Ägyptens Ehekrise

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Die mit Henna geschmückte Hand einer Braut. Photo: Public Domain.

Traditionell wollen Ägypter_innen früh in ihrem Leben heiraten. Seit einigen Jahrzehnten jedoch verändert sich das Heiratsverhalten und in der Politik steigt die Angst vor der angeblich die Gesellschaft destabilisierenden Wirkung dieser „Ehekrise“. Dabei sind diese Entwicklung weniger Auslöser als vielmehr Symptom tiefgreifender sozioökonomischer Veränderungen. Von Laura Overmeyer

Fünf Jahre danach: Ist Ägyptens Revolution gescheitert?

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Der Tahrir Platz in Kairo: Symbol der ägyptischen Revolution. Photo: CC BY 2.0

Gut fünf Jahre ist es her, dass sich Millionen Ägypter_innen im Rausch des so genannten Arabischen Frühlings auf die Straßen begaben und den Sturz des Regimes forderten. Mubarak ging – und dennoch haben sich die damaligen Hoffnungen auf Freiheit und Demokratie bis heute nicht erfüllt. Rabab El Mahdi, Dozentin der Politikwissenschaft an der American University weiterlesen…

Al Sisis Hofstaat: Hintergründe zum Wahlergebnis in Ägypten

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Die Militäruniform hat er abgelegt, eisern regiert er als Präsident: Abdel Fattah al-Sisi. Photo: Thierry Ehrmann/Flickr (CC BY 2.0)

Ägyptens neu gewähltes Parlament besteht größtenteils aus Abgeordneten, die das nationalistische Projekt des Präsidenten Sisi unterstützen. Gleichzeitig haben Repressionen gegen Regimekritiker, Pressezensur und Parteiverbote bereits im Vorfeld der Wahlen die verbliebene Opposition dezimiert. Doch ohne eine echte parlamentarische Kontrolle der Exekutive scheint der Rückfall des Landes in eine autokratische Ordnung kaum noch aufzuhalten. Von Jannis weiterlesen…

Kaum eine Wahl: Ägyptens Parlamentswahlen zementieren die autokratische Ordnung

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Stimmabgabe in Shubra. Photo: Nehal el-Sherif (CC BY-ND 2.0)

Ägypten hat schon wieder gewählt. Während Regierungsvertreter und das politische Establishment den mittlerweile achten Urnengang seit dem Sturz des Mubarak-Regimes als abschließenden Schritt zu einer stabilen und demokratischen Ordnung deuten, erreicht das Wahlergebnis tatsächlich kaum mehr, als eine Zementierung des autoritären Status quo. Von Jannis Grimm

Mauerfall in Kairo

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Der Künstler Ahmed M. Tuni nimmt den Abriss der Grafitti-Mauer in einer Collage aufs Korn. Seine Bildunterschrift: "Grafitti lässt ihn so gucken." Foto: Ahmed M. Tuni (C)

In Kairo reißt die Stadtverwaltung eine Mauer ein. Dahinter steckt mehr als eine bauliche Maßnahme: Die Mauer und ihre Graffiti sind Teil der Erinnerung an die Revolution. Der Kampf um die symbolische und politische Deutungshoheit in der Stadt ist in vollem Gange. Von Patrick Stegeman

Ägypten: Homosexualität ist legal – aber nicht erlaubt

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Der oberste Gerichtshof in Kairo. Photo: Rachid H/Flickr (CC-BY-NC-2.0).

Erneut sind in Kairo elf vermeintlich homosexuelle Männer unter dem Vorwurf der Prostitution festgenommen worden. Diese Festnahmen sind Ausdruck einer langen Kette staatlicher Repressionen gegen die ägyptische LGBTQ-Community. Der Rechtsanwalt Islam Khalifa, der die Angeklagten vertritt, berichtet im Interview von der juristischen Praxis in Ägypten und dem Umgang mit Homophobie.

Ägyptens Sorgenkind – Bewaffneter Konflikt auf dem Nordsinai

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Brennpunkt Sinai: das ägyptisch-israelische Grenzgebiet. Foto: M. Wilson/Wikicommons

Der Konflikt zwischen bewaffneten islamistischen Gruppen und dem ägyptischen Staat auf der Sinai-Halbinsel eskaliert – erst heute wurde bekannt, dass der IS-Ableger dort eine kroatische Geisel ermordet haben soll. Die Regierung unter Präsident Sisi reagiert auf die Bedrohung mit Militäroperationen und Gesetzesverschärfungen. Ein gefährlicher Kreislauf, der die Stabilität Ägyptens weiter gefährdet. Von Max Fiedler

Presseschau zum Atom-Deal: „Kein Blankoscheck für politischen Irrsinn“

Von , , und | | Ägypten, Algerien, Arabische Halbinsel, Iran, Jordanien, Libanon, Medien, Presseschau, Syrien, Tunesien, VAE / Dubai | Kein Kommentar

Das "erfolgreiche" Ende der Verhandlungen wurde am 14. Juli in Wien verkündet - die Konsequenzen für die Region dagegen werden noch kontrovers diskutiert. Photo: Österreichisches Außenministerium (CC BY 2.0)

Die Tragweite des Abkommens wird in den Medien des Nahen und Mittleren Ostens heiß diskutiert. Vor allem die geopolitische Dimension treibt die Kommentatoren um. Dabei sind sie sich einzig darin einig, dass die Machtverhältnisse in der Region durch den Akkord weitläufig umgekrempelt werden können.

„Erst wenn es richtig knallt“

Von | | Ägypten, Interviews, Medien, Syrien | Kein Kommentar

Lange Zeit ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen Osten: Jörg Armbruster. Photo: Wikipedia (CC-by-SA-3.0)

Viele Jahre war Jörg Armbruster ARD-Auslandskorrespondent für den Nahen und Mittleren Osten, berichtete vom Tahrir-Platz in Kairo ebenso wie aus Aleppo, wo er 2013 angeschossen wurde. Juliane Pfordte vom Institut für Auslandsbeziehungen sprach mit ihm über seine Arbeit, die Erfahrung der eigenen Verletzbarkeit sowie die Anforderungen und Zwänge journalistischer Praxis.

Ein Herz für Ägypten?! – Die Auswirkungen von Finanzhilfe aus dem Golf

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Mit saudischer Finanzhilfe wird ein Bild konstruiert: Hier vom gerade verstorbenen König Abdullah als Friedensnobelpreiskandidat. Foto: Abdulrahman Al-Zahrani (flickr, CC BY-NC-SA 2.0)

Seit dem sogenannten „Arabischen Frühling“ hat der Geldfluss aus den Monarchien der Golfregionen in andere arabische Staaten massiv zugenommen. Dabei geht es nicht vordergründig darum, der Bevölkerung bessere Lebensbedingungen zu bieten. Vielmehr werden dabei regionale Machtverhältnisse ausgehandelt, wie das Beispiel Ägypten eindrucksvoll belegt. Von Tobias Zumbrägel

Die Muslimbruderschaft in Ägypten – Demokraten unter Vorbehalt. Eine Rezension

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Der Muslimbruder Mursi gewinnt die ägyptischen Präsidentschaftswahlen (2012). Foto: J. Rashad (CC BY-NC-SA 2.0)

Der kometenhafte Aufstieg der ägyptischen Muslimbrüder nach dem Sturz Mubaraks 2011 faszinierte die Welt ebenso wie ihr tiefer Fall im Sommer 2013. Doch was verbirgt sich dahinter? In ihrem Werk „Die Muslimbruderschaft – Porträt einer mächtigen Verbindung“ macht Annette Ranko die Bruderschaft, ihre Geschichte und Programm einem breiten Publikum zugänglich. Eine Rezension von Henning Schmidt

Bürger, Journalist? Erfahrungen eines ägyptischen Fotografen

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Als Fotograf erlebte Roger Anis Wut, Enthusiasmus und Alltag der Umstürze in Ägypten hautnah mit. Dieses Bild entstand im Juni 2013 in Kairo. Foto: Roger Anis (C)

Der zweite Tag der ägyptischen Präsidentschaftswahlen geht heute über die Bühne. Dann ist auch Roger Anis wieder im Einsatz. Der 27-jährige begann seine Arbeit als Fotojournalist in Kairo ein Jahr vor Beginn der Proteste gegen das Mubarak-Regime. Die politischen Ereignisse der vergangenen drei Jahre veränderten das Land, seine Arbeit und seinen persönlichen Werdegang. Im Interview weiterlesen…

Vergessenes Erbe der Revolution – Pressefreiheit in Al-Sisis Ägypten

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Ägypten im Februar 2011: Ein Demonstrant hält ein Schild mit der Aufschrift: "Danke an den Sender al-Jazeera." Heute bekämpft der vermutlich nächste Präsident Abd el Fatah al-Sisi den Sender. Bild: Monasoh/Flickr (CC BY 2.0)

Eine bleierne Stimmung liegt über den Medien Ägyptens, wenn die Bevölkerung morgen und übermorgen einen neuen Präsidenten wählt. Der Favorit al-Sisi persönlich hat Journalisten erklärt, dass die nationale Sicherheit einstweilen Vorrang vor der Pressefreiheit genießt. Willkürliche Festnahmen sorgen für ein Klima der Angst und der Hetze, schreibt Christoph Dreyer von Reporter ohne Grenzen.

Ägyptische JournalistInnen im Fadenkreuz

Von | | Ägypten, Mashreq, Studierende schreiben für Alsharq | Kein Kommentar

JournalistInnen fotografieren eine Auseinandersetzung zwischen Muslimbrüdern und Sicherheitskräften in Kairo, 31.01.2014. Foto: Mustafa Bassim.

Nach dem Sturz Mursis im Juni vergangenen Jahres wird in der polarisierten Stimmung auch die Situation für ägyptische JournalistInnen immer schwieriger. Nicht nur wird die Ausübung ihrer Arbeit durch staatliche Repressionen und Gewalt behindert, auch werden sie zunehmend von anderen BürgerInnen verbal und körperlich angegriffen. Unsere Gastautorin Anja Schmidt berichtet.