Friedenstauben Netanyahu und Abbas. Foto: Haaretz

Friedenstagung in Zeiten des Kriegs – die Ha’aretz Peace Conference

Von | | Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Es mutete ein wenig surreal an, als am Dienstag in Tel Aviv PolitikerInnen Israels und Palästinas gemeinsam mit der Friedensbewegung auf der Ha’aretz-Friedenskonferenz zusammenkamen, während eine massive Militäroffensive der israelischen Regierung und Armee gegen die Hamas im Gazastreifen im Gange war. Wegen eines Raketenalarms in Tel Aviv mussten die KonferenzteilnehmerInnen kurzzeitig Schutzräume aufsuchen.

Die Lage im und um den Gazastreifen spitzt sich zu. Israels Armee bereitet eine Bodenoffensive vor. Foto: Tobias Pietsch

Gewalteskalation in Israel und Palästina – der Sturm tobt

Von | | Hamas, Israel, Mashreq, Palästina | 2 Kommentare

Raketen aus Gaza fliegen 130 Kilometer weit nach Israel, wo die Menschen auch in den Großstädten Tel Aviv und Jerusalem immer wieder Schutzräume aufsuchen müssen. Die israelische Armee setzt ihre Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen fort und bereitet eine Bodenoffensive vor. Erneut herrscht Krieg zwischen Israel und der Hamas. Die Leidtragenden sind Zivilisten auf beiden weiterlesen…

Denkmal zur Unabhängigkeit Algeriens: Für die Erinnerung und Bürgerrechte zugleich. Photo: Aslan Media/Flickr.

Algerien: der unbekannte Nachbar

Von | | Algerien, Frankreich, Hintergrund | Kein Kommentar

Das flächenmäßig größte Land Afrikas, der wichtigste Energielieferant Südeuropas und hochgerüsteter Mittelmeer-Anrainer-Staat: Al Djazair (arabisch: die Insel) ist in der deutschen Öffentlichkeit und im gesellschaftlichen Diskurs jedoch weithin unbekannt, die Berichterstattung darüber oftmals verzerrt. Wie kommt das? Einige Stichpunkte zur Entschlüsselung dieses Enigmas von Klaus-Peter Treydte

Bei einer Kundgebung gegen Rassismus in Jerusalem am Mittwoch beschimpfen Passanten die linken Demonstranten. Foto: Ticha Matting (C)

Ruhe vor dem Sturm in Jerusalem

Von | | Hintergrund, Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Jerusalem heute: Die Stadt schwebt zwischen Starre und Aufruhr. Seit am Dienstag rechtsextreme Israelis rassistische Angriffe auf Palästinenser verübten und mutmaßlich einen palästinensischen Jungen töteten, flammen Proteste auf. Alle fürchten sie, die dritte Intifada, doch es bleibt unsicher, ob die Situation eskaliert. Eine kleine Chronik der vergangenen Tage.

Deutsche Polizisten als Ausbilder im Einsatz in Afghanistan. Foto: isafmedia (CC)

Mein Fazit nach drei Jahren Afghanistan: engagiert bleiben!

Von | | Afghanistan, Interviews | Kein Kommentar

Hastig zogen die Koalitionsmächte 2001 in den Krieg gegen Afghanistans Taliban. Den Aufbau eines neuen Staatswesens sollen dort auch ausländische Entwicklungshelfer_innen und Berater_innen vorantreiben. Kristin Höltge arbeitete über drei Jahre für die GIZ in Kabul. Ein frustrierender Job? Nicht, wenn man sich realistische Ziele setzt, erklärt sie im Alsharq-Interview.

Wien, Juni 2014: Das Interesse an den Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm hält an - was dabei heraus kommt, bleibt dagegen offen. Photo: AFP PHOTO/SAMUEL KUBAN (CC)

Iran und der Atomkonflikt: Prinzipiell zu einer Lösung bereit

Von | | Rezension, Studierende schreiben für Alsharq | Kein Kommentar

Noch immer ist der Atomkonflikt zwischen dem Iran und dem Westen nicht abschließend gelöst. In seinem Buch Atommacht Iran – die Geburt eines nuklearen Staates liefert der britische Journalist David Patrikarakos eine facettenreiche Gesamtdarstellung der Geschichte des iranischen Atomprogramms, die sehr viel länger ist, als der rund zehnjährige Konflikt darüber. Eine Rezension von Henning Schmidt

Ein missverständliches Bild: Der Maronitische Patriarch Beschara al-Ra'i (sitzend Mitte) vor einer libanesischen Fahne - dabei war er nicht als Vertreter des Libanon nach Israel gereist. Foto: Twitter-Account des Knesset-Abgeordneten Ahmad Tibi (@Ahmad_tibi).

(K)ein politischer Besuch: Der maronitische Patriarch in Israel

Von | | Israel, Libanon, Mashreq | Kein Kommentar

Die Reise des Oberhaupts der größten libanesischen Kirche nach Israel stellte auf vielen Ebenen einen Tabubruch dar. Die Hisbollah warf Patriarch Bischara al-Ra’i vor, die Beziehungen mit dem südlichen Nachbarn zu normalisieren und ehemalige Kämpfer der Südlibanesischen Armee getroffen zu haben. Politisch brisant war der Besuch zudem, weil Israel die „Entarabisierung“ der christlichen Bevölkerung zuletzt weiterlesen…

Weithin untersagt, aber nicht minder wichtig: Proteste über soziale Medien in der Türkei. Photo: Wikimedia

Wider den Tweet – Warum die Sperrung von Twitter und YouTube Erdoğan nicht schwächt

Von | | Hintergrund, Medien, Studierende schreiben für Alsharq, Türkei | Kein Kommentar

Am 1. Mai veröffentlichte die amerikanische Nichtregierungsorganisation Freedom House ihr Ranking zur globalen Pressefreiheit. Die türkische Pressefreiheit wurde zum ersten Mal von „teilweise frei“ auf den Status „nicht frei“ degradiert. Trotz der anhaltenden Proteste sowie der Sperrung von Twitter und YouTube wurde die Regierung Erdoğans jedoch zeitgleich mit einem Erdrutschsieg im Amt bestätigt. Wie das? weiterlesen…

Wohnblock in einem Vorort von Algiers. Foto: iñaki do campo gan (flickr/CC)

Journalismus in Algerien: more of the same

Von | | Algerien, Medien | Kein Kommentar

„Dänemark in der Theorie, Nordkorea in der Realität“, so titelte die große arabischsprachige Tageszeitung al-Khabar in Algier anlässlich des Welttages der freien Presse Anfang Mai. Nicht restriktive Mediengesetze, sondern indirektes Eingreifen der Regierung erschwert heute kritischen Journalismus in Algerien. Ein Gastbeitrag von Klaus-Peter Treydte

Ein Zeitungsleser im Beiruter Distrikt Hamra, November 2010. Foto: Thomas Leuthard (CC)

“We have viewspapers” – Nabil Dajani on Lebanon’s media

Von | | Interviews, Libanon, Mashreq | Kein Kommentar

For being a small country, Lebanon has an amazing media landscape: Eight TV stations compete for a market of only four and a half million people. Nabil Dajani, professor at  the American University of Beirut on how the media contribute to driving Lebanese society apart instead of uniting it.

Assad-Poster in Syrien; Foto: James Gordon

Presseschau zur Wahl in Syrien: “Assads Sieg ist Syriens Niederlage”

Von | | Mashreq, Presseschau, Syrien | Kein Kommentar

Das große Presseecho nach der Präsidentschaftswahl in Syrien ist im Nahen Osten ausgeblieben. Die meisten Medien beschränkten sich darauf, den Wahlsieg von Diktator Baschar al-Assad und die internationalen Reaktionen zu melden – mit Kommentaren halten sich die meisten Blätter jedoch zurück. Dafür ist der Jubel der staatlichen Medien in Damaskus umso lauter.

Papst Franziskus lud den israelischen und palästinensischen Präsidenten zum Friedensgebet in den Vatikan ein. Im Bild der Papst und der israelische Staatspräsident Shimon Peres in Jerusalem. © Screenshot / Government Press Office Israel 2014

Vier Päpste, vier Besuche im Heiligen Land – Entwicklung zur Normalität

Von | | Israel, Jordanien, Mashreq, Palästina, Persönlichkeiten, Religion | Kein Kommentar

Jerusalem, die Stadt der drei monotheistischen Weltreligionen ist Anziehungspunkt für viele Gläubige aus aller Welt. Dies gilt auch für den obersten katholischen Bischof. Papst Franziskus hat gerade Jordanien, Israel und die Palästinensischen Autonomiegebiete besucht, die alle teilweise im so genannten Heiligen Land liegen. Anders als seine Vorgänger überraschte er viele.

Ein Milizenkämpfer des Regimes steht Wache am Ortseingang des Damaszener Vorortes Moadamiya. Bashar al-Assads Truppen hungerten Moadamiya systematisch aus, wie auch das Graffiti an der Wand besagt: "Hunger oder Niederknien." Der Medienaktivist Qusai Zakarya hat das Foto aus einiger Entfernung gemacht und uns zur Verfügung gestellt.

Dokumentation als Waffe – alternative Medien in Syrien

Von | | Mashreq, Medien, Syrien | 1 Kommentar

Heute beginnt in Syrien die Präsidentenwahl mitten im Krieg. Ein wie auch immer gearteter Sieg von Amtsinhaber Bashar al-Assad gilt als sicher, doch einen Gegner kann er nicht besiegen: Immer noch bilden Medienaktivist_innen eine große Gefahr für das Regime. Sie dokumentieren die Ereignisse für ein kollektives Gedächtnis im Syrien nach Assad. Eine Arbeit zwischen den Fronten. weiterlesen…

Berichtet seit 2012 für die FAZ aus den Arabischen Ländern: Markus Bickel (links im Bild, Foto: Katharina Eglau).

Gegen den Mainstream – Interview mit FAZ-Nahostkorrespondent Markus Bickel

Von | | Interviews, Medien | Kein Kommentar

Wie über den Nahen Osten berichten, ohne nur durch die deutsche Brille zu sehen? Markus Bickel, Korrespondent der FAZ mit Sitz in Kairo, erzählt im Alsharq-Interview, warum Künstler manchmal spannendere Themen bieten als Politiker, wie man immer wieder die eigene Arbeit überprüft – und was seine Arbeit zum Traumjob macht.

Als Fotograf erlebte Roger Anis Wut, Enthusiasmus und Alltag der Umstürze in Ägypten hautnah mit. Dieses Bild entstand im Juni 2013 in Kairo. Foto: Roger Anis (C)

Bürger, Journalist? Erfahrungen eines ägyptischen Fotografen

Von | | Ägypten, Interviews, Nordafrika | Kein Kommentar

Der zweite Tag der ägyptischen Präsidentschaftswahlen geht heute über die Bühne. Dann ist auch Roger Anis wieder im Einsatz. Der 27-jährige begann seine Arbeit als Fotojournalist in Kairo ein Jahr vor Beginn der Proteste gegen das Mubarak-Regime. Die politischen Ereignisse der vergangenen drei Jahre veränderten das Land, seine Arbeit und seinen persönlichen Werdegang. Im Interview weiterlesen…

Ägypten im Februar 2011: Ein Demonstrant hält ein Schild mit der Aufschrift: "Danke an den Sender al-Jazeera." Heute bekämpft der vermutlich nächste Präsident Abd el Fatah al-Sisi den Sender. Bild: Monasoh/Flickr (CC BY 2.0)

Vergessenes Erbe der Revolution – Pressefreiheit in Al-Sisis Ägypten

Von | | Ägypten, Menschenrechte, Nordafrika | Kein Kommentar

Eine bleierne Stimmung liegt über den Medien Ägyptens, wenn die Bevölkerung morgen und übermorgen einen neuen Präsidenten wählt. Der Favorit al-Sisi persönlich hat Journalisten erklärt, dass die nationale Sicherheit einstweilen Vorrang vor der Pressefreiheit genießt. Willkürliche Festnahmen sorgen für ein Klima der Angst und der Hetze, schreibt Christoph Dreyer von Reporter ohne Grenzen.