Hier war auch schonmal mehr los: Die Pyramiden von Gizeh. Foto: Parham Kouloubandi

Kairo: Auf der Suche nach den Früchten der Revolution

Von | | Ägypten | Kein Kommentar

In Kairo hat sich sechs Jahre nach der Revolution viel geändert – nicht unbedingt zum Guten. Das Land wankt unter einer schwächelnden Wirtschaft, während alle Forderungen nach politischer Freiheit Stück für Stück verhallen. Parham Kouloubandi hat die Stadt besucht und schildert hier seine Eindrücke.

Khaled Abboud - hat er gerade zugegeben, dass das Assad-Regime den Islamischen Staat steuert? So einfach ist es dann auch nicht. Screenshot: Alsharq

Ein Assad-Vertrauter gibt zu: Syrische Geheimdienste beeinflussen den IS. Oder?

Von | | Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

Khaled Abboud erklärt im Staatsfernsehen, syrische Geheimdienste hätten den sogenannten Islamischen Staat infiltriert. Das Interview wird vielfach als Geständnis interpretiert, das syrische Regime würde die Terrororganisation unmittelbar manipulieren. Tatsächlich folgt Abboud aber ganz der Strategie des Präsidenten: „Inszeniere Dich so, als seist Du unverzichtbar.“ Von Lars Hauch.

"My name is nobody" heißt dieses Bild. Der Protagonist in Abbas Khiders Roman "Ohrfeige" will aber jemand sein, will erzählen, von seinen Erfahrungen als Geflüchteter in Deutschland. Foto: Sara Biljana Gaon/Flickr (cc-by-2.0)

Vom Leben als Flüchtling in Bayern. Abbas Khiders Roman „Ohrfeige“- Eine Rezension

Von | | Rezension | Kein Kommentar

Bücher über Flucht und Flüchtlinge aus deutscher Sicht gibt es viele. Belletristik, die Flucht und Asyl aus Sicht der Betroffen schildern, findet sich aber nur selten. Eine Ausnahme bildet der Roman „Ohrfeige“ des Deutsch-Irakischen Autors Abbas Khider. Henning Schmidt hat das Buch gelesen, das keine Erfolgsgeschichte erzählt.

Ein Flüchtlingslager in Afghanistan. Aus 31 der 34 Provinzen im Land sind laut UNHCR Menschen innerhalb Afghanistans auf der Flucht. Grund ist die schlechte Sicherheitslage. Foto: Flickr/Lauras Eye (CC BY-ND 2.0)

Der UNHCR-Bericht zu Afghanistan: Nächste allgemeine Verunsicherung

Von | | Afghanistan | Kein Kommentar

Die Argumente werden erdrückender: Selbst ein von der Bundesregierung beauftragter Bericht sagt, die Sicherheitslage in Afghanistan habe sich erneut verschlechtert. Anscheinend unbeirrt will die Regierung weiter abgelehnte afghanische Asylbewerber abschieben. Von Thomas Ruttig

Szene im Flüchtlingslager. Foto: Kilian Foerster

„Das Wichtigste in unserem Leben ist Bildung“ – Eindrücke aus einem Flüchtlingscamp in Irakisch-Kurdistan

Von | | Irak, Mashreq | Kein Kommentar

Vor zwei Jahren war der Fotograf Kilian Foerster das erste Mal im Flüchtlingslager Chamishko Camp im kurdischen Nordirak. Damals gab es im ganzen Camp keine Schule. Das hat sich mittlerweile geändert, wie er bei seinem jetzigen Besuch feststellte, aber die Ungewissheit ist geblieben. Mit diesem Beitrag verabschieden wir uns bis Mitte Januar in die Winterpause.

Ein Mann trägt ein Kind, laut Beschreibung nach einem Bombenangriff auf Aleppo. Foto: Freedom House/Flickr (CC-BY-2.0)

Vier Fronten im Syrien-Krieg und ihre Bedeutungen

Von | | Mashreq | Kein Kommentar

Nach fast sechs Jahren Krieg ist Syrien entlang zahlreicher Fronten geteilt und übersäht von Checkpoints. Den Überblick zu behalten ist schwierig, da die Fronten sich nicht nur verschieben, sondern von wechselnden Akteuren auf dem Boden bestimmt werden. Doch vier Schauplätze machen aktuelle Dynamiken und Zusammenhänge anschaulich. Von Lars Hauch.

Ein kalter Winter bedeutet in Afghanistan eine reiche Ernte im nächsten Jahr - diesem Mann hier in Kabul dürfte das aber in dem Moment nicht so wichtig sein... Foto: PJ Tavera Photography /Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Barrfý – ein afghanisches Schneefest

Von | | Afghanistan | Kein Kommentar

Weihnachtsbaum, Geschenke, Verwandtschaftsbesuch erwartet die meisten Menschen in Deutschland in den nächsten Tagen. Doch winterliche Bräuche gibt es auch anderswo, zum Beispiel in Afghanistan: Wer den ersten Schnee bemerkt, muss schnell sein – oder er wird schwarz im Gesicht. Am Ende gibt’s auf jeden Fall eine Party, erzählt Hewád Laraway.

"Ali und seine Freunde wurden schon in Jordanien diskriminiert, mit Müll beworfen und bespuckt. In Ägypten ergeht es Menschen mit dunkler Hautfarbe meist noch schlechter." Straßenszene in Kairo. Bild: abossone/Flickr (CC-BY-NC 2.0)

Ali bleibt auch in Kairo ein vergessener Mensch

Von | | Ägypten, Nordafrika | Kein Kommentar

Zu Beginn des Jahres berichteten wir über Ali, einen sudanesischen Flüchtling in Jordanien. Gemeinsam mit 800 anderen Menschen wurde er abgeschoben, weil er gegen seine Behandlung protestiert hatte. Inzwischen lebt Ali in Ägypten – Florian Barth erzählt zum Jahresende, wie die Geschichte weiterging.

Die libanesische Dreifaltigkeit (laut eigenem Verhalten): der ewige Parlamentspräsident Nabih Berri, der vor zwei Monaten vereidigte Staatspräsident Michel Aoun und der bald wiedergewählte Premierminister Saad al-Hariri. Foto: Lebanese Presidency (twitter.com/lbpresidency)

Neue Regierung im Libanon: Gekommen um zu gehen

Von | | Libanon, Mashreq | Kein Kommentar

30 Ministerien für etwa 4,5 Millionen Staatsbürger*innen. Nur eine Frau im Kabinett, und das Ministerium für Frauenrechte leitet ein Mann. Die Regierungsbildung im Libanon scheint absurd, birgt jedoch Chancen – denn eigentlich hat das neue Kabinett nur eine Aufgabe. Von Christoph Dinkelaker und Bodo Straub.  

Ibrahim Abu Laith (links) und ein Begleiter bei ihrer letzten Botschaft aus Aleppo. (Facebook-Screenshot)

Ibrahim Abu Laiths letzte Botschaft aus Aleppo: „Jeder Stein hier erzählt unsere Geschichte“

Von | | Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

„Für mich ist es unmöglich, Aleppo zu verlassen, weil die Stadt ein Teil meiner Seele ist“, sagte Ibrahim Abu Laith, Pressesprecher der Weißen Helme, im Gespräch mit Alsharq vor vier Monaten. Jetzt musste er doch gehen, gemeinsam mit vielen anderen. Vorher hat er noch eine Botschaft hinterlassen, die wir hier dokumentieren.

"Ich trage Makeup ... und verdiene Respekt", steht auf diesem Schild der #stop_stereotyping-Kampagne in Ägypten. Foto: FB

#stop_stereotyping-Debatte in Ägypten: Es geht um mehr

Von | | Ägypten, Gesellschaft | Kommentare deaktiviert für #stop_stereotyping-Debatte in Ägypten: Es geht um mehr

Fotos auf Facebook von fünf Frauen mit Schildern und dem Hashtag #stop_stereotyping lösten in Ägypten eine Welle von Kritik, Gegenkampagnen, Witzen und Diskussionen aus. Denn die Aktion hat an einem Konflikt gerührt, der viel tiefer reicht. Tatsächlich steht nicht weniger als das Ägypten von morgen zur Debatte. Hend Taher mit Reaktionen aus Kairo.

Über die Radikalität der Zeichen – „Bodytext“ von Modjgan Hashemian

Von | | Iran, Iran/Türkei, Kultur, Rezension | Kein Kommentar

Graffiti ist auch und gerade im Nahen Osten eine wichtige Form des Protests und Zeichen für den Versuch, die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Doch sie sind auch gefährlich – denn wer bestimmt schon, was Symbole und Slogans bedeuten? Die Choreografin Modjgan Hashemian hat am Maxim Gorki Theater ein Stück zu dieser Frage inszeniert. Von Daniel Walter.

Palästina: Das schleichende Ende eines demokratischen Projektes

Von | | Hintergrund, Israel, Mashreq, Palästina, Wahlen | 1 Kommentar

Am 29. November 2016 tagt der mehrfach verschobene 7. Generalkongress der palästinensischen Fatah. Zerstritten und geschwächt, bereitet die Partei des immer autoritärer regierenden Präsidenten Mahmoud Abbas seinen Verbündeten aber auch Israel vermehrt Kopfzerbrechen. Von Niko Pewesin und Bettina Marx