Sinneswandel oder Täuschungsstrategie? Das neue politische Programm der Hamas

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Hamas-Veranstaltung in Ramallah. Foto: Hoheit (¿!)/Wikicommons (cc-by-sa 2.0)

Nach 30 Jahren hat die radikalislamische Organisation erstmals ihr politisches Programm verändert und eine überarbeitete Fassung ihrer Charta veröffentlicht. Das Dokument klingt rhetorisch deutlich gemäßigter als das Original, entpuppt sich allerdings schnell als innenpolitische Strategie, nicht als Neuausrichtung. Doch es birgt eine kleine Chance. Von Lucia Heisterkamp.

Ein Deutscher Sieg? Verdächtiger Enthusiasmus im Krieg von 1967

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Zeitungsstapel. Foto: Mandy Schiefner-Rohs/Flickr (cc-by-nc 2.0)

Bei deutschen Debatten über Israel und Palästina lernt man wenig über den Nahen Osten, aber viel über Deutschland. Besonders deutlich wird das in den Reaktionen auf den Krieg von 1967. Ob im Hause Springer oder im Kopf Ulrike Meinhofs: Überidentifikationen mit der einen oder anderen Seite lassen sich interpretieren als Formen der Schuldabwehr. Von Daniel weiterlesen…

Vom Messianismus zur Mittelklasse: Israelische Siedlungen im Westjordanland

Von | | Israel, Palästina | Kein Kommentar

Blick auf die Siedlung Ma'ale Adumim, eine der größten im Westjordanland. Foto: Tobias Pietsch/Alsharq

Die israelischen Siedlungen im Westjordanland gelten international als zentraler Streitpunkt und Dauerthema im Israel-Palästina-Konflikt. Für die israelische Mittelklasse stellen sie aber günstige und komfortable Vororte in teurer werdenden Lebensumständen dar. Dass sich die Siedlungen vom ultrareligiösen Projekt zum Vorstadtparadies wandelten, ist ein Erfolg der israelischen Regierung. Von Jakub Záhora.

Die Nakba – eine Erinnerung im Wandel

Von | | Alsharq-Veranstaltung, Palästina, Syrien | Kein Kommentar

Anaheed Al-Hardan gibt in ihrer Arbeit provokative Antworten auf scheinbar einfache Fragen. Foto: Tobias Pietsch/Alsharq

Die Flucht und Vertreibung hunderttausender Palästinenser*innen vor knapp 70 Jahren spielt heute für palästinensische Gemeinschaften in den jeweiligen Ländern eine sehr unterschiedliche Rolle. Gerade für Palästinenser*innen in Syrien hat der Begriff „Nakba“ seit 2011 eine völlig neue Bedeutung erfahren, sagte die Soziologin Anaheed Al-Hardan bei einer Alsharq-Veranstaltung. Von Ansar Jasim.

1967 – Als der Zionismus in die eigene Falle ging

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Betende an der Klagemauer im Jahr 1910. Die heiligen Stätten des Judentums waren schon lange ein Sehnsuchtsort, auch für nicht-religiöse Juden. Foto: G.E. Franklin/Wikicommons

Mit dem Krieg von 1967 begann ein Prozess, der den Zionismus von einer säkular-pragmatischen zu einer religiös-messianischen Bewegung wandelte. Statt um einen Teil Palästinas zur Errichtung einer jüdischen Heimat innerhalb des internationalen Rechts ging es zunehmend um die Herrschaft über das gesamte Land. Von Doron Gilad.

Konflikt um den Tempelberg: Es geht um Kontrolle, nicht um Souveränität

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Blick auf al-Aqsa-Moschee (Mitte) und Felsendom - die Anlage "Haram al-Scharif" ist eine der heiligsten Stätten im Islam. Viele Palästinenser fürchten, dass Israel sie am Tempelberg ausbootet. Foto: Andrew Shiva / Wikipedia / CC BY-SA 4.0

Mit Metalldetektoren am Tempelberg hat Israel eine Krise mit internationalem Nachhall ausgelöst. Denn die Regierung demonstrierte damit lediglich ihre Macht, nicht aber ihre Souveränität. Ein Kommentar von Talia Sasson. / By implanting metal detectors at the Temple Mount, Israel has triggered a crisis with international reverberations. Israel was demonstrating its power, not its sovereignty. An weiterlesen…

Israel und die Golan-Drusen: 50 Jahre Provisorium

Von | | Israel, Syrien | Kein Kommentar

Im Februar 2011 konnten die Drusen noch ihre Äpfel über den Grenzübergang Quneitra nach Syrien exportieren. Diese drei Männer in traditioneller drusischer Kleidung beobachten die Lkw, die ins Nachbarland fahren. Foto: Israel Defense Forces/wikicommons (cc-by 2.0)

Mit den Golanhöhen eroberte Israel 1967 auch fünf drusische Dörfer. Die meisten der Golan-Drusen haben die israelische Staatsbürgerschaft trotz erheblichem Druck nicht angenommen. Sie leben seit 50 Jahren in einem Provisorium, halten Kontakt nach Syrien und protestieren gegen die Besatzung. Der Bürgerkrieg im Nachbarland ändert ihre Situation nun aber grundlegend. Von Tobias Lang.

„Wir Christen müssen unsere Rolle im Irak wiederfinden“ – Interview mit Emanuel Youkhana

Von | | Interviews, Irak, Islamischer Staat, Kurden, Religion | Kein Kommentar

"Im Nordirak sind wir im Prozess, eine Demokratie zu werden. Aber dieser Prozess wird Jahrzehnte dauern." Vater Emanuel. Foto: European Parliament/Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Der assyrische Priester Vater Emanuel ist Leiter der in Dohuk, Nordirak, ansässigen christlich-humanitären Hilfsorganisation CAPNI, die sich um geflüchtete Menschen aus den vom IS besetzen Gebieten in Syrien und Irak kümmert. Lukas Reineck sprach mit Vater Emanuel über die Bedrohung durch die Islamisten und das Leben der Christen in der autonomen Region Kurdistan.

„Lang ist es her, da kamen wir voller Liebe“ – ein Gespräch mit dem syrischen Musiker Wael Alkak

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Wael Alkak, Shubbak Festival in London im July 2017 ©Clara Wenz

Wael Alkak stammt aus Jaramanah, einem Vorort von Damaskus. 2012 zog er nach Paris und veröffentlichte sein erstes Album „Neshama – Songs Belonging to the Syrian Revolution“. Im Interview spricht Wael über seine Band „Neshama“, Studioaufnahmen über Skype und seine Rolle als „der Typ, der die friedliche Revolution unterstützt“. Von Clara Wenz ENGLISH VERSION INCLUDED.

1967: Wendepunkt für die arabische Linke – am Beispiel von Georges Tarabischi

Von | | Persönlichkeiten, Syrien | Kein Kommentar

Das Jahr 1967 gilt auch unter arabischen Linken und säkularen Nationalen als einschneidend: Die Niederlage im Krieg gegen Israel stürzte sie in eine tiefe Sinnkrise. Beispielhaft verschrieb sich der syrische Philosoph Georges Tarabischi in der Folge radikaler Kulturkritik und stellte fest: „Die ganze Kultur wurde salafistisch.“ Von Eva-Maria Tepest.

Die Folgen des Juni-Kriegs 1967 für Israel

Von | | Israel, Jordanien, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Teil drei unseres historischen Abrisses: Aus israelischer Perspektive schien die Besitznahme der im Juni-Krieg eroberten Gebiete zunächst eine Erfolgsgeschichte, zwischen den Gebieten dies- und jenseits der Grünen Linie gab es regen Austausch. Die politische Elite sprach von „aufgeklärter Besatzung“ – und verkannte das paternalistische Wesen ihrer Fremdherrschaft. Widerstand ließ nicht lange auf sich warten. Von Christoph weiterlesen…