Über die Radikalität der Zeichen – „Bodytext“ von Modjgan Hashemian

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Fragmentarische Erzählweise, die Lücken lässt: Ashkan Afsharian und Kaveh Ghaemi in "Bodytext". Foto: Maxim Gorki Theater/Ute Langkafel

Graffiti ist auch und gerade im Nahen Osten eine wichtige Form des Protests und Zeichen für den Versuch, die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Doch sie sind auch gefährlich – denn wer bestimmt schon, was Symbole und Slogans bedeuten? Die Choreografin Modjgan Hashemian hat am Maxim Gorki Theater ein Stück zu dieser Frage inszeniert. Von Daniel Walter.

Rezension „Die schwarze Macht“ von Christoph Reuter: Die Bestie entschlüsseln

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Der Journalist und Nahostexperte Christoph Reuter. Foto: (CC BY-SA 2.0)

Nicht erst seit den Anschlägen von Paris und Istanbul dominiert der sogenannte „Islamische Staat“ die mediale Berichterstattung über den Nahen Osten. Doch was verbirgt sich hinter der Organisation? Wie war ihr Aufstieg möglich? Christoph Reuters Monographie „Die schwarze Macht – Der „Islamische Staat“ und die Strategen des Terrors“ tritt an, diese Fragen zu beantworten. Eine weiterlesen…

Rezension: „Umkämpfte Staatlichkeit: Palästina zwischen Besatzung, Entwicklung und politischem Islam“ von Helmut Krieger

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Photo: (v.l.n.r.) Yitzhak Rabin, Bill Clinton und Yassir Arafat nach der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens 13.09.1993 (Public Domain).

In seiner jüngst erschienenen Studie zum (verhinderten) Staatsformierungsprozess in den besetzten Palästinensergebieten gelingt dem Wiener Politikwissenschaftler und Soziologen Helmut Krieger gleichermaßen eine Erneuerung marxistischer Staatstheorie sowie eine pointierte und kenntnisreiche Analyse des politischen Kräftefelds in Palästina und darüber hinaus. Eine Rezension von Adrian Paukstat

Rezension: „Die neuen Staatsfeinde. Wie die Helfer syrischer Kriegsflüchtlinge in Deutschland kriminalisiert werden“

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Refugee Welcome Center in Hamburg - Photo: Rasande Tyskar/Flickr (CC BY-NC 2.0)

Angela Merkel wird zur „Flüchtlingskanzlerin“, ein Land rühmt seine „Willkommenskultur“. Doch wie sieht die deutsche Rechtspraxis gegenüber Fluchthelfern aus? Auf diese Frage präsentiert Stefan Buchen einen präzisen Einblick in die moralischen Abgründe der deutschen Asylpolitik. Eine Rezension von Ilyas Saliba

Der algerische Film „l’Oranais“ drückt da, wo es wehtut

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Screenshot der Facebookseite von "L'oranais": Hier ist Kritik noch möglich.

Freundschaft, Verrat, Desillusion und Korruption. In seinem Film L’Oranais („Der Mann aus Oran“) zeichnet der in Frankreich aufgewachsene algerische Regisseur Lyes Salem ein dramatisches und erschreckend präzises Bild einer bisher in Filmen kaum behandelten Zeit der algerischen Geschichte: zwischen der Unabhängigkeit und der Entstehung der Berberbewegung in den 1980er Jahren. Von Manuela Schweizer

Iran und der Atomkonflikt: Prinzipiell zu einer Lösung bereit

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Wien, Juni 2014: Das Interesse an den Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm hält an - was dabei heraus kommt, bleibt dagegen offen. Photo: AFP PHOTO/SAMUEL KUBAN (CC)

Noch immer ist der Atomkonflikt zwischen dem Iran und dem Westen nicht abschließend gelöst. In seinem Buch Atommacht Iran – die Geburt eines nuklearen Staates liefert der britische Journalist David Patrikarakos eine facettenreiche Gesamtdarstellung der Geschichte des iranischen Atomprogramms, die sehr viel länger ist, als der rund zehnjährige Konflikt darüber. Eine Rezension von Henning Schmidt

„Der Nahostkonflikt bleibt indes der Preis für die jüdische Nationalstaatlichkeit“ – eine Rezension

Von | | Israel, Mashreq, Rezension, Studierende schreiben für Alsharq | Kein Kommentar

Dieses Schild bei Eilat heißt Besucher in Israel willkommen. Foto: Tobias Pietsch

In ihrem neuen Werk Das zionistische Israel – Jüdischer Nationalismus und die Geschichte des Nahostkonflikts setzt sich Autorin Tamar Amar-Dahl ideologiekritisch mit der Geschichte israelischer Sicherheitspolitik auseinander. Im Zentrum der Analyse steht die innere Verfasstheit und Entwicklung Israels – ein Fokus der zugleich Stärke und Schwäche des Buches ist. Eine Rezension von Sebastian Kunze

Libanon: Ein Land dreht sich um sich selbst

Von | | Libanon, Mashreq, Rezension | Kein Kommentar

Denkmal des 2005 ermordeten ehemaligen Premierministers Rafik Hariri in Beirut. Bild: Straub

Als im März 2005 ein Viertel der libanesischen Bevölkerung gegen die syrische Besatzung demonstrierte, glaubten viele an einen Neuanfang. Doch heute ist davon nicht mehr viel übrig. Die Korruption im Land ist weiter schrankenlos, die Konfliktfelder sind eher mehr als weniger geworden, die Bevölkerung ist gespalten wie lange nicht. Der Sammelband „Lebanon – After the weiterlesen…

Dokumentarfilm „Schildkrötenwut“: „Es ist wichtig, dass Kinder Fragen stellen dürfen und Antworten bekommen“

Von | | Mashreq, Palästina, Persönlichkeiten, Rezension | Kein Kommentar

Regisseurin Pary El-Qalqili sucht in ihrer Dokumentation »Schildkrötenwut« eine Annäherung an ihren palästinensischen Vater. Statt einfacher Antworten bietet der Film ein komplexes Porträt einer Vater-Tochter-Beziehung. Katharina Kretzschmar ist einigen Fragen zum Film im Gespräch mit Pary El-Qalqili nachgegangen, manche konnte sie ihr beantworten, einige bleiben auch für die Filmerin selbst offen.Was war der Grund für weiterlesen…

Neue Studie über Hamas: Die Bewegung des pragmatischen Widerstandes

Von | | Mashreq, Palästina, Rezension | 3 Kommentare

Liebe Leser, wir gratulieren unserem Alsharq-Autoren Maximilian Felsch zur erfolgreichen Promotion! Lest hier die Rezension seiner 2011 im Waxmann-Verlag erschienen Dissertation mit dem Titel »Die Hamas: eine pragmatische soziale Bewegung?«»Radikalislamisch«, »extremistisch« und »terroristisch« sind einige der wenig schmeichelhaften Attribute, mit denen die palästinensische Hamas meist charakterisiert wird. Zu einer ganz anderen Einschätzung kommt hingegen Autor weiterlesen…

Israels Gretchenfrage

Von | | Israel, Mashreq, Rezension | 5 Kommentare

Über die israelische Armee ranken sich gerade hierzulande Mythen. Nun kommen die Soldaten erstmals selbst zu Wort – David Ranan hat es mit seinen Interviews geschafft, eines der momentan wichtigsten Bücher über Israel zu veröffentlichen, das durch die Causa Shalit aktueller ist denn je. David Ranan stellt die Gretchenfrage: »Ist es noch gut, für unser weiterlesen…

Buchvorstellung „Die Entzauberung des Ostens“

Von | | Rezension | Kein Kommentar

Von Behrang Samsami Warum reist ein erfolgreicher deutschsprachiger Schriftsteller wie Hermann Hesse 1911 nach Südostasien? Warum lässt sich ein wenig bekannter Expressionist namens Armin T. Wegner im Ersten Weltkrieg als Sanitäter ins Osmanische Reich versetzen? Und wie kommt 1933 die Schweizer Industriellentochter und Autorin Annemarie Schwarzenbach dazu, sechs Monate lang den gesamten Vorderen Orient zu weiterlesen…

Umfrage zum Aufstand in Syrien – Wie repräsentativ sind 551 Syrer?

Von | | Mashreq, Rezension, Syrien | Kein Kommentar

Seit mehr als einem halben Jahr tobt der Aufstand in Syrien, doch wenig ist bekannt darüber wie breit der Rückhalt der Opposition im Volk wirklich ist. In weiten Teilen des Landes protestieren Menschen gegen das Assad-Regime. Täglich trotzen tausende Syrer den schießenden Soldaten und Angehörigen der Shabiha-Milizen. Knapp 3000 Menschen mussten die Zusammenstöße bislang mit weiterlesen…

Palästina und die Unabhängigkeit: Es ist ein Staat

Von | | Mashreq, Palästina, Rezension | Kein Kommentar

Von Miguel A. ZamoranoDer Weg zum 20. September, an dem die Palästinenser ihren Staat ausrufen wollen, begann mit einem grundlegenden Wechsel in der Arbeitsweise im palästinensischen Lager. Der Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Ostjerusalem beschreibt diesen folgenreichen Wandel in seinem neuen Buch.In Israel kommt man als Besucher früher oder später in einer geselligen Runde auf den weiterlesen…