Weil sie als Vertreter der jeweils anderen konfessionell-politischen Gruppe gelten, sind TV-Sender im Libanon häufig Opfer von Angriffen - hier das Gebäude von Future TV in Beirut nach Kämpfen im Mai 2008. Foto: Lannie Naas / WikiCommons (CC BY-SA 2.0)

TV-Sender im Libanon: Im Besitz politischer Kräfte

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Eine kleine, aber mächtige politische Elite regiert den Libanon: Auch mit Hilfe der Medien und insbesondere der Fernsehnachrichten inszenieren sie sich als Vertreter der verschiedenen konfessionellen Gruppen und verteidigen so die andauernde Spaltung des Landes. Die TV-Sender werden so zu Werkzeugen in der Hand der Mächtigen.

Kein Mensch ist illegal.  Bild: Denis Bocquet / Flickr. CC-BY 2.0

Berliner Fachtagung: Flucht / Migration / Entwicklung

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Mitte Juli lud der Berliner Verein 14km zur Fachtagung “Flucht / Migration / Entwicklung – Facetten der Migration zwischen Nordafrika und Europa” ein. Fazit: Die Politik beginnt, migrantisch-diasporische Gruppen stärker in Migrationspolitik einzubinden – doch von solcher Zusammenarbeit braucht es mehr! Ein Veranstaltungsbericht. 

Demonstration pro-revolutionärer Aktivist_innen in Elend Kobani in der Provinz Aleppo im April 2012. Christoph Reuter zu internationalen Medien: "Wenn ich nach Lektüre gehen würde, so hätte ich das Gefühl, alle lokalen Räte seien zusammengebrochen und es gibt nur noch Chaos und Zustände wie in Somalia.
Aber dann ist man drin und sieht, es gibt sie immer wieder oder es gibt sie immer noch." Bild: Freedom House / Flickr. CC-BY

“Eine Bankrotterklärung für den Journalismus”, Teil zwei – Christoph Reuter zur Syrien-Berichterstattung

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Spiegel-Korrespondent Christoph Reuter berichtet im Gespräch mit Alsharq en Detail über die Schwierigkeiten der Berichterstattung und Recherche zu Syrien sowie die Herausforderung, mit dominanten Diskursen zu brechen. Angesichts der mangelnden Differenzierungsbereitschaft in der Medienlandschaft sei die deutsche Berichterstattung zu Syrien gescheitert.

C. Reuter in Nord-Syrien im Sommer 2012 (Foto: privat)

“Eine Bankrotterklärung für den Journalismus” – Christoph Reuter zu Berichterstattung zu Syrien

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Spiegel-Korrespondent Christoph Reuter berichtet im Gespräch mit Alsharq en Detail über die Schwierigkeiten der Berichterstattung und Recherche zu Syrien sowie die Herausforderung, mit dominanten Diskursen zu brechen. Angesichts der mangelnden Differenzierungsbereitschaft in der Medienlandschaft sei die deutsche Berichterstattung zu Syrien gescheitert.

Noch ist Gaza aus der Luft, vom Land und wie hier von See unter Beschuss. Foto: Israel Defense Forces

Ein Waffenstillstand in Gaza ist nicht genug

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Der Krieg zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen dauert mittlerweile mehr als zwei Wochen an. Die Opferzahlen auf beiden Seiten steigen, ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht. Die Forderung nach einem Waffenstillstand wird dringlicher. Auch der UN-Sicherheitsrat hat sie sich zu Eigen gemacht. Doch das wäre nicht genug, meint Gastautor Franz-Hellmut Schürholz.

Friedenstauben Netanyahu und Abbas. Foto: Haaretz

Friedenstagung in Zeiten des Kriegs – die Ha’aretz Peace Conference

Von | | Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Es mutete ein wenig surreal an, als am Dienstag in Tel Aviv PolitikerInnen Israels und Palästinas gemeinsam mit der Friedensbewegung auf der Ha’aretz-Friedenskonferenz zusammenkamen, während eine massive Militäroffensive der israelischen Regierung und Armee gegen die Hamas im Gazastreifen im Gange war. Wegen eines Raketenalarms in Tel Aviv mussten die KonferenzteilnehmerInnen kurzzeitig Schutzräume aufsuchen.

Die Lage im und um den Gazastreifen spitzt sich zu. Israels Armee bereitet eine Bodenoffensive vor. Foto: Tobias Pietsch

Gewalteskalation in Israel und Palästina – der Sturm tobt

Von | | Hamas, Israel, Mashreq, Palästina | 2 Kommentare

Raketen aus Gaza fliegen 130 Kilometer weit nach Israel, wo die Menschen auch in den Großstädten Tel Aviv und Jerusalem immer wieder Schutzräume aufsuchen müssen. Die israelische Armee setzt ihre Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen fort und bereitet eine Bodenoffensive vor. Erneut herrscht Krieg zwischen Israel und der Hamas. Die Leidtragenden sind Zivilisten auf beiden weiterlesen…

Denkmal zur Unabhängigkeit Algeriens: Für die Erinnerung und Bürgerrechte zugleich. Photo: Aslan Media/Flickr.

Algerien: der unbekannte Nachbar

Von | | Algerien, Frankreich, Hintergrund | Kein Kommentar

Das flächenmäßig größte Land Afrikas, der wichtigste Energielieferant Südeuropas und hochgerüsteter Mittelmeer-Anrainer-Staat: Al Djazair (arabisch: die Insel) ist in der deutschen Öffentlichkeit und im gesellschaftlichen Diskurs jedoch weithin unbekannt, die Berichterstattung darüber oftmals verzerrt. Wie kommt das? Einige Stichpunkte zur Entschlüsselung dieses Enigmas von Klaus-Peter Treydte

Bei einer Kundgebung gegen Rassismus in Jerusalem am Mittwoch beschimpfen Passanten die linken Demonstranten. Foto: Ticha Matting (C)

Ruhe vor dem Sturm in Jerusalem

Von | | Hintergrund, Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Jerusalem heute: Die Stadt schwebt zwischen Starre und Aufruhr. Seit am Dienstag rechtsextreme Israelis rassistische Angriffe auf Palästinenser verübten und mutmaßlich einen palästinensischen Jungen töteten, flammen Proteste auf. Alle fürchten sie, die dritte Intifada, doch es bleibt unsicher, ob die Situation eskaliert. Eine kleine Chronik der vergangenen Tage.

Deutsche Polizisten als Ausbilder im Einsatz in Afghanistan. Foto: isafmedia (CC)

Mein Fazit nach drei Jahren Afghanistan: engagiert bleiben!

Von | | Afghanistan, Interviews | Kein Kommentar

Hastig zogen die Koalitionsmächte 2001 in den Krieg gegen Afghanistans Taliban. Den Aufbau eines neuen Staatswesens sollen dort auch ausländische Entwicklungshelfer_innen und Berater_innen vorantreiben. Kristin Höltge arbeitete über drei Jahre für die GIZ in Kabul. Ein frustrierender Job? Nicht, wenn man sich realistische Ziele setzt, erklärt sie im Alsharq-Interview.

Wien, Juni 2014: Das Interesse an den Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm hält an - was dabei heraus kommt, bleibt dagegen offen. Photo: AFP PHOTO/SAMUEL KUBAN (CC)

Iran und der Atomkonflikt: Prinzipiell zu einer Lösung bereit

Von | | Rezension, Studierende schreiben für Alsharq | Kein Kommentar

Noch immer ist der Atomkonflikt zwischen dem Iran und dem Westen nicht abschließend gelöst. In seinem Buch Atommacht Iran – die Geburt eines nuklearen Staates liefert der britische Journalist David Patrikarakos eine facettenreiche Gesamtdarstellung der Geschichte des iranischen Atomprogramms, die sehr viel länger ist, als der rund zehnjährige Konflikt darüber. Eine Rezension von Henning Schmidt