Ort des Anschlags: das Sarona-Viertel in Tel Aviv. Foto: flickr/BORIS G (CC 2.0 BY-NC-SA)

Die Paradoxie eines Konflikts – Über das Attentat am Sarona Markt in Tel Aviv

Von | | Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Am 8. Juni erschossen zwei palästinensische Terroristen im Stadtzentrum von Tel Aviv vier Menschen, 19 weitere wurden teils schwer verletzt. Nach einer Welle von Messerattacken im letzten halben Jahr, ist dieser Anschlag nicht nur von neuem Ausmaß, sondern offenbart auch einmal mehr die Widersprüchlichkeit des stetig schwelenden Nahostkonflikts. Von Katharina Konarek

Teilnehmende am ‚Marsch für Würde und gegen Rassismus‘ auf der Place de la Bastille, Paris, im Oktober 2015. Foto: Parti des Indigènes de la République.

Queerwege in die Zukunft – Postkoloniale Grabenkämpfe in Deutschland und Frankreich

Von | | Deutschland, Europa, Flucht und Migration, Frankreich, Gender, Gesellschaft, Menschenrechte | Kein Kommentar

Anti-rassistische und -sexistische Mobilisation in Deutschland. Postkoloniale Proteste in Frankreich. Aus den Trümmern neokolonialer Politik, islamophober Diskurse und rassistischer Gesellschaftsstrukturen entsteht heute in Europas Diaspora eine engagierte und queere* Generation junger Menschen, die Verantwortung übernimmt, Grenzen überschreitet, neu verhandelt und für Würde einsteht. Von Mohamed Lamrabet

Wahlplakate in der nordlibanesischen Stadt Tripoli. Foto: Dima Charif.

Kommunalwahlen im Libanon: Lebenszeichen eines Failed State?

Von | | Libanon, Mashreq, Wahlen | Kein Kommentar

Verteilt über vier Wochen fanden im vergangenen Monat im Libanon die Kommunalwahlen statt. Der krisengeplagte Staat sendet mit der erfolgreichen Durchführung der ersten demokratischen Wahlen seit sechs Jahren nicht nur ein Lebenszeichen, die Ergebnisse bringen auch die politische Landschaft des Landes durcheinander. Von Sebastian Gerlach

Verteidigungsminister Lieberman hat enge Kontakte zu Putin und Russland. Foto: flickr/israel-mfa CC 2.0

Schlimmer geht’s immer – Fragen und Antworten zur Kabinettsumbildung in Israel

Von | | Israel, Mashreq | Kein Kommentar

Die säkular-nationalistische Partei Yisrael Beitenu ist wieder Teil der Koalition um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, ihr Vorsitzender Avigdor Lieberman wieder Minister. Welche Auswirkungen hat die Kabinettsumbildung auf den politischen Prozess in Israel und den israelisch-palästinensischen Konflikt? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wasser tragende Frauen in einem Tal nahe Bamiyan, Afghanistan. Photo: Ian Alexander, CC BY-SA 3.0.

Entwicklungshilfe in Afghanistan: Das Wasser macht den Unterschied?

Von | | Afghanistan, Analyse | Kein Kommentar

Afghanistan ist das gefährlichste Umfeld für Entwicklungshelfer; in keinem anderen Land werden mehr Hilfeleistende attackiert. Dabei beschränkt sich die Gewalt auf einzelne Provinzen, die besonders hohe Opferzahlen vorweisen. Was sind Erklärungen für diesen einseitigen Anstieg an Gewalt? Hajo Benning begibt sich auf die Spurensuche in einem Land mit vielen Unbekannten.

Die Kandidat_innen von Beirut Madinati auf einer Wahlkampfveranstaltung. Foto: Hussein Baydoun (C).

Beirut Madinati im Gespräch: Die regierenden Parteien haben Angst

Von | | Interviews, Libanon, Mashreq, Wahlen | Kein Kommentar

Beirut hat seinen Stadtrat gewählt, mit sehr geringer Wahlbeteiligung und einem knappen Ergebnis für den Zusammenschluss der herrschenden und auf nationaler Ebene so uneinträchtigen Parteien. Als neue Kampagne hat Beirut Madinati dennoch für Wirbel gesorgt. Diana Beck hat mit einer Kandidatin über die Wahlen, demokratische Prozesse und zukünftige Projekte gesprochen.

Proteste gegen die Müllkrise in Beirut Ende August 2015. Foto: Joelle Hatem (CC BY-NC-ND 2.0)

Kommunalwahlen im Libanon: Beirut Madinati gegen das Establishment

Von | | Libanon, Mashreq, Wahlen | Kein Kommentar

Libanon wählt – zum ersten Mal seit sechs Jahren. Zwar nur Kommunalwahlen, aber mit Signalwirkung. Denn auch wenn die säkulare Liste Beirut Madinati (Beirut, meine Stadt) nicht die gemeinsame Liste des politischen Establishments schlagen konnten, zeigen die Wahlen dennoch auf: Es gibt ein Potenzial für Wandel in der libanesischen Politik. Aus Beirut berichtet Jan Altaner

Ehsan Yousefi Nasab. Photo: Privat.

Interview mit Ehsan Yousefi Nasab: Teherans Straßen als Bühne

Von | | Interviews, Iran, Kultur | Kein Kommentar

Als darstellender Straßenkünstler möchte Ehsan Yousefi Nasab Kunst für mehr Menschen zugänglich machen und gleichzeitig der Millionenmetropole Teheran zu einer kulturellen Identität verhelfen. Die Stadt habe ein ungeheuer kreatives Potential, sagt er im Interview mit Marlene Dunkel.

Neue Blätter brechen durch alte Rinde. Von Henrik Sachse, CC BY-SA 3.0 de https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7967081.

Als wir den Baum vom Grab meines Vaters verbrannten

Von | | Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

Die Stadt Deir Ezzor im Osten Syriens steht teilweise unter der Kontrolle des „Islamischen Staats“, teilweise unter der der Regimekräfte. Manche der Stadtviertel sind abgeriegelt, den Menschen fehlt es am Notwendigsten. Mohammed Hassan beschreibt in einer symbolträchtigen Geschichte, zu welchen Handlungen die Not Deir Ezzors Bewohner_innen verleitet.

Die mit Henna geschmückte Hand einer Braut. Photo: Public Domain.

Ägyptens Ehekrise

Von | | Ägypten, Gesellschaft, Nordafrika | Kein Kommentar

Traditionell wollen Ägypter_innen früh in ihrem Leben heiraten. Seit einigen Jahrzehnten jedoch verändert sich das Heiratsverhalten und in der Politik steigt die Angst vor der angeblich die Gesellschaft destabilisierenden Wirkung dieser „Ehekrise“. Dabei sind diese Entwicklung weniger Auslöser als vielmehr Symptom tiefgreifender sozioökonomischer Veränderungen.

Ein Flüchtlingscamp im libanesischen Bar Elias im Osten des Landes. Photo: Bente Scheller/CC-BY-SA

„Selbst Sterben ist hier ein Problem“ – Zu Besuch in einem Flüchtlingscamp im Libanon

Von | | Libanon, Syrien | Kein Kommentar

Libanesische Bürokratie, traumatisierte Menschen, wenig internationale Hilfe: Die Alltagsprobleme in syrischen Flüchtlingscamps im Libanon sind groß. Lokale Organisationen wie Women Now und Sawa4Syria versuchen, sie zu lösen. Aus dem Osten des Libanon berichtet Alisha Molter.

Blick auf die Baustelle von Rawabi (links) und die nahe gelegene israelische Siedlung Ateret (rechts). By יעקב - Own work, CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons.

Das palästinensische Bauprojekt Rawabi: Zu groß zum Scheitern

Von | | Israel, Mashreq, Palästina | Kein Kommentar

Neun Kilometer nordwestlich von Ramallah entsteht im palästinensischen Westjordanland die Stadt Rawabi. Während sie für die einen ein zukunftsweisendes und patriotisches Vorzeigeprojekt darstellt, sehen die anderen in ihr eine Ressourcen verschlingende Verzerrung der Realitäten vor Ort. Von Raja Khalidi

"Home from Home-Exile" - Illustration von Moshtari Hilal (www.moshtari.tumblr.com)

Hossin: „Erzähl etwas, das mich zum Lachen bringt.“

Von | | Deutschland, Flucht und Migration, Persönlichkeiten | Kein Kommentar

Viel ist zu hören und zu lesen über geflüchtete Menschen: in den Headlines, in Parteiprogrammen, im Bus und auf Demos. Wer waren sie vor ihrer Ankunft in Deutschland? Und wer sind sie jetzt? Mit welcher Stimme erzählen sie selbst ihre persönliche Geschichte? Saskia Benter hat mit Geflüchteten gesprochen, statt über sie und vor allem eins: weiterlesen…

Aleppo war vor dem Syrien-Krieg eine florierende Handelsstadt. Photo Credits: Jürgen Rese, CC BY-NC-ND 2.0

Alsharq-Veranstaltung: Das Aleppo Project – Vergangenheit und Zukunft einer Metropole

Von | | Alsharq-Veranstaltung, Mashreq, Syrien | Kein Kommentar

Im mörderischen Syrien-Krieg stand Aleppo besonders häufig im Zentrum der Kampfhandlungen. Die Auseinandersetzungen zwischen dem Regime und Rebellen haben ganze Stadtteile zerstört, hunderttausende Menschen mussten fliehen. Die Initiatoren des Aleppo Projects versuchen das kulturelle Erbe und Gedächtnis der Metropole zu wahren und im Dialog mit der Bevölkerung die Zukunft zu gestalten.