Ägypten nach Mubarak: “Wir wollten auch etwas tun, das war allen klar”

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Die gesellschaftspolitische Debatte um die ägyptische Revolution bleibt nicht allein auf Ägypten beschränkt. Studierende der Universität Hamburg engagieren sich zum Beispiel im Verein „liqa“ („Begegnung“). Sie bieten Workshops für demokratische Partizipation und Medien in Ägypten und Tunesien an. Alsharq sprach mit Katharina Mennrich über die Herausforderungen für die Arbeit des Vereins.

Verfassungsreferendum in Ägypten: Unerhört aber nicht vergessen

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Auf verlorenem Posten? "Nein zur Verfassung, nein zum Referendum". Bild: Moud Barthez (CC BY 2.0)

Die neue Verfassung Ägyptens, die im Referendum vergangene Woche bestätigt wurde, soll die gesellschaftliche Polarisierung überwinden – dabei zeigt gerade der Verlauf der Abstimmung, wie die Spaltung aus Kalkül forciert und Einzelne in die Isolation getrieben werden. Für sie war ein Boykott des Referendums die einzige Möglichkeit, um ihr Misstrauen zum Ausdruck zu bringen.

Bruchstellen in der Verfassung

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Referendum in Ägypten: Es geht um viel mehr als die Verfassung. Bild: Bora S. Kamel (CC BY 2.0)

Weil die Militärregierung das Ergebnis des Verfassungsreferendums in Ägypten zu instrumentalisieren versucht, vermag auch die neue Verfassung die gesellschaftliche Spaltung nicht zu überwinden. Dabei zeigt ein Blick auf die Auseinandersetzungen, die der Abstimmung vorausgehen, wie tief das gegenseitige Misstrauen sitzt. Welche Folgen das für das Referendum hat, beschreiben wir im zweiten Teil dieses Artikels.

Mittendrin statt nur dabei! Die Arbeiterklasse in den ägyptischen Aufständen 2011 und 1919

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Saad Zaghlouls Erbe ragt bis ins moderne Ägypten. Hier eine Statue des Vordenkers der 1919er-Revolution in Alexandria. Foto: Dan Lundberg / Flickr (CC BY-SA)

Als die Menschen 2011 auf den Tahrir-Platz strömten, forderten sie das Ende der Mubarak-Despotie, aber auch „Brot, Freiheit und Würde“. Die Arbeiterbewegung spielte eine tragende Rolle, doch nun scheinen ihre Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit im Sande zu verlaufen. Wiederholt sich die Verdrängung des Sozialen aus der Revolution von 1919? Ein Gastbeitrag von Dominik Reich.

Ägypten: wer das Sagen hat

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Deutsche Welle: Shabab Talk vom 5. November 2013

Diese Woche wurde auf der Deutschen Welle Arabic der „Shabab Talk“ ausgestrahlt, eine politische Diskussionsrunde, zu der auch Alsharq eingeladen war. Der Verlauf der Diskussion gibt einen guten Einblick in die gegenwärtigen Verhältnisse in Ägypten – vor allem, weil sie zeigt, wer mit welchen Themen die Auseinandersetzung bestimmt.

Militärputsch in Ägypten: In Nassers Fußstapfen

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Ein Unterstützer des gestürzten Präsidenten Mursi bei den schweren Zusammenstößen zwischen Muslimbruderschaft und Sicherheitskräften am 14. August in Kairo. Foto: (c) Globovisión/ Flickr

In Schockstarre verfolgt die Welt die bürgerkriegsähnlichen Ereignisse in Ägypten. Seit die staatlichen Sicherheitskräfte Mitte August Sit-Ins der Anhänger des gestürzten Präsidenten Muhammad Mursi räumten, ist das Land in einer Gewaltspirale gefangen, die bereits hunderte Opfer forderte – größtenteils auf Seiten der Muslimbruderschaft. Diese Eskalation ist das Ergebnis einer strategischen Kriminalisierung der Islamisten, um Kontrollmaßnahmen im Sinne weiterlesen…

Rising violence against Coptic Christians – impressions from Upper Egypt

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Members of the congregation inspecting the burnt altar of St. John's Church in Assuit, Upper Egypt, on August 19. Photo: Roger Anis

Coptic Christians were violently attacked throughout Egypt following the police crackdown against Morsi supporters in Greater Cairo on August 14. Several people were injured and some murdered, while churches, homes and businesses were looted and burned. Egyptian Photojournalist Roger Anis has documented the violence in Upper Egypt. 

Islamisch gefärbt? Die ägyptische Verfassung von 2012

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"Nein zur Verfassung" - eine Frau protestiert am 4. Dezember 2012 vor der Noor-Moschee. Die Verfassung wurde dennoch angenommen. Foto: Hossam el-Hamalawy/Flickr.

Die ägyptische Verfassung von 2012 galt als „islamisch gefärbt“ – so die Einschätzung zahlreicher westlicher Medien. Jetzt wurde die Verfassung überarbeitet, am vergangenen Dienstag übergab das Komitee seine Ergebnisse an Übergangspräsident Adli Mansour. Doch welche Rolle hatte der Islam überhaupt in der Verfassung von 2012? Und war er darin tatsächlich stärker vertreten als in ihrer Vorgängerin? weiterlesen…

Presseschau zum Sturz Mursis: “Ägypten droht die Militärdiktatur”

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Plakat bei den Anti-Mursi-Demonstrationen vergangene Woche. Foto: Schluwa Sama

Nicht nur in Europa, auch im Nahen Osten sind sich die Zeitungen uneins, was die Ereignisse in Ägypten nun bedeuten. Während manche einen Bürgerkrieg oder eine zu große Macht für das Militär befürchten, sehen die anderen das Volk als Sieger und Mursis Sturz als Fortführung der Revolution von 2011. Eine Presseschau von Christoph Dinkelaker, Lea weiterlesen…

Warum die Revolution der richtige Schritt für Ägypten ist – ein Diskussionsbeitrag

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Proteste in Kairo am Montag. Foto: Mohamed Lamrabet

In einem Diskussionsbeitrag zu den aktuellen Ereignissen in Ägypten kritisiert Gastautor Mohamed Lamrabet einen zynischen Unterton in vielen kritischen Kommentaren zur Absetzung Mursis. In Anbetracht der negativen Entwicklung Ägyptens seit dem Sturz Mubaraks sei Zynismus fehl am Platz, meint der Autor. Alsharq wird in den kommenden Tagen einige Diskussionsbeiträge zu den Entwicklungen in Ägypten veröffentlichen und lädt Leserinnen und Leser dazu ein, weiterlesen…

Mursis Statthalter in Luxor muss gehen – Ein (kleiner) Erfolg der Zivilgesellschaft in Ägypten

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Touristen vor dem Hatschepsut-Tempel in Luxor. Foto: CC Ankur P

Am 16. Juni 2013 ließ der ägyptische Präsident Muhammad Mursi 17 der insgesamt 27 Provinzen des Landes mit neuen Statthaltern besetzen. Großen Widerstand und Empörung entfachte die Ernennung von Adel al-Khayat zum Gouverneur des Touristenortes Luxor. Al-Khayat ist Mitgründer der islamischen al-Gamaa al-Islamiyya, die 1997 in Luxor das verheerendste Attentat in der jüngeren Geschichte Ägyptens verübte. weiterlesen…

In Ägypten ist Kunst keine Tochter der Freiheit

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Das Opernhaus in Kairo. Die Künstler dort  traten schon Ende Mai aus Protest gegen den Kulturminister in Streik. (Bild: ThutmoseIII / Wikimedia Commons)

Von Friedrich Schiller ist überliefert, dass Kunst die Tochter der Freiheit sei. In Ägypten dürfte diese Analogie jedoch in diesen Tagen zahlreichen kunst- und kulturinteressierten Menschen als blanker Hohn vorkommen. Als es am 11.06.2013 zu Ausschreitungen zwischen Anhängern der Regierung und protestierenden Künstlern und Kunstschaffenden vor dem Kulturministerium auf der Nilinsel Zamalek kam, war von weiterlesen…

Klassenstruktur und politischer Islam in Ägypten – Das wirtschaftliche Profil der Muslimbrüder

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Anti-Muslimbrüder-Grafitto in Kairo; Foto: Gigi Ibrahim

Gemäßigte Realpolitiker oder doch gefährliche Islamisten? Das politische Profil der Muslimbrüder wird hitzig debattiert. Dabei gerät deren Verflechtung mit der Klassenstruktur Ägyptens häufig in den Hintergrund. Doch liegt gerade darin der Schlüssel zum Verständnis der Politik der Muslimbrüder. Ein Beitrag im Rahmen von „Studenten schreiben auf Alsharq“ von Adrian Paukstat.

Die politische Lage in Ägypten: Alles aus, alles drin

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Mursi ganz oben: Wahlwerbung in den Straßen Kairos 2012. Foto: Philipp Spalek

Während die Parlamentswahlen in Ägypten verschoben wurden, erschließt sich die Bevölkerung unterschiedliche Formen des Protests und der politischen Organisation außerhalb etablierter Strukturen. So wird deutlich, dass eine kollektive Ermächtigung der Bevölkerung mehr erfordert als formelle Repräsentation. Solange diese Diskrepanz besteht, ist die „Revolution“ am Ende und gleichzeitig weiter am Leben.