„Womit soll ich anfangen?“

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Mehmet Ateşçi, Can Dündar und Elmira Bahrami (v.l.). Foto: Ute Langkafel/Maxim-Gorki-Theater

Zum elften Mal jährte sich am 19. Januar der Mord an dem armenischen Journalisten Hrant Dink durch einen türkischen Nationalisten. Die Gedenkveranstaltung im Maxim-Gorki-Theater zeigte vor allem: Die Angehörigen, Kolleg*innen und Kämpfer*innen für eine andere Türkei bleiben stark – in der Trauer wie im Widerstand. Von Daniel Walter

Rezension: „The Family in Central Asia“ – Frischer Blick auf ein altes Thema

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Ein Familienfoto aus Südkirgistan. Ein Beitrag widmet sich den familiären Bewältigungsmechanismen von bewaffnetem Konflikt in dieser Region. Foto: Betta27/Wikicommons (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Special:Search&limit=500&offset=0&profile=default&search=betta27&searchToken=bngpyenk4yrayylao5gwfg529#/media/File:Kyrgyz_family_Sary-Mogol.jpg), Lizenz: cc-by 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)

Dass Familienstrukturen ein elementarer Baustein der Gesellschaften Zentralasiens sind, ist wohl bereits für Laien ein müder Allgemeinplatz. Oft dreht sich die Debatte jedoch um wenige politisch-soziologische Konzepte wie „Clanherrschaft“ oder „Familialismus“. Ein neu erschienener Sammelband öffnet das Blickfeld. Eine Rezension von Ludwig Pelzl.

Vom Leben als Flüchtling in Bayern. Abbas Khiders Roman „Ohrfeige“- Eine Rezension

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Buchcover von Abbas Khiders Roman "Ohrfeige", Hanser Verlag.

Bücher über Flucht und Flüchtlinge aus deutscher Sicht gibt es viele. Belletristik, die Flucht und Asyl aus Sicht der Betroffen schildern, findet sich aber nur selten. Eine Ausnahme bildet der Roman „Ohrfeige“ des Deutsch-Irakischen Autors Abbas Khider. Henning Schmidt hat das Buch gelesen, das keine Erfolgsgeschichte erzählt.

Über die Radikalität der Zeichen – „Bodytext“ von Modjgan Hashemian

Von | | Deutschland, Iran, Kultur, Rezension | Kein Kommentar

Graffiti ist auch und gerade im Nahen Osten eine wichtige Form des Protests und Zeichen für den Versuch, die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Doch sie sind auch gefährlich – denn wer bestimmt schon, was Symbole und Slogans bedeuten? Die Choreografin Modjgan Hashemian hat am Maxim Gorki Theater ein Stück zu dieser Frage inszeniert. Von Daniel Walter.

Rezension „Die schwarze Macht“ von Christoph Reuter: Die Bestie entschlüsseln

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Der Journalist und Nahostexperte Christoph Reuter. Foto: Heinrich-Böll-Stiftung (https://www.flickr.com/photos/boellstiftung/18150282889, CC BY-SA 2.0)

Nicht erst seit den Anschlägen von Paris und Istanbul dominiert der sogenannte „Islamische Staat“ die mediale Berichterstattung über den Nahen Osten. Doch was verbirgt sich hinter der Organisation? Wie war ihr Aufstieg möglich? Christoph Reuters Monographie „Die schwarze Macht – Der „Islamische Staat“ und die Strategen des Terrors“ tritt an, diese Fragen zu beantworten. Eine weiterlesen…

Rezension: „Umkämpfte Staatlichkeit: Palästina zwischen Besatzung, Entwicklung und politischem Islam“ von Helmut Krieger

Von | | Buchvorstellung, Mashreq, Palästina, Politik, Rezension | 1 Kommentar

Krieger betrachtet den Staatsbildungsprozess in Palästina als gescheitert, nicht zuletzt aufgrund des Machtungleichgewichts der Protagonisten im Oslo-Prozess. Photo: Yitzhak Rabin, Bill Clinton und Yassir Arafat (v.l.n.r.) nach der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens am 13. September 1993 (Public Domain)

In seiner jüngst erschienenen Studie zum (verhinderten) Staatsformierungsprozess in den besetzten Palästinensergebieten gelingt dem Wiener Politikwissenschaftler und Soziologen Helmut Krieger gleichermaßen eine Erneuerung marxistischer Staatstheorie sowie eine pointierte und kenntnisreiche Analyse des politischen Kräftefelds in Palästina und darüber hinaus. Eine Rezension von Adrian Paukstat

Rezension: „Die neuen Staatsfeinde. Wie die Helfer syrischer Kriegsflüchtlinge in Deutschland kriminalisiert werden“

Von | | Buchvorstellung, Deutschland, Europa, Kultur, Rezension, Syrien | Kein Kommentar

Refugee Welcome Center in Hamburg - Photo: Rasande Tyskar/Flickr (CC BY-NC 2.0)

Angela Merkel wird zur „Flüchtlingskanzlerin“, ein Land rühmt seine „Willkommenskultur“. Doch wie sieht die deutsche Rechtspraxis gegenüber Fluchthelfern aus? Auf diese Frage präsentiert Stefan Buchen einen präzisen Einblick in die moralischen Abgründe der deutschen Asylpolitik. Eine Rezension von Ilyas Saliba

Der algerische Film „l’Oranais“ drückt da, wo es wehtut

Von | | Algerien, Kultur, Nordafrika, Rezension | Kein Kommentar

Freundschaft, Verrat, Desillusion und Korruption. In seinem Film L’Oranais („Der Mann aus Oran“) zeichnet der in Frankreich aufgewachsene algerische Regisseur Lyes Salem ein dramatisches und erschreckend präzises Bild einer bisher in Filmen kaum behandelten Zeit der algerischen Geschichte: zwischen der Unabhängigkeit und der Entstehung der Berberbewegung in den 1980er Jahren. Von Manuela Schweizer

Iran und der Atomkonflikt: Prinzipiell zu einer Lösung bereit

Von | | Rezension, Studierende schreiben für Alsharq | Kein Kommentar

Noch immer ist der Atomkonflikt zwischen dem Iran und dem Westen nicht abschließend gelöst. In seinem Buch Atommacht Iran – die Geburt eines nuklearen Staates liefert der britische Journalist David Patrikarakos eine facettenreiche Gesamtdarstellung der Geschichte des iranischen Atomprogramms, die sehr viel länger ist, als der rund zehnjährige Konflikt darüber. Eine Rezension von Henning Schmidt

„Der Nahostkonflikt bleibt indes der Preis für die jüdische Nationalstaatlichkeit“ – eine Rezension

Von | | Israel, Mashreq, Rezension, Studierende schreiben für Alsharq | Kein Kommentar

In ihrem neuen Werk Das zionistische Israel – Jüdischer Nationalismus und die Geschichte des Nahostkonflikts setzt sich Autorin Tamar Amar-Dahl ideologiekritisch mit der Geschichte israelischer Sicherheitspolitik auseinander. Im Zentrum der Analyse steht die innere Verfasstheit und Entwicklung Israels – ein Fokus der zugleich Stärke und Schwäche des Buches ist. Eine Rezension von Sebastian Kunze

Libanon: Ein Land dreht sich um sich selbst

Von | | Libanon, Mashreq, Rezension | Kein Kommentar

Als im März 2005 ein Viertel der libanesischen Bevölkerung gegen die syrische Besatzung demonstrierte, glaubten viele an einen Neuanfang. Doch heute ist davon nicht mehr viel übrig. Die Korruption im Land ist weiter schrankenlos, die Konfliktfelder sind eher mehr als weniger geworden, die Bevölkerung ist gespalten wie lange nicht. Der Sammelband „Lebanon – After the weiterlesen…