Die libanesische Dreifaltigkeit (laut eigenem Verhalten): der ewige Parlamentspräsident Nabih Berri, der vor zwei Monaten vereidigte Staatspräsident Michel Aoun und der bald wiedergewählte Premierminister Saad al-Hariri. Foto: Lebanese Presidency (twitter.com/lbpresidency)

Neue Regierung im Libanon: Gekommen um zu gehen

Von und | | Libanon, Mashreq | Kein Kommentar

30 Ministerien für etwa 4,5 Millionen Staatsbürger*innen. Nur eine Frau im Kabinett, und das Ministerium für Frauenrechte leitet ein Mann. Die Regierungsbildung im Libanon scheint absurd, birgt jedoch Chancen – denn eigentlich hat das neue Kabinett nur eine Aufgabe. Von Christoph Dinkelaker und Bodo Straub.  

Ibrahim Abu Laith (links) und ein Begleiter bei ihrer letzten Botschaft aus Aleppo. (Facebook-Screenshot)

Ibrahim Abu Laiths letzte Botschaft aus Aleppo: „Jeder Stein hier erzählt unsere Geschichte“

Von | | Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

„Für mich ist es unmöglich, Aleppo zu verlassen, weil die Stadt ein Teil meiner Seele ist“, sagte Ibrahim Abu Laith, Pressesprecher der Weißen Helme, im Gespräch mit Alsharq vor vier Monaten. Jetzt musste er doch gehen, gemeinsam mit vielen anderen. Vorher hat er noch eine Botschaft hinterlassen, die wir hier dokumentieren.

"Ich trage Makeup ... und verdiene Respekt", steht auf diesem Schild der #stop_stereotyping-Kampagne in Ägypten. Foto: FB

#stop_stereotyping-Debatte in Ägypten: Es geht um mehr

Von | | Ägypten, Gesellschaft | Kommentare deaktiviert für #stop_stereotyping-Debatte in Ägypten: Es geht um mehr

Fotos auf Facebook von fünf Frauen mit Schildern und dem Hashtag #stop_stereotyping lösten in Ägypten eine Welle von Kritik, Gegenkampagnen, Witzen und Diskussionen aus. Denn die Aktion hat an einem Konflikt gerührt, der viel tiefer reicht. Tatsächlich steht nicht weniger als das Ägypten von morgen zur Debatte. Hend Taher mit Reaktionen aus Kairo.

Über die Radikalität der Zeichen – „Bodytext“ von Modjgan Hashemian

Von | | Iran, Iran/Türkei, Kultur, Rezension | Kein Kommentar

Graffiti ist auch und gerade im Nahen Osten eine wichtige Form des Protests und Zeichen für den Versuch, die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Doch sie sind auch gefährlich – denn wer bestimmt schon, was Symbole und Slogans bedeuten? Die Choreografin Modjgan Hashemian hat am Maxim Gorki Theater ein Stück zu dieser Frage inszeniert. Von Daniel Walter.

Palästina: Das schleichende Ende eines demokratischen Projektes

Von | | Hintergrund, Israel, Mashreq, Palästina, Wahlen | 1 Kommentar

Am 29. November 2016 tagt der mehrfach verschobene 7. Generalkongress der palästinensischen Fatah. Zerstritten und geschwächt, bereitet die Partei des immer autoritärer regierenden Präsidenten Mahmoud Abbas seinen Verbündeten aber auch Israel vermehrt Kopfzerbrechen. Von Niko Pewesin und Bettina Marx

Laut Quellenangaben zeigt dieses Bild eine Wohngegend in Aleppo nach einem Fassbombenangriff des Regimes im Februar 2014. Das Regime und seine Verbündeten bombardieren und belagern die Stadt seit Jahren, jetzt droht die vollständige Vernichtung - und dennoch gilt Assad vielen im Westen als das kleinere Übel, aus Angst vor dem sogenannten "Islamischen Staat". Foto: Flickr/Freedom House (CC BY 2.0)

Macht durch Mythos: Wie „IS“ und Assad von Stereotypen profitieren

Von | | Analyse, Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

Aleppo zeigt erneut, wie brutal das syrische Regime und seine Verbündeten den Krieg gegen die eigene Bevölkerung führen. Im Westen gilt Assad dennoch weithin als unterstützenswert – im angeblichen Kampf gegen den „Islamischen Staat“. Populismus bestimmt längst die Debatte, die Folgen sind katastrophal – auch realpolitisch. Von Bente Scheller

Besucher der interaktiven Aussstellung der Newsgroup Afghanistan. Foto: Katja Heinemann

Sicher ist: Afghanistan ist es nicht

Von | | Afghanistan, Alsharq-Veranstaltung | Kein Kommentar

Wenn die Bundesregierung ein Land für sicher erklärt – ist dann dort automatisch Frieden? Die Lage in Afghanistan und die Situation von Afghanen in Deutschland waren Thema einer Alsharq-e.V.-Veranstaltung am vergangenen Samstag. Dabei wurde deutlich: Es gibt viel zu tun – in doppelter Hinsicht.

Veranstaltung: The Economic Dimension of the Israeli-Palestinian Conflict

Von | | Alsharq-Veranstaltung, Israel, Palästina, Wirtschaft | Kein Kommentar

Viele Friedensinitiativen vernachlässigen die ökonomische Dimension des israelisch-palästinensischen Konflikts. Dabei kann eine politische Lösung nur dann gelingen, wenn ein Abkommen die wirtschaftliche Lebensfähigkeit der Staaten und Entwicklungsperspektiven garantiert. Wie das funktionieren kann, wollen wir mit einem israelischen und einem palästinensischen Wirtschaftsexperten diskutieren.

Auch die Ausstellung "Welcome to Exilistan" mit den Bildern von Geflüchteten wird gezeigt. Foto: Katja Heinemann

Veranstaltung: Afghanistan – Exilistan. Am Samstag in Berlin

Von | | Afghanistan, Alsharq-Veranstaltung | Kein Kommentar

Was passiert derzeit in Afghanistan? Wie ergeht es afghanischen Asylsuchenden in Deutschland? Und wie kann die afghanisch-deutsche Zivilgesellschaft positiv aktiv werden? Fragen, auf die wir an diesem Samstag Antworten suchen – mit einer Ausstellung, mit Vorträgen, mit Workshops. Kommt vorbei und diskutiert mit!

Der Ala-Too-Platz in der kirgisischen Hauptstadt Bishkek mit der Manas-Statue war Schauplatz der diesjährigen Unabhängigkeitsfeier. Enthüllt wurde die Statue vor fünf Jahren, anlässlich des 20. Staatsjubiläums - doch sie verweist auf etwas viel Älteres: eine Art mystische Waffenbruderschaft zwischen dem Heute und dem Gestern. Foto: Flickr/Dan Lundberg (cc-by-sa-2.0)

Zwischen 25 und 5.000 Jahren – Zentralasien erfindet sich alt

Von | | Zentralasien | Kein Kommentar

Die zentralasiatischen Staaten zelebrieren derzeit den 25. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit, und setzen sich national und regional in Szene. Doch geht es nach den staatstragenden Eliten der fünf Republiken, ist die nationale Geschichte nicht 25 Jahre, sondern viele Jahrhunderte alt. Davon versprechen sie sich politisches Kapital – doch die Strategie ist riskant. Von Ludwig Pelzl.

Donald Trump, zukünftiger Präsident der USA, ruft im Nahen Osten gemischte Reaktionen hervor. Das Bild stammt aus dem Jahr 2013. Foto: Flickr/Gage Skidmor (cc-by-sa 2.0)

Presseschau zur Wahl Donald Trumps: Der Nahe Osten zwischen Hoffnung und Horror

Von | | Presseschau, USA | Kein Kommentar

Durchaus wohlwollend betrachten große Teile der Presse von Ägypten bis Iran die Wahl Donald Trumps zum nächsten Präsidenten der USA. Er sei die bessere Wahl gewesen. Israelische Politiker rufen eine „neue Ära“ aus. Doch in die Freude mischt sich Entsetzen. Eine Presseschau von Laura Overmeyer, Katharina Konarek, Jan Altaner, Sören Faika und Bodo Straub.

Demonstration im Jahr 2011 auf dem "Platz der Freiheit" in al-Hula. Bildquelle: Screenshot von youtu.be/wB6lyJYXPfM

Al-Hula – ein kleines Modell von Syrien

Von | | Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

International bekannt wurde die syrische Kleinstadt al-Hula im Jahr 2012 durch Massaker. Doch der Ort lebt weiter – auch heute, im sechsten Jahr nach Beginn des Aufstands. Alsharq zeigt in einer Serie am Beispiel der Stadt, wie Leben und zivile Selbstorganisation im heutigen Syrien funktionieren. Zu Beginn stellt Ansar Jasim den Ort vor.

Aoun-Fans feiern am Montagabend auf dem Märtyrerplatz in Beirut. Im Hintergrund die al-Amin-Moschee. Foto: Diana Beck

Reaktionen zur Wahl Michel Aouns im Libanon: Freude, Spott und Sorge

Von | | Libanon, Wahlen | Kein Kommentar

Es ist geschafft – nach fast zweieinhalb Jahren hat der Libanon wieder ein Staatsoberhaupt. Die Reaktionen reichen von grenzenloser Begeisterung bis zu großer Unsicherheit. Die chaotische Wahl wird zum Gespött. Beobachtungen, zusammengetragen von Jan Altaner, Diana Beck und Bodo Straub.