Jahresrückblick Alsharq 2014

Von | | In eigener Sache, In Kürze | Kein Kommentar

Liebe Leserinnen und Leser,  2014 war ein besonderes Jahr für Alsharq. In vielen Bereichen sind wir ein ganzes Stück weitergekommen. Ein Büro in Berlin, selbstorganisierte Diskussionversanstaltungen, neue Reiseziele, neue Sharqist_innen, mehr Artikel. Hier unser kompakter Jahresrückblick: 

Sabrine Omar vor dem Bild ihres entführten Mannes. Foto: Livia Gerster.

Geiseldrama im Libanon – der “Islamische Staat” ist nicht weit

Von | | Hintergrund, Libanon, Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

Im Libanon wird die Angst vor dem „Islamischen Staat“ immer konkreter: Zwei libanesische Soldaten wurden bereits enthauptet, über 20 weitere Geiseln sind in ihrer Gewalt. Nun hat die Regierung neue Verhandlungen angekündigt, doch die Familien der Geiseln haben wenig Hoffnung. Im syrisch-libanesischen Grenzgebiet rückt der IS derweil immer weiter vor. Livia Gerster berichtet aus Beirut.

Titelfoto

The Tangled Nature of Iraq’s Fight against the “Islamic State”

Von | | Hintergrund, Irak | Kein Kommentar

Its never-ending cruelties overshadow the causes that made the “Islamic State” emerge in Iraq in the first place; the systematic social and political marginalization of the Sunni population. Even after the rise of “IS” Shi’i militias allied with the Iraqi government are still involved in large-scale atrocities against Sunni civilians. By David Jordan

"Die erwachte Zivilgesellschaft ist das verkannte, oftmals unspektakuläre, alltägliche, kleinformatige und damit wenig medientaugliche Kernelement dessen, was gemeinhin als 'Arabischer Frühling' bezeichnet wird. " Demonstration im besetzten Ort Kafranbel in der syrischen Provinz Idlib. Bild: Freedom House/Flickr (CC-BY-2.0)

Vier Jahre “Arabischer Frühling”: Die Frage nach der Hoffnung

Von | | Mashreq | Kein Kommentar

Vor vier Jahren löste Mohammed Bouazizi mit seiner Selbstverbrennung in Tunesien den „Arabischen Frühling“ aus. Die damalige Euphorie scheint mittlerweile verflogen, doch die Ereignisse seit Ende 2010 haben einen gewaltigen Wandel vollbracht: Sie haben Europäer und arabische Despoten gezwungen, sich mit den Menschen in der arabischen Welt neu auseinander zu setzen. Ein Kommentar.

Ein Junge im al-Maqased-Krankenhaus in Amman. Foto: Cordelia Neumetzger

In der Not ist Operieren erlaubt: Syrische Ärzte in Jordanien

Von | | Jordanien, Mashreq | Kein Kommentar

Offiziell dürfen syrische Flüchtlinge in Jordanien nicht arbeiten. Eine bemerkenswerte Ausnahme: das al-Maqased-Krankenhaus in Amman; hier stehen syrische Ärzte ihren jordanischen Kollegen bei der Versorgung von schwer verletzten syrischen Flüchtlingen zur Seite. Damit entlasten sie das überforderte jordanische Gesundheitssystem. Aus Amman berichtet Cordelia Fabienne Neumetzger

Der König und sein Nachfolger: Abdullah ibn Abd al Aziz al-Saud (links) und sein jüngerer Bruder Salman. (CC BY-SA 2.0)

Machtwechsel vorauszusehen!? – Die Thronfolgeregelung in Saudi-Arabien

Von | | Arabische Halbinsel, Saudi-Arabien | Kein Kommentar

Eine alternde Riege der Nachkommen des Staatsgründers Abd al-Aziz ibn Saud regiert das Königreich Saudi-Arabien. Die Aufteilung der Familie in ein erzkonservatives und ein vorsichtig reformatorisches Lager verzögern den Machttransfer von den Söhnen Abd al-Aziz‘ zur Enkelgeneration. Der kommende Machtwechsel droht zu einer innen- und außenpolitischen Gefahr für das Königshaus zu werden. Von Norman Philipp

Präsidentschaftskandidat Essebsi hegt auch noch mit 88 politische Ambitionen. Foto: FIDH, Flickr (CC BY 2.0).

Präsidentschaftswahlen in Tunesien: Rückbesinnung auf Ära Bourguiba?

Von | | Hintergrund, Nordafrika, Tunesien | Kein Kommentar

Die Annäherung zwischen der säkularen Nidaa Tounès und der islamistischen Ennahda hat bei der Wahl des Parlamentspräsidenten in Tunesien Erstaunen ausgelöst. Die Parteien sind aber von einer Koalition weit entfernt. Vielmehr buhlt Nidaa Tounès um Stimmen bei den Islamisten. Viele Tunesier unterstützen Nidaa Tounès aber gerade aufgrund ihrer Angst vor den Islamisten. Von Astrid Schäfers

Die Gespräche gehen weiter - US-Außenminister John F. Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohamed Javad Zarif bei Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Foto: US Department of State.

Das Patt von Wien – Welche Perspektive bleibt für die zukünftigen Nuklearverhandlungen mit Iran?

Von | | Iran, Iran/Türkei, USA | Kein Kommentar

Die letzte Runde in den Nuklearverhandlungen zwischen den P5+1 und Iran in Wien hat lediglich zu einer erneuten Verlängerung der Genfer Zwischenvereinbarung bis Juli 2015 geführt. Der allseitig betonte Optimismus der Verhandlungspartner kann nicht darüber hinweg täuschen, dass die Zweifel an einem positiven Ausgang zuzunehmen scheinen. Von Bernd Hollerbein

Zahran Alloush, Militärchef der "Islamischen Front", will Kobane "vom IS und der PKK befreien". Quelle: Screenshot.

Zweifelhafte Hilfe für Kobane: Radikale Salafisten gegen den IS?

Von | | Kurden, Mashreq, Studierende schreiben für Alsharq, Syrien | Kein Kommentar

Peschmerga und Freie Syrische Armee sollen Kobane retten. So zumindest suggerieren es hiesige Medien wie Spiegel Online und die türkische Regierung. ln Kobane offenbart sich ein von Europa und den USA geduldetes falsches Spiel: Erdogan lässt radikale Salafisten gegen den IS in Kobane kämpfen.

Sultan Qaboos (links) 2010 bei einem Staatsbesuch in Bahrain. Bild: Bahrain MoFA / Flickr (CC BY 2.0)

Omans ungewisse Zukunft – dem Sultanat droht eine Nachfolgekrise

Von | | Arabische Halbinsel, Hintergrund, Oman | 1 Kommentar

Sultan Qaboos bin Said, der absolute Herrscher des Omans, könnte schon bald an einem Krebsleiden versterben. Seine ungeregelte Nachfolge birgt die Gefahr eines Machtvakuums im Land, das Auswirkungen auf die Stabilität des Sultanats, das Machtgefüge auf der Arabischen Halbinsel und die aktuellen Atomverhandlungen zwischen Iran und den USA haben könnte. Von Maria Debre

Zeigt dieses Graffito den nächsten libanesischen Präsidenten? Bild: Thierry Ehrmann / Flickr (CC BY 2.0)

Präsidentschaftswahl im Libanon: Michel Aoun bewegt sich doch

Von | | Libanon, Mashreq, Wahlen | Kein Kommentar

Überraschung im Libanon: Gerade als die politische Situation einmal mehr besonders festgefahren erschien, sorgt ausgerechnet Michel Aoun für neue Bewegung. Mit seiner Ankündigung, unter Umständen für das Amt des libanesischen Präsidenten zu kandidieren, setzt er politische Gegner unter Druck – denn er hat durchaus Chancen.