Angeblicher Hisbollah-Kommandant Samir Quntar: Die Symbolfigur

Von | | Hizbollah, Im Fokus, Libanon, Mashreq, Politik | Kein Kommentar

Samir Kuntar nach seiner Freilassung bei einem Besuch im iranischen Shiraz (2009). Foto: Mardetanha / Wikicommons (CC-BY-SA-2.5)

Am 19. Dezember 2015 starb Samir Quntar bei einem israelischen Luftangriff im Damaszener Vorort Jaramana. Quntar war eine Symbolfigur – je nach Blickwinkel für den Kampf gegen Israel oder für brutalen palästinensischen Terrorismus. Sein Verhältnis zur Hisbollah und seine Rolle im syrischen Bürgerkrieg waren aber weniger eindeutig als es auf den ersten Blick erscheint. Von weiterlesen…

Von der Amnestie zur Amnesie – Ein Gespräch über die Erinnerungskultur im Libanon

Von | | Debatten, Gesellschaft, Interviews, Libanon, Mashreq | Kein Kommentar

Arbeitsplatz im UMAM-Gebäude in Beirut: Eines der Projekte der Organisation ist die Datenbank "Memory at Work", die Material zum libanesischen Bürgerkrieg sammelt und öffentlich zugänglich macht. Foto: ifa/Pfordte.

„Im Libanon ist Verdrängung zum Dauerzustand geworden“, sagt die Journalistin und Nahostwissenschaftlerin Monika Borgmann. Mit dem 2004 gegründeten Archiv „UMAM Documentation & Research“ versucht sie, die Lücken im kollektiven Gedächtnis des Landes zu schließen. Das Interview führte Juliane Pfordte

Presseschau zu den Anschlägen in Paris: Terror hier – und dort

Von , , , und | | Europa, Frankreich, Irak, Iran, Israel, Libanon, Mashreq, Medien, Palästina, Politik, Presseschau, Syrien | Kein Kommentar

Inspiriert von dem Künstler Jean Jullien und auf Forderung in den Sozialen Medien, die Anschläge in Beirut nicht zu vergessen, schuf Kristian Labak dieses Bild (C: @krustabred).

In den medialen Reaktionen aus der arabischen Welt, Israel und Iran auf die furchtbaren Anschläge in Paris wird viel Anteilnahme und Trauer deutlich. Dabei werden insbesondere die vermeintlichen Gründe kontrovers diskutiert und die Doppelmoral in Bezug auf die Bewertung und Verurteilung terroristischer Akte durch westliche Staaten beanstandet.

Tagungsbericht: „Zum Verhältnis von Staat und Zivilgesellschaft im Nahen Osten“

Von | | Gesellschaft, Libanon, Syrien | Kein Kommentar

Auf der von Alsharq mitorganisierten Fachtagung in Bad Boll sprach unter anderem der ehemalige ARD-Korrespondent Jörg Armbruster. Foto: Tobias Pietsch

Die Zivilgesellschaft in der Levante steht unter Druck – wenn auch unterschiedlich stark, je nach Land. Bei einer von Alsharq organisierten Fachtagung gaben Aktivisten aus dem Libanon, Syrien, Israel und Palästina Einblicke in die Herausforderungen für NGOs, angesichts von Repression und zunehmender Gewalt. Ihre wichtigste Botschaft: Der Austausch und die Zusammenarbeit mit zivilen Akteuren in weiterlesen…

„Besser spät als nie“? Zur Annäherung zwischen Michel Aoun und Samir Geagea

Von | | Gesellschaft, Im Fokus, Libanon | Kein Kommentar

Gemütliches Plaudern über die gute alte Zeit - so zumindest der Eindruck. Tatsächlich gingen dem Treffen von Samir Geagea (links) und Michel Aoun monatelange geheime Verhandlungen voraus - und eine fast 30 Jahre währende Feindschaft, die Tausende das Leben kostete. Foto: Twitter-Account von Michel Aoun (General_Aoun).

Ist ein Ende der politischen Krise im Libanon in Sicht? Zumindest verkündeten mit Michel Aoun und Samir Geagea die Hauptkontrahenten um das seit einem Jahr unbesetzte Präsidentenamt eine gemeinsame Absichtserklärung. Das Treffen könnte zugleich die seit Bürgerkriegszeiten bestehende Polarisierung innerhalb der christlichen Gemeinschaft zwischen Anhängern Geageas und Aouns aufweichen.

Presseschau zur Wahl: Netanjahu hat gewonnen, Israel verloren

Von , , und | | Israel, Jordanien, Libanon, Mashreq, Oman, Palästina, Politik, Presseschau, VAE / Dubai, Wahlen | Kein Kommentar

Israel hat gewählt und Netanjahus Politik ein klares Votum erteilt. Während israelische Kommentare darauf verweisen, die Hoffnungen der Linken nicht ganz schwarz zu sehen, zeigen sich arabische Medien schockiert von der zwischenzeitlichen Abkehr der Zwei-Staaten-Lösung und fordern die Weltgemeinschaft auf, ihre Position gegenüber Israel zu ändern. 

Presseschau zum Anschlag auf Charlie Hebdo: „Frankreich im Krieg“

Von , , und | | Algerien, Hizbollah, Iran, Iran/Türkei, Israel, Libanon, Mashreq, Medien, Nordafrika, Presseschau | Kein Kommentar

Der Anschlag auf Charlie Hebdo hat auch im Nahen Osten Bestürzung hervorgerufen. Politiker und Journalisten drücken ihre Solidarität mit den Opfern aus – und stellen den Angriff in Zusammenhang mit dem islamistischen Terror in der Region. Auch „Pegida“ kommt zur Sprache.

Geiseldrama im Libanon – der „Islamische Staat“ ist nicht weit

Von | | Hintergrund, Im Fokus, Libanon, Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

Im Libanon wird die Angst vor dem „Islamischen Staat“ immer konkreter: Zwei libanesische Soldaten wurden bereits enthauptet, über 20 weitere Geiseln sind in ihrer Gewalt. Nun hat die Regierung neue Verhandlungen angekündigt, doch die Familien der Geiseln haben wenig Hoffnung. Im syrisch-libanesischen Grenzgebiet rückt der IS derweil immer weiter vor. Livia Gerster berichtet aus Beirut.

(K)ein politischer Besuch: Der maronitische Patriarch in Israel

Von | | Israel, Libanon, Mashreq | Kein Kommentar

Ein missverständliches Bild: Der Maronitische Patriarch Beschara al-Ra'i (sitzend Mitte) vor einer libanesischen Fahne - dabei war er nicht als Vertreter des Libanon nach Israel gereist. Foto: Twitter-Account des Knesset-Abgeordneten Ahmad Tibi (https://twitter.com/Ahmad_tibi/status/471284511662424065)

Die Reise des Oberhaupts der größten libanesischen Kirche nach Israel stellte auf vielen Ebenen einen Tabubruch dar. Die Hisbollah warf Patriarch Bischara al-Ra’i vor, die Beziehungen mit dem südlichen Nachbarn zu normalisieren und ehemalige Kämpfer der Südlibanesischen Armee getroffen zu haben. Politisch brisant war der Besuch zudem, weil Israel die „Entarabisierung“ der christlichen Bevölkerung zuletzt weiterlesen…

Weißes Papier gewinnt die libanesische Präsidentenwahl

Von | | Libanon, Mashreq, Wahlen | Kein Kommentar

Samir Geagea (l.) wartet auf den Ausgang der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen. Bild: Samir Geageas Twitter-Account @DrSamirGeagea (https://twitter.com/DRSAMIRGEAGEA/status/458893910715023361)

Es wurde die erwartete Farce: Bei der ersten Abstimmungsrunde für einen neuen libanesischen Präsidenten blieben die meisten Stimmzettel leer; Samir Geagea war der aussichtsreichste Kandidat, doch viele Abgeordnete erinnerten an seine umstrittene Rolle im Bürgerkrieg. Taktische Spielereien prägten die Tage zuvor. Wie es jetzt weitergeht ist offen, doch die Wahl eines Konsenskandidaten wird immer unausweichlicher.