Afrin in Trümmern

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Panzer der türkischen Armee auf dem Weg nach Afrin, Ende Januar 2018. Quelle: VOA/Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain

Große Teile des kurdisch-syrischen Afrin sind inzwischen von der türkischen Armee erobert worden. Afrin-Stadt ist bis auf einen schmalen Korridor gänzlich umschlossen. Konnten die Verteidiger*innen der Stadt den Angriff bislang aufhalten oder zumindest verlangsamen, scheint nun ein Sieg der türkischen Armee mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung in Afrin möglich zu sein, schreibt Ismail Küpeli. 

Warum das syrische Regime Ost-Ghouta so hart bekämpft und wie es nun weitergehen könnte

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Heute ist nur noch Zerstörung, wo einst das fruchtbare Gebiet rund um Damaskus war. Foto: The White Helmets auf Twitter, 9. Februar 2018. https://twitter.com/SyriaCivilDef/status/961954749867347968

Die militärische Eskalation in Ost-Ghouta erreicht immer neue Dimensionen. Doch warum trifft der Konflikt gerade die östlichen Vororte von Damaskus so hart? Warum wurde der Widerstand hier so unerbittlich, und was bedeutet das für den weiteren Verlauf der Kämpfe? Ein historischer Abriss und fünf Szenarien für die nächsten Wochen. Von Eva Tepest.

Aus Syrien in die Türkei, Teil 2: Vom Plan zur Realität

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Ein Syrer springt durch den Stacheldraht an der Grenze zur Türkei. Foto: Freedom House (Reuters/Laszlo Balogh) / Flickr (cc-by 2.0)

Wer von Syrien aus in die Türkei fliehen will, braucht nicht nur viel Geld und Geduld, sondern auch Glück mit den Schleusern. Die belügen manchmal ganz einfach ihre Kunden und sprechen von einem breiten Fluss, als sei es ein ausgetrockneten Bewässerungskanal. Alles nur, um die Passagiere zu motivieren. Zweiter Teil des Erfahrungsberichts von Samhar al-Khaled.

Aus Syrien in die Türkei, Teil 1: Wer sich nicht auskennt, zahlt drauf

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Flucht über Stacheldraht, die Kinder im Arm: Wie diese Familie auf der Suche nach Rettung in der Türkei sind Hunderttausende vor dem Krieg in Syrien geflohen. Das Bild entstand 2012. Foto: Andreas H. Landl/Flickr (https://flic.kr/p/qxAEF3), Lizenz: CC BY-NC 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)

Millionen Menschen sind während des Kriegs von Syrien in die Türkei geflohen. Doch die Wege gestalten sich zunehmend gefährlich, seit die Türkei an der Grenze eine Mauer errichtet hat. Ein schwer durchschaubares Netzwerk an Schleusern und Mittelsmännern hat sich im Grenzgebiet etabliert, das den Fliehenden hilft – oder sie ausbeutet. Ein Erfahrungsbericht von Samhar al-Khaled.

„Sie ergreifen jemanden und foltern ihn zu Tode, aus purer Lust“ – Bericht aus dem syrischen Gefängnis Sednaya

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Illustration von Amnesty International auf Grundlage der Berichte früherer Gefangener.

Maher war mehr als fünf Jahre lang in dem berüchtigten syrischen Foltergefängnis Sednaya inhaftiert. Er erlebte unvorstellbares Grauen. Nach seiner Entlassung 2011 half er Menschenrechtsgruppen bei Berichten über die Verbrechen des syrischen Regimes. Hier sind seine Erinnerungen an die Jahre hinter Gittern. Aufgezeichnet von Ansar Jasim.

Die Nakba – eine Erinnerung im Wandel

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Anaheed Al-Hardan gibt in ihrer Arbeit provokative Antworten auf scheinbar einfache Fragen. Foto: Tobias Pietsch/Alsharq

Die Flucht und Vertreibung hunderttausender Palästinenser*innen vor knapp 70 Jahren spielt heute für palästinensische Gemeinschaften in den jeweiligen Ländern eine sehr unterschiedliche Rolle. Gerade für Palästinenser*innen in Syrien hat der Begriff „Nakba“ seit 2011 eine völlig neue Bedeutung erfahren, sagte die Soziologin Anaheed Al-Hardan bei einer Alsharq-Veranstaltung. Von Ansar Jasim.

Alsharq-Veranstaltung: Palästinenser_innen in Syrien | حدث الشرق: فلسطينيون في سوريا

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Buchcover Al-Hardan, Anaheed: „Palestinians in Syria: Nakba Memories of Shattered Communities” (Columbia University Press, 2016)

Die Flucht im Jahr 1948, die sogenannte Nakba, ist für viele palästinensische Flüchtlingen identitätsstiftend. Doch bedeutet die Erinnerung daran für alle das gleiche? Und wie verändert sich diese Bedeutung gerade in Syrien seit Kriegsausbruch 2011? Annaheed al-Hardan aus Beirut untersucht diese Frage – und stellt am Donnerstag in Berlin ihre Ergebnisse vor. نص باللغة العربية

Israel und die Golan-Drusen: 50 Jahre Provisorium

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Im Februar 2011 konnten die Drusen noch ihre Äpfel über den Grenzübergang Quneitra nach Syrien exportieren. Diese drei Männer in traditioneller drusischer Kleidung beobachten die Lkw, die ins Nachbarland fahren. Foto: Israel Defense Forces/wikicommons (cc-by 2.0)

Mit den Golanhöhen eroberte Israel 1967 auch fünf drusische Dörfer. Die meisten der Golan-Drusen haben die israelische Staatsbürgerschaft trotz erheblichem Druck nicht angenommen. Sie leben seit 50 Jahren in einem Provisorium, halten Kontakt nach Syrien und protestieren gegen die Besatzung. Der Bürgerkrieg im Nachbarland ändert ihre Situation nun aber grundlegend. Von Tobias Lang.

„Lang ist es her, da kamen wir voller Liebe“ – ein Gespräch mit dem syrischen Musiker Wael Alkak

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Wael Alkak, Shubbak Festival in London im July 2017 ©Clara Wenz

Wael Alkak stammt aus Jaramanah, einem Vorort von Damaskus. 2012 zog er nach Paris und veröffentlichte sein erstes Album „Neshama – Songs Belonging to the Syrian Revolution“. Im Interview spricht Wael über seine Band „Neshama“, Studioaufnahmen über Skype und seine Rolle als „der Typ, der die friedliche Revolution unterstützt“. Von Clara Wenz ENGLISH VERSION INCLUDED.

1967: Wendepunkt für die arabische Linke – am Beispiel von Georges Tarabischi

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Autor Georges Tarabichi. Foto: Public Domain, Bearbeitet durch Alsharq

Das Jahr 1967 gilt auch unter arabischen Linken und säkularen Nationalen als einschneidend: Die Niederlage im Krieg gegen Israel stürzte sie in eine tiefe Sinnkrise. Beispielhaft verschrieb sich der syrische Philosoph Georges Tarabischi in der Folge radikaler Kulturkritik und stellte fest: „Die ganze Kultur wurde salafistisch.“ Von Eva-Maria Tepest.

Stell Dir vor, es ist Kriegsende und kaum einer schreibt es – Fortsetzung der Presseschau zu 1967

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Der Krieg trieb die Menschen in der ganzen Welt auf die Straße. Links der Aufruf der jüdischen Dienstleistungsorganisation Bnai Britz für eine Demo in Hollywood, rechts der Bericht von Protesten gegen Nassers Rücktritt in Algerien. (Bnai Brith vom 9. Juni 1967/Al-Moudjahid vom 10. Juni 1967). Grafik: Tobias Pietsch

Arabische Medien bezichtigen die USA, in den Krieg von 1967 einzugreifen, glauben fest an einen zukünftigen Sieg über Israel und freuen sich über Nassers Rücktritt vom Rücktritt. Die Niederlage einzugestehen fällt schwer. Israels Botschaft in Moskau packt derweil Koffer. Der zweite Teil der historischen Pressseschau aus neun Ländern von Diana Beck, Mariam Eichbüchler, Maximilian Ellebrecht, weiterlesen…