Am 19. Januar 2010 wurde erneut ein im Ausland aktives Hamas-Mitglied zum Anschlagsziel. Mahmoud al-Mabhouh flog an diesem Tag von seinem Wohnort Damaskus nach Dubai, stieg in einem Luxushotel ab und hatte am gleichen Tag ein Treffen, bei dem es wahrscheinlich um Waffengeschäfte ging. Noch am selben Abend wurde er auf seinem Zimmer getötet, seine Leiche fand man am Tag darauf. Erst über eine Woche später ergab ein Bluttest in Paris, dass Mabhouh keines natürlichen Todes starb. Erste und von seinem Bruder gestreute Gerüchte über eine Tötung durch Elektroschocks, haben sich nicht bewahrheitet. Vielmehr scheint ihm ein Mittel verabreicht worden zu sein, das einen natürlichen Herzinfarkt simuliert.
Weil Israel nach solchen Anschlägen stets der erste Hauptverdächtige ist, hat die Hamas die Verhandlungen um einen Gefangenenaustausch mit Israel abgebrochen. Es könnte Israel ja um die Botschaft gehen, dass sich palästinensische Gefangene nach ihrer Freilassung nicht in Sicherheit wiegen sollten. Die Hamas würde diese Aktionen wohl kaum unbeantwortet lassen und ebenfalls israelische Einrichtungen und Personen im Ausland angreifen - und kündigte dieses Vorgehen bereits an. Es besteht durchaus die Gefahr, dass ähnlich wie in den 1970-er Jahren, der israelisch-palästinensische Konflikt wieder international ausgetragen wird.
Dienstag, 9. Februar 2010
Montag, 8. Februar 2010
Syrien - Kultur abseits der Straßen
Liebe Leser,
hier ein Reisebeicht von Freunden, die im vergangenen Jahr durch die Syrische Wüste gewandert sind.
Ausgerüstet mit Zelt, Schlafsäcken, Isomatten, zwei selbstgebauten Wüstensulkys und Studienunterlagen landen wir Mitte Dezember in Damaskus und freuen uns auf rund 20 Tage Syrien. Sofort geht es für uns weiter nach Deir ez-Zor im Osten Syriens. Diese Stadt, an den Ufern des Euphrat gelegen, ist heute zwar die wichtigste Region für die Erdölförderung in Syrien, touristisch gesehen bietet Deir ez-Zor allerdings nicht wirklich viel.
Am Busbahnhof der 200.000-Einwohner-Stadt werden wir eher unfreundlich von der lokalen Geheimpolizei begrüßt. Das anschließende Frage-Antwort Spiel ist in dieser Stadt anscheinend üblich, da immer wieder ausländische Reporter, als Touristen getarnt, versuchen, über Deir ez-Zor Richtung Irak zu gelangen.
Auch wir und der Bekannte, der uns am Bahnhof abholt, werden hartnäckig nach unseren weiteren Absichten befragt. Der fragende Polizist wirkt nicht gerade erfreut darüber, dass wir nicht regulär in einem Hotel untergebracht werden, sondern bei einem Freund unterkommen. Nach etlichem Hin und Her verlassen wir die Busstation um, mit einem Taxi rund 20 Km entferntes kleineres Dorf zu fahren.
Natürlich ist es nicht sehr ratsam sich ohne Wasservorrat auf den Weg durch die Syrische Wüste zu machen. Allerdings stellt sich die Wasserbesorgung als nicht ganz einfach heraus. Wir finden zunächst keinen Laden, wo man eben mal 90 Liter Wasser kaufen konnte. Dagegen lässt sich der Einkauf von rund 160 Fladenbroten eher einfach zu realisieren. Mit Hilfe einiger Studenten gelingt uns aber auch der erfolgreiche Einkauf des benötigten Wassers und gegen Abend können wir den Besitzer eines Ladens davon überzeugen, uns für ein kleines Trinkgeld ein paar Kilometer aus der Stadt zu fahren. Die Tour kann beginnen.
hier ein Reisebeicht von Freunden, die im vergangenen Jahr durch die Syrische Wüste gewandert sind.
Ausgerüstet mit Zelt, Schlafsäcken, Isomatten, zwei selbstgebauten Wüstensulkys und Studienunterlagen landen wir Mitte Dezember in Damaskus und freuen uns auf rund 20 Tage Syrien. Sofort geht es für uns weiter nach Deir ez-Zor im Osten Syriens. Diese Stadt, an den Ufern des Euphrat gelegen, ist heute zwar die wichtigste Region für die Erdölförderung in Syrien, touristisch gesehen bietet Deir ez-Zor allerdings nicht wirklich viel.
Am Busbahnhof der 200.000-Einwohner-Stadt werden wir eher unfreundlich von der lokalen Geheimpolizei begrüßt. Das anschließende Frage-Antwort Spiel ist in dieser Stadt anscheinend üblich, da immer wieder ausländische Reporter, als Touristen getarnt, versuchen, über Deir ez-Zor Richtung Irak zu gelangen.
Auch wir und der Bekannte, der uns am Bahnhof abholt, werden hartnäckig nach unseren weiteren Absichten befragt. Der fragende Polizist wirkt nicht gerade erfreut darüber, dass wir nicht regulär in einem Hotel untergebracht werden, sondern bei einem Freund unterkommen. Nach etlichem Hin und Her verlassen wir die Busstation um, mit einem Taxi rund 20 Km entferntes kleineres Dorf zu fahren.
Natürlich ist es nicht sehr ratsam sich ohne Wasservorrat auf den Weg durch die Syrische Wüste zu machen. Allerdings stellt sich die Wasserbesorgung als nicht ganz einfach heraus. Wir finden zunächst keinen Laden, wo man eben mal 90 Liter Wasser kaufen konnte. Dagegen lässt sich der Einkauf von rund 160 Fladenbroten eher einfach zu realisieren. Mit Hilfe einiger Studenten gelingt uns aber auch der erfolgreiche Einkauf des benötigten Wassers und gegen Abend können wir den Besitzer eines Ladens davon überzeugen, uns für ein kleines Trinkgeld ein paar Kilometer aus der Stadt zu fahren. Die Tour kann beginnen.
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Donnerstag, 4. Februar 2010
Die Menschenrechts-NGO ALEF: Interview mit Julien Courson
Liebe Leser,
ich habe gestern mit Julien Courson, dem Geschäftsführer der libanesischen Menschenrechts-NGO ALEF (Association Libanaise pour l'Education et la Formation), ein Interview geführt. Als Initiative einiger Jugendlicher gegründet, hat ALEF in den letzten fünf Jahren professionelle und überregionale Strukturen aufgebaut. Mittlerweile beschäftigt die NGO etwa 30 Mitarbeiter.
1) Was sind die Ziele von ALEF?
Auf der Basis der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und Konventionen wie der Genfer Flüchtlingskonvention oder der UN-Kinderrechtskonvention versuchen wir die Einhaltung von Menschenrechten im Libanon und auf der regionalen Ebene zu fördern und zu verteidigen. Hierfür stehen uns verschiedene Instrumente zur Verfügung: Beispielsweise beobachten wir staatliche Institutionen, nicht zuletzt das Militär. Bei Menschenrechtsverletzungen wenden wir uns an den Ministerrat und klagen etwaige Fehlverhalten an. Des Weiteren können wir durch Lobbyarbeit und durch Publikationen über die Medien Druck auf staatliche Institutionen ausüben. Für Journalisten und Aktivisten bieten wir Ausbildungsprogramme an, um diese für Menschenrechtsfragen zu sensibilisieren. Erst kürzlich haben wir zum Beispiel im jordanischen Irbid ein regionales Training für irakische Menschenrechtsaktivisten durchgeführt. Schließlich spielt die Aufarbeitung des Bürgerkriegs für ALEF eine zentrale Rolle. Durch Versöhnungsprogramme an verschiedenen Universitäten versuchen wir, Vertrauen zwischen Studenten mit unterschiedlichem regionalen und konfessionellen Hintergrund aufzubauen.
2) Wie ist es um die Menschenrechtslage im Libanon bestellt?
Hier liegt Einiges im Argen. Die Einhaltung der Menschenrechte stellt für die Regierung sicherlich nicht die höchste Priorität dar. Genauso wenig gibt es allerdings innerhalb der Bevölkerung ein weit verbreitetes Menschenrechtsbewusstsein.
ich habe gestern mit Julien Courson, dem Geschäftsführer der libanesischen Menschenrechts-NGO ALEF (Association Libanaise pour l'Education et la Formation), ein Interview geführt. Als Initiative einiger Jugendlicher gegründet, hat ALEF in den letzten fünf Jahren professionelle und überregionale Strukturen aufgebaut. Mittlerweile beschäftigt die NGO etwa 30 Mitarbeiter.
1) Was sind die Ziele von ALEF?
Auf der Basis der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und Konventionen wie der Genfer Flüchtlingskonvention oder der UN-Kinderrechtskonvention versuchen wir die Einhaltung von Menschenrechten im Libanon und auf der regionalen Ebene zu fördern und zu verteidigen. Hierfür stehen uns verschiedene Instrumente zur Verfügung: Beispielsweise beobachten wir staatliche Institutionen, nicht zuletzt das Militär. Bei Menschenrechtsverletzungen wenden wir uns an den Ministerrat und klagen etwaige Fehlverhalten an. Des Weiteren können wir durch Lobbyarbeit und durch Publikationen über die Medien Druck auf staatliche Institutionen ausüben. Für Journalisten und Aktivisten bieten wir Ausbildungsprogramme an, um diese für Menschenrechtsfragen zu sensibilisieren. Erst kürzlich haben wir zum Beispiel im jordanischen Irbid ein regionales Training für irakische Menschenrechtsaktivisten durchgeführt. Schließlich spielt die Aufarbeitung des Bürgerkriegs für ALEF eine zentrale Rolle. Durch Versöhnungsprogramme an verschiedenen Universitäten versuchen wir, Vertrauen zwischen Studenten mit unterschiedlichem regionalen und konfessionellen Hintergrund aufzubauen.
2) Wie ist es um die Menschenrechtslage im Libanon bestellt?
Hier liegt Einiges im Argen. Die Einhaltung der Menschenrechte stellt für die Regierung sicherlich nicht die höchste Priorität dar. Genauso wenig gibt es allerdings innerhalb der Bevölkerung ein weit verbreitetes Menschenrechtsbewusstsein.
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Dienstag, 2. Februar 2010
Das ägyptische Regime und die Muslimbruderschaft: Zwischen Zuckerbrot und Peitsche
von Julia Wagner
Seit den 80-er Jahren hat das ägyptische Regime einem zunehmenden Modernisierungsdruck nachgegeben. Im Zuge dessen wurden liberale Reformen und eine schrittweise Öffnung eingeleitet. Der Schein dieser einfachen Logik trügt jedoch, sagt Steven Heydemann in einem Aufsatz für das „Saban Center for Middle East Policy at the Brookings Institution”. Darin erläutert Heydemann das Phänomen des „upgrading authoritarianism“. Der Begriff bezieht sich auf autoritäre Regime der arabischen Welt, die auf politische, soziale und ökonomische Herausforderungen mit scheinbar demokratischen Reformen reagieren. Gleichzeitig werden neuen Freiheitsräume durch Instrumente konterkariert, die es den Regimen ermöglichen, ihre Kontrolle weiter auszuüben und die eigene Herrschaft nicht aus der Hand zu geben. Ein charakteristischer Verhaltenszug solcher Staaten bezieht sich auf die Möglichkeit, politischen Wettbewerb zu kontrollieren.
Seit den 80-er Jahren hat das ägyptische Regime einem zunehmenden Modernisierungsdruck nachgegeben. Im Zuge dessen wurden liberale Reformen und eine schrittweise Öffnung eingeleitet. Der Schein dieser einfachen Logik trügt jedoch, sagt Steven Heydemann in einem Aufsatz für das „Saban Center for Middle East Policy at the Brookings Institution”. Darin erläutert Heydemann das Phänomen des „upgrading authoritarianism“. Der Begriff bezieht sich auf autoritäre Regime der arabischen Welt, die auf politische, soziale und ökonomische Herausforderungen mit scheinbar demokratischen Reformen reagieren. Gleichzeitig werden neuen Freiheitsräume durch Instrumente konterkariert, die es den Regimen ermöglichen, ihre Kontrolle weiter auszuüben und die eigene Herrschaft nicht aus der Hand zu geben. Ein charakteristischer Verhaltenszug solcher Staaten bezieht sich auf die Möglichkeit, politischen Wettbewerb zu kontrollieren.
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Montag, 1. Februar 2010
Das Bissau-Syndikat: Militär, Drogen und Macht in Guinea-Bissau
Von Björn Zimprich
Vor fast einem Jahr wurde Nino Vieira, der Präsident von Guinea-Bissau, von Soldaten erschossen. Die Ermordung eines Staatsoberhaupts ist selbst für das krisengeschüttelte Westafrika nicht alltäglich. Manche spekulieren, ob im Hintergrund Drogenbosse die Fäden zogen
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Vor fast einem Jahr wurde Nino Vieira, der Präsident von Guinea-Bissau, von Soldaten erschossen. Die Ermordung eines Staatsoberhaupts ist selbst für das krisengeschüttelte Westafrika nicht alltäglich. Manche spekulieren, ob im Hintergrund Drogenbosse die Fäden zogen
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Donnerstag, 28. Januar 2010
Libanesische Armee behindert Wiederaufbau Nahr al-Bareds
von Ray Smith
Der Wiederaufbau in Verzug, der Zugang limitiert, das Gebiet eine Militärzone und Arbeitslosigkeit weit verbreitet: Mehr als zwei Jahre nach Ende der Kämpfe präsentiert sich das palästinensische Flüchtlingslager Nahr al-Bared im Libanon nicht als jenes Vorbild, zu welchem die libanesische Regierung es zu machen versprach.
Der Wiederaufbau in Verzug, der Zugang limitiert, das Gebiet eine Militärzone und Arbeitslosigkeit weit verbreitet: Mehr als zwei Jahre nach Ende der Kämpfe präsentiert sich das palästinensische Flüchtlingslager Nahr al-Bared im Libanon nicht als jenes Vorbild, zu welchem die libanesische Regierung es zu machen versprach.
Mittwoch, 27. Januar 2010
Interview mit Yahav Zohar
Aus technischen Gründen hat es mit dem Live-Chat heute nachmittag nicht geklappt. Wir haben dafür mit Yahav Zohar, Vertreter des Israeli Committee against House Demolitions (ICAHD) ein ausführliches Interview geführt. Vielen Dank für Eure Fragen.
1) Was sind die Ziele von ICAHD?
ICAHD wurde vor etwa 10 Jahren aus der Überzeugung heraus gegründet, dass Oslo kein wirklicher Friedensprozess war, sondern die Besatzung der palästinensischen Gebiete festigen sollte. Mit unseren palästinensischen Partnern gewannen wir die Überzeugung, dass Hauszerstörungen in diesem Zusammenhang ein wichtiger Punkt sind. 25.000 Häuser auf palästinensischem Gebiet sind seit 1967 zerstört wurden. Diese Maßnahmen werden als Notwendigkeit für die israelische Sicherheit deklariert, treffen aber keine Terroristen, sondern palästinensische Familien, die obdachlos werden.
2) Läuft man mit dem Boykott- und Sanktionsaufruf gegen Israel, den ICAHD unterstützt, nicht Gefahr viele Israelis zu verschrecken, die das Anliegen des ICAHD im Grunde teilen aber Wirtschaftssanktionen gegen den eigenen Staat ablehnen?
1) Was sind die Ziele von ICAHD?
ICAHD wurde vor etwa 10 Jahren aus der Überzeugung heraus gegründet, dass Oslo kein wirklicher Friedensprozess war, sondern die Besatzung der palästinensischen Gebiete festigen sollte. Mit unseren palästinensischen Partnern gewannen wir die Überzeugung, dass Hauszerstörungen in diesem Zusammenhang ein wichtiger Punkt sind. 25.000 Häuser auf palästinensischem Gebiet sind seit 1967 zerstört wurden. Diese Maßnahmen werden als Notwendigkeit für die israelische Sicherheit deklariert, treffen aber keine Terroristen, sondern palästinensische Familien, die obdachlos werden.
2) Läuft man mit dem Boykott- und Sanktionsaufruf gegen Israel, den ICAHD unterstützt, nicht Gefahr viele Israelis zu verschrecken, die das Anliegen des ICAHD im Grunde teilen aber Wirtschaftssanktionen gegen den eigenen Staat ablehnen?
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Dienstag, 26. Januar 2010
Mittwoch um 15 Uhr: Live-Chat mit Yahav Zohar
Morgen wird es eine Premiere bei Al-Sharq geben. Ab 15 Uhr veranstalten wir erstmals einen einstündigen Live-Chat. Unser Gast ist Yahav Zohar, Vertreter des Israelischen Kommittees gegen Hauszerstörungen (ICAHD). Der Friedensaktivist ist derzeit zu einer Vortragsreise in Deutschland unterwegs und wird am Mittwoch eine Stunde lang neben uns am Computer sitzen und unsere und eure Fragen beantworten.
Eure Fragen könnt ihr ab sofort hier in den Kommentaren hinterlassen oder via Twitter an @alsharq senden. Hintergrundinformationen zu Yahav Zohar und dem ICAHD findet ihr hier.
Eure Fragen könnt ihr ab sofort hier in den Kommentaren hinterlassen oder via Twitter an @alsharq senden. Hintergrundinformationen zu Yahav Zohar und dem ICAHD findet ihr hier.
Auch der Nahe Osten hilft Haiti
Ein Kommentar
Dem verheerenden Erdbeben in Haiti vom 12. Januar sind wahrscheinlich weit mehr als 100.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Bilder der Katastrophe schockierten die Welt und von allen Teilen der Erde starteten Hilfs- und Spendenaktionen für den verarmten Karibikstaat. Auch der Nahe Osten hilft.
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sehr früh eine Luftbrücke nach Haiti aufgebaut und liefern Hilfsgüter. Kuwaits Staatschef Scheich Sabah al-Ahmad as-Sabah hat eine Million Dollar gespendet. Katar hat 50 Tonnen Hilfsgüter, sowie 26 Polizisten und Mediziner und ein mobiles Feldlazarett nach Haiti geschickt. Ähnlich handelte Jordanien. Tonnenweise Zelte, Medizin, Impfstoffe und Decken kamen auch aus der Türkei, Marokko, dem Iran, dem Libanon und vielen anderen Staaten des Nahen Ostens. Saudi-Arabien, eines der reichsten Länder der Erde, musste sich lange Kritik gefallen lassen, weil es sich an der Hilfe nicht beteiligte. Gestern, am 25. Januar, ließ nun auch das saudische Außenministerium mitteilen, es werde 50 Millionen US-Dollar für Haiti bereitstellen – und unterstrich, dass man damit den größten finanziellen Betrag aller arabischen Staaten aufbringe.
Dem verheerenden Erdbeben in Haiti vom 12. Januar sind wahrscheinlich weit mehr als 100.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Bilder der Katastrophe schockierten die Welt und von allen Teilen der Erde starteten Hilfs- und Spendenaktionen für den verarmten Karibikstaat. Auch der Nahe Osten hilft.
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sehr früh eine Luftbrücke nach Haiti aufgebaut und liefern Hilfsgüter. Kuwaits Staatschef Scheich Sabah al-Ahmad as-Sabah hat eine Million Dollar gespendet. Katar hat 50 Tonnen Hilfsgüter, sowie 26 Polizisten und Mediziner und ein mobiles Feldlazarett nach Haiti geschickt. Ähnlich handelte Jordanien. Tonnenweise Zelte, Medizin, Impfstoffe und Decken kamen auch aus der Türkei, Marokko, dem Iran, dem Libanon und vielen anderen Staaten des Nahen Ostens. Saudi-Arabien, eines der reichsten Länder der Erde, musste sich lange Kritik gefallen lassen, weil es sich an der Hilfe nicht beteiligte. Gestern, am 25. Januar, ließ nun auch das saudische Außenministerium mitteilen, es werde 50 Millionen US-Dollar für Haiti bereitstellen – und unterstrich, dass man damit den größten finanziellen Betrag aller arabischen Staaten aufbringe.
Montag, 25. Januar 2010
Neues zu unserer Libanon-Reise
Liebe Leser,
vor einigen Wochen haben wir im Blog unser Angebot für eine Gruppenreise in den Libanon vorgestellt. Mittlerweile sind zahlreiche feste Anmeldungen für die Reise eingegangen. Einige Freiplätze gibt es noch, darum wollen wir Euch das Angebot gerne noch einmal vorstellen.
Vom 15.4 - 25.4. sowie vom 22.4. - 2.5. 2010 wollen wir unseren Mitreisenden 10 Tage lang Kultur, Politik und Natur des Libanon nahebringen. Hier und hier findet Ihr detaillierte Informationen.
Bevor wir die am häufigsten gestellten Fragen beantworten, könnt Ihr schon einmal einen Blick auf die Highlights der Reise werfen.
vor einigen Wochen haben wir im Blog unser Angebot für eine Gruppenreise in den Libanon vorgestellt. Mittlerweile sind zahlreiche feste Anmeldungen für die Reise eingegangen. Einige Freiplätze gibt es noch, darum wollen wir Euch das Angebot gerne noch einmal vorstellen.
Vom 15.4 - 25.4. sowie vom 22.4. - 2.5. 2010 wollen wir unseren Mitreisenden 10 Tage lang Kultur, Politik und Natur des Libanon nahebringen. Hier und hier findet Ihr detaillierte Informationen.
Bevor wir die am häufigsten gestellten Fragen beantworten, könnt Ihr schon einmal einen Blick auf die Highlights der Reise werfen.
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Libanon
Sonntag, 24. Januar 2010
Hochschulstreit in Israel - Bildung über alle Grenzen hinweg?
Mitten im Herzen der palästinensischen Westbank liegt Ariel. Die Siedlung wurde 1978 gegründet, expandierte und ist heute die viertgrößte in den besetzten Gebieten. Heute leben in der Stadt fast 17000 Menschen und es wird erwartet, dass Ariel in den nächsten 20 Jahren auf 60000 Einwohner anwachsen könnte. Ihrem eigenen Selbstverständnis nach ist man die „Hauptstadt von Samarien“ – mit weitreichenden Folgen.
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Israel
Samstag, 23. Januar 2010
Ägyptens Muslimbrüder - Neue Führung, alte Ideale
Machtwechsel bei den ägyptischen Muslimbrüdern: Ihr neuer Chef Muhammad Badie ist für viele Ägypter ein unbeschriebenes Blatt. Er gilt als konservativer Hardliner, dem religiöse Erziehungs- und Sozialarbeit wichtiger ist als kurzfristige Wahlerfolge.
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Donnerstag, 21. Januar 2010
Senegal - Zu den aktuellen Entwicklungen in der Casamance
von Björn Zimprich
Seit einigen Monaten mehren sich die Berichte über Spannungen in der zum Senegal gehörenden Casamance. Der letzte Höhepunkt im Konflikt zwischen der senegalesischen Staatsmacht und lokalen Rebellen wurde im Oktober 2009 erreicht, als bei Anschlägen und Gefechten mehrere Soldaten ums Leben kamen. Seit dem herrscht wieder der Ausnahmezustand im Südsenegal und in den Nachbarländern wächst die Sorge, selbst in Mitleidenschaft gezogen zu werden.
Seit einigen Monaten mehren sich die Berichte über Spannungen in der zum Senegal gehörenden Casamance. Der letzte Höhepunkt im Konflikt zwischen der senegalesischen Staatsmacht und lokalen Rebellen wurde im Oktober 2009 erreicht, als bei Anschlägen und Gefechten mehrere Soldaten ums Leben kamen. Seit dem herrscht wieder der Ausnahmezustand im Südsenegal und in den Nachbarländern wächst die Sorge, selbst in Mitleidenschaft gezogen zu werden.
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Senegal
Mittwoch, 20. Januar 2010
Türkei: Vorläufiges Ende einer Schlammschlacht
Der türkische Medienmogul Aydın Doğan hat die Kraftprobe mit Ministerpräsident Tayyip Erdoğan verloren. Während einige die Eindämmung des mächtigen Konzerns begrüßen, verurteilen unter anderem EU und OSZE das staatliche Vorgehen als Gefahr für die Pressefreiheit
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Dienstag, 19. Januar 2010
Libanon: Neues Sicherheitsmodell für Flüchtlingslager stößt auf Ablehnung
Von Ray Smith
Die jüngsten Auseinandersetzungen im Flüchtlingslager Ain al-Hilweh haben erneut die fragile Sicherheitslage in einigen palästinensischen Camps im Libanon offenbart. Die Pläne der Regierung, die Sicherheit in den Camps zu übernehmen, werden aber von den PalästinenserInnen abgelehnt.
Die jüngsten Auseinandersetzungen im Flüchtlingslager Ain al-Hilweh haben erneut die fragile Sicherheitslage in einigen palästinensischen Camps im Libanon offenbart. Die Pläne der Regierung, die Sicherheit in den Camps zu übernehmen, werden aber von den PalästinenserInnen abgelehnt.
Montag, 18. Januar 2010
Richtungsstreit unter somalischen Islamisten
Am 3. Dezember 2009, wenige Tage nach unserem Bericht über die prekäre sicherheitspolitische Lage in Somalia, ereignete sich in Mogadischu der blutigste Anschlag des Jahres: Ein Selbstmordattentäter tötete auf einer studentischen Abschlusszeremonie in der Hauptstadt Mogadischu vier somalische Minister und dutzende Zivilisten.
Alles schien auf die islamistische Al-Shabab-Miliz als Verantwortliche hinzudeuten. Doch diese bestritt energisch, etwas mit dem Anschlag zu tun zu haben, was gar nicht zu der Bewegung passt, die sich sonst gerne mit ihren blutigen Aktionen brüstet. Auch die zweite große Islamistenmiliz des Landes, die Hisbul-Islam, die einst an der Seite der Al-Shabab, nun aber gegen sie kämpft, ist dieser Anschlag eher nicht zuzutrauen. Diese Art von Selbstmordanschlägen, die ohne Rücksicht auf zivile Opfer durchgeführt werden, trägt viel mehr die Handschrift Al-Qaidas bzw. ihr nahe stehender ausländischer Jihadisten, die von den anarchischen Zuständen in Somalia massenweise angezogen werden.
Alles schien auf die islamistische Al-Shabab-Miliz als Verantwortliche hinzudeuten. Doch diese bestritt energisch, etwas mit dem Anschlag zu tun zu haben, was gar nicht zu der Bewegung passt, die sich sonst gerne mit ihren blutigen Aktionen brüstet. Auch die zweite große Islamistenmiliz des Landes, die Hisbul-Islam, die einst an der Seite der Al-Shabab, nun aber gegen sie kämpft, ist dieser Anschlag eher nicht zuzutrauen. Diese Art von Selbstmordanschlägen, die ohne Rücksicht auf zivile Opfer durchgeführt werden, trägt viel mehr die Handschrift Al-Qaidas bzw. ihr nahe stehender ausländischer Jihadisten, die von den anarchischen Zuständen in Somalia massenweise angezogen werden.
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Somalia
Samstag, 16. Januar 2010
Hinter Gittern
Israel will einen Sicherheitszaun an seiner Grenze zu Ägypten errichten. In den nächsten zwei Jahren soll die Mauer fertig sein, die nach den Worten von Benjamin Netanyahu den „jüdischen und demokratischen Charakter Israels stärken“ soll. Der Plan stößt jedoch bei vielen Bürgern auf Skepsis.
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Israel
Freitag, 15. Januar 2010
Der Tiefpunkt ist erreicht
Das strategische Bündnis zwischen Israel und der Türkei zeigt immer tiefere Risse. Schon im vergangenen Jahr entwickelte sich eine deutlich spürbare Kälte in den diplomatischen Beziehungen zwischen Istanbul und Jerusalem. Die verbale Eskalation auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar vergangen Jahres sollte der erste Schritt hin zu einer Entfremdung zwischen den beiden Staaten sein.
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Israel
Donnerstag, 14. Januar 2010
Gewalt gegen Kopten in Ägypten - Ohrenbetäubendes Schweigen
Am orthodoxen Weihnachtsabend werden in einer ägyptischen Kleinstadt sechs Christen ermordet. Regierung und Presse spielen den Fall herunter, ein öffentlicher Aufschrei bleibt aus. Diese Reaktion steht beispielhaft für den Umgang mit Minderheiten in Ägypten
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Montag, 11. Januar 2010
Anschlag auf Hamas im Libanon wirft Fragen auf
Am 26. Dezember ereignete sich im Süden Beiruts ein tödlicher Anschlag, dem drei Menschen zum Opfer gefallen sind. Hamas-Chef im Libanon, Osama Hamdan, gab am Tag darauf bekannt, dass zwei der Opfer zu seinen Personenschützern gehörten: Bassil Juma, 26, und Hassan Haddad, 21. Beide wurden wenige Tage darauf im südlichen Flüchtlingslager Burj al-Shemali beigesetzt. Zeitgleich zum Anschlag waren Tausende Anhänger der Hisbollah unweit vom Anschlagsort in Dahiya versammelt, in Erwartung auf eine Rede Hassan Nasrallahs anlässlich des schiitischen Ashura-Festes.
Obwohl die Untersuchungen zu den Umständen des Anschlags nun schon seit über zwei Wochen andauern, sind weiterhin viele Fragen ungeklärt. Ob der Anschlag Osama Hamdan selbst galt, wovon Verteidigungsminister Elias al-Murr ausgeht, und wer die Drahtzieher sind, bleibt unklar. Auch die Umstände sind verworren. Zunächst hieß es, eine unter einem Auto der Hamas platzierte 15-Kg TNT-Bombe sei beim Versuch, sie zu entschärfen explodiert. Später wurde berichtet, dass sich die Explosion im Kellergeschoss eines Hamas-Gebäudes ereignet habe. Schließlich wurden Gerüchte laut, wonach in den Kellern des von Hamas-Leibwächtern bewohnten Hauses Schießübungen stattfanden, als der Anschlag passierte.
Obwohl die Untersuchungen zu den Umständen des Anschlags nun schon seit über zwei Wochen andauern, sind weiterhin viele Fragen ungeklärt. Ob der Anschlag Osama Hamdan selbst galt, wovon Verteidigungsminister Elias al-Murr ausgeht, und wer die Drahtzieher sind, bleibt unklar. Auch die Umstände sind verworren. Zunächst hieß es, eine unter einem Auto der Hamas platzierte 15-Kg TNT-Bombe sei beim Versuch, sie zu entschärfen explodiert. Später wurde berichtet, dass sich die Explosion im Kellergeschoss eines Hamas-Gebäudes ereignet habe. Schließlich wurden Gerüchte laut, wonach in den Kellern des von Hamas-Leibwächtern bewohnten Hauses Schießübungen stattfanden, als der Anschlag passierte.
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