Regierungschef ohne Rückgrat – Netanjahu und der erfundene Flüchtlings-Deal

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Die Straßen rund um die Central Bus Station im Süden Tel Avivs sind Treffpunkt für viele der afrikanischen Geflüchteten. Foto: Charlotte Wiemann

Etwa 40.000 Geflüchtete aus Eritrea und Sudan leben in Israel, die meisten ohne Papiere und Perspektive. Die Regierung versucht seit Jahren, sie abzuschieben. Nun gab Premier Netanjahu bekannt, dass bis zu 16.000 von ihnen mittels eines UN-Abkommens in andere Staaten überführt werden sollten. Doch kurz darauf machte er einen Rückzieher. Von Charlotte Wiemann.

Afrin in Trümmern

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Panzer der türkischen Armee auf dem Weg nach Afrin, Ende Januar 2018. Quelle: VOA/Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain

Große Teile des kurdisch-syrischen Afrin sind inzwischen von der türkischen Armee erobert worden. Afrin-Stadt ist bis auf einen schmalen Korridor gänzlich umschlossen. Konnten die Verteidiger*innen der Stadt den Angriff bislang aufhalten oder zumindest verlangsamen, scheint nun ein Sieg der türkischen Armee mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung in Afrin möglich zu sein, schreibt Ismail Küpeli. 

Warum das syrische Regime Ost-Ghouta so hart bekämpft und wie es nun weitergehen könnte

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Heute ist nur noch Zerstörung, wo einst das fruchtbare Gebiet rund um Damaskus war. Foto: The White Helmets auf Twitter, 9. Februar 2018. https://twitter.com/SyriaCivilDef/status/961954749867347968

Die militärische Eskalation in Ost-Ghouta erreicht immer neue Dimensionen. Doch warum trifft der Konflikt gerade die östlichen Vororte von Damaskus so hart? Warum wurde der Widerstand hier so unerbittlich, und was bedeutet das für den weiteren Verlauf der Kämpfe? Ein historischer Abriss und fünf Szenarien für die nächsten Wochen. Von Eva Tepest.

Business as usual? Die Korruptionsaffären um Benjamin Netanjahu

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Hat derzeit viel zu erklären: Israels Premier Benjamin Netanjahu. Foto: "Prime Minister Netanyahu Interview with CNN's Wolf Blitzer" von IsraelInUSA bei Flickr (https://flic.kr/p/atvp7A), Lizenz: cc-by 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)

In gleich fünf Fällen ist der israelische Premier Benjamin Netanjahu in Korruptionsvorwürfe verwickelt. Die Anschuldigungen reichen von Bestechlichkeit bis zum Versuch, die Berichterstattung zu beeinflussen. Demonstranten fordern seinen Rücktritt, Netanjahu bleibt cool. Aber politisch könnte sich die Korruptionskrise verheerend auswirken. Von Charlotte Wiemann.

Aus Syrien in die Türkei, Teil 2: Vom Plan zur Realität

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Ein Syrer springt durch den Stacheldraht an der Grenze zur Türkei. Foto: Freedom House (Reuters/Laszlo Balogh) / Flickr (cc-by 2.0)

Wer von Syrien aus in die Türkei fliehen will, braucht nicht nur viel Geld und Geduld, sondern auch Glück mit den Schleusern. Die belügen manchmal ganz einfach ihre Kunden und sprechen von einem breiten Fluss, als sei es ein ausgetrockneten Bewässerungskanal. Alles nur, um die Passagiere zu motivieren. Zweiter Teil des Erfahrungsberichts von Samhar al-Khaled.

Aus Syrien in die Türkei, Teil 1: Wer sich nicht auskennt, zahlt drauf

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Flucht über Stacheldraht, die Kinder im Arm: Wie diese Familie auf der Suche nach Rettung in der Türkei sind Hunderttausende vor dem Krieg in Syrien geflohen. Das Bild entstand 2012. Foto: Andreas H. Landl/Flickr (https://flic.kr/p/qxAEF3), Lizenz: CC BY-NC 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)

Millionen Menschen sind während des Kriegs von Syrien in die Türkei geflohen. Doch die Wege gestalten sich zunehmend gefährlich, seit die Türkei an der Grenze eine Mauer errichtet hat. Ein schwer durchschaubares Netzwerk an Schleusern und Mittelsmännern hat sich im Grenzgebiet etabliert, das den Fliehenden hilft – oder sie ausbeutet. Ein Erfahrungsbericht von Samhar al-Khaled.

Irakisches Tagebuch: „Endgültiger Sieg“ über den IS, aber zu welchem Preis?

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Flüchtlinge im Lager Hasansham im Nord-Irak. Foto: United Nations Photo/Flickr (https://flic.kr/p/SR6sK9), Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/)

Die irakische Regierung hat den IS im Land für endgültig besiegt erklärt. Aber Jubelstimmung scheint wenig angebracht. Zu tief sind die Gräben, die auch im bewaffneten Konflikt mit der kurdischen Autonomie-Regierung sichtbar werden. Leidtragende sind einmal mehr die Flüchtlinge auf beiden Seiten. Alsharq-Autor Martin Gerner aus dem Irak.