Kairo: Auf der Suche nach den Früchten der Revolution

Von | | Ägypten.

Hier war auch schonmal mehr los: Die Pyramiden von Gizeh. Foto: Parham Kouloubandi

In Kairo hat sich sechs Jahre nach der Revolution viel geändert – nicht unbedingt zum Guten. Das Land wankt unter einer schwächelnden Wirtschaft, während alle Forderungen nach politischer Freiheit Stück für Stück verhallen. Parham Kouloubandi hat die Stadt besucht und schildert hier seine Eindrücke.

Ein Assad-Vertrauter gibt zu: Syrische Geheimdienste beeinflussen den IS. Oder?

Von | | Mashreq, Syrien.

Khaled Abboud - hat er gerade zugegeben, dass das Assad-Regime den Islamischen Staat steuert? So einfach ist es dann auch nicht. Screenshot: Alsharq

Khaled Abboud erklärt im Staatsfernsehen, syrische Geheimdienste hätten den sogenannten Islamischen Staat infiltriert. Das Interview wird vielfach als Geständnis interpretiert, das syrische Regime würde die Terrororganisation unmittelbar manipulieren. Tatsächlich folgt Abboud aber ganz der Strategie des Präsidenten: „Inszeniere Dich so, als seist Du unverzichtbar.“ Von Lars Hauch.

„Das Wichtigste in unserem Leben ist Bildung“ – Eindrücke aus einem Flüchtlingscamp in Irakisch-Kurdistan

Von | | Irak, Mashreq.

Szene im Flüchtlingslager. Foto: Kilian Foerster

Vor zwei Jahren war der Fotograf Kilian Foerster das erste Mal im Flüchtlingslager Chamishko Camp im kurdischen Nordirak. Damals gab es im ganzen Camp keine Schule. Das hat sich mittlerweile geändert, wie er bei seinem jetzigen Besuch feststellte, aber die Ungewissheit ist geblieben. Mit diesem Beitrag verabschieden wir uns bis Mitte Januar in die Winterpause.

Vier Fronten im Syrien-Krieg und ihre Bedeutungen

Von | | Mashreq.

Ein Mann trägt ein Kind, laut Beschreibung nach einem Bombenangriff auf Aleppo. Foto: Freedom House/Flickr (CC-BY-2.0)

Nach fast sechs Jahren Krieg ist Syrien entlang zahlreicher Fronten geteilt und übersäht von Checkpoints. Den Überblick zu behalten ist schwierig, da die Fronten sich nicht nur verschieben, sondern von wechselnden Akteuren auf dem Boden bestimmt werden. Doch vier Schauplätze machen aktuelle Dynamiken und Zusammenhänge anschaulich. Von Lars Hauch.

Barrfý – ein afghanisches Schneefest

Von | | Afghanistan.

Ein kalter Winter bedeutet in Afghanistan eine reiche Ernte im nächsten Jahr - diesem Mann hier in Kabul dürfte das aber in dem Moment nicht so wichtig sein... Foto: PJ Tavera Photography /Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Weihnachtsbaum, Geschenke, Verwandtschaftsbesuch erwartet die meisten Menschen in Deutschland in den nächsten Tagen. Doch winterliche Bräuche gibt es auch anderswo, zum Beispiel in Afghanistan: Wer den ersten Schnee bemerkt, muss schnell sein – oder er wird schwarz im Gesicht. Am Ende gibt’s auf jeden Fall eine Party, erzählt Hewád Laraway.

Ali bleibt auch in Kairo ein vergessener Mensch

Von | | Ägypten, Nordafrika.

"Ali und seine Freunde wurden schon in Jordanien diskriminiert, mit Müll beworfen und bespuckt. In Ägypten ergeht es Menschen mit dunkler Hautfarbe meist noch schlechter." Straßenszene in Kairo. Bild: abossone/Flickr (CC-BY-NC 2.0)

Zu Beginn des Jahres berichteten wir über Ali, einen sudanesischen Flüchtling in Jordanien. Gemeinsam mit 800 anderen Menschen wurde er abgeschoben, weil er gegen seine Behandlung protestiert hatte. Inzwischen lebt Ali in Ägypten – Florian Barth erzählt zum Jahresende, wie die Geschichte weiterging.

#stop_stereotyping-Debatte in Ägypten: Es geht um mehr

Von | | Ägypten, Gesellschaft.

"Ich trage Makeup ... und verdiene Respekt", steht auf diesem Schild der #stop_stereotyping-Kampagne in Ägypten. Foto: FB

Fotos auf Facebook von fünf Frauen mit Schildern und dem Hashtag #stop_stereotyping lösten in Ägypten eine Welle von Kritik, Gegenkampagnen, Witzen und Diskussionen aus. Denn die Aktion hat an einem Konflikt gerührt, der viel tiefer reicht. Tatsächlich steht nicht weniger als das Ägypten von morgen zur Debatte. Hend Taher mit Reaktionen aus Kairo.

Zwischen 25 und 5.000 Jahren – Zentralasien erfindet sich alt

Von | | Zentralasien.

Der Ala-Too-Platz in der kirgisischen Hauptstadt Bishkek mit der Manas-Statue war Schauplatz der diesjährigen Unabhängigkeitsfeier. Enthüllt wurde die Statue vor fünf Jahren, anlässlich des 20. Staatsjubiläums - doch sie verweist auf etwas viel Älteres: eine Art mystische Waffenbruderschaft zwischen dem Heute und dem Gestern. Foto: Flickr/Dan Lundberg (cc-by-sa-2.0)

Die zentralasiatischen Staaten zelebrieren derzeit den 25. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit, und setzen sich national und regional in Szene. Doch geht es nach den staatstragenden Eliten der fünf Republiken, ist die nationale Geschichte nicht 25 Jahre, sondern viele Jahrhunderte alt. Davon versprechen sie sich politisches Kapital – doch die Strategie ist riskant. Von Ludwig Pelzl.