(K)ein politischer Besuch: Der maronitische Patriarch in Israel

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Ein missverständliches Bild: Der Maronitische Patriarch Beschara al-Ra'i (sitzend Mitte) vor einer libanesischen Fahne - dabei war er nicht als Vertreter des Libanon nach Israel gereist. Foto: Twitter-Account des Knesset-Abgeordneten Ahmad Tibi (@Ahmad_tibi).

Die Reise des Oberhaupts der größten libanesischen Kirche nach Israel stellte auf vielen Ebenen einen Tabubruch dar. Die Hisbollah warf Patriarch Bischara al-Ra’i vor, die Beziehungen mit dem südlichen Nachbarn zu normalisieren und ehemalige Kämpfer der Südlibanesischen Armee getroffen zu haben. Politisch brisant war der Besuch zudem, weil Israel die „Entarabisierung“ der christlichen Bevölkerung zuletzt weiterlesen…

Weißes Papier gewinnt die libanesische Präsidentenwahl

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Samir Geagea (l.) wartet auf den Ausgang der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen. Bild: Samir Geageas Twitter-Account @DrSamirGeagea

Es wurde die erwartete Farce: Bei der ersten Abstimmungsrunde für einen neuen libanesischen Präsidenten blieben die meisten Stimmzettel leer; Samir Geagea war der aussichtsreichste Kandidat, doch viele Abgeordnete erinnerten an seine umstrittene Rolle im Bürgerkrieg. Taktische Spielereien prägten die Tage zuvor. Wie es jetzt weitergeht ist offen, doch die Wahl eines Konsenskandidaten wird immer unausweichlicher.

Presseschau zur Krim-Krise: “Moskaus Methoden amerikanischer Bauart”

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"Putin ist wie Assad", schreiben zahlreiche Kommentatoren im Nahen Osten. Das Bild zeigt eine pro-Regime-Demonstration in Damaskus im März 2012. Foto: CC-BY Freedom House / Flickr

Am Sonntag soll ein Referendum über die Autonomie der Krim stattfinden, wodurch die Annexion der ukrainischen Halbinsel an Russland vorangetrieben werden soll. Während die G7-Staaten bereits verkünden, die Volksbefragung nicht anzuerkennen, und Militäreinheiten Mitarbeiter_innen der OSZE am Zutritt der Krim hindern, werden im Nahen Osten pro- und antirussische Stimmen laut und interessante Vergleiche zu regionalen weiterlesen…

Alsharq-Reisen 2014: Jordanien, Israel & Palästina und Iran

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Alsharq Reise

Liebe Leserinnen und Leser, die Vorbereitungen auf die Alsharq-Reisesaison 2014 gehen in die heiße Phase. Neben unserem Klassiker Israel & Palästina (20. April bis 2. Mai) stehen im kommenden Halbjahr erstmals Jordanien (10. bis 20. April) und Iran (30. Mai bis 13. Juni) auf der Liste unserer Reiseziele. Hier kommt Ihr zu den Ausschreibungen. Zum weiterlesen…

Flüchtlinge im Libanon: Ein idealistischer Syrer und sein Kampf mit der Wirklichkeit

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Der Raum des Vereins für Aktivitäten mit Kindern bleibt leer. Foto: FoS

Während Millionen SyrerInnen zu Flüchtlingen werden, gibt es auch eine erstarkende Zivilgesellschaft unter ihnen. Doch der Kampf um Finanzierung und Spenden ist für die AktivistInnen, die ja selber Flüchtlinge sind, oft zermürbend. Focus on Syria erzählt die Geschichte eines jungen Syrers im Libanon, beschreibt seinen anfänglichen Enthusiasmus und seinen Zusammenprall mit der Realität.

Der Libanon im Schatten Syriens: In der Sackgasse

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Baschar Al-Assad grüßt von einem Plakat in Tripoli. Der Konflikt um den syrischen Diktator hat mittlerweile den ganzen Libanon im Griff. Bild: Philipp Breu (2012).

Während die Welt gebannt auf Syrien blickt, steht das Leben im Libanon still: Eine Anschlagsserie erschüttert das Land, das zudem politisch wie wirtschaftlich auf der Stelle tritt. Die Armee reibt sich immer wieder in Scharmützeln auf. Doch hat der politische Stillstand auch sein Gutes: Er macht zumindest einen erneuten Bürgerkrieg bis auf Weiteres unwahrscheinlich.

Presseschau zum Sturz Mursis: “Ägypten droht die Militärdiktatur”

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Plakat bei den Anti-Mursi-Demonstrationen vergangene Woche. Foto: Schluwa Sama

Nicht nur in Europa, auch im Nahen Osten sind sich die Zeitungen uneins, was die Ereignisse in Ägypten nun bedeuten. Während manche einen Bürgerkrieg oder eine zu große Macht für das Militär befürchten, sehen die anderen das Volk als Sieger und Mursis Sturz als Fortführung der Revolution von 2011. Eine Presseschau von Christoph Dinkelaker, Lea weiterlesen…

Elias Khoury: “Die Zeit ist nicht reif für einen libanesischen Bürgerkrieg”

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Elias Khoury - Bild: CC Wikicommons / Suz

Beim Beginn des libanesischen Bürgerkriegs im Jahr 1975 war Elias Khoury in Beirut, ein Aktivist auf Seiten der PLO. Im Gespräch mit Alsharq erklärt der libanesische Autor und Intellektuelle, warum im Libanon bis auf weiteres kein Bürgerkrieg zu erwarten ist – und warum geistliche Führer in dem konfessionellen Konflikt nichts ausrichten können.

Auseinandersetzungen im Libanon weiten sich aus – Furcht vor Bürgerkrieg steigt

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Die gewaltsamen Auseinandersetzungen im Libanon haben in den vergangenen Tagen eine neue Stufe erreicht. Neben den seit Monaten mit Waffen ausgetragenen Scharmützeln in Tripoli und Ortschaften im Nordosten des Landes kam es nun auch zu Feuergefechten in der Küstenstadt Saida sowie in der dicht bevölkerten zentralen Bekaa-Ebene. Die Konflikte sind konfessionell geprägt und stehen in unmittelbarem weiterlesen…

Was man über den Syrien-Konflikt wissen sollte

Von | | Analyse, Libanon, Studierende schreiben für Alsharq, Syrien | 4 Kommentare

Screenshot von einem Protestmarsch in Idlib

Syrien ist aus der Berichterstattung nicht mehr wegzudenken. Ständig sieht man Bilder leidender Zivilisten und zerstörter Städte. Für Unkundige erscheint dieser Konflikt verworren und kompliziert. Wie konnte es zu einer derartigen Eskalation der Gewalt kommen? Schließlich begann die Revolution mit Demonstrationen für mehr Freiheit und nicht mit einer bewaffneten Rebellion. Wer kämpft eigentlich gegen wen? weiterlesen…

Palästinensische Syrien-Flüchtlinge im Libanon – Eine Reportage aus Shatila

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Lebensmittelausgabe an syrische Flüchtlinge im Shatila Flüchtlinglager, Mai 2013. Foto: Lea Frehse

Shatila, ein palästinensisches Flüchtlingslager im Herzen Beiruts, ächzt unter dem Zustrom tausender palästinensischer Flüchtlinge aus Syrien. Insgesamt suchen Hunderttausende Menschen aus Syrien Zuflucht im kleinen, ständig spannungsgeladenen Libanon. Die explosive Mischung aus Not, Platzmangel und politischen Konflikten beginnt das Land zu erschüttern. Eindrücke aus Shatila und Hintergründe zum Geschehen von Lea Frehse.

Libanons designierter Premierminister Tammam Salam – Ein Mann ohne Eigenschaften

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Tammam Salam (YouTube-Screenshot)

Tammam Salam ist der designierte libanesische Premierminister. Obwohl schon 68 Jahre alt und seit knapp zwei Jahrzehnten auf der politischen Bühne, ist er ein unbeschriebenes Blatt. Doch seine Profillosigkeit macht ihn zum idealen Kandidaten für den Posten des Regierungschefs. Die Parteiführer und eigentlichen Herrscher im Zedernstaat können so ungestört schalten und walten. 

Libanon: Ein Land dreht sich um sich selbst

Von | | Libanon, Mashreq, Rezension | Kein Kommentar

Denkmal des 2005 ermordeten ehemaligen Premierministers Rafik Hariri in Beirut. Bild: Straub

Als im März 2005 ein Viertel der libanesischen Bevölkerung gegen die syrische Besatzung demonstrierte, glaubten viele an einen Neuanfang. Doch heute ist davon nicht mehr viel übrig. Die Korruption im Land ist weiter schrankenlos, die Konfliktfelder sind eher mehr als weniger geworden, die Bevölkerung ist gespalten wie lange nicht. Der Sammelband „Lebanon – After the weiterlesen…