Macht durch Mythos: Wie „IS“ und Assad von Stereotypen profitieren

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Laut Quellenangaben zeigt dieses Bild eine Wohngegend in Aleppo nach einem Fassbombenangriff des Regimes im Februar 2014. Das Regime und seine Verbündeten bombardieren und belagern die Stadt seit Jahren, jetzt droht die vollständige Vernichtung - und dennoch gilt Assad vielen im Westen als das kleinere Übel, aus Angst vor dem sogenannten "Islamischen Staat". Foto: Flickr/Freedom House (CC BY 2.0)

Aleppo zeigt erneut, wie brutal das syrische Regime und seine Verbündeten den Krieg gegen die eigene Bevölkerung führen. Im Westen gilt Assad dennoch weithin als unterstützenswert – im angeblichen Kampf gegen den „Islamischen Staat“. Populismus bestimmt längst die Debatte, die Folgen sind katastrophal – auch realpolitisch. Von Bente Scheller

Al-Hula – ein kleines Modell von Syrien

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Demonstration im Jahr 2011 auf dem "Platz der Freiheit" in al-Hula. Bildquelle: Screenshot von youtu.be/wB6lyJYXPfM

International bekannt wurde die syrische Kleinstadt al-Hula im Jahr 2012 durch Massaker. Doch der Ort lebt weiter – auch heute, im sechsten Jahr nach Beginn des Aufstands. Alsharq zeigt in einer Serie am Beispiel der Stadt, wie Leben und zivile Selbstorganisation im heutigen Syrien funktionieren. Zu Beginn stellt Ansar Jasim den Ort vor.

Alsharq-Veranstaltungen im Oktober und November

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In den nächsten Wochen stehen einige politische Diskussionsveranstaltungen in Berlin an. Foto:  Tobias Pietsch (alle Rechte vorbehalten)

Liebe Leserinnen und Leser, Alsharq steht ein heißer Herbst bevor. Peu à peu kehrt das Team von unseren politischen Studienreisen zurück, die uns in diesen Wochen in den Libanon, nach Iran und Israel & Palästina führen und geführt haben. Nun möchten wir unseren Fokus auf politische Diskussionsveranstaltungen in Deutschland richten. Dabei werden wir uns mit Ägypten, Iran, dem Libanon und weiterlesen…

Die Trennung der Jabhat al-Nusra von Al-Qaida: Alter Wein in neuen Schläuchen?

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Kämpfer der Al-Nusra-Front und ein Kommandant der Freien Syrischen Armee in Maarrat al-Nu'man, 11. März 2016. Foto: Voice of America / CC BY 3.0.

Mit der Trennung von Al-Qaida zielt die Al-Nusra-Front darauf ab, ein zentraler Akteur innerhalb der syrischen Oppositionsbewegung zu werden und vollzieht gleichzeitig eine Neufirmierung in Jabhat Fath al-Sham. Ob dieser Schritt Erfolg bringt ist fraglich, mehren sich doch die Stimmen, die diese Entscheidung als rein taktisches Manöver abtun. Von Alexander Möckesch

Presseschau zum Putschversuch in der Türkei: „Wird das ‚Kasernen-Moscheen-Dilemma‘ nie enden?“

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Die Türkei blickt auf eine weitreichende Militär-Geschichte zurück, die türkische Armee zählt auch heute noch zu den größten der Welt. Foto: Einnahme Izmirs 1922, public Domain.

Der Putschversuch und die anschließende Verhaftungswelle in der Türkei dominieren die Schlagzeilen europäischer Medien. Auch im Nahen Osten und in der Türkei stehen die Ereignisse vom Wochenende im Zentrum der Berichterstattung. Alsharq fasst Kommentare von Journalist_innen aus Ägypten, Iran, Israel, Libanon, Syrien und der Türkei selbst zusammen.

Kein Staat, nirgends

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"Nieder mit Bashar" (liyaskuṭ Baššār), Syrien April 2011. Photo: jan Sefti / CC BY-SA 2.0.

Fünf Jahre Bürgerkrieg in Syrien – und das Fazit ist verheerend: Das Land ist zerstört, die Wirtschaft am Rande des Zusammenbruchs, große Teile der Bevölkerung auf der Flucht. Das Assad-Regime gibt sich militärisch und politisch stark – und hat doch von einem Sieg ebenso viel zu befürchten wie von einer Niederlage. Von Bente Scheller

Als wir den Baum vom Grab meines Vaters verbrannten

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Neue Blätter brechen durch alte Rinde. Von Henrik Sachse, CC BY-SA 3.0 de https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7967081.

Die Stadt Deir Ezzor im Osten Syriens steht teilweise unter der Kontrolle des „Islamischen Staats“, teilweise unter der der Regimekräfte. Manche der Stadtviertel sind abgeriegelt, den Menschen fehlt es am Notwendigsten. Mohammed Hassan beschreibt in einer symbolträchtigen Geschichte, zu welchen Handlungen die Not Deir Ezzors Bewohner_innen verleitet.

Alsharq-Veranstaltung: Das Aleppo Project – Vergangenheit und Zukunft einer Metropole

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Aleppo war vor dem Syrien-Krieg eine florierende Handelsstadt. Photo Credits: Jürgen Rese, CC BY-NC-ND 2.0

Im mörderischen Syrien-Krieg stand Aleppo besonders häufig im Zentrum der Kampfhandlungen. Die Auseinandersetzungen zwischen dem Regime und Rebellen haben ganze Stadtteile zerstört, hunderttausende Menschen mussten fliehen. Die Initiatoren des Aleppo Projects versuchen das kulturelle Erbe und Gedächtnis der Metropole zu wahren und im Dialog mit der Bevölkerung die Zukunft zu gestalten.

Schutz von Zivilist_innen in Syrien: Fordern, was richtig ist

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Ausschnitt eines Videos des Bashar Assad Crimes Archive. Photo: CC-BY-Bashar Assad Crimes Archive/SRLW

Das syrische und das russische Regime haben in den letzten fünf Jahren vorsätzlich zivile – insbesondere medizinische – Infrastrukturen in den von der Opposition gehaltenen Gebieten Syriens zerstört. Seit Beginn der anhaltenden Waffenruhe sind diese Angriffe zwar zurückgegangen, doch angesichts der Fragilität des Waffenstillstandsabkommens sind entsprechende Mechanismen zum Schutz von Zivilist_innen dringender nötig denn je, weiterlesen…

Kämpfe um Deir ez-Zor: Die geschundene Stadt

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Ausschnitt eines Youtube-Videos über die Bombardierung von Deir ez-Zor, Dezember 2015. Photo: CC-BY ivano03.

Seit Beginn der Revolution vor genau fünf Jahren war die Stadt Deir ez-Zor in der gleichnamigen Provinz im Osten Syriens Schauplatz von Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Aufständischen. 2013 konnte der so genannte Islamische Staat seinen Einfluss in der Region ausweiten und kontrolliert inzwischen 90% dieser vom Krieg geschundenen Stadt. Der syrische Journalist Mohammed Hassan berichtet 

Rezension „Die schwarze Macht“ von Christoph Reuter: Die Bestie entschlüsseln

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Der Journalist und Nahostexperte Christoph Reuter. Foto: (CC BY-SA 2.0)

Nicht erst seit den Anschlägen von Paris und Istanbul dominiert der sogenannte „Islamische Staat“ die mediale Berichterstattung über den Nahen Osten. Doch was verbirgt sich hinter der Organisation? Wie war ihr Aufstieg möglich? Christoph Reuters Monographie „Die schwarze Macht – Der „Islamische Staat“ und die Strategen des Terrors“ tritt an, diese Fragen zu beantworten. Eine weiterlesen…

Ich möchte sein, wo ich sein möchte… Hier oder Dort – Bericht einer in Syrien Gefolterten

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"Ich gehöre weder Hier- noch Dorthin. Ich habe keine Erinnerung an die Vergangenheit: meine momentanen Gedanken sind sehr unmittelbar. Ich weiß nicht mehr alles, aber was ich weiß ist, dass ich noch immer versuche, das wieder zu erlangen, was ich an jenem Ort verloren habe." (Photo: CC0 Public Domain.)

Die 25-jährige syrische Studentin Mariam Haid wurde in Damaskus verhaftet und fast ein Jahr lang in einem Gefängnis des Regimes festgehalten und gefoltert. Dabei war sie, im Gegensatz zu ihrem Bruder und ihrer Cousine, nicht einmal eine Revolutionsaktivistin. Ein erzwungenes TV-Geständnis erwirkte ihre Verlegung und schließlich Freilassung. Heute versucht sie, die Erinnerungen von dort zu weiterlesen…