"Im Nordirak sind wir im Prozess, eine Demokratie zu werden. Aber dieser Prozess wird Jahrzehnte dauern." Vater Emanuel. Foto: European Parliament/Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

„Wir Christen müssen unsere Rolle im Irak wiederfinden“ – Interview mit Emanuel Youkhana

Von | | Interviews, Irak, Islamischer Staat, Kurden, Religion | Kein Kommentar

Der assyrische Priester Vater Emanuel ist Leiter der in Dohuk, Nordirak, ansässigen christlich-humanitären Hilfsorganisation CAPNI, die sich um geflüchtete Menschen aus den vom IS besetzen Gebieten in Syrien und Irak kümmert. Lukas Reineck sprach mit Vater Emanuel über die Bedrohung durch die Islamisten und das Leben der Christen in der autonomen Region Kurdistan.

Arbeiten in Syrien künftig stärker zusammen, was vor allem Russland nützt: Wladimir Putin und Donald Trump beim G20-Gipfel in Hamburg. Foto: Kreml. (www.kremlin.ru)

Putin, Trump und die „De-Eskalationszonen“: Syrien wird aufgeteilt

Von | | Syrien | Kein Kommentar

Bei den Friedensverhandlungen im Mai im kasachischen Astana wurde beschlossen, in Syrien sogenannte De-Eskalationszonen einzurichten. Mit der Einigung zwischen Trump und Putin am Rande des G20-Gipfels sind auch die USA nun de facto Teil der Astana-Vereinbarungen. Der Waffenstillstand ist in Kraft – doch was ist davon zu erwarten? Von Adrian Paukstat.

Etwas heruntergekommene Eingangsschild des Ayalon Canada Parks. Foto: Merle Blum

Wenn über Erinnerungen Gras wächst – palästinensische Ruinen im Ayalon Canada Park

Von | | Israel, Palästina | Kein Kommentar

Ein Naherholungsgebiet ganz in der Nähe Jerusalems erstreckt sich weit über die Grüne Linie hinweg. Zwischen Picknick-Bänken und Rundwanderwegen verbirgt sich seit 50 Jahren ein Teil palästinensischer Geschichte. Doch die Besucher*innen erfahren davon so gut wie nichts. Von Merle Blum.

Wael Alkak, Shubbak Festival in London im July 2017 ©Clara Wenz

„Lang ist es her, da kamen wir voller Liebe“ – ein Gespräch mit dem syrischen Musiker Wael Alkak

Von | | Syrien | Kein Kommentar

Wael Alkak stammt aus Jaramanah, einem Vorort von Damaskus. 2012 zog er nach Paris und veröffentlichte sein erstes Album „Neshama – Songs Belonging to the Syrian Revolution“. Im Interview spricht Wael über seine Band „Neshama“, Studioaufnahmen über Skype und seine Rolle als „der Typ, der die friedliche Revolution unterstützt“. Von Clara Wenz ENGLISH VERSION INCLUDED.

Gamal Abdel Nassar (2. v.r.) im Kreise arabischer Anführer in Kairo. Von links (im Vordergrund): Houari Boumédiène (Algerien), Nur al-Din al-Atasi (Syrien) und Abd al-Rahman Aref (Irak). Rechts von Nasser Ismail al-Azhari (Sudan). Foto: Online Museum of Syrian History.

Nasser und der Krieg 1967: Zwischen politischem Kalkül und Improvisation

Von | | Ägypten | Kein Kommentar

Der einstige ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser zählt zu den schillerndsten Persönlichkeiten in der jüngeren Geschichte des Nahen Ostens. Doch die Niederlage im Krieg gegen Israel 1967 bedeutete seinen Tiefpunkt. Umstritten ist aber, ob er selbst diesen Krieg wollte oder ob ihn äußere Umstände dazu drängten. Von Tobias Zumbrägel.

Inmitten von Touristen und Cafés ist Arash Hampay auf der Insel Lesbos in den Hungerstreik getreten. Foto: Lorraine Leete, Legal Centre Lesbos

Geflohen, inhaftiert, abgeschoben – Was das EU-Türkei-Abkommen für Geflüchtete auf Lesbos bedeutet

Von | | Europa, Flucht und Migration, Türkei | Kein Kommentar

Für tausende Geflüchtete wird die griechische Insel Lesbos über Monate zum Freiluftgefängnis. Hier warten sie darauf, dass ihr Asylantrag bearbeitet wird – oder gleich auf ihre Abschiebung. Die Entscheidungen der Behörden wirken meist willkürlich, die Bedingungen sind extrem. Ein paar von ihnen sind nun in Hungerstreik getreten, berichtet Valeria Hänsel.

Das Tarlabaşı-Viertel in Istanbul: Bauarbeiten in vollem Gange. Foto: Carolina Drüten

Gentrifizierung in Istanbul: Es war einmal ein Ort der Vielfalt

Von | | Kultur, Menschenrechte, Türkei | Kein Kommentar

Istanbul ist Schauplatz einer aggressiven Stadterneuerungspolitik. Steigende Immobilienpreise im Zentrum drängen einkommensschwache Familien an den Stadtrand. Die ursprünglichen Einwohner der gentrifizierten Viertel sind die Verlierer urbaner Projekte – Istanbul entwickelt sich mehr und mehr zu einer Stadt für die Reichen. Von Carolina Drüten.

Aufnahme bei einer Sitzung der Union für den Mittelmeerraum im Europäischen Parlament. Foto: © European Union 2013 - European Parliament/Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Nicht-staatliche Politik: Eine Chance für den euro-mediterranen Raum

Von | | Europa, Wirtschaft | Kein Kommentar

Politik entsteht nicht nur in Regierungszimmern, sondern auch durch nicht-staatliche Organisationen und Initiativen. Im euro-mediterranen Raum starten sie so konkrete Ergebnisse auf regionaler Ebene. Diese lebhafte Komponente geht im Großteil der Berichte über die fehlende Substanz der politischen Zusammenarbeit im Mittelmeerraum unter. Von Johannes Müller.

1967: Wendepunkt für die arabische Linke – am Beispiel von Georges Tarabischi

Von | | Persönlichkeiten, Syrien | Kein Kommentar

Das Jahr 1967 gilt auch unter arabischen Linken und säkularen Nationalen als einschneidend: Die Niederlage im Krieg gegen Israel stürzte sie in eine tiefe Sinnkrise. Beispielhaft verschrieb sich der syrische Philosoph Georges Tarabischi in der Folge radikaler Kulturkritik und stellte fest: „Die ganze Kultur wurde salafistisch.“ Von Eva-Maria Tepest.

Blick ins Studio der Fernsehnachrichten von Al-Jazeera in Doha. Der katarische Fernsehsender soll nach Willen der vier Länder bis Sonntag abgeschaltet werden. Foto: By Wittylama (Wikicommons, CC BY-SA 3.0)

Welche Punkte des Ultimatums Katar erfüllen kann – und welche nicht

Von | | Ägypten, Bahrain, Qatar, Saudi-Arabien, VAE / Dubai | Kein Kommentar

Eine Liste mit 13 Forderungen haben Saudi-Arabien, Bahrain, die VAE und Ägypten nach Doha geschickt. Doch die wirken wenig durchdacht. In manchen Punkten könnte Katar zwar Zugeständnisse machen – aber das Dokument wird bestimmt nicht dazu beitragen, die Krise zu lösen. Eher im Gegenteil. Von Parham Kouloubandi.

Hirak-Demo am 20. Juni in Casablanca. Foto: Twitter-Account von Omar Radi /@OmarRADI

Proteste in Marokko: „Der König spricht lieber mit Le Président“

Von | | Marokko | Kein Kommentar

Seit einigen Wochen toben in Marokko Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und den Anhängern einer neuen Protestbewegung: „Hirak El-Shaabi“. Es geht um die Freilassung politischer Gefangene, um allgemeine Sozialleistungen, um Gerechtigkeit und um Würde. Die Monarchie an sich steht nicht zur Debatte – noch nicht. Von Mohamed Lamrabet.

Die Folgen des Juni-Kriegs 1967 für Israel

Von | | Israel, Jordanien, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Teil drei unseres historischen Abrisses: Aus israelischer Perspektive schien die Besitznahme der im Juni-Krieg eroberten Gebiete zunächst eine Erfolgsgeschichte, zwischen den Gebieten dies- und jenseits der Grünen Linie gab es regen Austausch. Die politische Elite sprach von „aufgeklärter Besatzung“ – und verkannte das paternalistische Wesen ihrer Fremdherrschaft. Widerstand ließ nicht lange auf sich warten. Von Christoph weiterlesen…

"Begegne deinem Feind mit Frieden, nicht Krieg". Qutaiba Abdelhaq spielt in Zains Ramadan-Video einen zum Guten bekehrten Selbstmordattentäter. Foto: Screenshot des Videos.

Interview mit Qutaiba Abdelhaq: „Das Video erzählt eine unbeschreiblich schöne Nachricht“

Von | | Gesellschaft, Interviews, Religion | Kein Kommentar

Zu Beginn des Ramadan hat die Telekommunikationsfirma Zain ein Musikvideo veröffentlicht, das viral durch die Decke ging und international als Botschaft gegen Extremismus und Gewalt gehypet wurde. Sharqistin Laura Overmeyer sprach mit Qutaiba Abdelhaq, dem jordanischen Schauspieler, der die tragende Rolle des zum Guten bekehrten Selbstmordattentäters spielt.

Ein Dingo im Kampfgebiet. Deutlich zu erkennen ist das Eiserne Kreuz der Bundeswehr an der Wagenseite. Youtube-Screenshot.

Kurden bekämpfen Kurden – offenbar mit deutschen Waffen

Von | | Irak, Kurden, Türkei | Kein Kommentar

Peshmerga der kurdischen Regionalregierung im Irak bekämpfen den IS, mit deutscher Unterstützung. Doch sie gehen auch gegen PKK-nahe kurdische Gruppen vor. Und immer mehr deutet darauf hin, dass die Waffenlieferungen aus Deutschland auch bei diesen Kämpfen zum Einsatz kommen. Von Adrian Paukstat.

Der Krieg trieb die Menschen in der ganzen Welt auf die Straße. Links der Aufruf der jüdischen Dienstleistungsorganisation Bnai Britz für eine Demo in Hollywood, rechts der Bericht von Protesten gegen Nassers Rücktritt in Algerien. (Bnai Brith vom 9. Juni 1967/Al-Moudjahid vom 10. Juni 1967). Grafik: Tobias Pietsch

Stell Dir vor, es ist Kriegsende und kaum einer schreibt es – Fortsetzung der Presseschau zu 1967

Von | | Ägypten, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libanon, Medien, Palästina, Presseschau, Russland, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien, USA | Kein Kommentar

Arabische Medien bezichtigen die USA, in den Krieg von 1967 einzugreifen, glauben fest an einen zukünftigen Sieg über Israel und freuen sich über Nassers Rücktritt vom Rücktritt. Die Niederlage einzugestehen fällt schwer. Israels Botschaft in Moskau packt derweil Koffer. Der zweite Teil der historischen Pressseschau aus neun Ländern von Diana Beck, Mariam Eichbüchler, Maximilian Ellebrecht, weiterlesen…

Protestzug der Hausangestellten am 1. Mai in Beirut. Foto: Anti-Racism Movement

Hausangestellte im Libanon: „Die Zeit des Schweigens ist vorbei“

Von | | Libanon | Kein Kommentar

Schätzungsweise 250.000 afrikanische und asiatische Hausangestellte leben und arbeiten im Libanon. Sie haben kaum Rechte und sind den Familien, in denen sie arbeiten, teilweise völlig ausgeliefert. Aber mit kreativen Aktionen leisten Aktivist*innen online wie offline Widerstand – auch heute, am International Domestic Workers‘ Day. Von Anna-Theresa Bachmann.

Graffiti in Istanbul. Foto: Oliver Schnücker/Flickr (cc-by-nc 2.0)

Die kollektive Depression, oder: Was in der Türkei vom zivilgesellschaftlichen Aufstand übrig blieb

Von | | Türkei | Kein Kommentar

Shrinking spaces – das Schlagwort für das Schrumpfen zivilgesellschaftlicher Räume in vielen Ländern der Welt. Auch in der Türkei leiden zivilgesellschaftliche Organisationen unter den Folgen staatlicher Repression. Viele NGOs wurden verboten oder ihre Mitglieder inhaftiert – aber unter dem Druck entstehen vereinzelt auch ungewohnte Allianzen. Von Kristian Brakel.

„Unsere Truppen dringen in Israel ein", titelte die ägyptische Al-Akhbar am 6. Juni 1967, dazu eine Karte mit roten Pfeilen, die den angeblichen Einmarsch dokumentieren sollte. Die Maariv aus Israel schrieb dagegen: „Die IDF haben einen brillanten Sieg errungen." Grafik: Tobias Pietsch.

Der Kriegsbeginn 1967 in der Nahost-Presse: Euphorie überall

Von | | Ägypten, Algerien, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libanon, Palästina, Presseschau, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien | Kein Kommentar

Siegessicher berichteten arabische Medien über den Beginn des Kriegs vor 50 Jahren – denn kaum jemand wusste, dass die arabischen Truppen zu dem Zeitpunkt schon so gut wie geschlagen waren. In Israel war die Presse dagegen voller Sarkasmus. Eine historische Pressseschau aus neun Ländern von Diana Beck, Mariam Eichbüchler, Maximilian Ellebrecht, Doron Gilad, Patrick Manolli, weiterlesen…