Business as usual? Die Korruptionsaffären um Benjamin Netanjahu

Von | | Israel, Politik.

Hat derzeit viel zu erklären: Israels Premier Benjamin Netanjahu. Foto: "Prime Minister Netanyahu Interview with CNN's Wolf Blitzer" von IsraelInUSA bei Flickr (https://flic.kr/p/atvp7A), Lizenz: cc-by 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)

In gleich fünf Fällen ist der israelische Premier Benjamin Netanjahu in Korruptionsvorwürfe verwickelt. Die Anschuldigungen reichen von Bestechlichkeit bis zum Versuch, die Berichterstattung zu beeinflussen. Demonstranten fordern seinen Rücktritt, Netanjahu bleibt cool. Aber politisch könnte sich die Korruptionskrise verheerend auswirken. Von Charlotte Wiemann.

Der Angriffskrieg gegen Afrin: türkischer Nationalismus

Von | | Kurden, Syrien, Türkei.

Auch die Stadt Cizre im Osten der Türkei wurde in großen Teilen von der türkischen Armee zerstört. Das Bild zeigt eine Frau vor den Trümmern ehemaliger Wohnhäuser, März 2016. Foto: "Cizre çatışmaları sırasında hasar gören bina ve bir Cizreli kadın, 2 Mart 2016" von Nedim Yılmaz/Flickr (https://flic.kr/p/LnpD53), Lizenz: cc-by sa 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

Seit dem 20. Januar führen die türkischen Streitkräfte zusammen mit dschihadistischen Söldnern einen offenen Krieg gegen Afrin. Aus Angst vor Repression, aber auch aufgrund einer nationalistischen Mobilisierung rührt sich in der Türkei bisher nur wenig Protest dagegen. Von Rosa Hêlîn Burç und Kerem Schamberger

„Wir wussten davon, aber konnten es nicht glauben“ – Zu den Protesten in Iran

Von | | Gesellschaft, Iran, Wirtschaft.

Es passt ins Bild der aktuellen Proteste, dass dies das einzig frei verfügbare Foto dazu ist - bezeichnenderweise ist aber seine Echtheit unklar. Angeblich zeigt es Proteste in Kermanshah am 29. Dezember 2017. Foto: Voice of America/Wikicommons (Public Domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:29_December_2017_protests_in_Kermanshah,_Iran_(full).jpg)

Die jüngsten Proteste in Iran sind vor allem das Werk ärmerer Menschen aus der Peripherie. Angehörige der wohlhabenderen Schichten hat die Dynamik dagegen überrascht. Die Bewegung hat ihre Ursachen in den wirtschaftlichen Realitäten Irans und den politischen Gräben, die das Land entlang sozialer Schichten durchziehen. Eine Analyse von Babak Arzani.

„Persischer Frühling“? Die Proteste in Iran und der Westen

Von | | Iran.

Solidaritätsprotest mit den Demonstrationen in Iran vor der iranischen Botschaft in Berlin. Foto: voanews.com/wikicommons (Public Domain)

Das ewige „Regime der Mullahs“. Und: Enthüllungen über „Liebe, Sex und Tod in Teheran“. Zwischen diesen Polen wogt das Bild über den Iran in deutschen Medien und der Öffentlichkeit. Beides ist vereinfachend, beides ist tägliche Berichterstattung. Oft wenig differenziert. Ein Kommentar von Alsharq-Autor Martin Gerner.

Afghanistans ex-Präsident Hamid Karsai: „Trumps Strategie führt zu mehr Krieg in Afghanistan“

Von | | Afghanistan, Politik.

Hamid Karzai, ehemaliger Präsident Afghanistans. Foto: Chatham House/Flickr (cc-by 2.0)

Afghanistans langjähriger Präsident Hamid Karsai über die Wunde, die der Feldzug von 2001 bei ihm und vielen Mitbürgern hinterlassen hat, warum er es befürwortet, wenn US-Militärangehörige vor das Haager UN-Tribunal kommen und warum Deutschland zwar mehr investieren, aber weniger abschieben sollte. Interview von Alsharq-Autor Martin Gerner.

Aus Syrien in die Türkei, Teil 2: Vom Plan zur Realität

Von | | Gesellschaft, Syrien, Türkei.

Ein Syrer springt durch den Stacheldraht an der Grenze zur Türkei. Foto: Freedom House (Reuters/Laszlo Balogh) / Flickr (cc-by 2.0)

Wer von Syrien aus in die Türkei fliehen will, braucht nicht nur viel Geld und Geduld, sondern auch Glück mit den Schleusern. Die belügen manchmal ganz einfach ihre Kunden und sprechen von einem breiten Fluss, als sei es ein ausgetrockneten Bewässerungskanal. Alles nur, um die Passagiere zu motivieren. Zweiter Teil des Erfahrungsberichts von Samhar al-Khaled.

Aus Syrien in die Türkei, Teil 1: Wer sich nicht auskennt, zahlt drauf

Von | | Syrien.

Flucht über Stacheldraht, die Kinder im Arm: Wie diese Familie auf der Suche nach Rettung in der Türkei sind Hunderttausende vor dem Krieg in Syrien geflohen. Das Bild entstand 2012. Foto: Andreas H. Landl/Flickr (https://flic.kr/p/qxAEF3), Lizenz: CC BY-NC 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)

Millionen Menschen sind während des Kriegs von Syrien in die Türkei geflohen. Doch die Wege gestalten sich zunehmend gefährlich, seit die Türkei an der Grenze eine Mauer errichtet hat. Ein schwer durchschaubares Netzwerk an Schleusern und Mittelsmännern hat sich im Grenzgebiet etabliert, das den Fliehenden hilft – oder sie ausbeutet. Ein Erfahrungsbericht von Samhar al-Khaled.

Verfahren gegen Reza Zarrab: Erdogan unter Druck

Von | | Türkei.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Ein Verfahren in den USA wird für ihn innen- und außenpolitisch zum Problem. Foto: kremlin.ru

Der Fall des iranisch-türkischen Goldschmugglers Reza Zarrab geht in seine nächste Runde: Was seine Aussage über die undurchsichtigen Deals der Erdogan-Regierung enthüllen könnte. Von Julius Rogenhofer und Hacer Z. Gonul. ENGLISH VERSION INCLUDED

Bibis Bürde: Netanjahu und der Siedlungsbau

Von | | Israel, Palästina, Politik.

Kein ideologischer Siedler - sondern getrieben von pragmatischen Argumenten: Benjamin Netanjahu. Foto: Russia Presidential Press and Information Office/Wikicommons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Prime_Minister_of_Israel_Benjamin_Netanyahu.jpeg#/media/File:Prime_Minister_of_Israel_Benjamin_Netanyahu.jpeg), Lizenz: CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0)

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu präsentiert sich in Fragen der Siedlungspolitik gern moderat. Dennoch wachsen die israelischen Siedlungen unter seiner Amtszeit weiter – starkem internationalen Protest zum Trotz. Wie lässt sich dieses Paradox erklären? Von Charlotte Wiemann.

Wer entmachtet Erdoğan? Die CHP, HDP oder die „Mutter der Grauen Wölfe“?

Von | | Politik, Türkei.

Meral Akşener, Gründerin der neuen Good Party, mit ehemaligen MHP-Parteikollegen. Das Handzeichen steht für die ultranationalistische bis faschistische Organisation der Grauen Wölfe. Foto: Yıldız Yazıcıoğlu/WikiCommons (Public Domain)

Der gesellschaftliche Widerstand gegen Recep Tayyip Erdoğan wächst. Gleichzeitig fällt es vielen politischen Widersachern in der Türkei weiterhin schwer, sich als glaubwürdige Alternativen zur AKP zu präsentieren. Um den aktuellen Machtkampf in der türkischen Politik besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die vielversprechendsten Herausforderer. Von Julius Rogenhofer und Hacer Zekiye Gonul

Was bedeutet „Freundschaft mit Israel“?

Von | | Israel, Kommentar, Politik.

"There is another way" - Es gibt einen anderen Weg. Den zu gehen ist auch die Aufgabe ausländischer Freunde der Konfliktparteien. Foto: Trocaire/Flickr (https://flic.kr/p/HdKSAQ), Lizenz: cc-by 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)

Jörn Böhme, Nahost-Referent der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und ehemaliger Leiter des Israel-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, fragt sich angesichts der aktuellen Entwicklung, was die deutsche Freundschaft mit Israel heute bedeuten kann – und was nicht. Ein persönlicher Kommentar.

«Der Prozess»

Von | | Menschenrechte, Politik, Türkei.

Selahattin Demirtaş während eines USA-Besuchs im Jahr 2015. Foto: Wikimedia Commons/Voice of America (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Selahattin_Demirta%C5%9F_2015_in_USA_1.jpg#/media/File:Selahattin_Demirta%C5%9F_2015_in_USA_1.jpg, Public Domain).

Heute startet das Verfahren gegen Selahattin Demirtaş, Ko-Vorsitzender der türkischen Parlamentspartei HDP. Die Vorwürfe gegen ihn sind kafkaesk, er soll nie wieder frei kommen. Von Kerem Schamberger

„Lange Haare, Tangoschritt, da kommt die SA nicht mit“

Von | | Kultur, LGBTI, Rezension.

"Bewaffneter Widerstand ist auch Politik mit anderen Mitteln", so Autor und Regisseur Tucké Royale. Foto © Ute Langkafel

Tucké Royales jüdisch-queeres Rachemusical Mit Dolores habt ihr nicht gerechnet widmet sich mit Chuzpe und Witz einem fast vergessenen Kapitel des Widerstands gegen die NS-Herrschaft. Das Stück im Gorki-Theater in Berlin handelt vom jüdisch-queerem Widerstand, der Macht von Heldinnengeschichten – und Nazis, mit denen nicht gesprochen wird. Von Eva Tepest