Über 50 Jahre Mauern im Kopf: Der intra-konfessionelle Streit um die Klagemauer

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Klagemauer, Jerusalem.

50 Jahre nach der Eroberung Ost-Jerusalems durch Israel ist ein intra-konfessioneller Streit zwischen liberalen, konservativen und ultra-orthodoxen Juden entbrannt. Dabei geht es nur vordergründig um den Zugang zur Klagemauer. Im Kern zur Debatte stehen israelische Politikdynamiken, der Einfluss internationaler Lobbygruppen und der Pluralismus innerhalb des Judentums. Von Julius Rogenhofer.

Die neuen Pioniere: Siedler im Westjordanland als Erben des Arbeiterzionismus

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Die Gruppe "Emunim" errichtet im Jahr 1946 einen Kibbuz bei Beit Shean. Foto: Wikicommons (gemeinfrei)

Die Ideologie des Arbeiterzionismus prägte Israel über Jahrzehnte, doch mit dem Sieg im Krieg vom Juni 1967 begann ihr Abstieg. Mit dem Aufstieg der Siedlungsbewegung im eroberten Westjordanland und den Wahlen 1977 übernahm ein neuer Zionismus die Rolle als Leitideologie. Dieser Wandel sorgte für die Legitimierung der religiösen Siedler. Von Sebastian Kunze.

Presseschau zur Bundestagswahl: Auch im Nahen Osten sorgt man sich wegen der AfD

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Deutschland hat gewählt - und im Nahen Osten ist man verunsichert. Foto: Marco Verch/Flickr (cc-by 2.0)

Erleichterung über Merkels Sieg, Befremden über die Rechtspopulisten – so die meisten Pressereaktionen im Nahen Osten auf die deutschen Wahlen. Stimmen aus Tunesien, Ägypten, Libanon, Iran, Israel und Türkei, gesammelt von Jan Altaner, Maximilian Ellebrecht, Laura Overmeyer, Maryam Roosta, Bodo Straub, Susana Zickert und Klara.

Sinneswandel oder Täuschungsstrategie? Das neue politische Programm der Hamas

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Hamas-Veranstaltung in Ramallah. Foto: Hoheit (¿!)/Wikicommons (cc-by-sa 2.0)

Nach 30 Jahren hat die radikalislamische Organisation erstmals ihr politisches Programm verändert und eine überarbeitete Fassung ihrer Charta veröffentlicht. Das Dokument klingt rhetorisch deutlich gemäßigter als das Original, entpuppt sich allerdings schnell als innenpolitische Strategie, nicht als Neuausrichtung. Doch es birgt eine kleine Chance. Von Lucia Heisterkamp.

Ein Deutscher Sieg? Verdächtiger Enthusiasmus im Krieg von 1967

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Zeitungsstapel. Foto: Mandy Schiefner-Rohs/Flickr (cc-by-nc 2.0)

Bei deutschen Debatten über Israel und Palästina lernt man wenig über den Nahen Osten, aber viel über Deutschland. Besonders deutlich wird das in den Reaktionen auf den Krieg von 1967. Ob im Hause Springer oder im Kopf Ulrike Meinhofs: Überidentifikationen mit der einen oder anderen Seite lassen sich interpretieren als Formen der Schuldabwehr. Von Daniel weiterlesen…

Vom Messianismus zur Mittelklasse: Israelische Siedlungen im Westjordanland

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Blick auf die Siedlung Ma'ale Adumim, eine der größten im Westjordanland. Foto: Tobias Pietsch/Alsharq

Die israelischen Siedlungen im Westjordanland gelten international als zentraler Streitpunkt und Dauerthema im Israel-Palästina-Konflikt. Für die israelische Mittelklasse stellen sie aber günstige und komfortable Vororte in teurer werdenden Lebensumständen dar. Dass sich die Siedlungen vom ultrareligiösen Projekt zum Vorstadtparadies wandelten, ist ein Erfolg der israelischen Regierung. Von Jakub Záhora.

Die Nakba – eine Erinnerung im Wandel

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Anaheed Al-Hardan gibt in ihrer Arbeit provokative Antworten auf scheinbar einfache Fragen. Foto: Tobias Pietsch/Alsharq

Die Flucht und Vertreibung hunderttausender Palästinenser*innen vor knapp 70 Jahren spielt heute für palästinensische Gemeinschaften in den jeweiligen Ländern eine sehr unterschiedliche Rolle. Gerade für Palästinenser*innen in Syrien hat der Begriff „Nakba“ seit 2011 eine völlig neue Bedeutung erfahren, sagte die Soziologin Anaheed Al-Hardan bei einer Alsharq-Veranstaltung. Von Ansar Jasim.

Alsharq-Veranstaltung: Palästinenser_innen in Syrien | حدث الشرق: فلسطينيون في سوريا

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Buchcover Al-Hardan, Anaheed: „Palestinians in Syria: Nakba Memories of Shattered Communities” (Columbia University Press, 2016)

Die Flucht im Jahr 1948, die sogenannte Nakba, ist für viele palästinensische Flüchtlingen identitätsstiftend. Doch bedeutet die Erinnerung daran für alle das gleiche? Und wie verändert sich diese Bedeutung gerade in Syrien seit Kriegsausbruch 2011? Annaheed al-Hardan aus Beirut untersucht diese Frage – und stellt am Donnerstag in Berlin ihre Ergebnisse vor. نص باللغة العربية

Konflikt um den Tempelberg: Es geht um Kontrolle, nicht um Souveränität

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Blick auf al-Aqsa-Moschee (Mitte) und Felsendom - die Anlage "Haram al-Scharif" ist eine der heiligsten Stätten im Islam. Viele Palästinenser fürchten, dass Israel sie am Tempelberg ausbootet. Foto: Andrew Shiva / Wikipedia / CC BY-SA 4.0

Mit Metalldetektoren am Tempelberg hat Israel eine Krise mit internationalem Nachhall ausgelöst. Denn die Regierung demonstrierte damit lediglich ihre Macht, nicht aber ihre Souveränität. Ein Kommentar von Talia Sasson. / By implanting metal detectors at the Temple Mount, Israel has triggered a crisis with international reverberations. Israel was demonstrating its power, not its sovereignty. An weiterlesen…

Israel und die Golan-Drusen: 50 Jahre Provisorium

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Im Februar 2011 konnten die Drusen noch ihre Äpfel über den Grenzübergang Quneitra nach Syrien exportieren. Diese drei Männer in traditioneller drusischer Kleidung beobachten die Lkw, die ins Nachbarland fahren. Foto: Israel Defense Forces/wikicommons (cc-by 2.0)

Mit den Golanhöhen eroberte Israel 1967 auch fünf drusische Dörfer. Die meisten der Golan-Drusen haben die israelische Staatsbürgerschaft trotz erheblichem Druck nicht angenommen. Sie leben seit 50 Jahren in einem Provisorium, halten Kontakt nach Syrien und protestieren gegen die Besatzung. Der Bürgerkrieg im Nachbarland ändert ihre Situation nun aber grundlegend. Von Tobias Lang.

„Wir Christen müssen unsere Rolle im Irak wiederfinden“ – Interview mit Emanuel Youkhana

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"Im Nordirak sind wir im Prozess, eine Demokratie zu werden. Aber dieser Prozess wird Jahrzehnte dauern." Vater Emanuel. Foto: European Parliament/Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Der assyrische Priester Vater Emanuel ist Leiter der in Dohuk, Nordirak, ansässigen christlich-humanitären Hilfsorganisation CAPNI, die sich um geflüchtete Menschen aus den vom IS besetzen Gebieten in Syrien und Irak kümmert. Lukas Reineck sprach mit Vater Emanuel über die Bedrohung durch die Islamisten und das Leben der Christen in der autonomen Region Kurdistan.