Ein missverständliches Bild: Der Maronitische Patriarch Beschara al-Ra'i (sitzend Mitte) vor einer libanesischen Fahne - dabei war er nicht als Vertreter des Libanon nach Israel gereist. Foto: Twitter-Account des Knesset-Abgeordneten Ahmad Tibi (@Ahmad_tibi).

(K)ein politischer Besuch: Der maronitische Patriarch in Israel

Von | | Israel, Libanon, Mashreq | Kein Kommentar

Die Reise des Oberhaupts der größten libanesischen Kirche nach Israel stellte auf vielen Ebenen einen Tabubruch dar. Die Hisbollah warf Patriarch Bischara al-Ra’i vor, die Beziehungen mit dem südlichen Nachbarn zu normalisieren und ehemalige Kämpfer der Südlibanesischen Armee getroffen zu haben. Politisch brisant war der Besuch zudem, weil Israel die „Entarabisierung“ der christlichen Bevölkerung zuletzt weiterlesen…

Weithin untersagt, aber nicht minder wichtig: Proteste über soziale Medien in der Türkei. Photo: Wikimedia

Wider den Tweet – Warum die Sperrung von Twitter und YouTube Erdoğan nicht schwächt

Von | | Hintergrund, Medien, Studierende schreiben für Alsharq, Türkei | Kein Kommentar

Am 1. Mai veröffentlichte die amerikanische Nichtregierungsorganisation Freedom House ihr Ranking zur globalen Pressefreiheit. Die türkische Pressefreiheit wurde zum ersten Mal von „teilweise frei“ auf den Status „nicht frei“ degradiert. Trotz der anhaltenden Proteste sowie der Sperrung von Twitter und YouTube wurde die Regierung Erdoğans jedoch zeitgleich mit einem Erdrutschsieg im Amt bestätigt. Wie das? weiterlesen…

Wohnblock in einem Vorort von Algiers. Foto: iñaki do campo gan (flickr/CC)

Journalismus in Algerien: more of the same

Von | | Algerien, Medien | Kein Kommentar

„Dänemark in der Theorie, Nordkorea in der Realität“, so titelte die große arabischsprachige Tageszeitung al-Khabar in Algier anlässlich des Welttages der freien Presse Anfang Mai. Nicht restriktive Mediengesetze, sondern indirektes Eingreifen der Regierung erschwert heute kritischen Journalismus in Algerien. Ein Gastbeitrag von Klaus-Peter Treydte

Ein Zeitungsleser im Beiruter Distrikt Hamra, November 2010. Foto: Thomas Leuthard (CC)

“We have viewspapers” – Nabil Dajani on Lebanon’s media

Von | | Interviews, Libanon, Mashreq | Kein Kommentar

For being a small country, Lebanon has an amazing media landscape: Eight TV stations compete for a market of only four and a half million people. Nabil Dajani, professor at  the American University of Beirut on how the media contribute to driving Lebanese society apart instead of uniting it.

Assad-Poster in Syrien; Foto: James Gordon

Presseschau zur Wahl in Syrien: “Assads Sieg ist Syriens Niederlage”

Von | | Mashreq, Presseschau, Syrien | Kein Kommentar

Das große Presseecho nach der Präsidentschaftswahl in Syrien ist im Nahen Osten ausgeblieben. Die meisten Medien beschränkten sich darauf, den Wahlsieg von Diktator Baschar al-Assad und die internationalen Reaktionen zu melden – mit Kommentaren halten sich die meisten Blätter jedoch zurück. Dafür ist der Jubel der staatlichen Medien in Damaskus umso lauter.

Papst Franziskus lud den israelischen und palästinensischen Präsidenten zum Friedensgebet in den Vatikan ein. Im Bild der Papst und der israelische Staatspräsident Shimon Peres in Jerusalem. © Screenshot / Government Press Office Israel 2014

Vier Päpste, vier Besuche im Heiligen Land – Entwicklung zur Normalität

Von | | Israel, Jordanien, Mashreq, Palästina, Persönlichkeiten, Religion | Kein Kommentar

Jerusalem, die Stadt der drei monotheistischen Weltreligionen ist Anziehungspunkt für viele Gläubige aus aller Welt. Dies gilt auch für den obersten katholischen Bischof. Papst Franziskus hat gerade Jordanien, Israel und die Palästinensischen Autonomiegebiete besucht, die alle teilweise im so genannten Heiligen Land liegen. Anders als seine Vorgänger überraschte er viele.

Ein Milizenkämpfer des Regimes steht Wache am Ortseingang des Damaszener Vorortes Moadamiya. Bashar al-Assads Truppen hungerten Moadamiya systematisch aus, wie auch das Graffiti an der Wand besagt: "Hunger oder Niederknien." Der Medienaktivist Qusai Zakarya hat das Foto aus einiger Entfernung gemacht und uns zur Verfügung gestellt.

Dokumentation als Waffe – alternative Medien in Syrien

Von | | Mashreq, Medien, Syrien | 1 Kommentar

Heute beginnt in Syrien die Präsidentenwahl mitten im Krieg. Ein wie auch immer gearteter Sieg von Amtsinhaber Bashar al-Assad gilt als sicher, doch einen Gegner kann er nicht besiegen: Immer noch bilden Medienaktivist_innen eine große Gefahr für das Regime. Sie dokumentieren die Ereignisse für ein kollektives Gedächtnis im Syrien nach Assad. Eine Arbeit zwischen den Fronten. weiterlesen…

Berichtet seit 2012 für die FAZ aus den Arabischen Ländern: Markus Bickel (links im Bild, Foto: Katharina Eglau).

Gegen den Mainstream – Interview mit FAZ-Nahostkorrespondent Markus Bickel

Von | | Interviews, Medien | Kein Kommentar

Wie über den Nahen Osten berichten, ohne nur durch die deutsche Brille zu sehen? Markus Bickel, Korrespondent der FAZ mit Sitz in Kairo, erzählt im Alsharq-Interview, warum Künstler manchmal spannendere Themen bieten als Politiker, wie man immer wieder die eigene Arbeit überprüft – und was seine Arbeit zum Traumjob macht.

Als Fotograf erlebte Roger Anis Wut, Enthusiasmus und Alltag der Umstürze in Ägypten hautnah mit. Dieses Bild entstand im Juni 2013 in Kairo. Foto: Roger Anis (C)

Bürger, Journalist? Erfahrungen eines ägyptischen Fotografen

Von | | Ägypten, Interviews, Nordafrika | Kein Kommentar

Der zweite Tag der ägyptischen Präsidentschaftswahlen geht heute über die Bühne. Dann ist auch Roger Anis wieder im Einsatz. Der 27-jährige begann seine Arbeit als Fotojournalist in Kairo ein Jahr vor Beginn der Proteste gegen das Mubarak-Regime. Die politischen Ereignisse der vergangenen drei Jahre veränderten das Land, seine Arbeit und seinen persönlichen Werdegang. Im Interview weiterlesen…

Ägypten im Februar 2011: Ein Demonstrant hält ein Schild mit der Aufschrift: "Danke an den Sender al-Jazeera." Heute bekämpft der vermutlich nächste Präsident Abd el Fatah al-Sisi den Sender. Bild: Monasoh/Flickr (CC BY 2.0)

Vergessenes Erbe der Revolution – Pressefreiheit in Al-Sisis Ägypten

Von | | Ägypten, Menschenrechte, Nordafrika | Kein Kommentar

Eine bleierne Stimmung liegt über den Medien Ägyptens, wenn die Bevölkerung morgen und übermorgen einen neuen Präsidenten wählt. Der Favorit al-Sisi persönlich hat Journalisten erklärt, dass die nationale Sicherheit einstweilen Vorrang vor der Pressefreiheit genießt. Willkürliche Festnahmen sorgen für ein Klima der Angst und der Hetze, schreibt Christoph Dreyer von Reporter ohne Grenzen.

Keine Spaltung mehr! Demonstration für eine palästinensische Aussöhnung am 15. März 2011 in Gaza Stadt. (Bild: CC BY-ND 2.0 Stefano/ Flickr)

Hamas und Fatah – die innerpalästinensische Versöhnung nimmt Gestalt an

Von | | Hintergrund, Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Als das Gericht im Fall von Galileo Galilei urteilte, die Erde sei das statische Zentrum des Universums, soll Galileo gemurmelt haben „und sie bewegt sich doch“. Auch im Falle der innerpalästinensischen Versöhnung zwischen Hamas und Fatah mögen die optimistischen „Galileos“ endlich Recht bekommen. Jakob Rieken und Ingrid Ross berichten aus Ramallah und Gaza.

Werbung, die unter die Haut geht. Dieser Mann wirbt sogar in seinem Nacken für Israel. Foto: Tobias Pietsch

Braucht Israel besondere „Erklärungspolitik“? Ein Interview mit Davidi Hermelin

Von | | Interviews, Israel, Medien, Palästina | 1 Kommentar

Wie kaum ein anderes Land investiert Israel in staatliche Öffentlichkeitsarbeit, um ein positives Selbstbild im Ausland zu fördern. Hasbara, wörtlich „Erklärung“, ist der hebräische Begriff für diese Informationspolitik. Über Sinn und Inhalt des Konzepts spricht Davidi Hermelin, Leiter des Zentrums für Public Diplomacy und Hasbara.

JournalistInnen fotografieren eine Auseinandersetzung zwischen Muslimbrüdern und Sicherheitskräften in Kairo, 31.01.2014. Foto: Mustafa Bassim.

Ägyptische JournalistInnen im Fadenkreuz

Von | | Ägypten, Mashreq, Studierende schreiben für Alsharq | Kein Kommentar

Nach dem Sturz Mursis im Juni vergangenen Jahres wird in der polarisierten Stimmung auch die Situation für ägyptische JournalistInnen immer schwieriger. Nicht nur wird die Ausübung ihrer Arbeit durch staatliche Repressionen und Gewalt behindert, auch werden sie zunehmend von anderen BürgerInnen verbal und körperlich angegriffen. Unsere Gastautorin Anja Schmidt berichtet.

Ein Junge in Istanbul am Tag seiner Beschneidung.

Debatte: Beschneidungsgegner im Islam?

Von | | Ägypten, Analyse, Libyen, Palästina, Studierende schreiben für Alsharq | Kein Kommentar

Vor gut zwei Jahren löste das Kölner Landgericht eine heftige Kontroverse aus, indem es die Knabenbeschneidung ohne medizinische Notwendigkeit zum Straftatbestand der Körperverletzung erklärte. Schnell bekam die Debatte den Tenor: „‚Wir‘ als aufgeklärte Gesellschaft gegen ‚Die‘ als Rückwärtsgewandte, die nicht hinterfragen“. Dieser Denkansatz ist falsch, argumentiert Fabian Schmidmeier, da die Beschneidung innerhalb der muslimischen Welt selbst weiterlesen…

Eine Protestveranstaltung in Istanbul in Solidarität mit den Putsch-Gegnern in Ägypten vom 17. August 2013. Bild: Bünyamin Salman/Flickr (CC).

R4BIA – Eine Counter-Revolte unter türkischen Vorzeichen

Von | | Ägypten, Studierende schreiben für Alsharq, Türkei | Kein Kommentar

Das Massaker von Rabaa al-Adaweyya einen Monat nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi am 3. Juli 2013 rief eine neue Welle des Aufbegehrens ins Leben – die Counter-Revolte „R4bia“ entstand. Diese Gegenbewegung zum Militärputsch hat große Teile ihrer stärksten Anhänger nicht etwa in Ägypten, sondern im türkischen „Brudervolk“. Die Regierung dort versucht, diese weiterlesen…

Syrischer Soldat mit Kalaschnikow und Gasmaske. Bild: CC 3.0 WikiCommons

Deutsche Chemielieferungen nach Syrien – Aufklärung bitter nötig!

Von | | Deutschland, Mashreq, Syrien | 1 Kommentar

Erneut gehen die USA Hinweisen nach, dass im syrischen Bürgerkrieg Chemiewaffen zum Einsatz kamen. Als am 21. August 2013 der Giftgasangriff in der Damaszener Region Ghouta geschah, reagierte die Welt mit Entsetzen. Bis heute ist die genaue Zahl der damaligen Todesopfer nicht bekannt, doch gehen Expert*innen von 1400 bis 1700 getöteten Menschen aus. Noch immer weiterlesen…