Ein Assad-Vertrauter gibt zu: Syrische Geheimdienste beeinflussen den IS. Oder?

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Khaled Abboud - hat er gerade zugegeben, dass das Assad-Regime den Islamischen Staat steuert? So einfach ist es dann auch nicht. Screenshot: Alsharq

Khaled Abboud erklärt im Staatsfernsehen, syrische Geheimdienste hätten den sogenannten Islamischen Staat infiltriert. Das Interview wird vielfach als Geständnis interpretiert, das syrische Regime würde die Terrororganisation unmittelbar manipulieren. Tatsächlich folgt Abboud aber ganz der Strategie des Präsidenten: „Inszeniere Dich so, als seist Du unverzichtbar.“ Von Lars Hauch.

Vier Fronten im Syrien-Krieg und ihre Bedeutungen

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Ein Mann trägt ein Kind, laut Beschreibung nach einem Bombenangriff auf Aleppo. Foto: Freedom House/Flickr (CC-BY-2.0)

Nach fast sechs Jahren Krieg ist Syrien entlang zahlreicher Fronten geteilt und übersäht von Checkpoints. Den Überblick zu behalten ist schwierig, da die Fronten sich nicht nur verschieben, sondern von wechselnden Akteuren auf dem Boden bestimmt werden. Doch vier Schauplätze machen aktuelle Dynamiken und Zusammenhänge anschaulich. Von Lars Hauch.

Macht durch Mythos: Wie „IS“ und Assad von Stereotypen profitieren

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Laut Quellenangaben zeigt dieses Bild eine Wohngegend in Aleppo nach einem Fassbombenangriff des Regimes im Februar 2014. Das Regime und seine Verbündeten bombardieren und belagern die Stadt seit Jahren, jetzt droht die vollständige Vernichtung - und dennoch gilt Assad vielen im Westen als das kleinere Übel, aus Angst vor dem sogenannten "Islamischen Staat". Foto: Flickr/Freedom House (CC BY 2.0)

Aleppo zeigt erneut, wie brutal das syrische Regime und seine Verbündeten den Krieg gegen die eigene Bevölkerung führen. Im Westen gilt Assad dennoch weithin als unterstützenswert – im angeblichen Kampf gegen den „Islamischen Staat“. Populismus bestimmt längst die Debatte, die Folgen sind katastrophal – auch realpolitisch. Von Bente Scheller

Die Trennung der Jabhat al-Nusra von Al-Qaida: Alter Wein in neuen Schläuchen?

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Kämpfer der Al-Nusra-Front und ein Kommandant der Freien Syrischen Armee in Maarrat al-Nu'man, 11. März 2016. Foto: Voice of America / CC BY 3.0.

Mit der Trennung von Al-Qaida zielt die Al-Nusra-Front darauf ab, ein zentraler Akteur innerhalb der syrischen Oppositionsbewegung zu werden und vollzieht gleichzeitig eine Neufirmierung in Jabhat Fath al-Sham. Ob dieser Schritt Erfolg bringt ist fraglich, mehren sich doch die Stimmen, die diese Entscheidung als rein taktisches Manöver abtun. Von Alexander Möckesch

Kein Staat, nirgends

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"Nieder mit Bashar" (liyaskuṭ Baššār), Syrien April 2011. Photo: jan Sefti / CC BY-SA 2.0.

Fünf Jahre Bürgerkrieg in Syrien – und das Fazit ist verheerend: Das Land ist zerstört, die Wirtschaft am Rande des Zusammenbruchs, große Teile der Bevölkerung auf der Flucht. Das Assad-Regime gibt sich militärisch und politisch stark – und hat doch von einem Sieg ebenso viel zu befürchten wie von einer Niederlage. Von Bente Scheller

Hossin: „Erzähl etwas, das mich zum Lachen bringt.“

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"Home from Home-Exile" - Illustration von Moshtari Hilal (www.moshtari.tumblr.com)

Viel ist zu hören und zu lesen über geflüchtete Menschen: in den Headlines, in Parteiprogrammen, im Bus und auf Demos. Wer waren sie vor ihrer Ankunft in Deutschland? Und wer sind sie jetzt? Mit welcher Stimme erzählen sie selbst ihre persönliche Geschichte? Saskia Benter hat mit Geflüchteten gesprochen, statt über sie und vor allem eins: weiterlesen…