Papst Franziskus lud den israelischen und palästinensischen Präsidenten zum Friedensgebet in den Vatikan ein. Im Bild der Papst und der israelische Staatspräsident Shimon Peres in Jerusalem. © Screenshot / Government Press Office Israel 2014

Vier Päpste, vier Besuche im Heiligen Land – Entwicklung zur Normalität

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Jerusalem, die Stadt der drei monotheistischen Weltreligionen ist Anziehungspunkt für viele Gläubige aus aller Welt. Dies gilt auch für den obersten katholischen Bischof. Papst Franziskus hat gerade Jordanien, Israel und die Palästinensischen Autonomiegebiete besucht, die alle teilweise im so genannten Heiligen Land liegen. Anders als seine Vorgänger überraschte er viele.

Ein Milizenkämpfer des Regimes steht Wache am Ortseingang des Damaszener Vorortes Moadamiya. Bashar al-Assads Truppen hungerten Moadamiya systematisch aus, wie auch das Graffiti an der Wand besagt: "Hunger oder Niederknien." Der Medienaktivist Qusai Zakarya hat das Foto aus einiger Entfernung gemacht und uns zur Verfügung gestellt.

Dokumentation als Waffe – alternative Medien in Syrien

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Heute beginnt in Syrien die Präsidentenwahl mitten im Krieg. Ein wie auch immer gearteter Sieg von Amtsinhaber Bashar al-Assad gilt als sicher, doch einen Gegner kann er nicht besiegen: Immer noch bilden Medienaktivist_innen eine große Gefahr für das Regime. Sie dokumentieren die Ereignisse für ein kollektives Gedächtnis im Syrien nach Assad. Eine Arbeit zwischen den Fronten. weiterlesen…

Berichtet seit 2012 für die FAZ aus den Arabischen Ländern: Markus Bickel (links im Bild, Foto: Katharina Eglau).

Gegen den Mainstream – Interview mit FAZ-Nahostkorrespondent Markus Bickel

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Wie über den Nahen Osten berichten, ohne nur durch die deutsche Brille zu sehen? Markus Bickel, Korrespondent der FAZ mit Sitz in Kairo, erzählt im Alsharq-Interview, warum Künstler manchmal spannendere Themen bieten als Politiker, wie man immer wieder die eigene Arbeit überprüft – und was seine Arbeit zum Traumjob macht.

Als Fotograf erlebte Roger Anis Wut, Enthusiasmus und Alltag der Umstürze in Ägypten hautnah mit. Dieses Bild entstand im Juni 2013 in Kairo. Foto: Roger Anis (C)

Bürger, Journalist? Erfahrungen eines ägyptischen Fotografen

Von | | Ägypten, Interviews, Nordafrika | Kein Kommentar

Der zweite Tag der ägyptischen Präsidentschaftswahlen geht heute über die Bühne. Dann ist auch Roger Anis wieder im Einsatz. Der 27-jährige begann seine Arbeit als Fotojournalist in Kairo ein Jahr vor Beginn der Proteste gegen das Mubarak-Regime. Die politischen Ereignisse der vergangenen drei Jahre veränderten das Land, seine Arbeit und seinen persönlichen Werdegang. Im Interview weiterlesen…

Ägypten im Februar 2011: Ein Demonstrant hält ein Schild mit der Aufschrift: "Danke an den Sender al-Jazeera." Heute bekämpft der vermutlich nächste Präsident Abd el Fatah al-Sisi den Sender. Bild: Monasoh/Flickr (CC BY 2.0)

Vergessenes Erbe der Revolution – Pressefreiheit in Al-Sisis Ägypten

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Eine bleierne Stimmung liegt über den Medien Ägyptens, wenn die Bevölkerung morgen und übermorgen einen neuen Präsidenten wählt. Der Favorit al-Sisi persönlich hat Journalisten erklärt, dass die nationale Sicherheit einstweilen Vorrang vor der Pressefreiheit genießt. Willkürliche Festnahmen sorgen für ein Klima der Angst und der Hetze, schreibt Christoph Dreyer von Reporter ohne Grenzen.

Keine Spaltung mehr! Demonstration für eine palästinensische Aussöhnung am 15. März 2011 in Gaza Stadt. (Bild: CC BY-ND 2.0 Stefano/ Flickr)

Hamas und Fatah – die innerpalästinensische Versöhnung nimmt Gestalt an

Von | | Hintergrund, Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Als das Gericht im Fall von Galileo Galilei urteilte, die Erde sei das statische Zentrum des Universums, soll Galileo gemurmelt haben „und sie bewegt sich doch“. Auch im Falle der innerpalästinensischen Versöhnung zwischen Hamas und Fatah mögen die optimistischen „Galileos“ endlich Recht bekommen. Jakob Rieken und Ingrid Ross berichten aus Ramallah und Gaza.

Werbung, die unter die Haut geht. Dieser Mann wirbt sogar in seinem Nacken für Israel. Foto: Tobias Pietsch

Braucht Israel besondere „Erklärungspolitik“? Ein Interview mit Davidi Hermelin

Von | | Interviews, Israel, Medien, Palästina | 1 Kommentar

Wie kaum ein anderes Land investiert Israel in staatliche Öffentlichkeitsarbeit, um ein positives Selbstbild im Ausland zu fördern. Hasbara, wörtlich „Erklärung“, ist der hebräische Begriff für diese Informationspolitik. Über Sinn und Inhalt des Konzepts spricht Davidi Hermelin, Leiter des Zentrums für Public Diplomacy und Hasbara.

JournalistInnen fotografieren eine Auseinandersetzung zwischen Muslimbrüdern und Sicherheitskräften in Kairo, 31.01.2014. Foto: Mustafa Bassim.

Ägyptische JournalistInnen im Fadenkreuz

Von | | Ägypten, Mashreq, Studierende schreiben für Alsharq | Kein Kommentar

Nach dem Sturz Mursis im Juni vergangenen Jahres wird in der polarisierten Stimmung auch die Situation für ägyptische JournalistInnen immer schwieriger. Nicht nur wird die Ausübung ihrer Arbeit durch staatliche Repressionen und Gewalt behindert, auch werden sie zunehmend von anderen BürgerInnen verbal und körperlich angegriffen. Unsere Gastautorin Anja Schmidt berichtet.

Ein Junge in Istanbul am Tag seiner Beschneidung.

Debatte: Beschneidungsgegner im Islam?

Von | | Ägypten, Analyse, Libyen, Palästina, Studierende schreiben für Alsharq | Kein Kommentar

Vor gut zwei Jahren löste das Kölner Landgericht eine heftige Kontroverse aus, indem es die Knabenbeschneidung ohne medizinische Notwendigkeit zum Straftatbestand der Körperverletzung erklärte. Schnell bekam die Debatte den Tenor: „‚Wir‘ als aufgeklärte Gesellschaft gegen ‚Die‘ als Rückwärtsgewandte, die nicht hinterfragen“. Dieser Denkansatz ist falsch, argumentiert Fabian Schmidmeier, da die Beschneidung innerhalb der muslimischen Welt selbst weiterlesen…

Eine Protestveranstaltung in Istanbul in Solidarität mit den Putsch-Gegnern in Ägypten vom 17. August 2013. Bild: Bünyamin Salman/Flickr (CC).

R4BIA – Eine Counter-Revolte unter türkischen Vorzeichen

Von | | Ägypten, Studierende schreiben für Alsharq, Türkei | Kein Kommentar

Das Massaker von Rabaa al-Adaweyya einen Monat nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi am 3. Juli 2013 rief eine neue Welle des Aufbegehrens ins Leben – die Counter-Revolte „R4bia“ entstand. Diese Gegenbewegung zum Militärputsch hat große Teile ihrer stärksten Anhänger nicht etwa in Ägypten, sondern im türkischen „Brudervolk“. Die Regierung dort versucht, diese weiterlesen…

Syrischer Soldat mit Kalaschnikow und Gasmaske. Bild: CC 3.0 WikiCommons

Deutsche Chemielieferungen nach Syrien – Aufklärung bitter nötig!

Von | | Deutschland, Mashreq, Syrien | 1 Kommentar

Erneut gehen die USA Hinweisen nach, dass im syrischen Bürgerkrieg Chemiewaffen zum Einsatz kamen. Als am 21. August 2013 der Giftgasangriff in der Damaszener Region Ghouta geschah, reagierte die Welt mit Entsetzen. Bis heute ist die genaue Zahl der damaligen Todesopfer nicht bekannt, doch gehen Expert*innen von 1400 bis 1700 getöteten Menschen aus. Noch immer weiterlesen…

Samir Geagea (l.) wartet auf den Ausgang der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen. Bild: Samir Geageas Twitter-Account @DrSamirGeagea

Weißes Papier gewinnt die libanesische Präsidentenwahl

Von | | Libanon, Mashreq, Wahlen | Kein Kommentar

Es wurde die erwartete Farce: Bei der ersten Abstimmungsrunde für einen neuen libanesischen Präsidenten blieben die meisten Stimmzettel leer; Samir Geagea war der aussichtsreichste Kandidat, doch viele Abgeordnete erinnerten an seine umstrittene Rolle im Bürgerkrieg. Taktische Spielereien prägten die Tage zuvor. Wie es jetzt weitergeht ist offen, doch die Wahl eines Konsenskandidaten wird immer unausweichlicher.