Sultan Qaboos (links) 2010 bei einem Staatsbesuch in Bahrain. Bild: Bahrain MoFA / Flickr (CC BY 2.0)

Omans ungewisse Zukunft – dem Sultanat droht eine Nachfolgekrise

Von | | Arabische Halbinsel, Hintergrund, Oman | Kein Kommentar

Sultan Qaboos bin Said, der absolute Herrscher des Omans, könnte schon bald an einem Krebsleiden versterben. Seine ungeregelte Nachfolge birgt die Gefahr eines Machtvakuums im Land, das Auswirkungen auf die Stabilität des Sultanats, das Machtgefüge auf der Arabischen Halbinsel und die aktuellen Atomverhandlungen zwischen Iran und den USA haben könnte. Von Maria Debre

Zeigt dieses Graffito den nächsten libanesischen Präsidenten? Bild: Thierry Ehrmann / Flickr (CC BY 2.0)

Präsidentschaftswahl im Libanon: Michel Aoun bewegt sich doch

Von | | Libanon, Mashreq, Wahlen | Kein Kommentar

Überraschung im Libanon: Gerade als die politische Situation einmal mehr besonders festgefahren erschien, sorgt ausgerechnet Michel Aoun für neue Bewegung. Mit seiner Ankündigung, unter Umständen für das Amt des libanesischen Präsidenten zu kandidieren, setzt er politische Gegner unter Druck – denn er hat durchaus Chancen.

Das schwarze Kleid und die gelben Pumps der Künstlerin erinnern an ein ikonisches Foto der ersten Intifada – eine steinewerfende Frau, noch im Kostüm des sonntäglichen Kirchgangs. Foto: Jan Hennies.

Biennale in Palästina: Kunst als Frage und Widerstand

Von | | Hintergrund, Israel, Kultur, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Die Biennale Qalandiya International sucht kurz nach dem Gaza-Krieg und inmitten der Proteste in Ostjerusalem nach der palästinensischen Identität. Unter dem Motto „Archives, Lived and Share”greifen Künstler ihre Geschichte kreativ und kritisch auf. Die Frage nach der eigenen Geschichte wird in den besetzten Gebieten zum feinsinnigen Widerstand, berichtet aus Ramallah Jan Hennies. 

Shlomo Lahat (l.) und Jitzhak Rabin nach der Demonstration in Tel Aviv am 4. November 1995. Wenige Minuten später wird Rabin erschossen. Bild: Screenshot.

“Mit Jitzhak Rabins Ermordung haben wir viel von unserer Hoffnung verloren”

Von | | Israel, Mashreq | Kein Kommentar

Heute vor 19 Jahren erschoss ein rechtsextremer jüdischer Siedler den damaligen israelischen Premierminister Jitzhak Rabin, direkt nach der größten Friedenskundgebung in der Geschichte Israels. Shlomo “Tschitsch” Lahat hatte die Demonstration organisiert und machte sich deswegen für den Rest seines Lebens Vorwürfe. Ein Gespräch über die Demonstration und Rabin.

Shlomo "Tschitsch" Lahat starb am 1. Oktober. Foto: Tobias Raschke

Nachruf auf Shlomo Lahat: “Leben und leben lassen” – nicht nur in Tel Aviv

Von | | Israel, Mashreq | Kein Kommentar

Fast zwei Jahrzehnte lang regierte Shlomo Lahat Tel Aviv als Oberbürgermeister. Er verwandelte die Metropole am Mittelmeer und prägte den Slogan „die Stadt, die niemals eine Pause macht“. Doch auch der Likudnik selbst wandelte sich vom General a.D. zum Unterstützer des Oslo-Friedensprozesses und organisierte die größte Friedensdemonstration im November 1995. Ein persönlicher Nachruf.

„Ein einziger Held, das Volk“: Slogan auf einer Mauer in Algier, 1962. Bild: Musée national de la Révolution algérienne / WikiCommons

Traum und Trauma: Der Algerienkrieg und seine Folgen

Von | | Algerien, Europa, Frankreich, Nordafrika | Kein Kommentar

Der Algerienkrieg war einer der blutigsten Kolonialkriege des 20. Jahrhunderts – dabei war Algerien offiziell gar keine Kolonie. Heute jährt sich sein Beginn zum 60. Mal. Die Erinnerung daran schwankt in Algerien und in Frankreich zwischen Gedenken und beredtem Schweigen – dabei sind sogar die politischen Systeme beider Länder Ergebnisse des Krieges. Von Jakob Krais.

Eine von rund 1000 tunesischen Wahlbeobachterinnen und -beobachtern der Organisation IWatch. Insgesamt verliefen die Wahlen in Tunesien friedlich und reibungslos. Bild: Atlantic Council / Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Tunesien nach der Wahl: “Froh darüber, wählen zu können”

Von | | In Kürze, Nordafrika, Tunesien | Kein Kommentar

Tunesien hat am Sonntag das erste Parlament seit dem Sturz des Diktators Zine el Abidine Ben Ali vor fast vier Jahren gewählt. Die Partei Nidaa Tounes gewann mit 37 Prozent der Stimmen. Aber auch die Wahl an sich ist ein Erfolg. Der Tunesier Slim Tabka schildert seine Eindrücke; er spricht von einer „neuen, demokratischen Ära“.

Dunkle Zeiten für Beit Safafa - und von internationalen Protesten ist auch nicht viel zu erwarten, meint unser Autor. Bild: Mighty Dutchman / Flickr (CC-BY-NC-SA-2.0)

Streit um Siedlungsausbau: große, leere Worte

Von | | Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Die israelische Regierung hat den Bau von rund 3.000 neuen Wohneinheiten in besonders umstrittenen Gebieten um Ost-Jerusalem genehmigt. Das entfachte offenen Streit mit dem Verbündeten USA. Grundlegende Veränderungen sind dennoch nicht zu erwarten, berichtet aus Bethlehem Jan Hennies.

Jordanien König Hussein zündet Israels Premier Rabin eine Friedenszigarette an.
Foto: Flickr/Government Press Office

Kalter Frieden statt warme Freundschaft

Von | | Israel, Jordanien, Mashreq | Kein Kommentar

Nach 43 Jahren Kriegszustand schlossen Israel und Jordanien vor 20 Jahren Frieden. Der israelische Premierminister Yitzhak Rabin und der jordanische König Hussein unterzeichneten im Beisein von US-Präsident Bill Clinton am 26. Oktober 1994 den israelisch-jordanischen Friedensvertrag. Tausende Menschen waren damals bei der feierlichen Zeremonie in Arava dabei und ließen euphorisch Luftballons in den Farben beider weiterlesen…

Plakat in Deir ez-Zor, 2007: "Unser Ziel ist die Sicherheit Syriens - wir sind alle mit Dir, Bashar". Beide Aussagen sind ad absurdum geführt. Bild: Simon Welte.

Leben unter dem „Islamischen Staat” – eine Stimme aus Mohassan

Von | | Interviews, Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

Der „Islamische Staat” (IS) und seine Gräueltaten gegen Minderheiten und Andersdenkende sind in aller Munde. Die Frage, wie die Menschen vor Ort die neuen Herrscher wahrnehmen, steht dabei häufig nur am Rande. Wir haben einen Syrer gefragt, dessen Heimatstadt vor vier Monaten von IS eingenommen wurde. Überraschende Ansichten aus Mohassan.

Blick aus dem Camp zum al-Zaatari-Lager am Horizont. Bild: Cordelia Neumetzger.

Syrische Flüchtlinge in Jordanien: die Vergessenen von al-Mafraq

Von | | Bilderstrecke, Jordanien, Mashreq | Kein Kommentar

Aus dem Süden Syriens, wo sich 2011 der Widerstand gegen das Assad-Regime zuerst formierte, fliehen die Menschen zumeist nach Jordanien. Zunehmend stranden hier auch Flüchtlinge aus der zentral-syrischen Gegend um Homs. Jenseits der bekannten Flüchtlingslager ist ihr Leben oft nur ein Überleben ohne Perspektiven in bitterer Armut. Von Cordelia Neumetzger

Eines der letzten Fotos vor der Festnahme: Kurdische Demonstranten setzen in Diyabakir selbstgebaute Barrikaden in Flammen. Foto: Ruben Neugebauer (C)

“Vandalemanya”: In der Türkei festgenommene Fotojournalisten im Interview

Von | | Interviews, Iran/Türkei, Kurden, Medien, Türkei | Kein Kommentar

Drei junge deutsche Fotojournalisten, die vergangene Woche von der türkischen Polizei festgenommen worden waren, sind wieder frei. Sie hatten die Proteste in der kurdischen Metropole Diyarbakir zu dokumentieren versucht. Alsharq traf die drei in Berlin. Sie berichten von der Haft und dem Wiederaufflammen des kurdisch-türkischen Konflikts.