Netanjahus Beweise gegen Iran: Viel Show, nichts Neues

Von | | Im Fokus, Iran, Israel, Politik.

In einer Präsentation an die Weltöffentlichkeit warf der israelische Ministerpräsident Netanjahu der iranischen Führung vor, die Welt über die militärischen Dimensionen ihres Atomprogramms getäuscht zu haben. Das 2015 geschlossene Abkommen müsse daher revidiert werden. Nur: Viel Neues bietet Netanjahus Darstellung aber nicht. Von Adrian Paukstat

Politische Entwicklung in Israel: Nur um der Hoffnungslosen willen…

Von | | Gesellschaft, Im Fokus, Israel.

Demonstration in Tel Aviv während des jüngsten Gaza-Konflikts, August 14. 2015. Photo: Victor Bezrukov/Flickr (https://www.flickr.com/photos/s-t-r-a-n-g-e/14768443599/in/photolist-ov3uyC-ov38KV, CC BY-NC 2.0)

In Israel nehmen Medien, rechte Aktivisten und Gesetzesmacher die ohnehin fragmentierte Linke zunehmend in die Zange. Während der Konflikt Israels mit der Hisbollah im Libanon zu eskalieren droht und sich auch in Gaza ein neuer Waffengang zusammenbrauen könnte, wird die linke Opposition zwischen Kriegsbedrohung, Terrorismus, staatlicher Repression und einer immer autoritärer werdenden Zivilgesellschafft zerrieben. Ein weiterlesen…

Rezension: „Umkämpfte Staatlichkeit: Palästina zwischen Besatzung, Entwicklung und politischem Islam“ von Helmut Krieger

Von | | Buchvorstellung, Debatten, Mashreq, Palästina, Politik, Rezension.

Krieger betrachtet den Staatsbildungsprozess in Palästina als gescheitert, nicht zuletzt aufgrund des Machtungleichgewichts der Protagonisten im Oslo-Prozess. Photo: Yitzhak Rabin, Bill Clinton und Yassir Arafat (v.l.n.r.) nach der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens am 13. September 1993 (Public Domain)

In seiner jüngst erschienenen Studie zum (verhinderten) Staatsformierungsprozess in den besetzten Palästinensergebieten gelingt dem Wiener Politikwissenschaftler und Soziologen Helmut Krieger gleichermaßen eine Erneuerung marxistischer Staatstheorie sowie eine pointierte und kenntnisreiche Analyse des politischen Kräftefelds in Palästina und darüber hinaus. Eine Rezension von Adrian Paukstat

Rezension: „Islam in Liberalism“ von Joseph Massad

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"The Deeds of the Prince". Acryl und Graffiti auf Leinwand: Gerardo Gomez/Devianart (CC)

In seinem neuesten Werk untersucht Joseph Massad, wie sich der westliche Liberalismus in Abgrenzung zu einem essentialistisch verstandenen Islam konstruiert. Dabei werden Homophobie, Patriarchat und Despotismus auf den „Anderen“ projiziert und im gleichen Zug aus der eigenen Geschichte gestrichen. Doch auch die Kritik an diesen Denkformen kann selbst in fragwürdige Essentialismen abgleiten, rezensiert Adrian Paukstat.

Zwischen Hammer und Amboss – Israel und die Ukraine-Krise

Von | | Israel, Russland.

Jüngst verweigerte Israel den USA die Gefolgschaft vor der UN: Einer Abstimmung über eine Resolution zur Souveränität der Ukraine blieb die israelische Delegation fern. Ein Affront gegenüber dem engsten Verbündeten? Weniger möchte Israel die USA düpieren, als vielmehr Russland nicht auf die Füße treten, meint Gastautor Adrian Paukstat.

Israels Kommunisten, der Konflikt in Syrien und die Frage des Internationalismus – Vergangenheit und Gegenwart

Von | | Analyse, Israel, Mashreq, Palästina, Studierende schreiben für Alsharq, Syrien.

CHADASCH-Plakat in Israel (Foto: Shira Golding)

Seit ihrer Gründung war die Kommunistische Partei Israels (HaMiflaga HaKommunisit HaIsraelit) die einzige programmatisch binationale Partei in Israel. Doch die Geschichte der Partei ist von Spaltungen geprägt, in der Regel entlang nationaler Fronten. Und auch in der jüngsten Diskussion über ihre Positionierung zum Syrien-Konflikt kann die Partei das Erbe der Vergangenheit nicht abschütteln. Ein Gastbeitrag von Adrian weiterlesen…

Klassenstruktur und politischer Islam in Ägypten – Das wirtschaftliche Profil der Muslimbrüder

Von | | Ägypten, Analyse, Religion, Studierende schreiben für Alsharq.

Anti-Muslimbrüder-Grafitto in Kairo; Foto: Gigi Ibrahim

Gemäßigte Realpolitiker oder doch gefährliche Islamisten? Das politische Profil der Muslimbrüder wird hitzig debattiert. Dabei gerät deren Verflechtung mit der Klassenstruktur Ägyptens häufig in den Hintergrund. Doch liegt gerade darin der Schlüssel zum Verständnis der Politik der Muslimbrüder. Ein Beitrag im Rahmen von „Studenten schreiben auf Alsharq“ von Adrian Paukstat.