Queerwege in die Zukunft – Postkoloniale Grabenkämpfe in Deutschland und Frankreich

Von | | Deutschland, Europa, Flucht und Migration, Frankreich, Gender, Gesellschaft, Menschenrechte.

Teilnehmende am ‚Marsch für Würde und gegen Rassismus‘ auf der Place de la Bastille, Paris, im Oktober 2015. Foto: Parti des Indigènes de la République.

Anti-rassistische und -sexistische Mobilisation in Deutschland. Postkoloniale Proteste in Frankreich. Aus den Trümmern neokolonialer Politik, islamophober Diskurse und rassistischer Gesellschaftsstrukturen entsteht heute in Europas Diaspora eine engagierte und queere* Generation junger Menschen, die Verantwortung übernimmt, Grenzen überschreitet, neu verhandelt und für Würde einsteht. Von Mohamed Lamrabet

Kommunalwahlen im Libanon: Lebenszeichen eines Failed State?

Von | | Libanon, Mashreq, Wahlen.

Wahlplakate in der nordlibanesischen Stadt Tripoli. Foto: Dima Charif.

Verteilt über vier Wochen fanden im vergangenen Monat im Libanon die Kommunalwahlen statt. Der krisengeplagte Staat sendet mit der erfolgreichen Durchführung der ersten demokratischen Wahlen seit sechs Jahren nicht nur ein Lebenszeichen, die Ergebnisse bringen auch die politische Landschaft des Landes durcheinander. Von Sebastian Gerlach

Entwicklungshilfe in Afghanistan: Das Wasser macht den Unterschied?

Von | | Afghanistan, Analyse.

Wasser tragende Frauen in einem Tal nahe Bamiyan, Afghanistan. Photo: Ian Alexander, CC BY-SA 3.0.

Afghanistan ist das gefährlichste Umfeld für Entwicklungshelfer; in keinem anderen Land werden mehr Hilfeleistende attackiert. Dabei beschränkt sich die Gewalt auf einzelne Provinzen, die besonders hohe Opferzahlen vorweisen. Was sind Erklärungen für diesen einseitigen Anstieg an Gewalt? Hajo Benning begibt sich auf die Spurensuche in einem Land mit vielen Unbekannten.

Kommunalwahlen im Libanon: Beirut Madinati gegen das Establishment

Von | | Libanon, Mashreq, Wahlen.

Proteste gegen die Müllkrise in Beirut Ende August 2015. Foto: Joelle Hatem (CC BY-NC-ND 2.0)

Libanon wählt – zum ersten Mal seit sechs Jahren. Zwar nur Kommunalwahlen, aber mit Signalwirkung. Denn auch wenn die säkulare Liste Beirut Madinati (Beirut, meine Stadt) nicht die gemeinsame Liste des politischen Establishments schlagen konnten, zeigen die Wahlen dennoch auf: Es gibt ein Potenzial für Wandel in der libanesischen Politik. Aus Beirut berichtet Jan Altaner

Als wir den Baum vom Grab meines Vaters verbrannten

Von | | Mashreq, Syrien.

Neue Blätter brechen durch alte Rinde. Von Henrik Sachse, CC BY-SA 3.0 de https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7967081.

Die Stadt Deir Ezzor im Osten Syriens steht teilweise unter der Kontrolle des „Islamischen Staats“, teilweise unter der der Regimekräfte. Manche der Stadtviertel sind abgeriegelt, den Menschen fehlt es am Notwendigsten. Mohammed Hassan beschreibt in einer symbolträchtigen Geschichte, zu welchen Handlungen die Not Deir Ezzors Bewohner_innen verleitet.

Hossin: „Erzähl etwas, das mich zum Lachen bringt.“

Von | | Deutschland, Flucht und Migration, Persönlichkeiten.

"Home from Home-Exile" - Illustration von Moshtari Hilal (www.moshtari.tumblr.com)

Viel ist zu hören und zu lesen über geflüchtete Menschen: in den Headlines, in Parteiprogrammen, im Bus und auf Demos. Wer waren sie vor ihrer Ankunft in Deutschland? Und wer sind sie jetzt? Mit welcher Stimme erzählen sie selbst ihre persönliche Geschichte? Saskia Benter hat mit Geflüchteten gesprochen, statt über sie und vor allem eins: weiterlesen…

Schutz von Zivilist_innen in Syrien: Fordern, was richtig ist

Von | | Mashreq, Menschenrechte, Russland, Syrien.

Ausschnitt eines Videos des Bashar Assad Crimes Archive. Photo: CC-BY-Bashar Assad Crimes Archive/SRLW

Das syrische und das russische Regime haben in den letzten fünf Jahren vorsätzlich zivile – insbesondere medizinische – Infrastrukturen in den von der Opposition gehaltenen Gebieten Syriens zerstört. Seit Beginn der anhaltenden Waffenruhe sind diese Angriffe zwar zurückgegangen, doch angesichts der Fragilität des Waffenstillstandsabkommens sind entsprechende Mechanismen zum Schutz von Zivilist_innen dringender nötig denn je, weiterlesen…

Angeblicher Hisbollah-Kommandant Samir Quntar: Die Symbolfigur

Von | | Hizbollah, Libanon, Mashreq.

Samir Kuntar nach seiner Freilassung bei einem Besuch im iranischen Shiraz (2009). Foto: Mardetanha / Wikicommons (CC-BY-SA-2.5)

Am 19. Dezember 2015 starb Samir Quntar bei einem israelischen Luftangriff im Damaszener Vorort Jaramana. Quntar war eine Symbolfigur – je nach Blickwinkel für den Kampf gegen Israel oder für brutalen palästinensischen Terrorismus. Sein Verhältnis zur Hisbollah und seine Rolle im syrischen Bürgerkrieg waren aber weniger eindeutig als es auf den ersten Blick erscheint. Von weiterlesen…

‘We Are All One’ – The Revolution is Back in Town

Von | | Syrien.

Demonstration taking place in Aleppo a week ago. Photo: Abedalrazaq Zaqzoq.

Since the cease-fire agreement was settled between the Assad regime and oppositional groups a few weeks ago, civilians all over Syria have started to take to the streets again. They try to continue with what they had started five years ago: a peaceful revolution with the „ultimate goal of freedom and the overthrow of the weiterlesen…

„Die ganze Türkei wird so sicher sein wie Cizre, Silopi und Sur“*

Von | | Türkei.

Die menschenleere Istiklal-Straße nach dem letzten Selbstmordanschlag am 19. März. Foto: "Istanbul Revolution" (https://www.facebook.com/istanbulrevolution/).

Der Krieg in Syrien und in den kurdischen Gebieten der Türkei greift seit Sommer 2015 auf die ganze Türkei über. Die letzten zehn Anschläge, verübt vom „Islamischen Staat“ oder den „Freiheitsfalken Kurdistan“, stehen in enger Verbindung zur autoritären Führung Erdoğans. Die sich ausbreitende Logik der Gewalt nützt dabei jedoch seiner Regierung und schadet vor allem weiterlesen…