Ein Herz für Ägypten?! – Die Auswirkungen von Finanzhilfe aus dem Golf

Von | | Ägypten, Saudi-Arabien.

Mit saudischer Finanzhilfe wird ein Bild konstruiert: Hier vom gerade verstorbenen König Abdullah als Friedensnobelpreiskandidat. Foto: Abdulrahman Al-Zahrani (flickr, CC BY-NC-SA 2.0)

Seit dem sogenannten „Arabischen Frühling“ hat der Geldfluss aus den Monarchien der Golfregionen in andere arabische Staaten massiv zugenommen. Dabei geht es nicht vordergründig darum, der Bevölkerung bessere Lebensbedingungen zu bieten. Vielmehr werden dabei regionale Machtverhältnisse ausgehandelt, wie das Beispiel Ägypten eindrucksvoll belegt. Von Tobias Zumbrägel

Die Muslimbruderschaft in Ägypten – Demokraten unter Vorbehalt. Eine Rezension

Von | | Ägypten, Buchvorstellung, Mashreq, Religion.

Der Muslimbruder Mursi gewinnt die ägyptischen Präsidentschaftswahlen (2012). Foto: J. Rashad (CC BY-NC-SA 2.0)

Der kometenhafte Aufstieg der ägyptischen Muslimbrüder nach dem Sturz Mubaraks 2011 faszinierte die Welt ebenso wie ihr tiefer Fall im Sommer 2013. Doch was verbirgt sich dahinter? In ihrem Werk „Die Muslimbruderschaft – Porträt einer mächtigen Verbindung“ macht Annette Ranko die Bruderschaft, ihre Geschichte und Programm einem breiten Publikum zugänglich. Eine Rezension von Henning Schmidt

Irandiplomatie im Zeichen der Krise mit Russland

Von | | Iran, Iran/Türkei.

Putin und Rohani verhandeln über iranisches Atomprogramm und Syrien-Konflikt (Foto: kremlin.ru, Wikipedia, CC BY 3.0)

Obwohl die Ukrainekrise so manch russisches Außenhandelsprojekt auf Eis legen dürfte, sind die Atomverhandlungen mit Iran eine der wenigen Ausnahmen, in denen eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Westen fortbesteht – nicht zuletzt aus Russlands eigenem sicherheitspolitischen Interesse. Von Moritz Pieper

Zu Hause, Paris. Einsichten einer schwarzen Woche

Von | | Deutschland, Europa, Frankreich, Meinung.

Demonstration nach Charlie Hebdo in Paris: "Freie Meinungsäußerung ist unsterblich" ist auf dem Plakat zu lesen

Das Attentat auf das Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris beschäftigt die Menschen in Europa, ungeachtet ihres sozialen Hintergrundes – doch nur von Muslim_innen wird erwartet, sich klar zu distanzieren. Wie man sich fühlt als in Deutschland lebender Muslim zwischen Mitgefühl für die Opfer und Generalverdacht beschreibt aus einer sehr persönlichen Perspektive Mohamed Lamrabet.

Auf ein Neues! Israel wählt

Von | | Israel, Mashreq.

Die Knesset - im März wählen die Israelis, wer hier in Zukunft über die Politik ihres Landes entscheidet. Foto: Beny Shlevich (Wikicommons, CC BY-SA 3.0)

Wieder ist eine Koalition zerbrochen, wieder stehen Neuwahlen an in Israel. Um den Konflikt mit den Palästinensern geht es nur am Rande; die Debatte kreist um Puddingpreise und persönliche Feindschaften. Von Mareike Enghusen

Geiseldrama im Libanon – der “Islamische Staat” ist nicht weit

Von | | Hintergrund, Libanon, Mashreq, Syrien.

Sabrine Omar vor dem Bild ihres entführten Mannes. Foto: Livia Gerster.

Im Libanon wird die Angst vor dem „Islamischen Staat“ immer konkreter: Zwei libanesische Soldaten wurden bereits enthauptet, über 20 weitere Geiseln sind in ihrer Gewalt. Nun hat die Regierung neue Verhandlungen angekündigt, doch die Familien der Geiseln haben wenig Hoffnung. Im syrisch-libanesischen Grenzgebiet rückt der IS derweil immer weiter vor. Livia Gerster berichtet aus Beirut.

The Tangled Nature of Iraq’s Fight against the “Islamic State”

Von | | Hintergrund, Irak.

Titelfoto

Its never-ending cruelties overshadow the causes that made the “Islamic State” emerge in Iraq in the first place; the systematic social and political marginalization of the Sunni population. Even after the rise of “IS” Shi’i militias allied with the Iraqi government are still involved in large-scale atrocities against Sunni civilians. By David Jordan

In der Not ist Operieren erlaubt: Syrische Ärzte in Jordanien

Von | | Jordanien, Mashreq.

Ein Junge im al-Maqased-Krankenhaus in Amman. Foto: Cordelia Neumetzger

Offiziell dürfen syrische Flüchtlinge in Jordanien nicht arbeiten. Eine bemerkenswerte Ausnahme: das al-Maqased-Krankenhaus in Amman; hier stehen syrische Ärzte ihren jordanischen Kollegen bei der Versorgung von schwer verletzten syrischen Flüchtlingen zur Seite. Damit entlasten sie das überforderte jordanische Gesundheitssystem. Aus Amman berichtet Cordelia Fabienne Neumetzger

Machtwechsel vorauszusehen!? – Die Thronfolgeregelung in Saudi-Arabien

Von | | Arabische Halbinsel, Saudi-Arabien.

Der König und sein Nachfolger: Abdullah ibn Abd al Aziz al-Saud (links) und sein jüngerer Bruder Salman. (CC BY-SA 2.0)

Eine alternde Riege der Nachkommen des Staatsgründers Abd al-Aziz ibn Saud regiert das Königreich Saudi-Arabien. Die Aufteilung der Familie in ein erzkonservatives und ein vorsichtig reformatorisches Lager verzögern den Machttransfer von den Söhnen Abd al-Aziz‘ zur Enkelgeneration. Der kommende Machtwechsel droht zu einer innen- und außenpolitischen Gefahr für das Königshaus zu werden. Von Norman Philipp

Präsidentschaftswahlen in Tunesien: Rückbesinnung auf Ära Bourguiba?

Von | | Hintergrund, Nordafrika, Tunesien.

Präsidentschaftskandidat Essebsi hegt auch noch mit 88 politische Ambitionen. Foto: FIDH, Flickr (CC BY 2.0).

Die Annäherung zwischen der säkularen Nidaa Tounès und der islamistischen Ennahda hat bei der Wahl des Parlamentspräsidenten in Tunesien Erstaunen ausgelöst. Die Parteien sind aber von einer Koalition weit entfernt. Vielmehr buhlt Nidaa Tounès um Stimmen bei den Islamisten. Viele Tunesier unterstützen Nidaa Tounès aber gerade aufgrund ihrer Angst vor den Islamisten. Von Astrid Schäfers

Das Patt von Wien – Welche Perspektive bleibt für die zukünftigen Nuklearverhandlungen mit Iran?

Von | | Iran, Iran/Türkei, USA.

Die Gespräche gehen weiter - US-Außenminister John F. Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohamed Javad Zarif bei Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Foto: US Department of State.

Die letzte Runde in den Nuklearverhandlungen zwischen den P5+1 und Iran in Wien hat lediglich zu einer erneuten Verlängerung der Genfer Zwischenvereinbarung bis Juli 2015 geführt. Der allseitig betonte Optimismus der Verhandlungspartner kann nicht darüber hinweg täuschen, dass die Zweifel an einem positiven Ausgang zuzunehmen scheinen. Von Bernd Hollerbein