Afrin in Trümmern

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Panzer der türkischen Armee auf dem Weg nach Afrin, Ende Januar 2018. Quelle: VOA/Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain

Große Teile des kurdisch-syrischen Afrin sind inzwischen von der türkischen Armee erobert worden. Afrin-Stadt ist bis auf einen schmalen Korridor gänzlich umschlossen. Konnten die Verteidiger*innen der Stadt den Angriff bislang aufhalten oder zumindest verlangsamen, scheint nun ein Sieg der türkischen Armee mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung in Afrin möglich zu sein, schreibt Ismail Küpeli. 

Aus Syrien in die Türkei, Teil 1: Wer sich nicht auskennt, zahlt drauf

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Flucht über Stacheldraht, die Kinder im Arm: Wie diese Familie auf der Suche nach Rettung in der Türkei sind Hunderttausende vor dem Krieg in Syrien geflohen. Das Bild entstand 2012. Foto: Andreas H. Landl/Flickr (https://flic.kr/p/qxAEF3), Lizenz: CC BY-NC 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)

Millionen Menschen sind während des Kriegs von Syrien in die Türkei geflohen. Doch die Wege gestalten sich zunehmend gefährlich, seit die Türkei an der Grenze eine Mauer errichtet hat. Ein schwer durchschaubares Netzwerk an Schleusern und Mittelsmännern hat sich im Grenzgebiet etabliert, das den Fliehenden hilft – oder sie ausbeutet. Ein Erfahrungsbericht von Samhar al-Khaled.

„Sie ergreifen jemanden und foltern ihn zu Tode, aus purer Lust“ – Bericht aus dem syrischen Gefängnis Sednaya

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Illustration von Amnesty International auf Grundlage der Berichte früherer Gefangener.

Maher war mehr als fünf Jahre lang in dem berüchtigten syrischen Foltergefängnis Sednaya inhaftiert. Er erlebte unvorstellbares Grauen. Nach seiner Entlassung 2011 half er Menschenrechtsgruppen bei Berichten über die Verbrechen des syrischen Regimes. Hier sind seine Erinnerungen an die Jahre hinter Gittern. Aufgezeichnet von Ansar Jasim.

Welche Punkte des Ultimatums Katar erfüllen kann – und welche nicht

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Blick ins Studio der Fernsehnachrichten von Al-Jazeera in Doha. Der katarische Fernsehsender soll nach Willen der vier Länder bis Sonntag abgeschaltet werden. Foto: By Wittylama/Wikicommons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Al_Jazeera_English_Newsdesk.jpg) / CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en)

Eine Liste mit 13 Forderungen haben Saudi-Arabien, Bahrain, die VAE und Ägypten nach Doha geschickt. Doch die wirken wenig durchdacht. In manchen Punkten könnte Katar zwar Zugeständnisse machen – aber das Dokument wird bestimmt nicht dazu beitragen, die Krise zu lösen. Eher im Gegenteil. Von Parham Kouloubandi.

Syrische Kunst und sozialer Wandel: „Kunst hilft uns, die Zukunft des Landes neu zu denken“

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Szene aus der Performance Above Zero im Sunflower Theatre in Beirut, die von Ettijahat – Independent Culture gefördert wurde. Die Aufführung fand im April 2016 im Rahmen der Veranstaltung Focus Syria statt. Bild: Antoine Entabi.

Syriens Kulturszene wird seit 2011 immer weiter in Mitleidenschaft des Konflikts gezogen. Ettijahat – Independent Culture versucht, Rahmenbedingungen für die Arbeit syrischer Künstler_innen zu schaffen. Mit Leonie Harsch spricht der Direktor in Beirut über die Bedeutung von Kunst in politischen Prozessen und ihren Einfluss auf Diskurse über Flucht. English version included

Ibrahim Abu Laiths letzte Botschaft aus Aleppo: „Jeder Stein hier erzählt unsere Geschichte“

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Ibrahim Abu Laith (links) und ein Begleiter bei ihrer letzten Botschaft aus Aleppo. (Facebook-Screenshot)

„Für mich ist es unmöglich, Aleppo zu verlassen, weil die Stadt ein Teil meiner Seele ist“, sagte Ibrahim Abu Laith, Pressesprecher der Weißen Helme, im Gespräch mit Alsharq vor vier Monaten. Jetzt musste er doch gehen, gemeinsam mit vielen anderen. Vorher hat er noch eine Botschaft hinterlassen, die wir hier dokumentieren.

Alsharq-Veranstaltung: Das Aleppo Project – Vergangenheit und Zukunft einer Metropole

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Aleppo war vor dem Syrien-Krieg eine florierende Handelsstadt. Photo: Jürgen Rese (CC BY-NC-ND 2.0)

Im mörderischen Syrien-Krieg stand Aleppo besonders häufig im Zentrum der Kampfhandlungen. Die Auseinandersetzungen zwischen dem Regime und Rebellen haben ganze Stadtteile zerstört, hunderttausende Menschen mussten fliehen. Die Initiatoren des Aleppo Projects versuchen das kulturelle Erbe und Gedächtnis der Metropole zu wahren und im Dialog mit der Bevölkerung die Zukunft zu gestalten.

Angeblicher Hisbollah-Kommandant Samir Quntar: Die Symbolfigur

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Samir Kuntar nach seiner Freilassung bei einem Besuch im iranischen Shiraz (2009). Foto: Mardetanha / Wikicommons (CC-BY-SA-2.5)

Am 19. Dezember 2015 starb Samir Quntar bei einem israelischen Luftangriff im Damaszener Vorort Jaramana. Quntar war eine Symbolfigur – je nach Blickwinkel für den Kampf gegen Israel oder für brutalen palästinensischen Terrorismus. Sein Verhältnis zur Hisbollah und seine Rolle im syrischen Bürgerkrieg waren aber weniger eindeutig als es auf den ersten Blick erscheint. Von weiterlesen…