„Ich schäme mich für meine Gefühle“ — Stimmen aus Israel und Palästina

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Heikel und politisch: Gesicht bewahren, Gefühle zeigen. Photo: Frankieleon/Flickr (CC BY 2.0)

Seit Beginn der Gewalteskalation Anfang Oktober dominiert in Israel und Palästina die Angst. Wir haben vier jüdischen Israelis, zwei palästinensischen Israelis und zwei Palästinensern aus den besetzten Gebieten dieselben Fragen zu den jüngsten Entwicklungen gestellt. In den Antworten kommen starke, bewegende, aggressive und nachdenkliche Stimmen zu Wort, die sonst in den Medien kaum Gehör finden.

Ägypten: Homosexualität ist legal – aber nicht erlaubt

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Der oberste Gerichtshof in Kairo. Photo: Rachid H/Flickr (CC-BY-NC-2.0).

Erneut sind in Kairo elf vermeintlich homosexuelle Männer unter dem Vorwurf der Prostitution festgenommen worden. Diese Festnahmen sind Ausdruck einer langen Kette staatlicher Repressionen gegen die ägyptische LGBTQ-Community. Der Rechtsanwalt Islam Khalifa, der die Angeklagten vertritt, berichtet im Interview von der juristischen Praxis in Ägypten und dem Umgang mit Homophobie.

Februniye Akyol Akay – zwischen Kampf und Hoffnung. Eine Bürgermeisterin im Südosten der Türkei

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Februniye Akyol Akay in ihrem Amtssitz in Mardin. Photot: Privat.

Februniye Akyol Akay, aramäische Christin, regiert seit 2014 als Bürgermeisterin der Stadt Mardin im Südosten der Türkei, gleichberechtigt in einer Allianz mit dem 71-jährigen kurdischen Stammesfürsten Ahmet Türk. Sie ist 26 Jahre alt und die einzige christliche Bürgermeisterin der Türkei. Ein Interview zur derzeitigen politischen Situation von Uta Freyer

Wachsende soziale Spannungen in Algerien – Der Fall Ghardaia

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Blick auf Ghardaia. Photo: Lionel Viroulaud/Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Provinz Ghardaia, ca. 600 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Algier, kamen zuletzt mehr als 20 Menschen ums Leben, viele wurden verletzt. Der Streit zwischen Amazigh-sprechenden Mozabiten und arabischen Beduinen eskaliert – dessen Ursachen sind politischer, ökonomischer und sozialer Natur. Ein Interview mit Merin Abbass, der die Projekte der Friedrich-Ebert-Stiftung in Algerien weiterlesen…

Der kurze jordanische Frühling

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Proteste in Amman 2012. Foto: Elizabeth Arrot (Quelle: Wikipedia)

Tunesien, Ägypten, Syrien – die Aufstände in der arabischen Welt brachten ganze Regime zu Fall und lösten sogar einen Bürgerkrieg aus. In Jordanien hingegen waren die Proteste kurzlebig und blieben verhältnismäßig folgenlos. Der Journalist Tamer Khorma war seinerzeit an den Demonstrationen beteiligt. Er erklärt die Ursachen für deren Verlauf und spricht über die derzeitige Situation weiterlesen…

Zwei Syrerinnen in der Türkei: Europa als die letzte Chance?

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Syrien im Herzen: Das T-Shirt eines jungen Syrers bei einer Anti-Assad-Demonstration in Amman. So wie ihm geht es vielen aus Syrien Geflüchteten. Foto: Freedom House/Flickr (CC-BY-2.0).

Mit Anfang, Mitte Zwanzig sollte das Leben voller Möglichkeiten sein. Doch was, wenn Zukunftspläne plötzlich puren Überlebensstrategien weichen müssen? Coco Neumetzger porträtiert für Alsharq drei junge Syrer und wie deren Flucht aus der Heimat ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Ihre Träume haben sie jedoch nicht verloren. Teil II: Sajeda und Noor in der weiterlesen…

Ein Syrer in Jordanien: Warten auf das Ende des Tunnels

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Syrien im Herzen: Das T-Shirt eines jungen Syrers bei einer Anti-Assad-Demonstration in Amman. So wie ihm geht es vielen aus Syrien Geflüchteten. Foto: Freedom House/Flickr (CC-BY-2.0).

Mit Anfang, Mitte Zwanzig sollte das Leben voller Möglichkeiten sein. Doch was, wenn Zukunftspläne plötzlich puren Überlebensstrategien weichen müssen? Coco Neumetzger porträtiert für Alsharq drei junge Syrer und wie deren Flucht aus der Heimat ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Ihre Träume haben sie jedoch nicht verloren. Teil I: Bashar in Amman.

„Erst wenn es richtig knallt“

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Lange Zeit ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen Osten: Jörg Armbruster. Photo: Wikipedia (CC-by-SA-3.0)

Viele Jahre war Jörg Armbruster ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen und Mittleren Osten, berichtete vom Tahrir-Platz in Kairo ebenso wie aus Aleppo, wo er 2013 angeschossen wurde. Juliane Pfordte vom Institut für Auslandsbeziehungen sprach mit ihm über seine Arbeit, die Erfahrung der eigenen Verletzbarkeit sowie die Anforderungen und Zwänge journalistischer Praxis.

Seite an Seite, bis der Messias kommt

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Foto: (C) Tobias Pietsch

Yoseph Daitsh ist strenggläubiger Jude und einer der einflussreichsten Männer Jerusalems. Im Alsharq-Interview sprach der Erste Vizebürgermeister der Stadt vergangenes Jahr über religiöse Spannungen, seine ultraorthodoxe Wählerschaft und die ersehnte Rückkehr des Messias. Anlässlich der aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen gibt das Interview Einblick in die Politik der Ultraorthodoxen im Land.

„Vandalemanya“: In der Türkei festgenommene Fotojournalisten im Interview

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Eines der letzten Fotos vor der Festnahme: Kurdische Demonstranten setzen in Diyabakir selbstgebaute Barrikaden in Flammen. Foto: Ruben Neugebauer (C)

Drei junge deutsche Fotojournalisten, die vergangene Woche von der türkischen Polizei festgenommen worden waren, sind wieder frei. Sie hatten die Proteste in der kurdischen Metropole Diyarbakir zu dokumentieren versucht. Alsharq traf die drei in Berlin. Sie berichten von der Haft und dem Wiederaufflammen des kurdisch-türkischen Konflikts.

„Eine Bankrotterklärung für den Journalismus“, Teil zwei – Christoph Reuter zur Syrien-Berichterstattung

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Demonstration pro-revolutionärer Aktivist_innen in Elend Kobani in der Provinz Aleppo im April 2012. Christoph Reuter zu internationalen Medien: "Wenn ich nach Lektüre gehen würde, so hätte ich das Gefühl, alle lokalen Räte seien zusammengebrochen und es gibt nur noch Chaos und Zustände wie in Somalia.
Aber dann ist man drin und sieht, es gibt sie immer wieder oder es gibt sie immer noch." Bild: Freedom House / Flickr. CC-BY

Spiegel-Korrespondent Christoph Reuter berichtet im Gespräch mit Alsharq en Detail über die Schwierigkeiten der Berichterstattung und Recherche zu Syrien sowie die Herausforderung, mit dominanten Diskursen zu brechen. Angesichts der mangelnden Differenzierungsbereitschaft in der Medienlandschaft sei die deutsche Berichterstattung zu Syrien gescheitert.