1967: Wendepunkt für die arabische Linke – am Beispiel von Georges Tarabischi

Von | | Gesellschaft, Persönlichkeiten, Syrien.

Das Jahr 1967 gilt auch unter arabischen Linken und säkularen Nationalen als einschneidend: Die Niederlage im Krieg gegen Israel stürzte sie in eine tiefe Sinnkrise. Beispielhaft verschrieb sich der syrische Philosoph Georges Tarabischi in der Folge radikaler Kulturkritik und stellte fest: „Die ganze Kultur wurde salafistisch.“ Von Eva-Maria Tepest.

Proteste in Marokko: „Der König spricht lieber mit Le Président“

Von | | Marokko, Politik.

Hirak-Demo am 20. Juni in Casablanca. Foto: Twitter-Account von Omar Radi /@OmarRADI

Seit einigen Wochen toben in Marokko Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und den Anhängern einer neuen Protestbewegung: „Hirak El-Shaabi“. Es geht um die Freilassung politischer Gefangene, um allgemeine Sozialleistungen, um Gerechtigkeit und um Würde. Die Monarchie an sich steht nicht zur Debatte – noch nicht. Von Mohamed Lamrabet.

Stell Dir vor, es ist Kriegsende und kaum einer schreibt es – Fortsetzung der Presseschau zu 1967

Von | | Ägypten, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libanon, Medien, Palästina, Politik, Presseschau, Russland, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien, USA.

Der Krieg trieb die Menschen in der ganzen Welt auf die Straße. Links der Aufruf der jüdischen Dienstleistungsorganisation Bnai Britz für eine Demo in Hollywood, rechts der Bericht von Protesten gegen Nassers Rücktritt in Algerien. (Bnai Brith vom 9. Juni 1967/Al-Moudjahid vom 10. Juni 1967). Grafik: Tobias Pietsch

Arabische Medien bezichtigen die USA, in den Krieg von 1967 einzugreifen, glauben fest an einen zukünftigen Sieg über Israel und freuen sich über Nassers Rücktritt vom Rücktritt. Die Niederlage einzugestehen fällt schwer. Israels Botschaft in Moskau packt derweil Koffer. Der zweite Teil der historischen Pressseschau aus neun Ländern von Diana Beck, Mariam Eichbüchler, Maximilian Ellebrecht, weiterlesen…

Die kollektive Depression, oder: Was in der Türkei vom zivilgesellschaftlichen Aufstand übrig blieb

Von | | Politik, Türkei.

Graffiti in Istanbul. Foto: Oliver Schnücker/Flickr (cc-by-nc 2.0)

Shrinking spaces – das Schlagwort für das Schrumpfen zivilgesellschaftlicher Räume in vielen Ländern der Welt. Auch in der Türkei leiden zivilgesellschaftliche Organisationen unter den Folgen staatlicher Repression. Viele NGOs wurden verboten oder ihre Mitglieder inhaftiert – aber unter dem Druck entstehen vereinzelt auch ungewohnte Allianzen. Von Kristian Brakel.

Der Kriegsbeginn 1967 in der Nahost-Presse: Euphorie überall

Von | | Ägypten, Algerien, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libanon, Palästina, Politik, Presseschau, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien.

„Unsere Truppen dringen in Israel ein", titelte die ägyptische Al-Akhbar am 6. Juni 1967, dazu eine Karte mit roten Pfeilen, die den angeblichen Einmarsch dokumentieren sollte. Die Maariv aus Israel schrieb dagegen: „Die IDF haben einen brillanten Sieg errungen." Grafik: Tobias Pietsch.

Siegessicher berichteten arabische Medien über den Beginn des Kriegs vor 50 Jahren – denn kaum jemand wusste, dass die arabischen Truppen zu dem Zeitpunkt schon so gut wie geschlagen waren. In Israel war die Presse dagegen voller Sarkasmus. Eine historische Pressseschau aus neun Ländern von Diana Beck, Mariam Eichbüchler, Maximilian Ellebrecht, Doron Gilad, Patrick Manolli, weiterlesen…

Gründe für die Krise um Katar – es geht nicht nur um Trump, Saudi-Arabien und Iran

Von | | Ägypten, Bahrain, Politik, Qatar, Saudi-Arabien, VAE / Dubai.

Von weiter weg betrachtet scheinen die Unterschiede nicht so bedeutend - aber tatsächlich erlebt Katar (der große Zipfel oben links) mit Saudi-Arabien (die Landmasse unten links), den Vereinigten Arabischen Emiraten (der Zipfel rechts) und Bahrain (die Insel über Katar) gerade eine ernste Krise. Nur scheinbar geht es um das Land unter den Wolken, Iran. Und Ägypten (nicht im Bild) mischt auch noch mit. Foto: Stuart Rankin/Flickr (cc-by nc 2.0)

Die diplomatische Krise auf der Arabischen Halbinsel spitzt sich zu. Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrain haben alle diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die Ursachen dafür sind vielfältig, aber die Allianz der Katar-Gegner auch höchst zerbrechlich, analysiert Parham Kouloubandi.

Presseschau zur Wahl Macrons: Der Nahe Osten ist erleichtert bis entzückt

Von | | Ägypten, Algerien, Frankreich, Iran, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Politik, Presseschau, Syrien, Tunesien.

Die Presse im Nahen Osten ist ganz hingerissen vom "neuen Jüngling Frankreichs" - zumindest teilweise. Foto: WORLD ECONOMIC FORUM/swiss-image.ch/Michele Limina/Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Auch im Nahen Osten fieberten viele mit bei der Stichwahl zwischen Marine Le Pen und Emmanuel Macron. Besonders groß war das Interesse in jenen Staaten mit französischer Vergangenheit. Pressestimmen von Marokko bis Iran, gesammelt von Jan Altaner, Maximilian Ellebrecht, Amina Nolte, Maryam Roosta und Hauke Waszkewitz.