Sundus Azzeh (Youth Against Settlements) in der Diskussion mit dem Publikum. Foto: Eva Sperschneider

Alsharq-Veranstaltung: Gewaltfrei und gemeinsam gegen die Besatzung

Von | | Alsharq-Veranstaltung, Gesellschaft, Israel, Palästina | Kein Kommentar

Widerstand gegen Israels Besetzung des Westjordanlands, ohne sich auf den Teufelskreis der Gewalt einzulassen – zwei Initiativen erklärten bei einer Alsharq-Veranstaltung, wie das geht. Ein Teilnehmer nannte Gewaltfreiheit „fast schon etwas Spirituelles“. Von Sophie Hoevelmann und Eva Sperschneider.

Fünf Meter hoch ist die Mauer rund um Ein el Helweh. Mehr als die Hälfte ist schon fertig. Foto: Privat

Der Libanon baut weiter an der „Mauer der Schande“

Von | | Gesellschaft, Hintergrund, Libanon | Kein Kommentar

Das größte Flüchtlingslager für Palästinenser im Libanon wird eingemauert: Fünf Meter hoch und aus Beton wird die „Wall of Shame“ um Ein el-Helweh. Die Bewohner fühlen sich als Opfer einer Kollektivstrafe und befürchten schwere psychische Schäden, berichtet Burhan Yassin.

Demonstranten vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Foto: Hadi Ahmady.

Afghanen in Deutschland: „Als ob wir in den Tod geschickt werden“

Von | | Afghanistan, Deutschland, Flucht und Migration, Gesellschaft, Interviews | Kein Kommentar

Über afghanische Geflüchtete wird in Deutschland schon lange gesprochen – abschieben, nicht abschieben, und wenn ja, wen und in welche Regionen… Aber was denken eigentlich die Betroffenen selbst? Mohsen Hassani hat bei einer Demonstration mit einigen von ihnen gesprochen.

Als „Beginn des amerikanischen Frühlings“ bezeichnet ein kuwaitischer Journalist die Proteste gegen das Einreiseverbot in den USA. Das Bild zeigt Demonstranten in Minneapolis, Minnesota. Foto: Flickr/Fibonacci Blue (CC-BY 2.0)

Reaktionen auf Trumps Einreiseverbot: „Rassistisch und faschistoid“

Von | | Politik, Presseschau, USA | Kein Kommentar

Mit Entsetzen nahmen weite Teile der Welt die Entscheidung der US-Regierung auf, Menschen aus sieben mehrheitlich islamischen Ländern die Einreise zu verweigern. Auch wenn das Verbot nun ausgesetzt ist, im Nahen Osten scheint die Stimmung gegen Trump zu kippen. Stimmen aus Medien und von Betroffenen, gesammelt von Christoph Sydow, Bodo Straub und Sören Faika.

Hier war auch schonmal mehr los: Die Pyramiden von Gizeh. Foto: Parham Kouloubandi

Kairo: Auf der Suche nach den Früchten der Revolution

Von | | Ägypten, Politik, Reportage | Kein Kommentar

In Kairo hat sich sechs Jahre nach der Revolution viel geändert – nicht unbedingt zum Guten. Das Land wankt unter einer schwächelnden Wirtschaft, während alle Forderungen nach politischer Freiheit Stück für Stück verhallen. Parham Kouloubandi hat die Stadt besucht und schildert hier seine Eindrücke.

Wahlhelfer mit nationaler Kopfbedeckung. Wie gut lassen sich Kirgistans Traditionen mit Demokratisierung verbinden? Foto: U.S. Department of State / public domain

Schattierungen von Demokratie – Usbekistan und Kirgistan an der Urne

Von | | Analyse, Kirgistan, Politik, Usbekistan, Zentralasien | Kein Kommentar

Die Demokratie in Zentralasien hat es bekanntlich schwer. Nun standen in Usbekistan und Kirgistan wichtige Abstimmungen an. Der Vergleich zwischen beiden Ländern zeigt die gesamte Bandbreite der Demokratie in der Region, von schwarz bis grau. Von Ludwig Pelzl

Khaled Abboud - hat er gerade zugegeben, dass das Assad-Regime den Islamischen Staat steuert? So einfach ist es dann auch nicht. Screenshot: Alsharq

Ein Assad-Vertrauter gibt zu: Syrische Geheimdienste beeinflussen den IS. Oder?

Von | | Analyse, Politik, Syrien | Kein Kommentar

Khaled Abboud erklärt im Staatsfernsehen, syrische Geheimdienste hätten den sogenannten Islamischen Staat infiltriert. Das Interview wird vielfach als Geständnis interpretiert, das syrische Regime würde die Terrororganisation unmittelbar manipulieren. Tatsächlich folgt Abboud aber ganz der Strategie des Präsidenten: „Inszeniere Dich so, als seist Du unverzichtbar.“ Von Lars Hauch.

"My name is nobody" heißt dieses Bild. Der Protagonist in Abbas Khiders Roman "Ohrfeige" will aber jemand sein, will erzählen, von seinen Erfahrungen als Geflüchteter in Deutschland. Foto: Sara Biljana Gaon/Flickr (cc-by-2.0)

Vom Leben als Flüchtling in Bayern. Abbas Khiders Roman „Ohrfeige“- Eine Rezension

Von | | Deutschland, Flucht und Migration, Gesellschaft, Irak, Rezension | Kein Kommentar

Bücher über Flucht und Flüchtlinge aus deutscher Sicht gibt es viele. Belletristik, die Flucht und Asyl aus Sicht der Betroffen schildern, findet sich aber nur selten. Eine Ausnahme bildet der Roman „Ohrfeige“ des Deutsch-Irakischen Autors Abbas Khider. Henning Schmidt hat das Buch gelesen, das keine Erfolgsgeschichte erzählt.

Ein Flüchtlingslager in Afghanistan. Aus 31 der 34 Provinzen im Land sind laut UNHCR Menschen innerhalb Afghanistans auf der Flucht. Grund ist die schlechte Sicherheitslage. Foto: Flickr/Lauras Eye (CC BY-ND 2.0)

Der UNHCR-Bericht zu Afghanistan: Nächste allgemeine Verunsicherung

Von | | Afghanistan, Analyse, Politik | Kein Kommentar

Die Argumente werden erdrückender: Selbst ein von der Bundesregierung beauftragter Bericht sagt, die Sicherheitslage in Afghanistan habe sich erneut verschlechtert. Anscheinend unbeirrt will die Regierung weiter abgelehnte afghanische Asylbewerber abschieben. Von Thomas Ruttig

Szene im Flüchtlingslager. Foto: Kilian Foerster

„Das Wichtigste in unserem Leben ist Bildung“ – Eindrücke aus einem Flüchtlingscamp in Irakisch-Kurdistan

Von | | Bilderstrecke, Flucht und Migration, Gesellschaft, Irak, Kurden | Kein Kommentar

Vor zwei Jahren war der Fotograf Kilian Foerster das erste Mal im Flüchtlingslager Chamishko Camp im kurdischen Nordirak. Damals gab es im ganzen Camp keine Schule. Das hat sich mittlerweile geändert, wie er bei seinem jetzigen Besuch feststellte, aber die Ungewissheit ist geblieben. Mit diesem Beitrag verabschieden wir uns bis Mitte Januar in die Winterpause.

Ein Mann trägt ein Kind, laut Beschreibung nach einem Bombenangriff auf Aleppo. Foto: Freedom House/Flickr (CC-BY-2.0)

Vier Fronten im Syrien-Krieg und ihre Bedeutungen

Von | | Analyse, Politik, Syrien | Kein Kommentar

Nach fast sechs Jahren Krieg ist Syrien entlang zahlreicher Fronten geteilt und übersäht von Checkpoints. Den Überblick zu behalten ist schwierig, da die Fronten sich nicht nur verschieben, sondern von wechselnden Akteuren auf dem Boden bestimmt werden. Doch vier Schauplätze machen aktuelle Dynamiken und Zusammenhänge anschaulich. Von Lars Hauch.

"Angriff auf ein Wehrdorf" heißt dieser Teppich, der in der Ausstellung zu sehen ist. Gut zu erkennen unter anderem die Kampfhubschrauber. Foto: Daniel Walter

Geknüpfte Geschichte – Afghanische „Kriegsteppiche“ in Berlin

Von | | Afghanistan, Deutschland, Kultur, Rezension | Kein Kommentar

Kampfhubschrauber, US-Flaggen, Friedenstauben: Seit Anfang der 1980er Jahre die Sowjetunion einmarschierte, haben Kriegsmuster Einzug in die afghanische Teppichkunst gefunden. Derzeit sind einige Exemplare in Berlin zu sehen. Sie erzählen von mehr als dreißig Jahren Krieg, Gewalt und Flucht. Von Daniel Walter.

Ein kalter Winter bedeutet in Afghanistan eine reiche Ernte im nächsten Jahr - diesem Mann hier in Kabul dürfte das aber in dem Moment nicht so wichtig sein... Foto: PJ Tavera Photography /Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Barrfý – ein afghanisches Schneefest

Von | | Afghanistan, Hintergrund, Kultur | Kein Kommentar

Weihnachtsbaum, Geschenke, Verwandtschaftsbesuch erwartet die meisten Menschen in Deutschland in den nächsten Tagen. Doch winterliche Bräuche gibt es auch anderswo, zum Beispiel in Afghanistan: Wer den ersten Schnee bemerkt, muss schnell sein – oder er wird schwarz im Gesicht. Am Ende gibt’s auf jeden Fall eine Party, erzählt Hewád Laraway.

"Ali und seine Freunde wurden schon in Jordanien diskriminiert, mit Müll beworfen und bespuckt. In Ägypten ergeht es Menschen mit dunkler Hautfarbe meist noch schlechter." Straßenszene in Kairo. Bild: abossone/Flickr (CC-BY-NC 2.0)

Ali bleibt auch in Kairo ein vergessener Mensch

Von | | Ägypten, Flucht und Migration, Gesellschaft, Interviews, Jordanien | Kein Kommentar

Zu Beginn des Jahres berichteten wir über Ali, einen sudanesischen Flüchtling in Jordanien. Gemeinsam mit 800 anderen Menschen wurde er abgeschoben, weil er gegen seine Behandlung protestiert hatte. Inzwischen lebt Ali in Ägypten – Florian Barth erzählt zum Jahresende, wie die Geschichte weiterging.

Die libanesische Dreifaltigkeit (laut eigenem Verhalten): der ewige Parlamentspräsident Nabih Berri, der vor zwei Monaten vereidigte Staatspräsident Michel Aoun und der bald wiedergewählte Premierminister Saad al-Hariri. Foto: Lebanese Presidency (twitter.com/lbpresidency)

Neue Regierung im Libanon: Gekommen um zu gehen

Von | | Analyse, Libanon, Politik | Kein Kommentar

30 Ministerien für etwa 4,5 Millionen Staatsbürger*innen. Nur eine Frau im Kabinett, und das Ministerium für Frauenrechte leitet ein Mann. Die Regierungsbildung im Libanon scheint absurd, birgt jedoch Chancen – denn eigentlich hat das neue Kabinett nur eine Aufgabe. Von Christoph Dinkelaker und Bodo Straub.  

Ibrahim Abu Laith (links) und ein Begleiter bei ihrer letzten Botschaft aus Aleppo. (Facebook-Screenshot)

Ibrahim Abu Laiths letzte Botschaft aus Aleppo: „Jeder Stein hier erzählt unsere Geschichte“

Von | | Gesellschaft, Interviews, Syrien | Kein Kommentar

„Für mich ist es unmöglich, Aleppo zu verlassen, weil die Stadt ein Teil meiner Seele ist“, sagte Ibrahim Abu Laith, Pressesprecher der Weißen Helme, im Gespräch mit Alsharq vor vier Monaten. Jetzt musste er doch gehen, gemeinsam mit vielen anderen. Vorher hat er noch eine Botschaft hinterlassen, die wir hier dokumentieren.

Lina Shamy lebt in Aleppo. Sie appelliert dafür, gegen die Verbrechen des Assad-Regimes in ihrer Stadt zu protestieren. Screenshot: Alsharq.

Kommentar zu Aleppo: Bewegt euch, geht auf die Straßen!

Von | | Kommentar, Politik, Syrien | Kein Kommentar

Stadtviertel um Stadtviertel nehmen das Assad-Regime und seine Verbündeten in Aleppo ein. Furchtbare Nachrichten erreichen uns, von Massenerschießungen ist die Rede. Aber Aleppo ist erst dann gefallen, wenn wir nicht mehr für die Menschen kämpfen, die dort noch unsere Hilfe fordern. Ein Kommentar von Ansar Jasim.