"Die erwachte Zivilgesellschaft ist das verkannte, oftmals unspektakuläre, alltägliche, kleinformatige und damit wenig medientaugliche Kernelement dessen, was gemeinhin als 'Arabischer Frühling' bezeichnet wird. " Demonstration im besetzten Ort Kafranbel in der syrischen Provinz Idlib. Bild: Freedom House/Flickr (CC-BY-2.0)

Vier Jahre “Arabischer Frühling”: Die Frage nach der Hoffnung

Von und | | Mashreq | Kein Kommentar

Vor vier Jahren löste Mohammed Bouazizi mit seiner Selbstverbrennung in Tunesien den „Arabischen Frühling“ aus. Die damalige Euphorie scheint mittlerweile verflogen, doch die Ereignisse seit Ende 2010 haben einen gewaltigen Wandel vollbracht: Sie haben Europäer und arabische Despoten gezwungen, sich mit den Menschen in der arabischen Welt neu auseinander zu setzen. Ein Kommentar.

Ein Junge im al-Maqased-Krankenhaus in Amman. Foto: Cordelia Neumetzger

In der Not ist Operieren erlaubt: Syrische Ärzte in Jordanien

Von | | Jordanien, Mashreq | Kein Kommentar

Offiziell dürfen syrische Flüchtlinge in Jordanien nicht arbeiten. Eine bemerkenswerte Ausnahme: das al-Maqased-Krankenhaus in Amman; hier stehen syrische Ärzte ihren jordanischen Kollegen bei der Versorgung von schwer verletzten syrischen Flüchtlingen zur Seite. Damit entlasten sie das überforderte jordanische Gesundheitssystem. Aus Amman berichtet Cordelia Fabienne Neumetzger

Der König und sein Nachfolger: Abdullah ibn Abd al Aziz al-Saud (links) und sein jüngerer Bruder Salman. (CC BY-SA 2.0)

Machtwechsel vorauszusehen!? – Die Thronfolgeregelung in Saudi-Arabien

Von | | Arabische Halbinsel, Saudi-Arabien | Kein Kommentar

Eine alternde Riege der Nachkommen des Staatsgründers Abd al-Aziz ibn Saud regiert das Königreich Saudi-Arabien. Die Aufteilung der Familie in ein erzkonservatives und ein vorsichtig reformatorisches Lager verzögern den Machttransfer von den Söhnen Abd al-Aziz‘ zur Enkelgeneration. Der kommende Machtwechsel droht zu einer innen- und außenpolitischen Gefahr für das Königshaus zu werden. Von Norman Philipp

Präsidentschaftskandidat Essebsi hegt auch noch mit 88 politische Ambitionen. Foto: FIDH, Flickr (CC BY 2.0).

Präsidentschaftswahlen in Tunesien: Rückbesinnung auf Ära Bourguiba?

Von | | Hintergrund, Nordafrika, Tunesien | Kein Kommentar

Die Annäherung zwischen der säkularen Nidaa Tounès und der islamistischen Ennahda hat bei der Wahl des Parlamentspräsidenten in Tunesien Erstaunen ausgelöst. Die Parteien sind aber von einer Koalition weit entfernt. Vielmehr buhlt Nidaa Tounès um Stimmen bei den Islamisten. Viele Tunesier unterstützen Nidaa Tounès aber gerade aufgrund ihrer Angst vor den Islamisten. Von Astrid Schäfers

Die Gespräche gehen weiter - US-Außenminister John F. Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohamed Javad Zarif bei Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Foto: US Department of State.

Das Patt von Wien – Welche Perspektive bleibt für die zukünftigen Nuklearverhandlungen mit Iran?

Von | | Iran, Iran/Türkei, USA | Kein Kommentar

Die letzte Runde in den Nuklearverhandlungen zwischen den P5+1 und Iran in Wien hat lediglich zu einer erneuten Verlängerung der Genfer Zwischenvereinbarung bis Juli 2015 geführt. Der allseitig betonte Optimismus der Verhandlungspartner kann nicht darüber hinweg täuschen, dass die Zweifel an einem positiven Ausgang zuzunehmen scheinen. Von Bernd Hollerbein

Zahran Alloush, Militärchef der "Islamischen Front", will Kobane "vom IS und der PKK befreien". Quelle: Screenshot.

Zweifelhafte Hilfe für Kobane: Radikale Salafisten gegen den IS?

Von | | Kurden, Mashreq, Studierende schreiben für Alsharq, Syrien | Kein Kommentar

Peschmerga und Freie Syrische Armee sollen Kobane retten. So zumindest suggerieren es hiesige Medien wie Spiegel Online und die türkische Regierung. ln Kobane offenbart sich ein von Europa und den USA geduldetes falsches Spiel: Erdogan lässt radikale Salafisten gegen den IS in Kobane kämpfen.

Sultan Qaboos (links) 2010 bei einem Staatsbesuch in Bahrain. Bild: Bahrain MoFA / Flickr (CC BY 2.0)

Omans ungewisse Zukunft – dem Sultanat droht eine Nachfolgekrise

Von | | Arabische Halbinsel, Hintergrund, Oman | 1 Kommentar

Sultan Qaboos bin Said, der absolute Herrscher des Omans, könnte schon bald an einem Krebsleiden versterben. Seine ungeregelte Nachfolge birgt die Gefahr eines Machtvakuums im Land, das Auswirkungen auf die Stabilität des Sultanats, das Machtgefüge auf der Arabischen Halbinsel und die aktuellen Atomverhandlungen zwischen Iran und den USA haben könnte. Von Maria Debre

Zeigt dieses Graffito den nächsten libanesischen Präsidenten? Bild: Thierry Ehrmann / Flickr (CC BY 2.0)

Präsidentschaftswahl im Libanon: Michel Aoun bewegt sich doch

Von | | Libanon, Mashreq, Wahlen | Kein Kommentar

Überraschung im Libanon: Gerade als die politische Situation einmal mehr besonders festgefahren erschien, sorgt ausgerechnet Michel Aoun für neue Bewegung. Mit seiner Ankündigung, unter Umständen für das Amt des libanesischen Präsidenten zu kandidieren, setzt er politische Gegner unter Druck – denn er hat durchaus Chancen.

Das schwarze Kleid und die gelben Pumps der Künstlerin erinnern an ein ikonisches Foto der ersten Intifada – eine steinewerfende Frau, noch im Kostüm des sonntäglichen Kirchgangs. Foto: Jan Hennies.

Biennale in Palästina: Kunst als Frage und Widerstand

Von | | Hintergrund, Israel, Kultur, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Die Biennale Qalandiya International sucht kurz nach dem Gaza-Krieg und inmitten der Proteste in Ostjerusalem nach der palästinensischen Identität. Unter dem Motto „Archives, Lived and Share”greifen Künstler ihre Geschichte kreativ und kritisch auf. Die Frage nach der eigenen Geschichte wird in den besetzten Gebieten zum feinsinnigen Widerstand, berichtet aus Ramallah Jan Hennies. 

Shlomo Lahat (l.) und Jitzhak Rabin nach der Demonstration in Tel Aviv am 4. November 1995. Wenige Minuten später wird Rabin erschossen. Bild: Screenshot.

“Mit Jitzhak Rabins Ermordung haben wir viel von unserer Hoffnung verloren”

Von | | Israel, Mashreq | Kein Kommentar

Heute vor 19 Jahren erschoss ein rechtsextremer jüdischer Siedler den damaligen israelischen Premierminister Jitzhak Rabin, direkt nach der größten Friedenskundgebung in der Geschichte Israels. Shlomo “Tschitsch” Lahat hatte die Demonstration organisiert und machte sich deswegen für den Rest seines Lebens Vorwürfe. Ein Gespräch über die Demonstration und Rabin.

Shlomo "Tschitsch" Lahat starb am 1. Oktober. Foto: Tobias Raschke

Nachruf auf Shlomo Lahat: “Leben und leben lassen” – nicht nur in Tel Aviv

Von | | Israel, Mashreq | Kein Kommentar

Fast zwei Jahrzehnte lang regierte Shlomo Lahat Tel Aviv als Oberbürgermeister. Er verwandelte die Metropole am Mittelmeer und prägte den Slogan „die Stadt, die niemals eine Pause macht“. Doch auch der Likudnik selbst wandelte sich vom General a.D. zum Unterstützer des Oslo-Friedensprozesses und organisierte die größte Friedensdemonstration im November 1995. Ein persönlicher Nachruf.