Israel und die Golan-Drusen: 50 Jahre Provisorium

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Im Februar 2011 konnten die Drusen noch ihre Äpfel über den Grenzübergang Quneitra nach Syrien exportieren. Diese drei Männer in traditioneller drusischer Kleidung beobachten die Lkw, die ins Nachbarland fahren. Foto: Israel Defense Forces/wikicommons (cc-by 2.0)

Mit den Golanhöhen eroberte Israel 1967 auch fünf drusische Dörfer. Die meisten der Golan-Drusen haben die israelische Staatsbürgerschaft trotz erheblichem Druck nicht angenommen. Sie leben seit 50 Jahren in einem Provisorium, halten Kontakt nach Syrien und protestieren gegen die Besatzung. Der Bürgerkrieg im Nachbarland ändert ihre Situation nun aber grundlegend. Von Tobias Lang.

Geflohen, inhaftiert, abgeschoben – Was das EU-Türkei-Abkommen für Geflüchtete auf Lesbos bedeutet

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Inmitten von Touristen und Cafés ist Arash Hampay auf der Insel Lesbos in den Hungerstreik getreten. Foto: Lorraine Leete, Legal Centre Lesbos

Für tausende Geflüchtete wird die griechische Insel Lesbos über Monate zum Freiluftgefängnis. Hier warten sie darauf, dass ihr Asylantrag bearbeitet wird – oder gleich auf ihre Abschiebung. Die Entscheidungen der Behörden wirken meist willkürlich, die Bedingungen sind extrem. Ein paar von ihnen sind nun in Hungerstreik getreten, berichtet Valeria Hänsel.

Syrische Kunst und sozialer Wandel: „Kunst hilft uns, die Zukunft des Landes neu zu denken“

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Szene aus der Performance Above Zero im Sunflower Theatre in Beirut, die von Ettijahat – Independent Culture gefördert wurde. Die Aufführung fand im April 2016 im Rahmen der Veranstaltung Focus Syria statt. Bild: Antoine Entabi.

Syriens Kulturszene wird seit 2011 immer weiter in Mitleidenschaft des Konflikts gezogen. Ettijahat – Independent Culture versucht, Rahmenbedingungen für die Arbeit syrischer Künstler_innen zu schaffen. Mit Leonie Harsch spricht der Direktor in Beirut über die Bedeutung von Kunst in politischen Prozessen und ihren Einfluss auf Diskurse über Flucht. English version included

Ein Assad-Vertrauter gibt zu: Syrische Geheimdienste beeinflussen den IS. Oder?

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Khaled Abboud - hat er gerade zugegeben, dass das Assad-Regime den Islamischen Staat steuert? So einfach ist es dann auch nicht. Screenshot: Alsharq

Khaled Abboud erklärt im Staatsfernsehen, syrische Geheimdienste hätten den sogenannten Islamischen Staat infiltriert. Das Interview wird vielfach als Geständnis interpretiert, das syrische Regime würde die Terrororganisation unmittelbar manipulieren. Tatsächlich folgt Abboud aber ganz der Strategie des Präsidenten: „Inszeniere Dich so, als seist Du unverzichtbar.“ Von Lars Hauch.

Vier Fronten im Syrien-Krieg und ihre Bedeutungen

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Ein Mann trägt ein Kind, laut Beschreibung nach einem Bombenangriff auf Aleppo. Foto: Freedom House/Flickr (CC-BY-2.0)

Nach fast sechs Jahren Krieg ist Syrien entlang zahlreicher Fronten geteilt und übersäht von Checkpoints. Den Überblick zu behalten ist schwierig, da die Fronten sich nicht nur verschieben, sondern von wechselnden Akteuren auf dem Boden bestimmt werden. Doch vier Schauplätze machen aktuelle Dynamiken und Zusammenhänge anschaulich. Von Lars Hauch.

Macht durch Mythos: Wie „IS“ und Assad von Stereotypen profitieren

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Laut Quellenangaben zeigt dieses Bild eine Wohngegend in Aleppo nach einem Fassbombenangriff des Regimes im Februar 2014. Das Regime und seine Verbündeten bombardieren und belagern die Stadt seit Jahren, jetzt droht die vollständige Vernichtung - und dennoch gilt Assad vielen im Westen als das kleinere Übel, aus Angst vor dem sogenannten "Islamischen Staat". Foto: Flickr/Freedom House (CC BY 2.0)

Aleppo zeigt erneut, wie brutal das syrische Regime und seine Verbündeten den Krieg gegen die eigene Bevölkerung führen. Im Westen gilt Assad dennoch weithin als unterstützenswert – im angeblichen Kampf gegen den „Islamischen Staat“. Populismus bestimmt längst die Debatte, die Folgen sind katastrophal – auch realpolitisch. Von Bente Scheller

Die Trennung der Jabhat al-Nusra von Al-Qaida: Alter Wein in neuen Schläuchen?

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Kämpfer der Al-Nusra-Front und ein Kommandant der Freien Syrischen Armee in Maarrat al-Nu'man, 11. März 2016. Foto: Voice of America / CC BY 3.0.

Mit der Trennung von Al-Qaida zielt die Al-Nusra-Front darauf ab, ein zentraler Akteur innerhalb der syrischen Oppositionsbewegung zu werden und vollzieht gleichzeitig eine Neufirmierung in Jabhat Fath al-Sham. Ob dieser Schritt Erfolg bringt ist fraglich, mehren sich doch die Stimmen, die diese Entscheidung als rein taktisches Manöver abtun. Von Alexander Möckesch

Kein Staat, nirgends

Von | | Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

"Nieder mit Bashar" (liyaskuṭ Baššār), Syrien April 2011. Photo: jan Sefti / CC BY-SA 2.0.

Fünf Jahre Bürgerkrieg in Syrien – und das Fazit ist verheerend: Das Land ist zerstört, die Wirtschaft am Rande des Zusammenbruchs, große Teile der Bevölkerung auf der Flucht. Das Assad-Regime gibt sich militärisch und politisch stark – und hat doch von einem Sieg ebenso viel zu befürchten wie von einer Niederlage. Von Bente Scheller

Hossin: „Erzähl etwas, das mich zum Lachen bringt.“

Von | | Deutschland, Flucht und Migration, Gesellschaft, Persönlichkeiten | Kein Kommentar

"Home from Home-Exile" - Illustration von Moshtari Hilal (www.moshtari.tumblr.com)

Viel ist zu hören und zu lesen über geflüchtete Menschen: in den Headlines, in Parteiprogrammen, im Bus und auf Demos. Wer waren sie vor ihrer Ankunft in Deutschland? Und wer sind sie jetzt? Mit welcher Stimme erzählen sie selbst ihre persönliche Geschichte? Saskia Benter hat mit Geflüchteten gesprochen, statt über sie und vor allem eins: weiterlesen…