Streitkräfte der „Syrian Democratic Forces“ (SDF) verkünden am 09. September die Offensive auf Deir az-Zor. Foto: VOA/ Wikicommons, Public Domain

„Scramble for Syria“: Wettlauf für die Zeit nach dem IS

Von | | Syrien | Kein Kommentar

Im Osten Syriens stehen sich US-unterstützte Milizen und die syrische Armee inzwischen erstmals direkt gegenüber. Der Todesstoß gegen den „Islamischen Staat“ in Syrien wird zunehmend zu einem Ringen um die besten Ausgangspositionen in einem Nachkriegs-Syrien – und birgt zugleich neue Risiken. Von Alexander Möckesch

Klagemauer, Jerusalem.

Über 50 Jahre Mauern im Kopf: Der intra-konfessionelle Streit um die Klagemauer

Von | | Israel, Politik | Kein Kommentar

50 Jahre nach der Eroberung Ost-Jerusalems durch Israel ist ein intra-konfessioneller Streit zwischen liberalen, konservativen und ultra-orthodoxen Juden entbrannt. Dabei geht es nur vordergründig um den Zugang zur Klagemauer. Im Kern zur Debatte stehen israelische Politikdynamiken, der Einfluss internationaler Lobbygruppen und der Pluralismus innerhalb des Judentums. Von Julius Rogenhofer.

Die Gruppe "Emunim" errichtet im Jahr 1946 einen Kibbuz bei Beit Shean. Foto: Wikicommons (gemeinfrei)

Die neuen Pioniere: Siedler im Westjordanland als Erben des Arbeiterzionismus

Von | | Gesellschaft, Israel, Mashreq | Kein Kommentar

Die Ideologie des Arbeiterzionismus prägte Israel über Jahrzehnte, doch mit dem Sieg im Krieg vom Juni 1967 begann ihr Abstieg. Mit dem Aufstieg der Siedlungsbewegung im eroberten Westjordanland und den Wahlen 1977 übernahm ein neuer Zionismus die Rolle als Leitideologie. Dieser Wandel sorgte für die Legitimierung der religiösen Siedler. Von Sebastian Kunze.

Sharqistin Amina Nolte führte ins Thema ein. Foto: Christoph Dinkelaker

Alsharq-Veranstaltung: „Teheran – Metropole am Limit?“

Von | | Alsharq-Veranstaltung, Iran, Wirtschaft | Kein Kommentar

Probleme wie steigende Mieten, Umweltverschmutzung oder soziale Ungleichheit stellen Metropolen weltweit vor ähnliche Probleme. In einer Veranstaltungsreihe beleuchtet Alsharq exemplarische Fälle aus der Region. Die Auftaktveranstaltung beschäftigte sich mit der iranischen Hauptstadt Teheran – eine junge Metropole, die dennoch bereits gravierende Umwälzungen erlebt hat.

Deutschland hat gewählt - und im Nahen Osten ist man verunsichert. Foto: Marco Verch/Flickr (cc-by 2.0)

Presseschau zur Bundestagswahl: Auch im Nahen Osten sorgt man sich wegen der AfD

Von | | Ägypten, Deutschland, Iran, Israel, Libanon, Politik, Presseschau, Tunesien, Türkei | Kein Kommentar

Erleichterung über Merkels Sieg, Befremden über die Rechtspopulisten – so die meisten Pressereaktionen im Nahen Osten auf die deutschen Wahlen. Stimmen aus Tunesien, Ägypten, Libanon, Iran, Israel und Türkei, gesammelt von Jan Altaner, Maximilian Ellebrecht, Laura Overmeyer, Maryam Roosta, Bodo Straub, Susana Zickert und Klara.

Graffiti in Silêmanî, Mai 2017. Foto: Daniel Walter

Nach dem Referendum in Irakisch-Kurdistan: Was bedeuten Unabhängigkeit und Selbstbestimmung für kurdische BäuerInnen?

Von | | Kurden, Politik, Wirtschaft | Kein Kommentar

92,7 Prozent – so hoch ist der Anteil der KurdInnen, die am Montag in einem Referendum für die Unabhängigkeit der Kurdischen Autonomieregion vom irakischen Staat stimmten, bei einer Wahlbeteiligung von 70 Prozent. Zwar sind die rechtlichen und politischen Konsequenzen des historischen Volksentscheids noch völlig offen, doch die Debatte um Vor- und Nachteile eines womöglich neugeschaffenen weiterlesen…

Man bleibt im Gespräch: Masoud Barzani (rechts, mit Turban) mit US-Marine-Offizieren. Foto: D. Myles Cullen/US Department of Defense (2015)

Warum die USA, Türkei und Iran noch versucht haben, das Kurdistan-Referendum zu verhindern

Von | | Irak, Kurden, Politik | Kein Kommentar

Kurdistan hat abgestimmt – trotz internationalen Drucks. Der Ausgang ist klar, was daraus folgt ist aber völlig offen. Auch deshalb hat eine ungewöhnliche Allianz noch versucht, das Referendum über einen vom Irak unabhängigen Staat zu verhindern. Von Parham Kouloubandi.

Das umstrittene Schaichan

Die Jesiden vor dem kurdischen Referendum – Zeit für Realpolitik

Von | | Irak, Politik | Kein Kommentar

Im Interessenskonflikt zwischen der Regierung in Bagdad und der in Erbil, zwischen kurdischen Gruppen aus Syrien und der Türkei versuchen die Jesiden, ihren Platz zu finden. Nun kommt das kurdische Unabhängigkeitsreferendum, und für die Jesiden der Moment, sich zu entscheiden – und Ansprüche zu stellen. Von Andreas Vogl.

Hamas-Veranstaltung in Ramallah. Foto: Hoheit (¿!)/Wikicommons (cc-by-sa 2.0)

Sinneswandel oder Täuschungsstrategie? Das neue politische Programm der Hamas

Von | | Palästina, Politik | Kein Kommentar

Nach 30 Jahren hat die radikalislamische Organisation erstmals ihr politisches Programm verändert und eine überarbeitete Fassung ihrer Charta veröffentlicht. Das Dokument klingt rhetorisch deutlich gemäßigter als das Original, entpuppt sich allerdings schnell als innenpolitische Strategie, nicht als Neuausrichtung. Doch es birgt eine kleine Chance. Von Lucia Heisterkamp.

Ein Familienphoto aus Südkirgistan. Ein Beitrag widmet sich den familiären Bewältigungsmechanismen von bewaffnetem Konflikt in dieser Region. Foto: Betta27/Wikicommons (cc-by 3.0)

Rezension: „The Family in Central Asia“ – Frischer Blick auf ein altes Thema

Von | | Gesellschaft, Rezension, Zentralasien | Kein Kommentar

Dass Familienstrukturen ein elementarer Baustein der Gesellschaften Zentralasiens sind, ist wohl bereits für Laien ein müder Allgemeinplatz. Oft dreht sich die Debatte jedoch um wenige politisch-soziologische Konzepte wie „Clanherrschaft“ oder „Familialismus“. Ein neu erschienener Sammelband öffnet das Blickfeld. Eine Rezension von Ludwig Pelzl.

Ein Kämpfer der "Syrian Democratic Forces" (SDF) steht Anfang Mai nach tagelangen Kämpfen gegen Da'esh in der zerstörten Stadt Taqba in Nord-Syrien. Foto: Mahmoud Bali (VOA), Wikicommons, Public Domain

Aufstieg und Fall von Da’esh: Wiederkehrende Muster

Von | | Irak, Islamischer Staat, Libanon, Politik, Syrien | Kein Kommentar

Es deutet alles darauf hin, dass die Terrormiliz Da’esh in ihrem vierten Jahr als Territorialmacht diese Rolle verlieren wird. Doch wie bereits ihr Aufstieg, wird auch ihr Untergang von politischen Rahmenentwicklungen begleitet werden. Das ist ihre größte Chance. Von Parham Kouloubandi.

Zeitungsstapel. Foto: Mandy Schiefner-Rohs/Flickr (cc-by-nc 2.0)

Ein Deutscher Sieg? Verdächtiger Enthusiasmus im Krieg von 1967

Von | | Deutschland, Gesellschaft, Israel, Palästina, Politik | Kein Kommentar

Bei deutschen Debatten über Israel und Palästina lernt man wenig über den Nahen Osten, aber viel über Deutschland. Besonders deutlich wird das in den Reaktionen auf den Krieg von 1967. Ob im Hause Springer oder im Kopf Ulrike Meinhofs: Überidentifikationen mit der einen oder anderen Seite lassen sich interpretieren als Formen der Schuldabwehr. Von Daniel weiterlesen…

Blick auf die Siedlung Ma'ale Adumim, eine der größten im Westjordanland. Foto: Tobias Pietsch/Alsharq

Vom Messianismus zur Mittelklasse: Israelische Siedlungen im Westjordanland

Von | | Israel, Palästina, Wirtschaft | Kein Kommentar

Die israelischen Siedlungen im Westjordanland gelten international als zentraler Streitpunkt und Dauerthema im Israel-Palästina-Konflikt. Für die israelische Mittelklasse stellen sie aber günstige und komfortable Vororte in teurer werdenden Lebensumständen dar. Dass sich die Siedlungen vom ultrareligiösen Projekt zum Vorstadtparadies wandelten, ist ein Erfolg der israelischen Regierung. Von Jakub Záhora.

Nach einem Luftangriff in Sanaa betrachtet ein Mann die Zerstörung. Bilder wie dieses kennt man inzwischen aus dem Jemen - die Hintergründe des Konflikts aber kaum. Foto: Almigdad Mojalli,VOA/Wikicommons (Public Domain)

Worum es beim Konflikt im Jemen geht – Teil I

Von | | Jemen, Politik | Kein Kommentar

Weit mehr als 10.000 Menschen sind im Krieg im Jemen schon gestorben. Oft gilt der nun schon mehrjährige Konflikt als Teil des saudisch-iranischen Streits um die Vorherrschaft im Nahen Osten. Die Risse im Jemen gehen aber tiefer. Hintergründe über ein Land, das Opfer seiner eigenen Machthaber und Geschichte ist. Von Andreas Vogl.

Die kurdische Flagge weht über der Zitadelle von Erbil. Foto: Alsharq

Das Referendum in Irakisch-Kurdistan: Mehr Mittel als Zweck

Von | | Irak, Kurden, Politik | Kein Kommentar

Die Unabhängigkeit Kurdistans könnte im Nordirak konkrete Formen annehmen – bald sollen die Bürger in einem Referendum darüber entscheiden. Vorher haben aber die Akteure noch einige Hindernisse zu beseitigen. Dass ihnen das jedoch gelingt, ist eher unwahrscheinlich. Von Parham Kouloubandi.

Anaheed Al-Hardan gibt in ihrer Arbeit provokative Antworten auf scheinbar einfache Fragen. Foto: Tobias Pietsch/Alsharq

Die Nakba – eine Erinnerung im Wandel

Von | | Alsharq-Veranstaltung, Gesellschaft, Palästina, Syrien | Kein Kommentar

Die Flucht und Vertreibung hunderttausender Palästinenser*innen vor knapp 70 Jahren spielt heute für palästinensische Gemeinschaften in den jeweiligen Ländern eine sehr unterschiedliche Rolle. Gerade für Palästinenser*innen in Syrien hat der Begriff „Nakba“ seit 2011 eine völlig neue Bedeutung erfahren, sagte die Soziologin Anaheed Al-Hardan bei einer Alsharq-Veranstaltung. Von Ansar Jasim.

Mounir Baatour bei einer Demonstration gegen Analtests an Homosexuellen vor der Nationalen Ärztekammer Tunesiens. Foto: Shams - www.facebook.com/lgbtrightstunisia

Homosexualität in Tunesien: „Du lebst unter ständigem Verdacht“

Von | | Gesellschaft, LGBTI, Tunesien | Kein Kommentar

Mounir Baatour ist Vorsitzender von Shams, der ersten tunesischen Organisation, die sich für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen einsetzt. Maximilian Ellebrecht hat ihn in seiner Anwaltskanzlei in Tunis zum Interview getroffen – ein Gespräch über Homophobie, Verfolgung, Männlichkeit und die Frage, was das alles mit dem Islam zu tun hat.