Der Aufschrei von Köln

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Der Kölner Hauptbahnhof als Symbol der aktuellen politischen Debatte über sexualisierte Gewalt gegen Frauen. © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Die sexuellen Übergriffe von Köln sind abstoßend. Besorgniserregend in hohem Grade ist aber auch eine andere Tatsache: Wie rechte Parteien versuchen, das Leid der Frauen und das von Geflüchteten zu instrumentalisieren. Einzelne Menschen werden dabei diskriminiert, was teils rassistischer Motivation heraus passiert. Ein Kommentar von Raphael Sartorius

Revolution im Hochglanzformat

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Die aktuelle Ausgabe des "Outpost" zum Thema "The Possibilities of Our Bodies"

Ibrahim Nehme will die Revolution. Ganz ohne Straßenproteste oder Megaphon. Mit seinem panarabischen Independent-Magazin „The Outpost“ hinterfragt der Libanese starre Gesellschaftsstrukturen im Nahen Osten – und will seine Leser animieren, etwas daran zu ändern. Von Sally Eshun

Presseschau zu den Anschlägen in Paris: Terror hier – und dort

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Inspiriert von dem Künstler Jean Jullien und auf Forderung in den Sozialen Medien, die Anschläge in Beirut nicht zu vergessen, schuf Kristian Labak dieses Bild (C: @krustabred).

In den medialen Reaktionen aus der arabischen Welt, Israel und Iran auf die furchtbaren Anschläge in Paris wird viel Anteilnahme und Trauer deutlich. Dabei werden insbesondere die vermeintlichen Gründe kontrovers diskutiert und die Doppelmoral in Bezug auf die Bewertung und Verurteilung terroristischer Akte durch westliche Staaten beanstandet.

Presseschau zum Atom-Deal: „Kein Blankoscheck für politischen Irrsinn“

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Das "erfolgreiche" Ende der Verhandlungen wurde am 14. Juli in Wien verkündet - die Konsequenzen für die Region dagegen werden noch kontrovers diskutiert. Photo: Österreichisches Außenministerium (CC BY 2.0)

Die Tragweite des Abkommens wird in den Medien des Nahen und Mittleren Ostens heiß diskutiert. Vor allem die geopolitische Dimension treibt die Kommentatoren um. Dabei sind sie sich einzig darin einig, dass die Machtverhältnisse in der Region durch den Akkord weitläufig umgekrempelt werden können.

„Erst wenn es richtig knallt“

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Lange Zeit ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen Osten: Jörg Armbruster. Photo: Wikipedia (CC-by-SA-3.0)

Viele Jahre war Jörg Armbruster ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen und Mittleren Osten, berichtete vom Tahrir-Platz in Kairo ebenso wie aus Aleppo, wo er 2013 angeschossen wurde. Juliane Pfordte vom Institut für Auslandsbeziehungen sprach mit ihm über seine Arbeit, die Erfahrung der eigenen Verletzbarkeit sowie die Anforderungen und Zwänge journalistischer Praxis.

Presseschau zum Anschlag auf Charlie Hebdo: „Frankreich im Krieg“

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"Je suis Charlie" - Titelseite der libanesischen Tageszeitung "al-Mustaqbal" am 9. Januar 2015. Foto: Screenshot

Der Anschlag auf Charlie Hebdo hat auch im Nahen Osten Bestürzung hervorgerufen. Politiker und Journalisten drücken ihre Solidarität mit den Opfern aus – und stellen den Angriff in Zusammenhang mit dem islamistischen Terror in der Region. Auch „Pegida“ kommt zur Sprache.

„Vandalemanya“: In der Türkei festgenommene Fotojournalisten im Interview

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Eines der letzten Fotos vor der Festnahme: Kurdische Demonstranten setzen in Diyabakir selbstgebaute Barrikaden in Flammen. Foto: Ruben Neugebauer (C)

Drei junge deutsche Fotojournalisten, die vergangene Woche von der türkischen Polizei festgenommen worden waren, sind wieder frei. Sie hatten die Proteste in der kurdischen Metropole Diyarbakir zu dokumentieren versucht. Alsharq traf die drei in Berlin. Sie berichten von der Haft und dem Wiederaufflammen des kurdisch-türkischen Konflikts.

Wider den Tweet – Warum die Sperrung von Twitter und YouTube Erdoğan nicht schwächt

Von | | Hintergrund, Medien, Studierende schreiben für Alsharq, Türkei | Kein Kommentar

Weithin untersagt, aber nicht minder wichtig: Proteste über soziale Medien in der Türkei. Photo: Wikimedia

Am 1. Mai veröffentlichte die amerikanische Nichtregierungsorganisation Freedom House ihr Ranking zur globalen Pressefreiheit. Die türkische Pressefreiheit wurde zum ersten Mal von „teilweise frei“ auf den Status „nicht frei“ degradiert. Trotz der anhaltenden Proteste sowie der Sperrung von Twitter und YouTube wurde die Regierung Erdoğans jedoch zeitgleich mit einem Erdrutschsieg im Amt bestätigt. Wie das? weiterlesen…

Journalismus in Algerien: more of the same

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Wohnblock in einem Vorort von Algiers. Foto: iñaki do campo gan (flickr/CC)

„Dänemark in der Theorie, Nordkorea in der Realität“, so titelte die große arabischsprachige Tageszeitung al-Khabar in Algier anlässlich des Welttages der freien Presse Anfang Mai. Nicht restriktive Mediengesetze, sondern indirektes Eingreifen der Regierung erschwert heute kritischen Journalismus in Algerien. Ein Gastbeitrag von Klaus-Peter Treydte

Dokumentation als Waffe – alternative Medien in Syrien

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Ein Milizenkämpfer des Regimes steht Wache am Ortseingang des Damaszener Vorortes Moadamiya. Bashar al-Assads Truppen hungerten Moadamiya systematisch aus, wie auch das Graffiti an der Wand besagt: "Hunger oder Niederknien." Der Medienaktivist Qusai Zakarya hat das Foto aus einiger Entfernung gemacht und uns zur Verfügung gestellt.

Heute beginnt in Syrien die Präsidentenwahl mitten im Krieg. Ein wie auch immer gearteter Sieg von Amtsinhaber Bashar al-Assad gilt als sicher, doch einen Gegner kann er nicht besiegen: Immer noch bilden Medienaktivist_innen eine große Gefahr für das Regime. Sie dokumentieren die Ereignisse für ein kollektives Gedächtnis im Syrien nach Assad. Eine Arbeit zwischen den Fronten. weiterlesen…

Braucht Israel besondere „Erklärungspolitik“? Ein Interview mit Davidi Hermelin

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Werbung, die unter die Haut geht. Dieser Mann wirbt sogar in seinem Nacken für Israel. Foto: Tobias Pietsch

Wie kaum ein anderes Land investiert Israel in staatliche Öffentlichkeitsarbeit, um ein positives Selbstbild im Ausland zu fördern. Hasbara, wörtlich „Erklärung“, ist der hebräische Begriff für diese Informationspolitik. Über Sinn und Inhalt des Konzepts spricht Davidi Hermelin, Leiter des Zentrums für Public Diplomacy und Hasbara.

Presseschau zur Krim-Krise: „Moskaus Methoden amerikanischer Bauart“

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"Putin ist wie Assad", schreiben zahlreiche Kommentatoren im Nahen Osten. Das Bild zeigt eine pro-Regime-Demonstration in Damaskus im März 2012. Foto: CC-BY Freedom House / Flickr

Am Sonntag soll ein Referendum über die Autonomie der Krim stattfinden, wodurch die Annexion der ukrainischen Halbinsel an Russland vorangetrieben werden soll. Während die G7-Staaten bereits verkünden, die Volksbefragung nicht anzuerkennen, und Militäreinheiten Mitarbeiter_innen der OSZE am Zutritt der Krim hindern, werden im Nahen Osten pro- und antirussische Stimmen laut und interessante Vergleiche zu regionalen weiterlesen…

Syrien: Gewalt gegen Journalisten 2013 erneut verschärft

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Ein TV-Journalist berichtet von einem Pro-Assad-Protest. Bild: Zeinab Mohamed (CC BY-NC-SA 2.0)

2013 war das bisher brutalste Jahr im syrischen Bürgerkrieg, die Zahl der Todesopfer stieg immer schneller. Davon betroffen waren nicht nur die unzähligen getöteten Zivilisten und die Kämpfer aller Seiten, sondern auch diejenigen, die über den Krieg berichten: syrische und ausländische Journalisten und Bürgerjournalisten. Ein Bericht der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen zeigt das ganze Ausmaß weiterlesen…

Islambild in deutschen Medien: schwer depressiv mit Katersymptomen

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"Geht auf die Straße" - Graffiti in Cairo, aufgenommen im November 2011. Foto: Denis Bocquet (CC)

Konfliktorientiert, kulturalistisch, gewaltzentriert: so könnte man das Bild von Islam und arabischem Raum in der deutschen Presse zusammenfassen. Eine Studie zeigt: Die oftmals vereinfachende Berichterstattung hat sich auch im Zuge des sogenannten Arabischen Frühlings kaum verändert. Doch zumindest einige Leitmedien waren lernfähig. Ein Gastbeitrag von Patrick Stegemann