Mounir Baatour bei einer Demonstration gegen Analtests an Homosexuellen vor der Nationalen Ärztekammer Tunesiens. Foto: Shams - www.facebook.com/lgbtrightstunisia

Homosexualität in Tunesien: „Du lebst unter ständigem Verdacht“

Von | | LGBTI, Tunesien | Kein Kommentar

Mounir Baatour ist Vorsitzender von Shams, der ersten tunesischen Organisation, die sich für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen einsetzt. Maximilian Ellebrecht hat ihn in seiner Anwaltskanzlei in Tunis zum Interview getroffen – ein Gespräch über Homophobie, Verfolgung, Männlichkeit und die Frage, was das alles mit dem Islam zu tun hat. 

Buchcover Al-Hardan, Anaheed: „Palestinians in Syria: Nakba Memories of Shattered Communities” (Columbia University Press, 2016)

Alsharq-Veranstaltung: Palästinenser_innen in Syrien | حدث الشرق: فلسطينيون في سوريا

Von | | Alsharq-Veranstaltung | Kein Kommentar

Die Flucht im Jahr 1948, die sogenannte Nakba, ist für viele palästinensische Flüchtlingen identitätsstiftend. Doch bedeutet die Erinnerung daran für alle das gleiche? Und wie verändert sich diese Bedeutung gerade in Syrien seit Kriegsausbruch 2011? Annaheed al-Hardan aus Beirut untersucht diese Frage – und stellt am Donnerstag in Berlin ihre Ergebnisse vor. نص باللغة العربية

Zahlreiche Menschen sind vor den Kämpfen um Mossul geflohen. Bild: Fadel Senna, AFP/Flickr (cc-by 2.0)

Bedingt besiegt: Nach Mossul bedroht der IS von Hawija aus die Öl-Metropole Kirkuk im Irak

Von | | Irak | Kein Kommentar

Der IS ist aus Mossul vertrieben, das Interesse der Weltöffentlichkeit lässt nach. Doch viele Folgen der IS-Herrschaft bleiben und die Auseinandersetzung mit der Terrororganisation sowie innerirakischen Streitigkeiten gehen weiter. Aus dem Irak berichtet Martin Gerner.

Blick auf al-Aqsa-Moschee (Mitte) und Felsendom - die Anlage "Haram al-Scharif" ist eine der heiligsten Stätten im Islam. Viele Palästinenser fürchten, dass Israel sie am Tempelberg ausbootet. Foto: Andrew Shiva / Wikipedia / CC BY-SA 4.0

Konflikt um den Tempelberg: Es geht um Kontrolle, nicht um Souveränität

Von | | Israel, Palästina | Kein Kommentar

Mit Metalldetektoren am Tempelberg hat Israel eine Krise mit internationalem Nachhall ausgelöst. Denn die Regierung demonstrierte damit lediglich ihre Macht, nicht aber ihre Souveränität. Ein Kommentar von Talia Sasson. / By implanting metal detectors at the Temple Mount, Israel has triggered a crisis with international reverberations. Israel was demonstrating its power, not its sovereignty. An weiterlesen…

Im Februar 2011 konnten die Drusen noch ihre Äpfel über den Grenzübergang Quneitra nach Syrien exportieren. Diese drei Männer in traditioneller drusischer Kleidung beobachten die Lkw, die ins Nachbarland fahren. Foto: Israel Defense Forces/wikicommons (cc-by 2.0)

Israel und die Golan-Drusen: 50 Jahre Provisorium

Von | | Israel, Syrien | Kein Kommentar

Mit den Golanhöhen eroberte Israel 1967 auch fünf drusische Dörfer. Die meisten der Golan-Drusen haben die israelische Staatsbürgerschaft trotz erheblichem Druck nicht angenommen. Sie leben seit 50 Jahren in einem Provisorium, halten Kontakt nach Syrien und protestieren gegen die Besatzung. Der Bürgerkrieg im Nachbarland ändert ihre Situation nun aber grundlegend. Von Tobias Lang.

Eine scheinbar gläserne Wand, geschützt von der Polizei, trennt in Beirut das Parlamentsviertel vom Rest der Bevölkerung. Auch das neue Wahlgesetz ist so eine gläserne Wand: Die Eliten haben sich ihre Pfründe gesichert. Foto: Bodo Straub

Alter Wein in neuen Schläuchen: Das enttäuschende neue Wahlgesetz im Libanon

Von | | Libanon | Kein Kommentar

Nach jahrelangen Debatten einigte sich das politische Establishment im Libanon endlich auf ein neues Wahlrecht. Angepriesen als bahnbrechende Reform, ist es aber in erster Linie eine Mogelpackung. Denn statt politischen Fortschritts sichern die Eliten ihre Vormachtstellung und zementieren die bisherigen Kräfteverhältnisse. Von Sebastian Gerlach

"Im Nordirak sind wir im Prozess, eine Demokratie zu werden. Aber dieser Prozess wird Jahrzehnte dauern." Vater Emanuel. Foto: European Parliament/Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

„Wir Christen müssen unsere Rolle im Irak wiederfinden“ – Interview mit Emanuel Youkhana

Von | | Interviews, Irak, Islamischer Staat, Kurden, Religion | Kein Kommentar

Der assyrische Priester Vater Emanuel ist Leiter der in Dohuk, Nordirak, ansässigen christlich-humanitären Hilfsorganisation CAPNI, die sich um geflüchtete Menschen aus den vom IS besetzen Gebieten in Syrien und Irak kümmert. Lukas Reineck sprach mit Vater Emanuel über die Bedrohung durch die Islamisten und das Leben der Christen in der autonomen Region Kurdistan.

Arbeiten in Syrien künftig stärker zusammen, was vor allem Russland nützt: Wladimir Putin und Donald Trump beim G20-Gipfel in Hamburg. Foto: Kreml. (www.kremlin.ru)

Putin, Trump und die „De-Eskalationszonen“: Syrien wird aufgeteilt

Von | | Syrien | Kein Kommentar

Bei den Friedensverhandlungen im Mai im kasachischen Astana wurde beschlossen, in Syrien sogenannte De-Eskalationszonen einzurichten. Mit der Einigung zwischen Trump und Putin am Rande des G20-Gipfels sind auch die USA nun de facto Teil der Astana-Vereinbarungen. Der Waffenstillstand ist in Kraft – doch was ist davon zu erwarten? Von Adrian Paukstat.

Etwas heruntergekommene Eingangsschild des Ayalon Canada Parks. Foto: Merle Blum

Wenn über Erinnerungen Gras wächst – palästinensische Ruinen im Ayalon Canada Park

Von | | Israel, Palästina | Kein Kommentar

Ein Naherholungsgebiet ganz in der Nähe Jerusalems erstreckt sich weit über die Grüne Linie hinweg. Zwischen Picknick-Bänken und Rundwanderwegen verbirgt sich seit 50 Jahren ein Teil palästinensischer Geschichte. Doch die Besucher*innen erfahren davon so gut wie nichts. Von Merle Blum.

Wael Alkak, Shubbak Festival in London im July 2017 ©Clara Wenz

„Lang ist es her, da kamen wir voller Liebe“ – ein Gespräch mit dem syrischen Musiker Wael Alkak

Von | | Syrien | Kein Kommentar

Wael Alkak stammt aus Jaramanah, einem Vorort von Damaskus. 2012 zog er nach Paris und veröffentlichte sein erstes Album „Neshama – Songs Belonging to the Syrian Revolution“. Im Interview spricht Wael über seine Band „Neshama“, Studioaufnahmen über Skype und seine Rolle als „der Typ, der die friedliche Revolution unterstützt“. Von Clara Wenz ENGLISH VERSION INCLUDED.

Gamal Abdel Nassar (2. v.r.) im Kreise arabischer Anführer in Kairo. Von links (im Vordergrund): Houari Boumédiène (Algerien), Nur al-Din al-Atasi (Syrien) und Abd al-Rahman Aref (Irak). Rechts von Nasser Ismail al-Azhari (Sudan). Foto: Online Museum of Syrian History.

Nasser und der Krieg 1967: Zwischen politischem Kalkül und Improvisation

Von | | Ägypten | Kein Kommentar

Der einstige ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser zählt zu den schillerndsten Persönlichkeiten in der jüngeren Geschichte des Nahen Ostens. Doch die Niederlage im Krieg gegen Israel 1967 bedeutete seinen Tiefpunkt. Umstritten ist aber, ob er selbst diesen Krieg wollte oder ob ihn äußere Umstände dazu drängten. Von Tobias Zumbrägel.

Inmitten von Touristen und Cafés ist Arash Hampay auf der Insel Lesbos in den Hungerstreik getreten. Foto: Lorraine Leete, Legal Centre Lesbos

Geflohen, inhaftiert, abgeschoben – Was das EU-Türkei-Abkommen für Geflüchtete auf Lesbos bedeutet

Von | | Europa, Flucht und Migration, Türkei | Kein Kommentar

Für tausende Geflüchtete wird die griechische Insel Lesbos über Monate zum Freiluftgefängnis. Hier warten sie darauf, dass ihr Asylantrag bearbeitet wird – oder gleich auf ihre Abschiebung. Die Entscheidungen der Behörden wirken meist willkürlich, die Bedingungen sind extrem. Ein paar von ihnen sind nun in Hungerstreik getreten, berichtet Valeria Hänsel.

Das Tarlabaşı-Viertel in Istanbul: Bauarbeiten in vollem Gange. Foto: Carolina Drüten

Gentrifizierung in Istanbul: Es war einmal ein Ort der Vielfalt

Von | | Kultur, Menschenrechte, Türkei | Kein Kommentar

Istanbul ist Schauplatz einer aggressiven Stadterneuerungspolitik. Steigende Immobilienpreise im Zentrum drängen einkommensschwache Familien an den Stadtrand. Die ursprünglichen Einwohner der gentrifizierten Viertel sind die Verlierer urbaner Projekte – Istanbul entwickelt sich mehr und mehr zu einer Stadt für die Reichen. Von Carolina Drüten.

Aufnahme bei einer Sitzung der Union für den Mittelmeerraum im Europäischen Parlament. Foto: © European Union 2013 - European Parliament/Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Nicht-staatliche Politik: Eine Chance für den euro-mediterranen Raum

Von | | Europa, Wirtschaft | Kein Kommentar

Politik entsteht nicht nur in Regierungszimmern, sondern auch durch nicht-staatliche Organisationen und Initiativen. Im euro-mediterranen Raum starten sie so konkrete Ergebnisse auf regionaler Ebene. Diese lebhafte Komponente geht im Großteil der Berichte über die fehlende Substanz der politischen Zusammenarbeit im Mittelmeerraum unter. Von Johannes Müller.

1967: Wendepunkt für die arabische Linke – am Beispiel von Georges Tarabischi

Von | | Persönlichkeiten, Syrien | Kein Kommentar

Das Jahr 1967 gilt auch unter arabischen Linken und säkularen Nationalen als einschneidend: Die Niederlage im Krieg gegen Israel stürzte sie in eine tiefe Sinnkrise. Beispielhaft verschrieb sich der syrische Philosoph Georges Tarabischi in der Folge radikaler Kulturkritik und stellte fest: „Die ganze Kultur wurde salafistisch.“ Von Eva-Maria Tepest.

Blick ins Studio der Fernsehnachrichten von Al-Jazeera in Doha. Der katarische Fernsehsender soll nach Willen der vier Länder bis Sonntag abgeschaltet werden. Foto: By Wittylama (Wikicommons, CC BY-SA 3.0)

Welche Punkte des Ultimatums Katar erfüllen kann – und welche nicht

Von | | Ägypten, Bahrain, Qatar, Saudi-Arabien, VAE / Dubai | Kein Kommentar

Eine Liste mit 13 Forderungen haben Saudi-Arabien, Bahrain, die VAE und Ägypten nach Doha geschickt. Doch die wirken wenig durchdacht. In manchen Punkten könnte Katar zwar Zugeständnisse machen – aber das Dokument wird bestimmt nicht dazu beitragen, die Krise zu lösen. Eher im Gegenteil. Von Parham Kouloubandi.

Hirak-Demo am 20. Juni in Casablanca. Foto: Twitter-Account von Omar Radi /@OmarRADI

Proteste in Marokko: „Der König spricht lieber mit Le Président“

Von | | Marokko | Kein Kommentar

Seit einigen Wochen toben in Marokko Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und den Anhängern einer neuen Protestbewegung: „Hirak El-Shaabi“. Es geht um die Freilassung politischer Gefangene, um allgemeine Sozialleistungen, um Gerechtigkeit und um Würde. Die Monarchie an sich steht nicht zur Debatte – noch nicht. Von Mohamed Lamrabet.