Presseschau zur Bundestagswahl: Auch im Nahen Osten sorgt man sich wegen der AfD

Von , , , und | | Ägypten, Deutschland, Iran, Israel, Libanon, Politik, Presseschau, Tunesien, Türkei | Kein Kommentar

Deutschland hat gewählt - und im Nahen Osten ist man verunsichert. Foto: Marco Verch/Flickr (cc-by 2.0)

Erleichterung über Merkels Sieg, Befremden über die Rechtspopulisten – so die meisten Pressereaktionen im Nahen Osten auf die deutschen Wahlen. Stimmen aus Tunesien, Ägypten, Libanon, Iran, Israel und Türkei, gesammelt von Jan Altaner, Maximilian Ellebrecht, Laura Overmeyer, Maryam Roosta, Bodo Straub, Susana Zickert und Klara.

Ein Deutscher Sieg? Verdächtiger Enthusiasmus im Krieg von 1967

Von | | Deutschland, Gesellschaft, Israel, Palästina, Politik | Kein Kommentar

Zeitungsstapel. Foto: Mandy Schiefner-Rohs/Flickr (cc-by-nc 2.0)

Bei deutschen Debatten über Israel und Palästina lernt man wenig über den Nahen Osten, aber viel über Deutschland. Besonders deutlich wird das in den Reaktionen auf den Krieg von 1967. Ob im Hause Springer oder im Kopf Ulrike Meinhofs: Überidentifikationen mit der einen oder anderen Seite lassen sich interpretieren als Formen der Schuldabwehr. Von Daniel weiterlesen…

Geflohen, inhaftiert, abgeschoben – Was das EU-Türkei-Abkommen für Geflüchtete auf Lesbos bedeutet

Von | | Europa, Flucht und Migration, Politik, Türkei | Kein Kommentar

Inmitten von Touristen und Cafés ist Arash Hampay auf der Insel Lesbos in den Hungerstreik getreten. Foto: Lorraine Leete, Legal Centre Lesbos

Für tausende Geflüchtete wird die griechische Insel Lesbos über Monate zum Freiluftgefängnis. Hier warten sie darauf, dass ihr Asylantrag bearbeitet wird – oder gleich auf ihre Abschiebung. Die Entscheidungen der Behörden wirken meist willkürlich, die Bedingungen sind extrem. Ein paar von ihnen sind nun in Hungerstreik getreten, berichtet Valeria Hänsel.

Nicht-staatliche Politik: Eine Chance für den euro-mediterranen Raum

Von | | Europa, Politik, Wirtschaft | Kein Kommentar

Aufnahme bei einer Sitzung der Union für den Mittelmeerraum im Europäischen Parlament. Foto: © European Union 2013 - European Parliament/Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Politik entsteht nicht nur in Regierungszimmern, sondern auch durch nicht-staatliche Organisationen und Initiativen. Im euro-mediterranen Raum starten sie so konkrete Ergebnisse auf regionaler Ebene. Diese lebhafte Komponente geht im Großteil der Berichte über die fehlende Substanz der politischen Zusammenarbeit im Mittelmeerraum unter. Von Johannes Müller.

Stell Dir vor, es ist Kriegsende und kaum einer schreibt es – Fortsetzung der Presseschau zu 1967

Von , , , und | | Ägypten, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libanon, Medien, Palästina, Politik, Presseschau, Russland, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien, USA | Kein Kommentar

Der Krieg trieb die Menschen in der ganzen Welt auf die Straße. Links der Aufruf der jüdischen Dienstleistungsorganisation Bnai Britz für eine Demo in Hollywood, rechts der Bericht von Protesten gegen Nassers Rücktritt in Algerien. (Bnai Brith vom 9. Juni 1967/Al-Moudjahid vom 10. Juni 1967). Grafik: Tobias Pietsch

Arabische Medien bezichtigen die USA, in den Krieg von 1967 einzugreifen, glauben fest an einen zukünftigen Sieg über Israel und freuen sich über Nassers Rücktritt vom Rücktritt. Die Niederlage einzugestehen fällt schwer. Israels Botschaft in Moskau packt derweil Koffer. Der zweite Teil der historischen Pressseschau aus neun Ländern von Diana Beck, Mariam Eichbüchler, Maximilian Ellebrecht, weiterlesen…

Presseschau zur Wahl Macrons: Der Nahe Osten ist erleichtert bis entzückt

Von , , , und | | Ägypten, Algerien, Frankreich, Iran, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Politik, Presseschau, Syrien, Tunesien | Kein Kommentar

Die Presse im Nahen Osten ist ganz hingerissen vom "neuen Jüngling Frankreichs" - zumindest teilweise. Foto: WORLD ECONOMIC FORUM/swiss-image.ch/Michele Limina/Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Auch im Nahen Osten fieberten viele mit bei der Stichwahl zwischen Marine Le Pen und Emmanuel Macron. Besonders groß war das Interesse in jenen Staaten mit französischer Vergangenheit. Pressestimmen von Marokko bis Iran, gesammelt von Jan Altaner, Maximilian Ellebrecht, Amina Nolte, Maryam Roosta und Hauke Waszkewitz.

Vom Leben als Flüchtling in Bayern. Abbas Khiders Roman „Ohrfeige“- Eine Rezension

Von | | Deutschland, Flucht und Migration, Gesellschaft, Irak, Rezension | Kein Kommentar

"My name is nobody" heißt dieses Bild. Der Protagonist in Abbas Khiders Roman "Ohrfeige" will aber jemand sein, will erzählen, von seinen Erfahrungen als Geflüchteter in Deutschland. Foto: Sara Biljana Gaon/Flickr (cc-by-2.0)

Bücher über Flucht und Flüchtlinge aus deutscher Sicht gibt es viele. Belletristik, die Flucht und Asyl aus Sicht der Betroffen schildern, findet sich aber nur selten. Eine Ausnahme bildet der Roman „Ohrfeige“ des Deutsch-Irakischen Autors Abbas Khider. Henning Schmidt hat das Buch gelesen, das keine Erfolgsgeschichte erzählt.

Über die Radikalität der Zeichen – „Bodytext“ von Modjgan Hashemian

Von | | Deutschland, Iran, Kultur, Rezension | Kein Kommentar

Graffiti ist auch und gerade im Nahen Osten eine wichtige Form des Protests und Zeichen für den Versuch, die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Doch sie sind auch gefährlich – denn wer bestimmt schon, was Symbole und Slogans bedeuten? Die Choreografin Modjgan Hashemian hat am Maxim Gorki Theater ein Stück zu dieser Frage inszeniert. Von Daniel Walter.

Gefangen auf einer Insel – Eindrücke aus Lesbos

Von | | Europa, Flucht und Migration, Menschenrechte | Kein Kommentar

Das provisorische Zeltlager des "No Border Social Center" am Strand von Lesbos. Foto: No Border Kichen Lesvos / https://www.facebook.com/NBKLesvos/?fref=ts.

Lesbos ist für viele fliehende Menschen zum Symbol für die Abschottungspolitik der EU geworden. Seit die „Balkanroute“ geschlossen und das EU-Türkei-Abkommen in Kraft ist, wird es für die Flüchtenden immer schwieriger, die griechische Insel in Richtung Europa zu verlassen. Teils harren sie monatelang unter widrigen Umständen aus. Valeria Hänsel berichtet.

Brexit-Presseschau: Palästina, Israel, Großbritannien – alle haben verloren

Von , , und | | Ägypten, Algerien, Europa, Iran, Israel, Jordanien, Libanon, Mashreq, Medien, Palästina, Presseschau, VAE / Dubai | Kein Kommentar

Die Fahnen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union - inklusive Großbritannien. Foto: Rama / CC BY-SA 2.0 fr.

Warum hat eine Mehrheit der Briten für den Ausstieg aus der Europäischen Union gestimmt? Diese Frage beschäftigt auch die Kommentatoren und Berichterstatter in der MENA-Region. Eine Presseschau von Iran über Israel bis nach Algerien von Sören Faika, Amina Nolte, Laura Overmeyer und Bodo Straub.

Queerwege in die Zukunft – Postkoloniale Grabenkämpfe in Deutschland und Frankreich

Von | | Deutschland, Europa, Flucht und Migration, Frankreich, Gender, Gesellschaft, Menschenrechte | Kein Kommentar

Teilnehmende am ‚Marsch für Würde und gegen Rassismus‘ auf der Place de la Bastille, Paris, im Oktober 2015. Foto: Parti des Indigènes de la République.

Anti-rassistische und -sexistische Mobilisation in Deutschland. Postkoloniale Proteste in Frankreich. Aus den Trümmern neokolonialer Politik, islamophober Diskurse und rassistischer Gesellschaftsstrukturen entsteht heute in Europas Diaspora eine engagierte und queere* Generation junger Menschen, die Verantwortung übernimmt, Grenzen überschreitet, neu verhandelt und für Würde einsteht. Von Mohamed Lamrabet

Hossin: „Erzähl etwas, das mich zum Lachen bringt.“

Von | | Deutschland, Flucht und Migration, Gesellschaft, Persönlichkeiten | Kein Kommentar

"Home from Home-Exile" - Illustration von Moshtari Hilal (www.moshtari.tumblr.com)

Viel ist zu hören und zu lesen über geflüchtete Menschen: in den Headlines, in Parteiprogrammen, im Bus und auf Demos. Wer waren sie vor ihrer Ankunft in Deutschland? Und wer sind sie jetzt? Mit welcher Stimme erzählen sie selbst ihre persönliche Geschichte? Saskia Benter hat mit Geflüchteten gesprochen, statt über sie und vor allem eins: weiterlesen…

Schutz von Zivilist_innen in Syrien: Fordern, was richtig ist

Von | | Mashreq, Menschenrechte, Politik, Russland, Syrien | Kein Kommentar

Ausschnitt eines Videos des Bashar Assad Crimes Archive. Photo: CC-BY-Bashar Assad Crimes Archive/SRLW

Das syrische und das russische Regime haben in den letzten fünf Jahren vorsätzlich zivile – insbesondere medizinische – Infrastrukturen in den von der Opposition gehaltenen Gebieten Syriens zerstört. Seit Beginn der anhaltenden Waffenruhe sind diese Angriffe zwar zurückgegangen, doch angesichts der Fragilität des Waffenstillstandsabkommens sind entsprechende Mechanismen zum Schutz von Zivilist_innen dringender nötig denn je, weiterlesen…