Westsahara – Der vergessene Konflikt

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Treffen der Polisario zum 30. Jahrestag der Befreiung westsaharischer Territorien. Foto: Jaysen Naidoo/Flickr (https://flic.kr/p/aQF6R), Lizenz: cc-by-sa 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)

Die Westsahara gilt oft als „letzte Kolonie Afrikas“. Ihr Kolonialherr Marokko hält verbittert an dem Wüstenland fest und zeigt wenig Interesse an einem Dialog. Der unterschwellig andauernde Konflikt hat weltweite wirtschaftliche und sicherheitspolitische Verflechtungen, die sich um einen Rohstoff drehen: Phosphat. Ein Kurzüberblick von Hauke Waszkewitz.

„Wir wussten davon, aber konnten es nicht glauben“ – Zu den Protesten in Iran

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Es passt ins Bild der aktuellen Proteste, dass dies das einzig frei verfügbare Foto dazu ist - bezeichnenderweise ist aber seine Echtheit unklar. Angeblich zeigt es Proteste in Kermanshah am 29. Dezember 2017. Foto: Voice of America/Wikicommons (Public Domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:29_December_2017_protests_in_Kermanshah,_Iran_(full).jpg)

Die jüngsten Proteste in Iran sind vor allem das Werk ärmerer Menschen aus der Peripherie. Angehörige der wohlhabenderen Schichten hat die Dynamik dagegen überrascht. Die Bewegung hat ihre Ursachen in den wirtschaftlichen Realitäten Irans und den politischen Gräben, die das Land entlang sozialer Schichten durchziehen. Eine Analyse von Babak Arzani.

Alsharq-Veranstaltung: „Urbanes Kurdistan – Krieg in den Bergen, Shopping in den Städten“

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Referentin Schluwa Sama. Foto: Daniel Walter

Probleme wie steigende Mieten, Umweltverschmutzung oder soziale Ungleichheit stellen Metropolen weltweit vor ähnliche Probleme. In einer Veranstaltungsreihe beleuchtet Alsharq exemplarische Fälle aus dem Nahen Osten. Vergangene Woche ging es um Verbindungen von Kapitalismus, Nationalismus und Kriegen in der jüngeren Urbanisierung Irakisch-Kurdistans.

Alsharq-Veranstaltung: „Teheran – Metropole am Limit?“

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Sharqistin Amina Nolte führte ins Thema ein. Foto: Christoph Dinkelaker

Probleme wie steigende Mieten, Umweltverschmutzung oder soziale Ungleichheit stellen Metropolen weltweit vor ähnliche Probleme. In einer Veranstaltungsreihe beleuchtet Alsharq exemplarische Fälle aus der Region. Die Auftaktveranstaltung beschäftigte sich mit der iranischen Hauptstadt Teheran – eine junge Metropole, die dennoch bereits gravierende Umwälzungen erlebt hat.

Nach dem Referendum in Irakisch-Kurdistan: Was bedeuten Unabhängigkeit und Selbstbestimmung für kurdische BäuerInnen?

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Graffiti in Silêmanî, Mai 2017. Foto: Daniel Walter

92,7 Prozent – so hoch ist der Anteil der KurdInnen, die am Montag in einem Referendum für die Unabhängigkeit der Kurdischen Autonomieregion vom irakischen Staat stimmten, bei einer Wahlbeteiligung von 70 Prozent. Zwar sind die rechtlichen und politischen Konsequenzen des historischen Volksentscheids noch völlig offen, doch die Debatte um Vor- und Nachteile eines womöglich neugeschaffenen weiterlesen…

Vom Messianismus zur Mittelklasse: Israelische Siedlungen im Westjordanland

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Blick auf die Siedlung Ma'ale Adumim, eine der größten im Westjordanland. Foto: Tobias Pietsch/Alsharq

Die israelischen Siedlungen im Westjordanland gelten international als zentraler Streitpunkt und Dauerthema im Israel-Palästina-Konflikt. Für die israelische Mittelklasse stellen sie aber günstige und komfortable Vororte in teurer werdenden Lebensumständen dar. Dass sich die Siedlungen vom ultrareligiösen Projekt zum Vorstadtparadies wandelten, ist ein Erfolg der israelischen Regierung. Von Jakub Záhora.

Gentrifizierung in Istanbul: Es war einmal ein Ort der Vielfalt

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Das Tarlabaşı-Viertel in Istanbul: Bauarbeiten in vollem Gange. Foto: Carolina Drüten

Istanbul ist Schauplatz einer aggressiven Stadterneuerungspolitik. Steigende Immobilienpreise im Zentrum drängen einkommensschwache Familien an den Stadtrand. Die ursprünglichen Einwohner der gentrifizierten Viertel sind die Verlierer urbaner Projekte – Istanbul entwickelt sich mehr und mehr zu einer Stadt für die Reichen. Von Carolina Drüten.

Nicht-staatliche Politik: Eine Chance für den euro-mediterranen Raum

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Aufnahme bei einer Sitzung der Union für den Mittelmeerraum im Europäischen Parlament. Foto: "Union for the Mediterranean: EP hosts debate on the way forward after the Arab Spring" (https://flic.kr/p/eaEpyn) von European Parliament (https://www.flickr.com/photos/european_parliament/). Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/)

Politik entsteht nicht nur in Regierungszimmern, sondern auch durch nicht-staatliche Organisationen und Initiativen. Im euro-mediterranen Raum starten sie so konkrete Ergebnisse auf regionaler Ebene. Diese lebhafte Komponente geht im Großteil der Berichte über die fehlende Substanz der politischen Zusammenarbeit im Mittelmeerraum unter. Von Johannes Müller.

Hausangestellte im Libanon: „Die Zeit des Schweigens ist vorbei“

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Protestzug der Hausangestellten am 1. Mai in Beirut. Foto: Anti-Racism Movement

Schätzungsweise 250.000 afrikanische und asiatische Hausangestellte leben und arbeiten im Libanon. Sie haben kaum Rechte und sind den Familien, in denen sie arbeiten, teilweise völlig ausgeliefert. Aber mit kreativen Aktionen leisten Aktivist*innen online wie offline Widerstand – auch heute, am International Domestic Workers‘ Day. Von Anna-Theresa Bachmann.

Eiertanz in Saudi-Arabien: Von Merkel, Menschenrechten und Munitionsfabriken

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Luftangriff in Sanaa, Jemen, am 11. Mai 2015. Foto: Ibrahem Qasim/Flickr (cc-by-sa 2.0)

Merkels Besuch in Saudi-Arabien läutet ein neues Kapitel bilateraler Zusammenarbeit ein. Gleichzeitig verschlechtert sich die Menschenrechtslage im Land und das saudische Militär bombardiert die jemenitische Zivilbevölkerung. Deutschland sollte seinen wachsenden Einfluss besser nutzen, kommentiert Hauke Waszkewitz.

Veranstaltung: The Economic Dimension of the Israeli-Palestinian Conflict

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Güter, die von Israel in den Gazastreifen gelangen sollen. Foto: Israel Ministry of Foreign Affairs, CC BY-NC 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Viele Friedensinitiativen vernachlässigen die ökonomische Dimension des israelisch-palästinensischen Konflikts. Dabei kann eine politische Lösung nur dann gelingen, wenn ein Abkommen die wirtschaftliche Lebensfähigkeit der Staaten und Entwicklungsperspektiven garantiert. Wie das funktionieren kann, wollen wir mit einem israelischen und einem palästinensischen Wirtschaftsexperten diskutieren.

Kann die palästinensische Wirtschaft einen unabhängigen Staat versorgen?

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Eine Palästinenserin bei der Olivenernte: Olivenöl ist mit etwa 32.000 Tonnen pro Jahr das landwirtschaftliche Hauptprodukt der palästinensischen Autonomiegebiete. 45% von deren Agrarfläche sind mit geschätzten 10 Millionen Olivenbäumen bepflanzt. Behindert wird dieser wichtige Zweig der palästinensischen Wirtschaft durch Enteignung und Abholzung aus Sicherheitsgründen seitens Israels, durch Angriffe radikaler israelischer Siedler_innen während der Erntezeit und die Behinderung des Zugangs zu den Feldern und Märkten durch Straßensperren und Sicherheitszäune. Foto: Laura Overmeyer.

Offiziellen Berichten von Weltbank und IWF zufolge ist die palästinensische Wirtschaft in ihrer heutigen Form in der Lage, einen unabhängigen Staat zu versorgen. Die Politikökonomin Leila Farsakh jedoch bezeichnet sie als fragmentiert, nicht nachhaltig und im hohen Grade abhängig von internationalen Hilfsgütern. Wie der unabhängige Staat, den sie eines Tages versorgen soll, könne sie erst voll weiterlesen…