienne Neumetzger

Machtwechsel vorauszusehen!? – Die Thronfolgeregelung in Saudi-Arabien

Von | | Arabische Halbinsel, Saudi-Arabien.

Der König und sein Nachfolger: Abdullah ibn Abd al Aziz al-Saud (links) und sein jüngerer Bruder Salman. (CC BY-SA 2.0)

Eine alternde Riege der Nachkommen des Staatsgründers Abd al-Aziz ibn Saud regiert das Königreich Saudi-Arabien. Die Aufteilung der Familie in ein erzkonservatives und ein vorsichtig reformatorisches Lager verzögern den Machttransfer von den Söhnen Abd al-Aziz‘ zur Enkelgeneration. Der kommende Machtwechsel droht zu einer innen- und außenpolitischen Gefahr für das Königshaus zu werden. Von Norman Philipp

Präsidentschaftswahlen in Tunesien: Rückbesinnung auf Ära Bourguiba?

Von | | Hintergrund, Nordafrika, Tunesien.

Präsidentschaftskandidat Essebsi hegt auch noch mit 88 politische Ambitionen. Foto: FIDH, Flickr (CC BY 2.0).

Die Annäherung zwischen der säkularen Nidaa Tounès und der islamistischen Ennahda hat bei der Wahl des Parlamentspräsidenten in Tunesien Erstaunen ausgelöst. Die Parteien sind aber von einer Koalition weit entfernt. Vielmehr buhlt Nidaa Tounès um Stimmen bei den Islamisten. Viele Tunesier unterstützen Nidaa Tounès aber gerade aufgrund ihrer Angst vor den Islamisten. Von Astrid Schäfers

Das Patt von Wien – Welche Perspektive bleibt für die zukünftigen Nuklearverhandlungen mit Iran?

Von | | Iran, Iran/Türkei, USA.

Die Gespräche gehen weiter - US-Außenminister John F. Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohamed Javad Zarif bei Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Foto: US Department of State.

Die letzte Runde in den Nuklearverhandlungen zwischen den P5+1 und Iran in Wien hat lediglich zu einer erneuten Verlängerung der Genfer Zwischenvereinbarung bis Juli 2015 geführt. Der allseitig betonte Optimismus der Verhandlungspartner kann nicht darüber hinweg täuschen, dass die Zweifel an einem positiven Ausgang zuzunehmen scheinen. Von Bernd Hollerbein

Omans ungewisse Zukunft – dem Sultanat droht eine Nachfolgekrise

Von | | Arabische Halbinsel, Hintergrund, Oman.

Sultan Qaboos (links) 2010 bei einem Staatsbesuch in Bahrain. Bild: Bahrain MoFA / Flickr (CC BY 2.0)

Sultan Qaboos bin Said, der absolute Herrscher des Omans, könnte schon bald an einem Krebsleiden versterben. Seine ungeregelte Nachfolge birgt die Gefahr eines Machtvakuums im Land, das Auswirkungen auf die Stabilität des Sultanats, das Machtgefüge auf der Arabischen Halbinsel und die aktuellen Atomverhandlungen zwischen Iran und den USA haben könnte. Von Maria Debre

Biennale in Palästina: Kunst als Frage und Widerstand

Von | | Hintergrund, Israel, Kultur, Mashreq, Palästina.

Das schwarze Kleid und die gelben Pumps der Künstlerin erinnern an ein ikonisches Foto der ersten Intifada – eine steinewerfende Frau, noch im Kostüm des sonntäglichen Kirchgangs. Foto: Jan Hennies.

Die Biennale Qalandiya International sucht kurz nach dem Gaza-Krieg und inmitten der Proteste in Ostjerusalem nach der palästinensischen Identität. Unter dem Motto „Archives, Lived and Share”greifen Künstler ihre Geschichte kreativ und kritisch auf. Die Frage nach der eigenen Geschichte wird in den besetzten Gebieten zum feinsinnigen Widerstand, berichtet aus Ramallah Jan Hennies. 

Jerusalem zum Zerreißen gespannt

Von | | Israel, Mashreq, Palästina.

Etwa 150 Männer verrichten ihr Freitagsgebet vor dem Damaskustor in Jerusalem - Israels Regierung hatte den Tempelberg für sie gesperrt. Foto: Clara Hanfland

Als Israel am Donnerstag die Schließung des Tempelbergs verkündete, war eine Gewalteskalation in Jerusalem erschreckend nah. Israel hatte mit der Maßnahme auf ein Attentat auf einen nationalistischen Rabbi und Aktivisten reagiert. Aus Jerusalem Clara Hanfland.

Traum und Trauma: Der Algerienkrieg und seine Folgen

Von | | Algerien, Europa, Frankreich, Nordafrika.

„Ein einziger Held, das Volk“: Slogan auf einer Mauer in Algier, 1962. Bild: Musée national de la Révolution algérienne / WikiCommons

Der Algerienkrieg war einer der blutigsten Kolonialkriege des 20. Jahrhunderts – dabei war Algerien offiziell gar keine Kolonie. Heute jährt sich sein Beginn zum 60. Mal. Die Erinnerung daran schwankt in Algerien und in Frankreich zwischen Gedenken und beredtem Schweigen – dabei sind sogar die politischen Systeme beider Länder Ergebnisse des Krieges. Von Jakob Krais.

Stemmen bis Iran sich öffnet

Von | | Iran, Persönlichkeiten.

Mahana Jami ganz oben - auf dem Tehraner Fernsehturm. Foto: privat.

Sie trägt Highheels im Rollstuhl und träumt davon, im BMW laut singend durch ihre strengreligiöse Heimatstadt zu cruisen. Die Iranerin Mahana Jami, gelähmte Gewichtheberin, begeistert das Land mit Stärke und Optimismus. Ein Portrait von Anna Leli. 

Protest in Israel: Es geht um mehr als Pudding

Von | | Israel, Mashreq.

Ein Supermarkt in Eilat. Wieder diskutieren Israelis über die enormen Lebenshaltungskosten. Bild: David Jones / Flickr (CC BY-NC 2.0)

Ein junger in Berlin lebender Israeli postet seinen Supermarkt-Bon auf Facebook und entfacht so eine erneute Debatte um die sehr hohen Lebenshaltungskosten in Israel. Israels Politiker zeigen wenig Verständnis –  und kritisieren stattdessen die Auswanderung. Von Amina Arabi, Jerusalem.

Morgenröte einer neuen Ära oder Abenddämmerung der Freiheit? Die Folgen des Ersten Weltkriegs im Nahen Osten

Von | | Analyse, Europa, Hintergrund, Israel, Jordanien, Palästina, Syrien.

Morgenröte oder Abenddämmerung? Die alte osmanische Hauptstadt Istanbul verlor ihre Funktion nach dem Ersten Weltkrieg an Ankara. (Foto: Jakob Krais)

Während des Krieges ging Großbritannien drei Abmachungen ein, die die Zukunft des Nahen Ostens prägen sollten: mit den Franzosen, mit den Arabern und mit den Juden. Aber die drei Pläne schlossen sich gegenseitig aus. Im so genannten Wilsonschen Augenblick schien weltweit Selbstbestimmung möglich – doch dann erlebten die arabischen Länder die Vollendung der Kolonisierung. Von weiterlesen…

Der Große Krieg in den Meerengen: Die islamische Welt im Konflikt der Jahre 1914 bis 1918

Von | | Analyse, Türkei, Weltweit.

Britisch-indische Soldaten bei ihrem Vormarsch durch Palästina, 1917. Bild: WikiCommons/ American Colony (Jerusalem). Photo Dept.

Der Erste Weltkrieg war mehr als ein europäischer Konflikt. Gekämpft wurde auch vom Kaukasus bis nach Ostafrika, Auswirkungen waren in Algerien ebenso spürbar wie in Iran. Im Auge des Sturms befand sich eine europäische Großmacht mit einem Kalifen an der Spitze: das Osmanische Reich. Der zweite Teil unserer kleinen Serie zum ersten Weltkrieg im Nahen weiterlesen…

Irans Mann im Hintergrund: al-Quds-Kommandeur Qassem Suleimani

Von | | Hintergrund, Iran, Iran/Türkei, Persönlichkeiten.

Iranische Streitkräfte. Bild: SaFoXy / Flickr 2012 (CC BY-ND 2.0)

Er kämpfte gegen die irakische Armee im Iran-Irak-Krieg, arbeitete gegen Drogenkartelle an der iranisch-afghanischen Grenze und koordiniert bewaffnete Zellen in Syrien: Qassem Suleimani, Brigadegeneral und Kommandeur der berüchtigten iranischen al-Quds-Einheit, hält seit mehr als zwei Jahrzehnten an verschiedensten Fronten die Fäden in der Hand. Unter Geheimdienstexperten und in diplomatischen Kreisen gilt er als Top-Stratege des weiterlesen…