Vier Jahre “Arabischer Frühling”: Die Frage nach der Hoffnung

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"Die erwachte Zivilgesellschaft ist das verkannte, oftmals unspektakuläre, alltägliche, kleinformatige und damit wenig medientaugliche Kernelement dessen, was gemeinhin als 'Arabischer Frühling' bezeichnet wird. " Demonstration im besetzten Ort Kafranbel in der syrischen Provinz Idlib. Bild: Freedom House/Flickr (CC-BY-2.0)

Vor vier Jahren löste Mohammed Bouazizi mit seiner Selbstverbrennung in Tunesien den „Arabischen Frühling“ aus. Die damalige Euphorie scheint mittlerweile verflogen, doch die Ereignisse seit Ende 2010 haben einen gewaltigen Wandel vollbracht: Sie haben Europäer und arabische Despoten gezwungen, sich mit den Menschen in der arabischen Welt neu auseinander zu setzen. Ein Kommentar.

In der Not ist Operieren erlaubt: Syrische Ärzte in Jordanien

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Ein Junge im al-Maqased-Krankenhaus in Amman. Foto: Cordelia Neumetzger

Offiziell dürfen syrische Flüchtlinge in Jordanien nicht arbeiten. Eine bemerkenswerte Ausnahme: das al-Maqased-Krankenhaus in Amman; hier stehen syrische Ärzte ihren jordanischen Kollegen bei der Versorgung von schwer verletzten syrischen Flüchtlingen zur Seite. Damit entlasten sie das überforderte jordanische Gesundheitssystem. Aus Amman berichtet Cordelia Fabienne Neumetzger

Biennale in Palästina: Kunst als Frage und Widerstand

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Das schwarze Kleid und die gelben Pumps der Künstlerin erinnern an ein ikonisches Foto der ersten Intifada – eine steinewerfende Frau, noch im Kostüm des sonntäglichen Kirchgangs. Foto: Jan Hennies.

Die Biennale Qalandiya International sucht kurz nach dem Gaza-Krieg und inmitten der Proteste in Ostjerusalem nach der palästinensischen Identität. Unter dem Motto „Archives, Lived and Share”greifen Künstler ihre Geschichte kreativ und kritisch auf. Die Frage nach der eigenen Geschichte wird in den besetzten Gebieten zum feinsinnigen Widerstand, berichtet aus Ramallah Jan Hennies. 

“Mit Jitzhak Rabins Ermordung haben wir viel von unserer Hoffnung verloren”

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Shlomo Lahat (l.) und Jitzhak Rabin nach der Demonstration in Tel Aviv am 4. November 1995. Wenige Minuten später wird Rabin erschossen. Bild: Screenshot.

Heute vor 19 Jahren erschoss ein rechtsextremer jüdischer Siedler den damaligen israelischen Premierminister Jitzhak Rabin, direkt nach der größten Friedenskundgebung in der Geschichte Israels. Shlomo “Tschitsch” Lahat hatte die Demonstration organisiert und machte sich deswegen für den Rest seines Lebens Vorwürfe. Ein Gespräch über die Demonstration und Rabin.

Nachruf auf Shlomo Lahat: “Leben und leben lassen” – nicht nur in Tel Aviv

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Shlomo "Tschitsch" Lahat starb am 1. Oktober. Foto: Tobias Raschke

Fast zwei Jahrzehnte lang regierte Shlomo Lahat Tel Aviv als Oberbürgermeister. Er verwandelte die Metropole am Mittelmeer und prägte den Slogan „die Stadt, die niemals eine Pause macht“. Doch auch der Likudnik selbst wandelte sich vom General a.D. zum Unterstützer des Oslo-Friedensprozesses und organisierte die größte Friedensdemonstration im November 1995. Ein persönlicher Nachruf.

Kalter Frieden statt warme Freundschaft

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Jordanien König Hussein zündet Israels Premier Rabin eine Friedenszigarette an.
Foto: Flickr/Government Press Office

Nach 43 Jahren Kriegszustand schlossen Israel und Jordanien vor 20 Jahren Frieden. Der israelische Premierminister Yitzhak Rabin und der jordanische König Hussein unterzeichneten im Beisein von US-Präsident Bill Clinton am 26. Oktober 1994 den israelisch-jordanischen Friedensvertrag. Tausende Menschen waren damals bei der feierlichen Zeremonie in Arava dabei und ließen euphorisch Luftballons in den Farben beider weiterlesen…

Syrische Flüchtlinge in Jordanien: die Vergessenen von al-Mafraq

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Blick aus dem Camp zum al-Zaatari-Lager am Horizont. Bild: Cordelia Neumetzger.

Aus dem Süden Syriens, wo sich 2011 der Widerstand gegen das Assad-Regime zuerst formierte, fliehen die Menschen zumeist nach Jordanien. Zunehmend stranden hier auch Flüchtlinge aus der zentral-syrischen Gegend um Homs. Jenseits der bekannten Flüchtlingslager ist ihr Leben oft nur ein Überleben ohne Perspektiven in bitterer Armut. Von Cordelia Neumetzger

“Leben mit der (Bedrohung) IS”: Alsharq-Veranstaltung jetzt als Video

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Bild: Niraz Saied (C)

Bei der Alsharq-Veranstaltung Ende September in Berlin haben wir diskutiert, wie die Menschen in Syrien und im Irak den selbsternannten Islamischen Staat (IS) wahrnehmen. Eine Aktivistin und ein Aktivist aus Syrien wurden per Skype zugeschaltet. Für alle, die nicht teilnehmen konnten, hat Filmemacher Jonas Witsch ein Video von einem Teil der Veranstaltung zusammengestellt.

Morgenröte einer neuen Ära oder Abenddämmerung der Freiheit? Die Folgen des Ersten Weltkriegs im Nahen Osten

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Morgenröte oder Abenddämmerung? Die alte osmanische Hauptstadt Istanbul verlor ihre Funktion nach dem Ersten Weltkrieg an Ankara. (Foto: Jakob Krais)

Während des Krieges ging Großbritannien drei Abmachungen ein, die die Zukunft des Nahen Ostens prägen sollten: mit den Franzosen, mit den Arabern und mit den Juden. Aber die drei Pläne schlossen sich gegenseitig aus. Im so genannten Wilsonschen Augenblick schien weltweit Selbstbestimmung möglich – doch dann erlebten die arabischen Länder die Vollendung der Kolonisierung. Von weiterlesen…