Der „Rainbow Flag Case“: Größte Verfolgung von LGBT in Ägypten seit Jahren

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Junge Männer hissen die Regenbogen-Flagge während des Mashrou-Leila-Konzerts. Dieses Bild und weitere haben im Anschluss in Ägypten für enormen Aufruhr gesorgt.

Weil Konzertbesucher die Regenbogenflagge gezeigt haben, wurden mindestens 75 Ägypter festgenommen, 31 bereits zu Haftstrafen verurteilt. TV-Kommentatoren sind außer sich – über die Flagge: Homosexualität sei ein Verbrechen, „genauso schlimm wie Terrorismus“. Dabei ist sie nicht einmal illegal. Von B. Abdelwahab. ENGLISH VERSION INCLUDED.

Stell Dir vor, es ist Kriegsende und kaum einer schreibt es – Fortsetzung der Presseschau zu 1967

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Der Krieg trieb die Menschen in der ganzen Welt auf die Straße. Links der Aufruf der jüdischen Dienstleistungsorganisation Bnai Britz für eine Demo in Hollywood, rechts der Bericht von Protesten gegen Nassers Rücktritt in Algerien. (Bnai Brith vom 9. Juni 1967/Al-Moudjahid vom 10. Juni 1967). Grafik: Tobias Pietsch

Arabische Medien bezichtigen die USA, in den Krieg von 1967 einzugreifen, glauben fest an einen zukünftigen Sieg über Israel und freuen sich über Nassers Rücktritt vom Rücktritt. Die Niederlage einzugestehen fällt schwer. Israels Botschaft in Moskau packt derweil Koffer. Der zweite Teil der historischen Pressseschau aus neun Ländern von Diana Beck, Mariam Eichbüchler, Maximilian Ellebrecht, weiterlesen…

Presseschau zum Türkei-Referendum: „Ein anstrengender Triumph“

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"Evet" verkünden das Plakat und die Kappe dieses Mannes. Übersetzt: Ja zum umstrittenen Referendum in der Türkei. Foto: Daniel López García, https://flic.kr/p/SYyUBM, CC BY 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/.

Nicht nur die Türkei ist gespaltener Meinung über das Verfassungsreferendum – auch die Kommentatoren im Nahen Osten sind sich nicht einig, was von der knappen Mehrheit für die Reform zu halten ist. Stimmen, gesammelt von Diana Beck, Hannah Becker, Salah Abu Ein, Lea Frehse, Klara Miran Ipek, Laura Overmeyer, Maryam Roosta, Bodo Straub und Hauke weiterlesen…

Brexit-Presseschau: Palästina, Israel, Großbritannien – alle haben verloren

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Die Fahnen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union - inklusive Großbritannien. Photo: Rama/Wikimedia (CC BY-SA 2.0 fr.)

Warum hat eine Mehrheit der Briten für den Ausstieg aus der Europäischen Union gestimmt? Diese Frage beschäftigt auch die Kommentatoren und Berichterstatter in der MENA-Region. Eine Presseschau von Iran über Israel bis nach Algerien von Sören Faika, Amina Nolte, Laura Overmeyer und Bodo Straub.

Presseschau zu den Anschlägen in Paris: Terror hier – und dort

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Inspiriert von dem Künstler Jean Jullien und auf Forderung in den Sozialen Medien, die Anschläge in Beirut nicht zu vergessen, schuf Kristian Labak dieses Bild (C: @krustabred).

In den medialen Reaktionen aus der arabischen Welt, Israel und Iran auf die furchtbaren Anschläge in Paris wird viel Anteilnahme und Trauer deutlich. Dabei werden insbesondere die vermeintlichen Gründe kontrovers diskutiert und die Doppelmoral in Bezug auf die Bewertung und Verurteilung terroristischer Akte durch westliche Staaten beanstandet.

„Erst wenn es richtig knallt“

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Lange Zeit ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen Osten: Jörg Armbruster. Photo: Wikipedia (CC-by-SA-3.0)

Viele Jahre war Jörg Armbruster ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen und Mittleren Osten, berichtete vom Tahrir-Platz in Kairo ebenso wie aus Aleppo, wo er 2013 angeschossen wurde. Juliane Pfordte vom Institut für Auslandsbeziehungen sprach mit ihm über seine Arbeit, die Erfahrung der eigenen Verletzbarkeit sowie die Anforderungen und Zwänge journalistischer Praxis.

Berichterstattung über Charlie Hebdo: Islam, Gewalt und das Problem der Kontextualisierung

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Auch nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo diskutieren Politiker, Journalisten und Experten: Kommt die Gewalt nun aus dem Islam, oder ist er eine Religion des Friedens? Aber statt solch oberflächliche Debatten zu führen, wäre es gewinnbringender, die Formen öffentlicher Kommunikation genauer zu betrachten. Von Nils Riecken

Presseschau zum Anschlag auf Charlie Hebdo: „Frankreich im Krieg“

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Der Anschlag auf Charlie Hebdo hat auch im Nahen Osten Bestürzung hervorgerufen. Politiker und Journalisten drücken ihre Solidarität mit den Opfern aus – und stellen den Angriff in Zusammenhang mit dem islamistischen Terror in der Region. Auch „Pegida“ kommt zur Sprache.

„Vandalemanya“: In der Türkei festgenommene Fotojournalisten im Interview

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Drei junge deutsche Fotojournalisten, die vergangene Woche von der türkischen Polizei festgenommen worden waren, sind wieder frei. Sie hatten die Proteste in der kurdischen Metropole Diyarbakir zu dokumentieren versucht. Alsharq traf die drei in Berlin. Sie berichten von der Haft und dem Wiederaufflammen des kurdisch-türkischen Konflikts.

Wider den Tweet – Warum die Sperrung von Twitter und YouTube Erdoğan nicht schwächt

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Weithin untersagt, aber nicht minder wichtig: Proteste über soziale Medien in der Türkei. Foto: Erdem Civelek/Wikicommons, Public domain (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Turkey_internet_ban_protest_2011.jpg)

Am 1. Mai veröffentlichte die amerikanische Nichtregierungsorganisation Freedom House ihr Ranking zur globalen Pressefreiheit. Die türkische Pressefreiheit wurde zum ersten Mal von „teilweise frei“ auf den Status „nicht frei“ degradiert. Trotz der anhaltenden Proteste sowie der Sperrung von Twitter und YouTube wurde die Regierung Erdoğans jedoch zeitgleich mit einem Erdrutschsieg im Amt bestätigt. Wie das? weiterlesen…

Journalismus in Algerien: more of the same

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Wohnblock in einem Vorort von Algiers. Foto: El Harrach, von Iñaki do campo gan (https://flic.kr/p/c18TgU), Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/)

„Dänemark in der Theorie, Nordkorea in der Realität“, so titelte die große arabischsprachige Tageszeitung al-Khabar in Algier anlässlich des Welttages der freien Presse Anfang Mai. Nicht restriktive Mediengesetze, sondern indirektes Eingreifen der Regierung erschwert heute kritischen Journalismus in Algerien. Ein Gastbeitrag von Klaus-Peter Treydte

Dokumentation als Waffe – alternative Medien in Syrien

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Ein Milizenkämpfer des Regimes steht Wache am Ortseingang des Damaszener Vorortes Moadamiya. Bashar al-Assads Truppen hungerten Moadamiya systematisch aus, wie auch das Graffiti an der Wand besagt: "Hunger oder Niederknien." Der Medienaktivist Qusai Zakarya hat das Foto aus einiger Entfernung gemacht und uns zur Verfügung gestellt (C).

Heute beginnt in Syrien die Präsidentenwahl mitten im Krieg. Ein wie auch immer gearteter Sieg von Amtsinhaber Bashar al-Assad gilt als sicher, doch einen Gegner kann er nicht besiegen: Immer noch bilden Medienaktivist_innen eine große Gefahr für das Regime. Sie dokumentieren die Ereignisse für ein kollektives Gedächtnis im Syrien nach Assad. Eine Arbeit zwischen den Fronten.

Braucht Israel besondere „Erklärungspolitik“? Ein Interview mit Davidi Hermelin

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Werbung, die unter die Haut geht. Dieser Mann wirbt sogar in seinem Nacken für Israel. Foto: Tobias Pietsch (C)

Wie kaum ein anderes Land investiert Israel in staatliche Öffentlichkeitsarbeit, um ein positives Selbstbild im Ausland zu fördern. Hasbara, wörtlich „Erklärung“, ist der hebräische Begriff für diese Informationspolitik. Über Sinn und Inhalt des Konzepts spricht Davidi Hermelin, Leiter des Zentrums für Public Diplomacy und Hasbara.