Presseschau zu den Anschlägen in Paris: Terror hier – und dort

Von | | Europa, Frankreich, Irak, Iran, Israel, Libanon, Mashreq, Medien, Palästina, Presseschau, Syrien.

Inspiriert von dem Künstler Jean Jullien und auf Forderung in den Sozialen Medien, die Anschläge in Beirut nicht zu vergessen, schuf Kristian Labak dieses Bild (C: @krustabred).

In den medialen Reaktionen aus der arabischen Welt, Israel und Iran auf die furchtbaren Anschläge in Paris wird viel Anteilnahme und Trauer deutlich. Dabei werden insbesondere die vermeintlichen Gründe kontrovers diskutiert und die Doppelmoral in Bezug auf die Bewertung und Verurteilung terroristischer Akte durch westliche Staaten beanstandet.

Saudische Delikatessen

Von | | Saudi-Arabien.

Saudi-Arabien: mehr als Wahhabismus und Öl - aber was? Photo: Wikipedia (CC)

Der offizielle „Kulturdialog“ ist ein heikles Feld. Effekthascherische Plattitüden konstruieren oft erst die Grenzen, die diese politischen Inszenierungen eigentlich zu überwinden vorgeben. Das war bei einer Veranstaltung zu Saudi-Arabien, über dessen Menschen wir gerne mehr erfahren hätten, leider auch nicht anders.

Verfassungsreferendum in Ägypten: Unerhört aber nicht vergessen

Von | | Ägypten, Hintergrund.

Die neue Verfassung Ägyptens, die im Referendum vergangene Woche bestätigt wurde, soll die gesellschaftliche Polarisierung überwinden – dabei zeigt gerade der Verlauf der Abstimmung, wie die Spaltung aus Kalkül forciert und Einzelne in die Isolation getrieben werden. Für sie war ein Boykott des Referendums die einzige Möglichkeit, um ihr Misstrauen zum Ausdruck zu bringen.

Bruchstellen in der Verfassung

Von | | Ägypten, Hintergrund.

Weil die Militärregierung das Ergebnis des Verfassungsreferendums in Ägypten zu instrumentalisieren versucht, vermag auch die neue Verfassung die gesellschaftliche Spaltung nicht zu überwinden. Dabei zeigt ein Blick auf die Auseinandersetzungen, die der Abstimmung vorausgehen, wie tief das gegenseitige Misstrauen sitzt. Welche Folgen das für das Referendum hat, beschreiben wir im zweiten Teil dieses Artikels.

Ägypten: wer das Sagen hat

Von | | Ägypten, Interviews, Medien.

Diese Woche wurde auf der Deutschen Welle Arabic der „Shabab Talk“ ausgestrahlt, eine politische Diskussionsrunde, zu der auch Alsharq eingeladen war. Der Verlauf der Diskussion gibt einen guten Einblick in die gegenwärtigen Verhältnisse in Ägypten – vor allem, weil sie zeigt, wer mit welchen Themen die Auseinandersetzung bestimmt.

Alsharq-Kompendium: 20 Jahre Oslo-Abkommen

Von | | In eigener Sache, Israel, Palästina.

Liebe Leserinnen und Leser, vor 20 Jahren wurden die Oslo-Abkommen geschlossen. Deren Bedeutung für die israelische und palästinensische Bevölkerung haben wir auf Alsharq in einer Serie in den vergangenen Wochen aufzuspüren versucht. Dabei standen unterschiedliche Perspektiven aus der Region im Vordergrund, um die vielseitigen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu beleuchten, die sich aus den weiterlesen…

Internationales Recht, Un-Recht und die Besatzung Palästinas, Teil 3

Von | | Analyse, Israel, Menschenrechte, Palästina.

In den zwei ersten Teilen dieses Artikels zu internationalem Recht und Un-Recht der Besatzung Palästinas haben wir beschrieben, wie Recht in Israel umgangen und in den palästinensischen Gebieten aufgeteilt wird. In diesem letzten Teil schildern wir, wie Recht auf internationaler Ebene geltend gemacht werden könnte – und warum das trotz des anhaltenden Unrechts nicht passiert.

Internationales Recht, Un-Recht und die Besatzung Palästinas, Teil 2

Von | | Analyse, Israel, Menschenrechte, Palästina.

Internationales Recht soll universell gültig sein – dessen Geltung aber ist lokal umstritten. Das ist die zentrale Ambivalenz, derer sich die israelische Besatzung Palästinas bedient, um Un-Recht abzuwickeln. Doch wie funktioniert das im Detail – und wie kann Recht dabei überhaupt geltend gemacht werden? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in einem Artikel, der aus weiterlesen…

Internationales Recht, Un-Recht und die Besatzung Palästinas

Von | | Analyse, Israel, Menschenrechte, Palästina.

Internationales Recht soll universell gültig sein – dessen Geltung aber ist lokal umstritten. Das ist die zentrale Ambivalenz, derer sich die israelische Besatzung Palästinas bedient, um Un-Recht abzuwickeln. Doch wie funktioniert das im Detail – und wie kann Recht dabei überhaupt geltend gemacht werden? Zu diesen Fragen veröffentlichen wir in den kommenden Tagen einen Artikel, weiterlesen…

Alsharq-Serie: 20 Jahre Oslo-Abkommen – Frieden verhandeln, Konflikt verwalten?

Von | | Israel, Palästina.

Vor 20 Jahren wurden die Oslo-Abkommen unterzeichnet. 20 Jahre, in denen viel passiert ist. Oder nur ganz wenig. Denn eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts wurde bisher nicht gefunden. Was also hat der Oslo-Prozess bewirkt? Darauf werden wir in einer Alsharq-Serie aus einer Vielzahl von Perspektiven eingehen. Wir freuen uns über eine interessante Diskussion mit weiterlesen…

Blutige Wahlverwandtschaften

Von | | Ägypten, Kommentar, Meinung.

Mit Worten lässt sich die Tragik der aktuellen Ereignisse in Ägypten nicht erfassen, nur verklären. So offenbart das Morden die Allianzen, die den Tod für ihre Interessen „rechtfertigen“. Die Konsequenzen daraus betreffen uns alle, weil sie nach Aufrichtigkeit im Urteil verlangen.

Die politische Lage in Ägypten: Alles aus, alles drin

Von | | Ägypten, Hintergrund, Nordafrika.

Mursi ganz oben: Wahlwerbung in den Straßen Kairos 2012. Foto: Philipp Spalek

Während die Parlamentswahlen in Ägypten verschoben wurden, erschließt sich die Bevölkerung unterschiedliche Formen des Protests und der politischen Organisation außerhalb etablierter Strukturen. So wird deutlich, dass eine kollektive Ermächtigung der Bevölkerung mehr erfordert als formelle Repräsentation. Solange diese Diskrepanz besteht, ist die „Revolution“ am Ende und gleichzeitig weiter am Leben.