Kalter Frieden statt warme Freundschaft

Von | | Israel, Jordanien, Mashreq | Kein Kommentar

Jordanien König Hussein zündet Israels Premier Rabin eine Friedenszigarette an.
Foto: Flickr/Government Press Office

Nach 43 Jahren Kriegszustand schlossen Israel und Jordanien vor 20 Jahren Frieden. Der israelische Premierminister Yitzhak Rabin und der jordanische König Hussein unterzeichneten im Beisein von US-Präsident Bill Clinton am 26. Oktober 1994 den israelisch-jordanischen Friedensvertrag. Tausende Menschen waren damals bei der feierlichen Zeremonie in Arava dabei und ließen euphorisch Luftballons in den Farben beider weiterlesen…

Morgenröte einer neuen Ära oder Abenddämmerung der Freiheit? Die Folgen des Ersten Weltkriegs im Nahen Osten

Von | | Analyse, Europa, Hintergrund, Israel, Jordanien, Palästina, Syrien | Kein Kommentar

Morgenröte oder Abenddämmerung? Die alte osmanische Hauptstadt Istanbul verlor ihre Funktion nach dem Ersten Weltkrieg an Ankara. (Foto: Jakob Krais)

Während des Krieges ging Großbritannien drei Abmachungen ein, die die Zukunft des Nahen Ostens prägen sollten: mit den Franzosen, mit den Arabern und mit den Juden. Aber die drei Pläne schlossen sich gegenseitig aus. Im so genannten Wilsonschen Augenblick schien weltweit Selbstbestimmung möglich – doch dann erlebten die arabischen Länder die Vollendung der Kolonisierung. Von weiterlesen…

Alsharq-Diskussion mit Dr. Izzeldin Abuelaish, 14. Oktober in Berlin

Von | | Alsharq-Veranstaltung, In eigener Sache, Israel, Palästina | Kein Kommentar

Event Abuelaish

Die nächste Alsharq-Veranstaltung: Dr. Izzeldin Abuelaish, palästinensischer Arzt aus Gaza, verlor drei Töchter durch einen israelischen Luftangriff. Doch er entschied er sich, nicht zu hassen. Er gründete eine Stiftung zur Förderung junger Frauen in Nahost. Über seine bewegte Lebensgeschichte sprechen wir mit ihm am 14. Oktober in Berlin.

Wir hoffen, dass unsere Nachbarn, die Menschen im Gazastreifen, friedlich leben können. Ein Brief

Von und | | Gaza, Hamas, Israel, Kommentar, Meinung, Menschenrechte, Palästina | Kein Kommentar

Die Mauer rund um den Gaza-Streifen soll Sicherheit bringen – und hält doch Nachbarn voneinander fern. Es gibt immer weniger Kontakte zwischen den Menschen auf beiden Seiten, womit der Dämonisierung Vorschub geleistet wird. Bild: © Tobias Raschke 2013

Über die meisten Opfer des Gaza-Kriegs 2014, auf palästinensischer wie auf israelischer Seite, wissen wir fast nichts. Der Tod zerstört das Leben unwiederbringlich. Am 22. August 2014 tötete eine Mörsergranate aus dem Gaza-Streifenden 4-jährigen Daniel Tregerman im nur wenige Kilometer entfernten Kibbuz Nahal Oz. Drei Sekunden nach Beginn der Sirene hatten nicht gereicht, den Hausbunker weiterlesen…

Brüchige Waffenruhe – ein Kommentar von der Grenze zu Gaza

Von | | Israel, Kommentar, Palästina | Kein Kommentar

Graffiti in Bethlehem an der Mauer. Bild: Tobias Raschke 2012 (C)

Um ihren eigenen Machtanspruch zu sichern, stilisieren sich beide Seiten zum Gewinner der jüngsten Gewalteskalation im Gazastreifen. Auf eine nachhaltige Lösung arbeiten die Konfliktparteien nicht hin. Roni Keidar, israelische Aktivistin aus einem Dorf an der Grenze zu Gaza, ruft in einem offenen Brief beide Bevölkerungen dazu auf, selbst den Kontakt zu suchen.

Ein Waffenstillstand in Gaza ist nicht genug

Von | | Gaza, Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Noch ist Gaza aus der Luft, vom Land und wie hier von See unter Beschuss. Foto: Israel Defense Forces

Der Krieg zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen dauert mittlerweile mehr als zwei Wochen an. Die Opferzahlen auf beiden Seiten steigen, ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht. Die Forderung nach einem Waffenstillstand wird dringlicher. Auch der UN-Sicherheitsrat hat sie sich zu Eigen gemacht. Doch das wäre nicht genug, meint Gastautor Franz-Hellmut Schürholz.

Friedenstagung in Zeiten des Kriegs – die Ha’aretz Peace Conference

Von | | Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Friedenstauben Netanyahu und Abbas. Foto: Haaretz

Es mutete ein wenig surreal an, als am Dienstag in Tel Aviv PolitikerInnen Israels und Palästinas gemeinsam mit der Friedensbewegung auf der Ha’aretz-Friedenskonferenz zusammenkamen, während eine massive Militäroffensive der israelischen Regierung und Armee gegen die Hamas im Gazastreifen im Gange war. Wegen eines Raketenalarms in Tel Aviv mussten die KonferenzteilnehmerInnen kurzzeitig Schutzräume aufsuchen.

Gewalteskalation in Israel und Palästina – der Sturm tobt

Von und | | Hamas, Israel, Mashreq, Palästina | 2 Kommentare

Die Lage im und um den Gazastreifen spitzt sich zu. Israels Armee bereitet eine Bodenoffensive vor. Foto: Tobias Pietsch

Raketen aus Gaza fliegen 130 Kilometer weit nach Israel, wo die Menschen auch in den Großstädten Tel Aviv und Jerusalem immer wieder Schutzräume aufsuchen müssen. Die israelische Armee setzt ihre Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen fort und bereitet eine Bodenoffensive vor. Erneut herrscht Krieg zwischen Israel und der Hamas. Die Leidtragenden sind Zivilisten auf beiden weiterlesen…

Ruhe vor dem Sturm in Jerusalem

Von | | Hintergrund, Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Bei einer Kundgebung gegen Rassismus in Jerusalem am Mittwoch beschimpfen Passanten die linken Demonstranten. Foto: Ticha Matting (C)

Jerusalem heute: Die Stadt schwebt zwischen Starre und Aufruhr. Seit am Dienstag rechtsextreme Israelis rassistische Angriffe auf Palästinenser verübten und mutmaßlich einen palästinensischen Jungen töteten, flammen Proteste auf. Alle fürchten sie, die dritte Intifada, doch es bleibt unsicher, ob die Situation eskaliert. Eine kleine Chronik der vergangenen Tage.

(K)ein politischer Besuch: Der maronitische Patriarch in Israel

Von | | Israel, Libanon, Mashreq | Kein Kommentar

Ein missverständliches Bild: Der Maronitische Patriarch Beschara al-Ra'i (sitzend Mitte) vor einer libanesischen Fahne - dabei war er nicht als Vertreter des Libanon nach Israel gereist. Foto: Twitter-Account des Knesset-Abgeordneten Ahmad Tibi (@Ahmad_tibi).

Die Reise des Oberhaupts der größten libanesischen Kirche nach Israel stellte auf vielen Ebenen einen Tabubruch dar. Die Hisbollah warf Patriarch Bischara al-Ra’i vor, die Beziehungen mit dem südlichen Nachbarn zu normalisieren und ehemalige Kämpfer der Südlibanesischen Armee getroffen zu haben. Politisch brisant war der Besuch zudem, weil Israel die „Entarabisierung“ der christlichen Bevölkerung zuletzt weiterlesen…