Den Krieg auf der Brust: Die politische Naivität weißer Startups

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Kolumnistin Moshtari Hilal ist freischaffende Künstlerin in Hamburg und Berlin. Grafik: Tobias Pietsch

„All Sizes All Conflicts“ – Mit diesem Slogan warb das Berliner Modelabel WARWEAR für mit den Flaggen von Kriegsparteien bedruckte Pullover. Ein Sturm der Kritik brach los, die Online- Auftritte wurden innerhalb weniger Stunden vom Netz genommen. Was wir von den Fehlern dieses Start-Ups lernen können, verrät Kolumnistin Moshtari Hilal.

Als Hollywood den Hüftschwung kolonisierte – zur Entwicklung des „Bauchtanzes“

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Und dann die Hände zum Himmel... Bauchtanz ist in westlichen Gefilden nach wie vor eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Foto: "Hands Up" von Andreas/Flickr (https://flic.kr/p/7gWTBN), Lizenz: CC-BY-NC-ND 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/)

Der aus Westasien und Nordafrika stammende „Raqs Sharqi“, bekannt als „Bauchtanz“, ist in Europa und Nordamerika weit bekannt. Als Symbol von Kolonialfantasien und Exotisierung stellen sich Fragen: Woher stammen diese Stereotype? Wo sind sie heutzutage zu beobachten? Und wie können Tänzer*innen aus der WANA-Region sich den Tanz wieder aneignen? Von Zuher Jazmati

Gegenwartskunst: Globalisiert, aber nicht universell

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Stigma. Morteza Pourhusseini, 2014.

Der Begriff Gegenwartskunst versucht, Kunstschaffende weltweit auf einem einheitlichen Fundament zu vereinen. Zwei KünstlerInnen aus Iran, die aktuell am Hamburger Kulturfestival „Wundern über tanawo’“ teilnehmen, stellen aber fest: Zwar beeinflusst sich die gesamte Kunstwelt stets gegenseitig, doch der Einfluss des Westens auf nicht-westliche KünstlerInnen ist groß. Von Corinna Sahl und Marie Michalke

„Womit soll ich anfangen?“

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Mehmet Ateşçi, Can Dündar und Elmira Bahrami (v.l.). Foto: Ute Langkafel/Maxim-Gorki-Theater

Zum elften Mal jährte sich am 19. Januar der Mord an dem armenischen Journalisten Hrant Dink durch einen türkischen Nationalisten. Die Gedenkveranstaltung im Maxim-Gorki-Theater zeigte vor allem: Die Angehörigen, Kolleg*innen und Kämpfer*innen für eine andere Türkei bleiben stark – in der Trauer wie im Widerstand. Von Daniel Walter

„Lange Haare, Tangoschritt, da kommt die SA nicht mit“

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"Bewaffneter Widerstand ist auch Politik mit anderen Mitteln", so Autor und Regisseur Tucké Royale. Foto © Ute Langkafel

Tucké Royales jüdisch-queeres Rachemusical Mit Dolores habt ihr nicht gerechnet widmet sich mit Chuzpe und Witz einem fast vergessenen Kapitel des Widerstands gegen die NS-Herrschaft. Das Stück im Gorki-Theater in Berlin handelt vom jüdisch-queerem Widerstand, der Macht von Heldinnengeschichten – und Nazis, mit denen nicht gesprochen wird. Von Eva Tepest

The Insult: „Ohne Schmerz, keine Aussöhnung“ – Ein Interview mit Rita Hayek

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Rita Hayek als Shirine Hanna im Trailer von "The Insult". Foto: Screenshot Youtube

Als Kind hörte sie, die Palästinenser_innen seien an allem schuld. Nun spielt Rita Hayek eine Hauptrolle in Ziad Doueiris neuem Film „The Insult“, der den libanesischen Bürgerkrieg und seine unverarbeiteten Wunden thematisiert. Im Alsharq-Interview spricht sie über Tränen im Publikum, die Unmöglichkeit, allen gerecht zu werden – und über neue Gespräche mit ihrem Vater. Von weiterlesen…

Gentrifizierung in Istanbul: Es war einmal ein Ort der Vielfalt

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Das Tarlabaşı-Viertel in Istanbul: Bauarbeiten in vollem Gange. Foto: Carolina Drüten

Istanbul ist Schauplatz einer aggressiven Stadterneuerungspolitik. Steigende Immobilienpreise im Zentrum drängen einkommensschwache Familien an den Stadtrand. Die ursprünglichen Einwohner der gentrifizierten Viertel sind die Verlierer urbaner Projekte – Istanbul entwickelt sich mehr und mehr zu einer Stadt für die Reichen. Von Carolina Drüten.

Syrische Kunst und sozialer Wandel: „Kunst hilft uns, die Zukunft des Landes neu zu denken“

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Szene aus der Performance Above Zero im Sunflower Theatre in Beirut, die von Ettijahat – Independent Culture gefördert wurde. Die Aufführung fand im April 2016 im Rahmen der Veranstaltung Focus Syria statt. Bild: Antoine Entabi.

Syriens Kulturszene wird seit 2011 immer weiter in Mitleidenschaft des Konflikts gezogen. Ettijahat – Independent Culture versucht, Rahmenbedingungen für die Arbeit syrischer Künstler_innen zu schaffen. Mit Leonie Harsch spricht der Direktor in Beirut über die Bedeutung von Kunst in politischen Prozessen und ihren Einfluss auf Diskurse über Flucht. English version included