1967 – Als der Zionismus in die eigene Falle ging

Von | | Israel | Kein Kommentar

Betende an der Klagemauer im Jahr 1910. Die heiligen Stätten des Judentums waren schon lange ein Sehnsuchtsort, auch für nicht-religiöse Juden. Foto: G.E. Franklin/Wikicommons

Mit dem Krieg von 1967 begann ein Prozess, der den Zionismus von einer säkular-pragmatischen zu einer religiös-messianischen Bewegung wandelte. Statt um einen Teil Palästinas zur Errichtung einer jüdischen Heimat innerhalb des internationalen Rechts ging es zunehmend um die Herrschaft über das gesamte Land. Von Doron Gilad.

Rezension: „Islam in Liberalism“ von Joseph Massad

Von | | Buchvorstellung, Kultur, Meinung | Kein Kommentar

"The Deeds of the Prince". Acryl und Graffiti auf Leinwand: Gerardo Gomez/Devianart (CC)

In seinem neuesten Werk untersucht Joseph Massad, wie sich der westliche Liberalismus in Abgrenzung zu einem essentialistisch verstandenen Islam konstruiert. Dabei werden Homophobie, Patriarchat und Despotismus auf den „Anderen“ projiziert und im gleichen Zug aus der eigenen Geschichte gestrichen. Doch auch die Kritik an diesen Denkformen kann selbst in fragwürdige Essentialismen abgleiten, rezensiert Adrian Paukstat.