Ägyptens Sorgenkind – Bewaffneter Konflikt auf dem Nordsinai

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Brennpunkt Sinai: das ägyptisch-israelische Grenzgebiet. Foto: M. Wilson/Wikicommons

Der Konflikt zwischen bewaffneten islamistischen Gruppen und dem ägyptischen Staat auf der Sinai-Halbinsel eskaliert – erst heute wurde bekannt, dass der IS-Ableger dort eine kroatische Geisel ermordet haben soll. Die Regierung unter Präsident Sisi reagiert auf die Bedrohung mit Militäroperationen und Gesetzesverschärfungen. Ein gefährlicher Kreislauf, der die Stabilität Ägyptens weiter gefährdet. Von Max Fiedler

Presseschau zum Atom-Deal: „Kein Blankoscheck für politischen Irrsinn“

Von , , und | | Ägypten, Algerien, Arabische Halbinsel, Iran, Jordanien, Libanon, Medien, Presseschau, Syrien, Tunesien, VAE / Dubai | Kein Kommentar

Das "erfolgreiche" Ende der Verhandlungen wurde am 14. Juli in Wien verkündet - die Konsequenzen für die Region dagegen werden noch kontrovers diskutiert. Photo: Österreichisches Außenministerium (CC BY 2.0)

Die Tragweite des Abkommens wird in den Medien des Nahen und Mittleren Ostens heiß diskutiert. Vor allem die geopolitische Dimension treibt die Kommentatoren um. Dabei sind sie sich einzig darin einig, dass die Machtverhältnisse in der Region durch den Akkord weitläufig umgekrempelt werden können.

„Erst wenn es richtig knallt“

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Lange Zeit ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen Osten: Jörg Armbruster. Photo: Wikipedia (CC-by-SA-3.0)

Viele Jahre war Jörg Armbruster ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen und Mittleren Osten, berichtete vom Tahrir-Platz in Kairo ebenso wie aus Aleppo, wo er 2013 angeschossen wurde. Juliane Pfordte vom Institut für Auslandsbeziehungen sprach mit ihm über seine Arbeit, die Erfahrung der eigenen Verletzbarkeit sowie die Anforderungen und Zwänge journalistischer Praxis.

Der algerische Film „l’Oranais“ drückt da, wo es wehtut

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Screenshot der Facebookseite von "L'oranais": Hier ist Kritik noch möglich.

Freundschaft, Verrat, Desillusion und Korruption. In seinem Film L’Oranais („Der Mann aus Oran“) zeichnet der in Frankreich aufgewachsene algerische Regisseur Lyes Salem ein dramatisches und erschreckend präzises Bild einer bisher in Filmen kaum behandelten Zeit der algerischen Geschichte: zwischen der Unabhängigkeit und der Entstehung der Berberbewegung in den 1980er Jahren. Von Manuela Schweizer

Ein Herz für Ägypten?! – Die Auswirkungen von Finanzhilfe aus dem Golf

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Mit saudischer Finanzhilfe wird ein Bild konstruiert: Hier vom gerade verstorbenen König Abdullah als Friedensnobelpreiskandidat. Foto: Abdulrahman Al-Zahrani (flickr, CC BY-NC-SA 2.0)

Seit dem sogenannten „Arabischen Frühling“ hat der Geldfluss aus den Monarchien der Golfregionen in andere arabische Staaten massiv zugenommen. Dabei geht es nicht vordergründig darum, der Bevölkerung bessere Lebensbedingungen zu bieten. Vielmehr werden dabei regionale Machtverhältnisse ausgehandelt, wie das Beispiel Ägypten eindrucksvoll belegt. Von Tobias Zumbrägel

Die Muslimbruderschaft in Ägypten – Demokraten unter Vorbehalt. Eine Rezension

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Der Muslimbruder Mursi gewinnt die ägyptischen Präsidentschaftswahlen (2012). Foto: J. Rashad (CC BY-NC-SA 2.0)

Der kometenhafte Aufstieg der ägyptischen Muslimbrüder nach dem Sturz Mubaraks 2011 faszinierte die Welt ebenso wie ihr tiefer Fall im Sommer 2013. Doch was verbirgt sich dahinter? In ihrem Werk „Die Muslimbruderschaft – Porträt einer mächtigen Verbindung“ macht Annette Ranko die Bruderschaft, ihre Geschichte und Programm einem breiten Publikum zugänglich. Eine Rezension von Henning Schmidt

Presseschau zum Anschlag auf Charlie Hebdo: „Frankreich im Krieg“

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"Je suis Charlie" - Titelseite der libanesischen Tageszeitung "al-Mustaqbal" am 9. Januar 2015. Foto: Screenshot

Der Anschlag auf Charlie Hebdo hat auch im Nahen Osten Bestürzung hervorgerufen. Politiker und Journalisten drücken ihre Solidarität mit den Opfern aus – und stellen den Angriff in Zusammenhang mit dem islamistischen Terror in der Region. Auch „Pegida“ kommt zur Sprache.

Präsidentschaftswahlen in Tunesien: Rückbesinnung auf Ära Bourguiba?

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Präsidentschaftskandidat Essebsi hegt auch noch mit 88 politische Ambitionen. Foto: FIDH, Flickr (CC BY 2.0).

Die Annäherung zwischen der säkularen Nidaa Tounès und der islamistischen Ennahda hat bei der Wahl des Parlamentspräsidenten in Tunesien Erstaunen ausgelöst. Die Parteien sind aber von einer Koalition weit entfernt. Vielmehr buhlt Nidaa Tounès um Stimmen bei den Islamisten. Viele Tunesier unterstützen Nidaa Tounès aber gerade aufgrund ihrer Angst vor den Islamisten. Von Astrid Schäfers

Traum und Trauma: Der Algerienkrieg und seine Folgen

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„Ein einziger Held, das Volk“: Slogan auf einer Mauer in Algier, 1962. Bild: Musée national de la Révolution algérienne / WikiCommons

Der Algerienkrieg war einer der blutigsten Kolonialkriege des 20. Jahrhunderts – dabei war Algerien offiziell gar keine Kolonie. Heute jährt sich sein Beginn zum 60. Mal. Die Erinnerung daran schwankt in Algerien und in Frankreich zwischen Gedenken und beredtem Schweigen – dabei sind sogar die politischen Systeme beider Länder Ergebnisse des Krieges. Von Jakob Krais.

Der libysche Dominoeffekt: Die Krisenherde Nordafrika und Nahost vor dem Ersten Weltkrieg

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Schützengraben in der Oase: Italienische Soldaten in Libyen, 1911. Bild: wikipedia (CC)

Wo begann der Erste Weltkrieg? In Sarajevo, werden die meisten wohl antworten. Der Mord an Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich und seiner Frau am 28. Juni 1914 in der bosnischen Stadt gilt allgemein als Auslöser des Großen Krieges. Kaum jemand würde wohl Libyen als die Lunte ansehen, die das Pulverfass der europäischen Mächterivalitäten in Brand weiterlesen…