Gegenwartskunst: Globalisiert, aber nicht universell

Von und | | Debatten, Iran, Kultur | Kein Kommentar

Stigma. Morteza Pourhusseini, 2014.

Der Begriff Gegenwartskunst versucht, Kunstschaffende weltweit auf einem einheitlichen Fundament zu vereinen. Zwei KünstlerInnen aus Iran, die aktuell am Hamburger Kulturfestival „Wundern über tanawo’“ teilnehmen, stellen aber fest: Zwar beeinflusst sich die gesamte Kunstwelt stets gegenseitig, doch der Einfluss des Westens auf nicht-westliche KünstlerInnen ist groß. Von Corinna Sahl und Marie Michalke

Von der Un-Zufälligkeit des Schönen: Wie koloniale Ideale unsere Schönheitsvorstellungen bis heute bestimmen

Von | | Debatten, Gesellschaft, Kolumne | 1 Kommentar

Kolumnistin Moshtari Hilal ist freischaffende Künstlerin in Hamburg und Berlin. Grafik: Tobias Pietsch

Koloniale und rassistische Ideale prägen noch immer viele unserer Vorstellungen vom Schönen am Menschen. Der Vorzug von weißer oder heller Haut vor dunklerer Haut, vor allem in ehemaligen Kolonien, ist nur ein Beispiel für die Internalisierung kolonialer Schönheitsideale. Kosmetische Produkte und Eingriffe führen den Mythos der schönen Europäer*innen fort. Von Moshtari Hilal.

Braune Körper leiden nicht: Was die NSU-Morde mit Ost-Ghouta verbindet

Von | | Debatten, Deutschland, Gesellschaft, Kolumne | Kein Kommentar

Daniel Walter, Kolumnist und Vorstandsmitglied bei Alsharq, ist freier Autor mit Sitz in Berlin. Grafik: Tobias Pietsch

Der Krieg des syrischen Regimes und seiner Verbündeten gegen die Zivilbevölkerung ist der am besten dokumentierte Massenmord seit dem Zweiten Weltkrieg. In Deutschland ist das öffentliche Interesse dennoch stetig gesunken. Dies hängt auch mit der Art und Weise zusammen, wie Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte ausgegrenzt werden, schreibt Daniel Walter.

„Womit soll ich anfangen?“

Von | | Debatten, Kultur, Rezension, Türkei | Kein Kommentar

Mehmet Ateşçi, Can Dündar und Elmira Bahrami (v.l.). Foto: Ute Langkafel/Maxim-Gorki-Theater

Zum elften Mal jährte sich am 19. Januar der Mord an dem armenischen Journalisten Hrant Dink durch einen türkischen Nationalisten. Die Gedenkveranstaltung im Maxim-Gorki-Theater zeigte vor allem: Die Angehörigen, Kolleg*innen und Kämpfer*innen für eine andere Türkei bleiben stark – in der Trauer wie im Widerstand. Von Daniel Walter

Afghanistans ex-Präsident Hamid Karsai: „Trumps Strategie führt zu mehr Krieg in Afghanistan“

Von | | Afghanistan, Debatten, Politik | Kein Kommentar

Hamid Karzai, ehemaliger Präsident Afghanistans. Foto: Chatham House/Flickr (cc-by 2.0)

Afghanistans langjähriger Präsident Hamid Karsai über die Wunde, die der Feldzug von 2001 bei ihm und vielen Mitbürgern hinterlassen hat, warum er es befürwortet, wenn US-Militärangehörige vor das Haager UN-Tribunal kommen und warum Deutschland zwar mehr investieren, aber weniger abschieben sollte. Interview von Alsharq-Autor Martin Gerner.

„Lange Haare, Tangoschritt, da kommt die SA nicht mit“

Von | | Debatten, Kultur, LGBTI, Rezension | Kein Kommentar

"Bewaffneter Widerstand ist auch Politik mit anderen Mitteln", so Autor und Regisseur Tucké Royale. Foto © Ute Langkafel

Tucké Royales jüdisch-queeres Rachemusical Mit Dolores habt ihr nicht gerechnet widmet sich mit Chuzpe und Witz einem fast vergessenen Kapitel des Widerstands gegen die NS-Herrschaft. Das Stück im Gorki-Theater in Berlin handelt vom jüdisch-queerem Widerstand, der Macht von Heldinnengeschichten – und Nazis, mit denen nicht gesprochen wird. Von Eva Tepest

The Insult: „Ohne Schmerz, keine Aussöhnung“ – Ein Interview mit Rita Hayek

Von | | Debatten, Kultur, Libanon | Kein Kommentar

Rita Hayek als Shirine Hanna im Trailer von "The Insult". Foto: Screenshot Youtube

Als Kind hörte sie, die Palästinenser_innen seien an allem schuld. Nun spielt Rita Hayek eine Hauptrolle in Ziad Doueiris neuem Film „The Insult“, der den libanesischen Bürgerkrieg und seine unverarbeiteten Wunden thematisiert. Im Alsharq-Interview spricht sie über Tränen im Publikum, die Unmöglichkeit, allen gerecht zu werden – und über neue Gespräche mit ihrem Vater. Von weiterlesen…

„Afro-Iran“ von Mahdi Ehsaei – Zur Geschichte und Gegenwart schwarzer Menschen in Iran

Von | | Buchvorstellung, Debatten, Gesellschaft, Interviews, Iran | Kein Kommentar

Eine Gruppe von Kindern in der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas Foto: Mehdi Ehsaei

Jahrhundertelang prägte der Handel zwischen Persischem Golf, Ostafrika und Indischem Ozean die jeweiligen Küstenregionen. In den südlichen Provinzen Irans leben die Nachkommen afrikanischer EinwandererInnen, ihr kulturelles Erbe lebt unter anderem in Musik und Tanz weiter. Mehdi Ehsaei hat einige von ihnen für ein Fotoprojekt porträtiert. Von Daniel Walter

Rezension: „The Family in Central Asia“ – Frischer Blick auf ein altes Thema

Von | | Debatten, Gesellschaft, Rezension, Zentralasien | Kein Kommentar

Ein Familienfoto aus Südkirgistan. Ein Beitrag widmet sich den familiären Bewältigungsmechanismen von bewaffnetem Konflikt in dieser Region. Foto: Betta27/Wikicommons (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Special:Search&limit=500&offset=0&profile=default&search=betta27&searchToken=bngpyenk4yrayylao5gwfg529#/media/File:Kyrgyz_family_Sary-Mogol.jpg), Lizenz: cc-by 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)

Dass Familienstrukturen ein elementarer Baustein der Gesellschaften Zentralasiens sind, ist wohl bereits für Laien ein müder Allgemeinplatz. Oft dreht sich die Debatte jedoch um wenige politisch-soziologische Konzepte wie „Clanherrschaft“ oder „Familialismus“. Ein neu erschienener Sammelband öffnet das Blickfeld. Eine Rezension von Ludwig Pelzl.

„Wir Christen müssen unsere Rolle im Irak wiederfinden“ – Interview mit Emanuel Youkhana

Von | | Debatten, Interviews, Irak, Islamischer Staat, Kurden, Politik, Religion | Kein Kommentar

"Im Nordirak sind wir im Prozess, eine Demokratie zu werden. Aber dieser Prozess wird Jahrzehnte dauern." Vater Emanuel. Foto: European Parliament/Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Der assyrische Priester Vater Emanuel ist Leiter der in Dohuk, Nordirak, ansässigen christlich-humanitären Hilfsorganisation CAPNI, die sich um geflüchtete Menschen aus den vom IS besetzen Gebieten in Syrien und Irak kümmert. Lukas Reineck sprach mit Vater Emanuel über die Bedrohung durch die Islamisten und das Leben der Christen in der autonomen Region Kurdistan.

„Lang ist es her, da kamen wir voller Liebe“ – ein Gespräch mit dem syrischen Musiker Wael Alkak

Von | | Debatten, Gesellschaft, Syrien | Kein Kommentar

Wael Alkak, Shubbak Festival in London im July 2017 ©Clara Wenz

Wael Alkak stammt aus Jaramanah, einem Vorort von Damaskus. 2012 zog er nach Paris und veröffentlichte sein erstes Album „Neshama – Songs Belonging to the Syrian Revolution“. Im Interview spricht Wael über seine Band „Neshama“, Studioaufnahmen über Skype und seine Rolle als „der Typ, der die friedliche Revolution unterstützt“. Von Clara Wenz ENGLISH VERSION INCLUDED.

Interview mit Qutaiba Abdelhaq: „Das Video erzählt eine unbeschreiblich schöne Nachricht“

Von | | Debatten, Gesellschaft, Interviews, Religion | Kein Kommentar

"Begegne deinem Feind mit Frieden, nicht Krieg". Qutaiba Abdelhaq spielt in Zains Ramadan-Video einen zum Guten bekehrten Selbstmordattentäter. Foto: Screenshot des Videos.

Zu Beginn des Ramadan hat die Telekommunikationsfirma Zain ein Musikvideo veröffentlicht, das viral durch die Decke ging und international als Botschaft gegen Extremismus und Gewalt gehypet wurde. Sharqistin Laura Overmeyer sprach mit Qutaiba Abdelhaq, dem jordanischen Schauspieler, der die tragende Rolle des zum Guten bekehrten Selbstmordattentäters spielt.