Schutz von Zivilist_innen in Syrien: Fordern, was richtig ist

Von | | Mashreq, Menschenrechte, Russland, Syrien.

Ausschnitt eines Videos des Bashar Assad Crimes Archive. Photo: CC-BY-Bashar Assad Crimes Archive/SRLW

Das syrische und das russische Regime haben in den letzten fünf Jahren vorsätzlich zivile – insbesondere medizinische – Infrastrukturen in den von der Opposition gehaltenen Gebieten Syriens zerstört. Seit Beginn der anhaltenden Waffenruhe sind diese Angriffe zwar zurückgegangen, doch angesichts der Fragilität des Waffenstillstandsabkommens sind entsprechende Mechanismen zum Schutz von Zivilist_innen dringender nötig denn je, weiterlesen…

Angeblicher Hisbollah-Kommandant Samir Quntar: Die Symbolfigur

Von | | Hizbollah, Libanon, Mashreq.

Samir Kuntar nach seiner Freilassung bei einem Besuch im iranischen Shiraz (2009). Foto: Mardetanha / Wikicommons (CC-BY-SA-2.5)

Am 19. Dezember 2015 starb Samir Quntar bei einem israelischen Luftangriff im Damaszener Vorort Jaramana. Quntar war eine Symbolfigur – je nach Blickwinkel für den Kampf gegen Israel oder für brutalen palästinensischen Terrorismus. Sein Verhältnis zur Hisbollah und seine Rolle im syrischen Bürgerkrieg waren aber weniger eindeutig als es auf den ersten Blick erscheint. Von weiterlesen…

‘We Are All One’ – The Revolution is Back in Town

Von | | Syrien.

Demonstration taking place in Aleppo a week ago. Photo: Abedalrazaq Zaqzoq.

Since the cease-fire agreement was settled between the Assad regime and oppositional groups a few weeks ago, civilians all over Syria have started to take to the streets again. They try to continue with what they had started five years ago: a peaceful revolution with the „ultimate goal of freedom and the overthrow of the weiterlesen…

„Die ganze Türkei wird so sicher sein wie Cizre, Silopi und Sur“*

Von | | Türkei.

Die menschenleere Istiklal-Straße nach dem letzten Selbstmordanschlag am 19. März. Foto: "Istanbul Revolution" (https://www.facebook.com/istanbulrevolution/).

Der Krieg in Syrien und in den kurdischen Gebieten der Türkei greift seit Sommer 2015 auf die ganze Türkei über. Die letzten zehn Anschläge, verübt vom „Islamischen Staat“ oder den „Freiheitsfalken Kurdistan“, stehen in enger Verbindung zur autoritären Führung Erdoğans. Die sich ausbreitende Logik der Gewalt nützt dabei jedoch seiner Regierung und schadet vor allem weiterlesen…

Die Hoffnung im Beliebigen

Von | | Islamischer Staat, Kommentar, Mashreq, Russland, Syrien.

Russische Kampfjets auf dem Flughafen Basil al-Assad in Latakia (Foto: CC-BY 4.0)

Als Wladimir Putin vor wenigen Tagen den Abzug russischer Truppen aus Syrien beorderte, kam diese Nachricht für viele überraschend. Bente Scheller, Leiterin des Regionalbüros der Heinrich-Böll-Stiftung in Beirut, beleuchtet in ihrem Kommentar Hintergründe und Auswirkungen dieser neuen Entwicklung im Syrien-Konflikt.

Kämpfe um Deir ez-Zor: Die geschundene Stadt

Von | | Islamischer Staat, Syrien.

Ausschnitt eines Youtube-Videos über die Bombardierung von Deir ez-Zor, Dezember 2015. Photo: CC-BY ivano03.

Seit Beginn der Revolution vor genau fünf Jahren war die Stadt Deir ez-Zor in der gleichnamigen Provinz im Osten Syriens Schauplatz von Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Aufständischen. 2013 konnte der so genannte Islamische Staat seinen Einfluss in der Region ausweiten und kontrolliert inzwischen 90% dieser vom Krieg geschundenen Stadt. Der syrische Journalist Mohammed Hassan berichtet 

Rezension „Die schwarze Macht“ von Christoph Reuter: Die Bestie entschlüsseln

Von | | Irak, Rezension, Syrien.

Der Journalist und Nahostexperte Christoph Reuter. Foto: (CC BY-SA 2.0)

Nicht erst seit den Anschlägen von Paris und Istanbul dominiert der sogenannte „Islamische Staat“ die mediale Berichterstattung über den Nahen Osten. Doch was verbirgt sich hinter der Organisation? Wie war ihr Aufstieg möglich? Christoph Reuters Monographie „Die schwarze Macht – Der „Islamische Staat“ und die Strategen des Terrors“ tritt an, diese Fragen zu beantworten. Eine weiterlesen…

Ich möchte sein, wo ich sein möchte… Hier oder Dort – Bericht einer in Syrien Gefolterten

Von | | Menschenrechte, Persönlichkeiten, Syrien.

"Ich gehöre weder Hier- noch Dorthin. Ich habe keine Erinnerung an die Vergangenheit: meine momentanen Gedanken sind sehr unmittelbar. Ich weiß nicht mehr alles, aber was ich weiß ist, dass ich noch immer versuche, das wieder zu erlangen, was ich an jenem Ort verloren habe." (Photo: CC0 Public Domain.)

Die 25-jährige syrische Studentin Mariam Haid wurde in Damaskus verhaftet und fast ein Jahr lang in einem Gefängnis des Regimes festgehalten und gefoltert. Dabei war sie, im Gegensatz zu ihrem Bruder und ihrer Cousine, nicht einmal eine Revolutionsaktivistin. Ein erzwungenes TV-Geständnis erwirkte ihre Verlegung und schließlich Freilassung. Heute versucht sie, die Erinnerungen von dort zu weiterlesen…

Selbstverwaltung und der Kampf um Autonomie in Gever, Nordkurdistan: Ein kurdischer Frühling?

Von | | Bilderstrecke, Kurden, Türkei.

Über den Barrikaden im Viertel Orman wehen die Fahnen der legalen Partei HDP. Photo: Hélène Debande

In der südosttürkischen Stadt Gever sind einige Viertel seit Monaten verbarrikadiert und bewaffnete Jugendliche verteidigen sie gegen die türkische Armee. PKK-nahe Organisationen versuchen trotz des in der Region eskalierenden Krieges eine demokratische Selbstverwaltung aufzubauen. Derweil liegt ein tiefer Winter über der Stadt – im Frühling erwartet man auch hier einen großen Krieg. Aus Gever berichtet weiterlesen…

Überlebende des Menschenhandels auf dem Sinai: Erst gefoltert, dann vergessen

Von | | Israel, Libyen, Mashreq, Menschenrechte, Ost- & Westafrika.

Der Levinsky Park im Süden Tel Avivs ist Sammelpunkt für Geflüchtete aus Afrika. Photo: Lucia Heisterkamp.

Seit einiger Zeit hört man nichts mehr über Menschen, die auf dem Sinai gefoltert werden. Mindestens 30.000 Männer, Frauen und Kinder wurden Opfer eines grausamen Geschäftsmodells, bei dem Geiseln am Telefon misshandelt werden, um Angehörige zur Zahlung möglichst hoher Lösegeldsummen zu zwingen. In Tel Aviv, Israel, macht sich Lucia Heisterkamp auf die Suche nach Überlebenden weiterlesen…

Verhaftung des palästinensischen Zirkusartisten Abu Sakha: Manege un-frei!

Von | | Israel, Mashreq, Palästina, Persönlichkeiten.

Zirkusschülerin aus dem Al Jalazon Refugee Camp, Photo: The Palestinian Circus School.

Als Zirkusartist wollte Mohammed Faisal Abu Sakha Lebensfreunde in die besetzten palästinensischen Gebiete bringen und der Perspektivlosigkeit und Frustration mit klassischer und zeitgenössischer Zirkuskunst die Stirn bieten. Im Dezember wurde der Mann mit dem ansteckenden Lachen von israelischen Sicherheitskräften ohne Anklage verhaftet. Ein persönlicher Kommentar von Sama Younes