Presseschau zur Wahl in Syrien: “Assads Sieg ist Syriens Niederlage”

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Assad-Poster in Syrien; Foto: James Gordon

Das große Presseecho nach der Präsidentschaftswahl in Syrien ist im Nahen Osten ausgeblieben. Die meisten Medien beschränkten sich darauf, den Wahlsieg von Diktator Baschar al-Assad und die internationalen Reaktionen zu melden – mit Kommentaren halten sich die meisten Blätter jedoch zurück. Dafür ist der Jubel der staatlichen Medien in Damaskus umso lauter.

Dokumentation als Waffe – alternative Medien in Syrien

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Ein Milizenkämpfer des Regimes steht Wache am Ortseingang des Damaszener Vorortes Moadamiya. Bashar al-Assads Truppen hungerten Moadamiya systematisch aus, wie auch das Graffiti an der Wand besagt: "Hunger oder Niederknien." Der Medienaktivist Qusai Zakarya hat das Foto aus einiger Entfernung gemacht und uns zur Verfügung gestellt.

Heute beginnt in Syrien die Präsidentenwahl mitten im Krieg. Ein wie auch immer gearteter Sieg von Amtsinhaber Bashar al-Assad gilt als sicher, doch einen Gegner kann er nicht besiegen: Immer noch bilden Medienaktivist_innen eine große Gefahr für das Regime. Sie dokumentieren die Ereignisse für ein kollektives Gedächtnis im Syrien nach Assad. Eine Arbeit zwischen den Fronten. weiterlesen…

Deutsche Chemielieferungen nach Syrien – Aufklärung bitter nötig!

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Syrischer Soldat mit Kalaschnikow und Gasmaske. Bild: CC 3.0 WikiCommons

Erneut gehen die USA Hinweisen nach, dass im syrischen Bürgerkrieg Chemiewaffen zum Einsatz kamen. Als am 21. August 2013 der Giftgasangriff in der Damaszener Region Ghouta geschah, reagierte die Welt mit Entsetzen. Bis heute ist die genaue Zahl der damaligen Todesopfer nicht bekannt, doch gehen Expert*innen von 1400 bis 1700 getöteten Menschen aus. Noch immer weiterlesen…

Presseschau zur Krim-Krise: “Moskaus Methoden amerikanischer Bauart”

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"Putin ist wie Assad", schreiben zahlreiche Kommentatoren im Nahen Osten. Das Bild zeigt eine pro-Regime-Demonstration in Damaskus im März 2012. Foto: CC-BY Freedom House / Flickr

Am Sonntag soll ein Referendum über die Autonomie der Krim stattfinden, wodurch die Annexion der ukrainischen Halbinsel an Russland vorangetrieben werden soll. Während die G7-Staaten bereits verkünden, die Volksbefragung nicht anzuerkennen, und Militäreinheiten Mitarbeiter_innen der OSZE am Zutritt der Krim hindern, werden im Nahen Osten pro- und antirussische Stimmen laut und interessante Vergleiche zu regionalen weiterlesen…

„Lüge und Heuchelei“ – Stimmen aus Syrien zu den Verhandlungen in Genf

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AktivistInnen im syrischen Dorf Kafrnabel, das schon oft durch kreativen friedlichen Protest auf sich aufmerksam machte: "Genf-II-Parteien: Wir haben revoltiert, um Würde und Freiheit zurückzuerlangen. Wenn Ihr nicht erreicht, was wir wollen, viel Spaß Euch wenn Ihr für immer dort bleibt."

Heute beginnen die internationalen Syrien-Gesprächen in Montreux bei Genf. Kurz zuvor hat der Konflikt weiter an Schärfe gewonnen. Das Militär des Assad-Regimes verbreitet mit Fassbomben und Luftangriffen Terror unter der Zivilbevölkerung und riegelt ganze Ortschaften ab, um die aufständische Bevölkerung buchstäblich auszuhungern. Jetzt sollen nach über einem Jahr Vorlauf politische Gespräche die Zukunft Syriens voranbringen. weiterlesen…

Wegschauen macht mitschuldig: Deutschland und die Syrienkrise

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Assad-Portraits in Damaskus. Eine syrische Übergangsregierung muss ohne den aktuellen Machthaber auskommen, sagt Ilyas Saliba. Bild: James Gordon (CC BY 2.0)

Die Bundesrepublik muss ihrer internationalen Verantwortung gerecht werden und sich im Zuge der Syrien-Konferenz in Genf aktiv für eine friedliche Beilegung des syrischen Bürgerkrieges engagieren. Dabei ist die neue Bundesregierung eigentlich in einer guten Position, um eine diplomatische Mittlerrolle zwischen den Konfliktparteien und den internationalen Akteuren zu übernehmen. Ein persönlicher Appell von Ilyas Saliba

Syrien: Gewalt gegen Journalisten 2013 erneut verschärft

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Ein TV-Journalist berichtet von einem Pro-Assad-Protest. Bild: Zeinab Mohamed (CC BY-NC-SA 2.0)

2013 war das bisher brutalste Jahr im syrischen Bürgerkrieg, die Zahl der Todesopfer stieg immer schneller. Davon betroffen waren nicht nur die unzähligen getöteten Zivilisten und die Kämpfer aller Seiten, sondern auch diejenigen, die über den Krieg berichten: syrische und ausländische Journalisten und Bürgerjournalisten. Ein Bericht der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen zeigt das ganze Ausmaß weiterlesen…

Alsharq-Reisen 2014: Jordanien, Israel & Palästina und Iran

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Alsharq Reise

Liebe Leserinnen und Leser, die Vorbereitungen auf die Alsharq-Reisesaison 2014 gehen in die heiße Phase. Neben unserem Klassiker Israel & Palästina (20. April bis 2. Mai) stehen im kommenden Halbjahr erstmals Jordanien (10. bis 20. April) und Iran (30. Mai bis 13. Juni) auf der Liste unserer Reiseziele. Hier kommt Ihr zu den Ausschreibungen. Zum weiterlesen…

Portrait from the Sidelines: the Syrian War resounding in the Golan Heights

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Nizaar, a young Syrian from the Golan Heights, in the ruins of a village that was destroyed in 1967. Image: Lea Frehse (CC)

The occupied Golan Heights were long regarded a centerpiece of Middle East peace. Somewhat ironically, the Syrian civil war has pushed the Israeli controlled territory to the sidelines. While so far the violence of war has been confined to the Syrian side of the border fence, its political divisions have found their way into the weiterlesen…

Flüchtlinge im Libanon: Ein idealistischer Syrer und sein Kampf mit der Wirklichkeit

Von | | Libanon, Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

Der Raum des Vereins für Aktivitäten mit Kindern bleibt leer. Foto: FoS

Während Millionen SyrerInnen zu Flüchtlingen werden, gibt es auch eine erstarkende Zivilgesellschaft unter ihnen. Doch der Kampf um Finanzierung und Spenden ist für die AktivistInnen, die ja selber Flüchtlinge sind, oft zermürbend. Focus on Syria erzählt die Geschichte eines jungen Syrers im Libanon, beschreibt seinen anfänglichen Enthusiasmus und seinen Zusammenprall mit der Realität.

Ein syrischer Brief: Aleppo, die vergessene Stadt

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Vor dem Bürgerkrieg galt Aleppo als Finanzzentrum Syriens. Diese Aufnahme stammt aus dem Februar 2011, unmittelbar vor Beginn des Aufstands. Foto: Mathieu Péquignot

Die Welt streitet über einen möglichen Militäreinsatz der USA in Syrien. Währenddessen geht dort das Sterben weiter. Aleppo – das als Finanzhauptstadt Syriens galt – ist inzwischen eine Stadt, die nicht nur entlang der Frontline zwischen Regime und RebellInnen geteilt ist. Der Syrer Faysal beschreibt, wie die BewohnerInnen oft nur die Wahl zwischen Beschuss oder weiterlesen…

Israels Kommunisten, der Konflikt in Syrien und die Frage des Internationalismus – Vergangenheit und Gegenwart

Von | | Analyse, Israel, Mashreq, Palästina, Studierende schreiben für Alsharq, Syrien | Kein Kommentar

CHADASCH-Plakat in Israel (Foto: Shira Golding)

Seit ihrer Gründung war die Kommunistische Partei Israels (HaMiflaga HaKommunisit HaIsraelit) die einzige programmatisch binationale Partei in Israel. Doch die Geschichte der Partei ist von Spaltungen geprägt, in der Regel entlang nationaler Fronten. Und auch in der jüngsten Diskussion über ihre Positionierung zum Syrien-Konflikt kann die Partei das Erbe der Vergangenheit nicht abschütteln. Ein Gastbeitrag von Adrian weiterlesen…

“Syrian Salafis got much more conservative” – Interview with Thomas Pierret, Part I

Von | | Interviews, Syrien | Kein Kommentar

Raqqa, April 2013: with the increasing
military gains of Islamist groups, white and black flags appear now more
often next to the flag of the Revolution in public space. Photo: cc Beshroffline / flickr.

The Salafi movement is not new to Syria and has a long history of anti-authoritarian struggle- against religious elites, the French occupation and recently against the regime of Bashar al-Assad. Alsharq met Thomas Pierret to discuss how the movement has changed and in what sense it was influenced by the policies of the Assad-regime. Thomas weiterlesen…