Israels Kommunisten, der Konflikt in Syrien und die Frage des Internationalismus – Vergangenheit und Gegenwart

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CHADASCH-Plakat in Israel (Foto: Shira Golding)

Seit ihrer Gründung war die Kommunistische Partei Israels (HaMiflaga HaKommunisit HaIsraelit) die einzige programmatisch binationale Partei in Israel. Doch die Geschichte der Partei ist von Spaltungen geprägt, in der Regel entlang nationaler Fronten. Und auch in der jüngsten Diskussion über ihre Positionierung zum Syrien-Konflikt kann die Partei das Erbe der Vergangenheit nicht abschütteln. Ein Gastbeitrag von Adrian weiterlesen…

„Der Nahostkonflikt bleibt indes der Preis für die jüdische Nationalstaatlichkeit“ – eine Rezension

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In ihrem neuen Werk Das zionistische Israel – Jüdischer Nationalismus und die Geschichte des Nahostkonflikts setzt sich Autorin Tamar Amar-Dahl ideologiekritisch mit der Geschichte israelischer Sicherheitspolitik auseinander. Im Zentrum der Analyse steht die innere Verfasstheit und Entwicklung Israels – ein Fokus der zugleich Stärke und Schwäche des Buches ist. Eine Rezension von Sebastian Kunze

Presseschau zum Sturz Mursis: „Ägypten droht die Militärdiktatur“

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Nicht nur in Europa, auch im Nahen Osten sind sich die Zeitungen uneins, was die Ereignisse in Ägypten nun bedeuten. Während manche einen Bürgerkrieg oder eine zu große Macht für das Militär befürchten, sehen die anderen das Volk als Sieger und Mursis Sturz als Fortführung der Revolution von 2011. Eine Presseschau von Christoph Dinkelaker, Lea weiterlesen…

Israels Mauer durch das palästinensische Battir: Das Ringen mit dem Grün

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Eine Frau bestellt ihr Feld im Tal Battirs. Foto: Tobias Pietsch

Im palästinensischen Battir, südlich von Jerusalem, droht die israelische Sperranlage Familien von ihren Feldern abzuschneiden und eine Jahrtausende alte Kulturlandschaft zu zerstören. Dorfbewohner und Umweltschützer klagen. Inzwischen besteht die Hoffnung auf eine „alternative Lösung“. Allerdings verdrängen die Argumente für den Umweltschutz die Rechte der Betroffenen. Im Dorf befürchten manche eine „grüne Normalisierung“.

Rückkehr nach Ost-Jerusalem: Der hungerstreikende Samer Issawi kommt frei

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Sein Konterfei ist in Palästina seit Monaten überall zu sehen: Samer al-Issawi protestierte 266 Tage mit einem Hungerstreik gegen seine erneute Gefangenschaft in Israel. Heute wurde ein Abkommen zu seiner Freilassung bekannt. Während Israel so eine Eskalation abgewendet hat, bleibt in Palästina der Widerstand gegen die Besatzung orientierungslos. Samer al-Issawi wird in acht Monaten zu seiner weiterlesen…

Palestinians have a Dream too: Ein Kommentar zum Nahostbesuch von Barack Obama

Von | | Israel, Kommentar, Palästina, Persönlichkeiten, USA | 2 Kommentare

Der erste Besuch des US-Präsidenten Barack Obama in Israel und den Palästinensischen Gebieten stößt bei den meisten Palästinensern auf Gleichgültigkeit. Vereinzelte Demonstrationen gegen den Besuch in Ramallah und anderen Städten im Westjordanland stehen symbolisch für die enttäuschten Hoffnungen, die Obama vor allem in seinem ersten Amtsjahr geweckt hatte. Der Präsident, der seinen Aufstieg auch der weiterlesen…

Jerusalem: Zehnspurig gen Osten

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Auf Beschluss des Jerusalemer Stadtrates begann im Dezember 2012 der Bau an Highway 50 quer durch das arabisch-palästinensische Viertel Beit Safafa. Die Autobahn wird das Dorf zweiteilen und jüdische Siedlungen mit der Innenstadt verbinden. Die Dorfbewohner protestieren. Lea Frehse und Johanna Wagmann über die politischen Hintergründe eines brisanten Projekts.

Einstieg nur für Palästinenser!

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Seit Montag fahren in der Westbank Busse nur für Palästinenser, nachdem sich Siedler von ihnen in israelischen Bussen bedroht gefühlt hatten. Anna Lekas Miller, Journalistin aus Brooklyn, zeigt, dass der jüngste Fall von getrennten Verkehrssystemen nur die Spitze des Eisberges von Segregationsbestrebungen in der Westbank und Israel ist. Text: Anna Lekas Miller (Originaltext), Übersetzung Tobias Pietsch weiterlesen…

Der friedliebende Siedler: Ein persönlicher Nachruf auf Rabbi Menachem Froman

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Menachem Froman ist gestern im Alter von 68 Jahren seiner langjährigen Krebserkrankung erlegen. Der polarisierende Rabbi verstarb in seinem Haus in Tekoa, einer Siedlung im Westjordanland nahe Bethlehem, die er 1975 als Mitglied der radikalen Siedlerbewegung „Gush Emmunim“ gegründet und mit aufgebaut hatte. Die jüdische Besiedlung des „Heiligen Landes“ unterstützte er bis zu seinem Tod. weiterlesen…

Populist in der Zange von Populisten: Netanjahus Koalitionsbestrebungen in Israel

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Eine neue Welle der Zusammenstöße in den besetzten Gebieten, dazu der anstehende Besuch Barack Obamas, der für Israels Standing in der internationalen Staatengemeinschaft richtungsweisend wird – und ausgerechnet jetzt stockt die Regierungsbildung nach den Knessetwahlen. Die Parteienlandschaft krankt an Machtspielchen und populistischer Themensetzung. Die Koalitionsverhandlungen zwischen Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud Beitenu) und den beiden Polit-Shootingstars weiterlesen…

Von der Besatzung eines Films: Die palästinensisch-israelische Co-Produktion „Five Broken Cameras“ im Sturm der Oscar-Verleihungen

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„Five Broken Cameras“ war als bester Dokumentarfilm für einen Oscar nominiert. Der Palästinenser Emad Burnat dokumentiert darin die Gewalt der israelischen Besatzung in seinem Dorf Bil’in. Einen Oscar gewonnen hat der Film nicht, doch dafür schon im Vorlauf zu den Feierlichkeiten hitzige Debatten ausgelöst. Gefilmt von einem Palästinenser in der Unmittelbarkeit seines Alltags und produziert weiterlesen…

Der israelische Diskurs zum Arabischen Frühling

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Die Welle der Revolutionen in arabischen Ländern seit 2011 wurde weltweit unter dem Begriff „Arabischer Frühling“ als eigenes Phänomen mit großem Interesse betrachtet oder gar gefeiert. In Israel, ob seiner geopolitischen Lage in einer besonderen Situation, war der Diskurs zu den Umwälzungen umstrittener als andernorts. Lior Lehrs, israelischer Politikwissenschaftler, hat die Debatte analysiert. 

The Impact of the Israeli Elections on Arab Palestinian Citizens of Israel.

Von | | Israel, Mashreq, Palästina, Wahlen | 6 Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser, Die in Haifa ansässige Jugend-NGO Baladna (dt. Unser Land) setzt sich vor allem mit bildungspolitischen Belangen der palästinensischen Minderheit in Israel auseinander. Ihr Leiter Nadim Nashif analysiert bei Alsharq die Auswirkungen der Knesset-Wahlen auf die arabisch-sprachigen israelischen StaatsbürgerInnen. The consequences of Israeli elections are never immediately obvious, due to the lengthy weiterlesen…

Presseschau zur Wahl in Israel: "Eine denkwürdige Tracht Prügel für Netanjahu"

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Die Kommentare in der arabischen Presse zur Parlamentswahl in Israel lassen sich an einer Hand abzählen. Das Ergebnis wird nüchtern vermeldet, allenfalls äußern die Blätter Verwunderung über das starke Abschneiden des Senkrechtstarters Yair Lapid. In den wenigen Meinungsartikeln klingt kaum Optimismus für eine Wiederbelebung des Friedensprozesses zwischen Israelis und ihren arabischen Nachbarn durch. Der Wahlkampf  weiterlesen…

Alsharq-Analyse zu den Wahlen in Israel VI: Meretz – Friedenspolitisches Sprachrohr

Von | | Israel, Mashreq, Palästina, Wahlen | 2 Kommentare

Als Juniorpartner der Arbeitspartei prägte die links-zionistische Meretz die hoffnungsvollen Anfangsjahre des Oslo-Prozesses. Je mehr die Frustration angesichts des stagnierenden Friedensprozesses innerhalb der israelischen Gesellschaft stieg, desto mehr verlor Meretz als offensiver Verfechter eines Ausgleichs mit den PalästinenserInnen an Einfluss. Von 12 Sitzen 1992 schrumpfte die Meretz-Fraktion über die letzten zwei Jahrzehnte hinweg auf 3 weiterlesen…

Alsharq-Analyse zu den Wahlen in Israel V: Otzma LeYisrael – rassistische Positionen am äußersten rechten Rand

Von | | Hintergrund, Israel, Mashreq, Wahlen | 1 Kommentar

Gegen die Partei der radikalsten Männer in der israelischen Politik wirken die Positionen von Benjamin Netanjahu und Naftali Bennet fast schon moderat. Während Likud und HaBeit HaYehudi sich mit einem palästinensischen Staat oder zumindest palästinensischer Autonomie in circa 40 Prozent der West Bank abfinden könnten, sind weitere Zugeständnisse an die Palästinenser für die Partei Otzma weiterlesen…